Wie du deinen großen Bedürfnissen in kleinen Schritten näher kommst

Im letzten Blogartikel habe ich dir eine kleine Übung beschrieben, wie du deinen Wünschen und Bedürfnissen auf die Spur kommen kannst. Wenn du diese Übung mitgemacht hast, dann hast du sicher noch deine Liste der Wünsche und Bedürfnisse, die dir im Moment unmöglich vorkommen. Jetzt willst du sicher wissen, wie du auch deine großen Bedürfnisse erreichen kannst.

Bedürfnisse erreichen

Nimm diese Liste noch einmal zur Hand und nimm eine Reihung vor. Was ist dir persönlich am wichtigsten? Was möchtest du zuerst?

Danach nimmst du die Nummer eins auf deiner Liste. Überlege dir, was du tun kannst, um diesen Wunsch zu erreichen oder dieses Bedürfnis zu stillen.

  • Was ist der erste Schritt, den du tun kannst?
  • Was brauchst du sonst noch dazu?
  • Wo kannst du dir Unterstützung holen?

Arbeite in möglichst kleinen Schritten.

Zwei Wege, um deine Bedürfnisse zu erreichen

Du kannst diese Schritte vom Start weg planen. Dabei überlegst du dir immer, was ist der nächste logische Schritt, damit du deine Bedürfnisse erreichen kannst.

Oder du beginnst beim Ergebnis und überlegst dir, was genau vor diesem Schritt passieren muss.

Ich habe dir für beide Varianten ein Arbeitsblatt vorbereitet, mit dem du arbeiten kannst. Welches du verwendest, hängt von deinen persönlichen Vorlieben ab. (Das Arbeitsblatt kannst du am Ende des Artikels anfordern.)

Ins Handeln kommen

Jetzt bleibt dir nur eines. Komm ins Handeln. Du musst es TUN.

Gehe jeden Tag einen kleinen Schritt deinem Ziel entgegen. Dabei ist es unerheblich wie klein dieser Schritt ist. Wichtig ist die Konsequenz. Mach einfach jeden Tag einen dieser kleinen Schritte. Jeden Tag! Dann wirst du deine Bedürfnisse erreichen.

Wenn du z. B. ein Wochenende mit deinem Mann planst kann es sein, dass es dir im Moment nicht realisierbar scheint.

  • Weil du so viel zu tun hast.
  • Weil du gar nicht weißt, wo ihr eure Kinder unterbringen sollt.
  • Weil du noch keine Idee hast, wie ihr das organisieren sollt.
  • Vielleicht hast du auch den Eindruck, dass das Geld nicht reicht.

Dann könntest du z. B. damit anfangen ein günstiges Quartier zu suchen. Vielleicht habt ihr ja Freunde in einem anderen Bundesland, die ihr besuchen könnt und bei denen ihr übernachten könnt. Dabei könnt ihr gleich einen Besuch mit einem tollen Abend zu zweit verbinden.

Was die Kinder betrifft, ist es eine gute Idee mal zu sehen, welche Zeiten sich anbieten, weil z. B. in der Schule nicht so viel los ist. Frag die Eltern von Freunden deiner Kinder, ob sie mal über Nacht bleiben können und biete diesen Dienst auch im Gegenzug an.
Wenn du mehrere Kinder hast, dann kannst du deine Kinder auch getrennt unterbringen. Vielleicht hast du aber auch Eltern oder Schwiegereltern, die sich ohnehin freuen, die Enkelkinder zu betreuen.

Wenn du glaubst, du kannst das den Eltern oder Schwiegereltern nicht zumuten, besprich das mit ihnen. Gehe nicht davon aus, dass die Situation wirklich so ist, wie du sie beurteilst. Manchmal schätzen wir alle Dinge ganz falsch ein.

Diese Politik der kleinen Schritte hat auch noch einen angenehmen Nebeneffekt. Die Vorfreude dauert lange und ist groß. Jedes Mal, wenn du einen Schritt erfolgreich abgeschlossen hast, hast du ein kleines Erfolgserlebnis, über das du dich freuen kannst und du bist deinem Ziel ein Stück näher.

Kleine Schritte bringen Erfolge und motivieren

Schätze die kleinen Schritte. Sie bringen dir Erfolg. Jeder noch so kleine Erfolg führt zu einer Ausschüttung der Botenstoffe im Hirn, die als Belohnung empfunden werden. Das hilft dir an der Sache dran zu bleiben und motiviert dich weitere Schritte zu gehen. Du gewinnst Zuversicht und Selbstvertrauen. So werden die Schritte, die du dir selbst zutraust, immer größer werden und dich umso schneller an dein Ziel bringen.

Trag dich hier ein und du erhältst Zugang zu den Arbeitsblättern zu meinem Blogartikel.
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Deine ersten Schritte zu Ausgeglichenheit im Alltag

Hier findest du nochmal Infographik, die diese ersten Schritte zu Ausgeglichenheit und Gelassenheit im Alltag zeigt.

Zu dieser Serie gehören auch noch folgende Artikel:

1- Wie du von der Unzufriedenheit zur ausgeglichenheit kommst

2- Durch die eigenen Bedürfnisse zur Gelassenheit finden

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Wenn es dir auch so geht, wie Petra, dann hat dich mein letzter Blogartikel wahrscheinlich zum Nachdenken gebracht.

Gelassenheit durch die Erfüllung der eigenen Wünsche und Bedürfnisse

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Von der hektischen Betriebsamkeit und inneren Unzufriedenheit zur Ausgeglichenheit

Wie du aus der Unzufriedenheit zu Ausgeglichenheit kommst

Heute stelle ich dir Petra vor. Petra ist frei erfunden und doch wieder nicht.
Petra hat Eigenschaften von meinen verschiedenen Lieblingskunden übernommen.
Nachdem du meinen Blog liest, erkennst du dich und deine Situation vielleicht ein klein wenig wieder.

Petra ist 35 Jahre und eine bodenständige, aktive Person.
Ein Typ auf den man sich verlassen kann – sagen ihre Freunde.
Eine Frau, die nichts aus der Bahn wirft – sagt ihre Kollegen.
Eine liebevolle Ehefrau und Mutter, die alles im Griff hat – sagt ihr Mann.
Jemand, der immer Rat weiß – sagen ihre Bekannten.
Diejenige, die immer da ist – sagen die Mitglieder des Elternvereins.
Meine Mama! – sagen ihre Kinder.

Du siehst schon, Petra trägt viel Verantwortung.
Sie übernimmt gerne Aufgaben für die Allgemeinheit und sorgt für ihr Umfeld.

Petra ist ganz schön tough. Sie ist gut organisiert, leistungsbereit und sozial engagiert. Es liegt ihr einfach am Herzen, dass alles gut läuft und es ist ihr wichtig, dass sich ihre Familie wohl fühlt. Sie schupft einen 5 Personen-Haushalt und arbeitet in Teilzeit als Krankenschwester. Sie hat extra die Station gewechselt, um ihren Kindern einen geregelten Tagesablauf bieten zu können.
Früher hat sie auf der Intensivstation gearbeitet. Das war mit Wechseldiensten verbunden. Sie hat diese Arbeit geliebt. Aber Wechseldienste lassen sich schlecht mit dem Familienleben vereinbaren.

Ihre Kinder liegen ihr sehr am Herzen und sie will ihnen nicht nur eine gute Erziehung und Bildung ermöglichen, sondern ihnen auch eine wirklich gute Mutter sein, die immer für sie da ist.

Das ist manchmal ganz schön herausfordernd und bringt ihren Tagesablauf gehörig durcheinander.
Schließlich ist ihr Alltag straff organisiert.

Sie steht um 05:30 auf, geht ins Bad und richtet sich für den Tag her.
Sie selbst würde sagen sich macht sich für den Tag fertig.
Ich verwende diesen Ausdruck nicht so gerne. Er ist so doppeldeutig ;-)

Danach huscht sie in die Küche und macht Frühstück, deckt den Tisch und weckt ihre Kinder.
In der Zwischenzeit ist ihr Mann aufgestanden und im Bad. Er ist kein Morgenmensch
und daher morgens nicht besonders gut gelaunt. Also übernimmt Petra die Aufgabe,
die Kinder anzutreiben und dafür zu sorgen, dass alle gewaschen und angezogen beim Frühstückstisch sitzen. Das Frühstück ist die einzige Mahlzeit des Tages, die alle gemeinsam einnehmen. Deshalb ist sie für die ganze Familie wertvoll. Wenn alles gut geht, sitzt die Familie um 06:15 am Frühstückstisch.

Petras Mann Dieter ist der erste der aus dem Haus muss, da er mit dem Zug zur Arbeit fährt und eine längere Anfahrtszeit hat. Er verlässt das Haus um 06:45.

Er verabschiedet sich liebevoll von Frau und Kindern und los geht es.
Für Petra! Denn jetzt ist es an der Zeit, dafür zu sorgen, dass der Tisch abgeräumt wird.
An guten Tagen helfen die Kinder mit, an schlechten sind sie nach dem Frühstück plötzlich verschwunden, wie der blaue Rauch. Es ist ja auch kein Wunder. Schließlich sind sie erst 4, 8 und 11 Jahre.

Die Kleinste geht noch in den Kindergarten. Der mittlere besucht die Volksschule (Grundschule) und die Älteste geht bereits aufs Gymnasium. Petra hat jetzt genau eine halbe Stunde Zeit, um die Küche wieder in Ordnung zu bringen, die Betten zu machen und im Bad noch einmal kurz über die Waschbecken zu huschen. Sie sorgt dafür, dass die Kinder sich anziehen, ihr Jause einpacken,
die sie schon vorbereitet hat und um spätestens 07:20 Uhr verlassen alle das Haus.

Pia, die kleinste nimmt Petra im Auto mit zum Kindergarten und auch Lara, die Älteste fährt mit ihr mit. Sie besucht die Schule in derselben Stadt, in der Petra arbeitet. Alexander, der Mittlere geht selbst zur Schule. Sie befindet sich im Wohnort. Genau darüber gibt es morgens oft noch Diskussionen. „Immer muss ich allein zur Schule gehen. Pia und Petra nimmst du mit dem Auto mit. Das ist unfair.“

Natürlich weiß Alexander, dass er nur 3 Minuten zu Fuß gehen muss und dass Pia noch zu klein ist, um selbst zu gehen. Diese morgendlichen Diskussionen kosten Petra Kraft.

Wenn Petra schließlich um 07:30 an ihrer Dienststelle ankommt, hat sie gerade noch Zeit sich umzuziehen und kurz auf der  Schwesternbasis während der Dienstübergabe einen Kaffee zu trinken. Dann beginnt ihr Dienst. Petra sehnt sich zu diesem  Zeitpunkt schon nach der ersten Pause, doch die muss noch Stunden warten. Dabei fühlt sie sich jetzt schon leer und ausgepowert.

Sie wünscht sich sehnlichst Ausgeglichenheit und Gelassenheit.
Sie ist innerlich unzufrieden und will mehr vom Leben.

Geht es dir auch manchmal wie Petra?

Hetzt du durch deinen Tag, ohne Zeit für dich?
Besteht dein Leben nur aus Verpflichtungen?

Dann ist dein Leben ganz schön herausfordernd und du hast echt viel zu stemmen.

Vielleicht sehnst du dich nach geregelten Pausen und auch etwas Zeit für dich selbst.
Aber egal, wie du es anstellst, immer kommt etwas dazwischen, was wichtiger ist.

Genau hier liegt der Schlüssel versteckt. Du hast noch nicht erkannt, dass du es bist, die an dieser Situation etwas ändern kann. Du kannst etwas tun, um Ausgeglichenheit und Gelassenheit zu erlangen.
Du bist die Person, die sich Pausen ermöglicht und Rückzugsmöglichkeiten schaffen kann. Dazu ist es wichtig, dass du deine eigenen Bedürfnisse genau so wichtig nimmst, wie die Bedürfnisse der anderen.

Erst wenn du für deine Zufriedenheit sorgst, wirst du ausgeglichen und gelassen werden.

Wie wichtig nimmst du dich selbst?
Stellst du die Bedürfnisse der anderen vor deine eigenen?

Petra verzettelt sich

Da Petra so wenig Zeit für sich hat, weiß sie aber im Moment gar nicht ganz genau, was gut für sie ist. Sie sehnt sich nach mehr Schlaf, einem gemütlichen Kaffeeklatsch mit ihrer besten Freundin, einem Theaterbesuch mit ihrer Mutter, einem prickelnden Abend zu zweit mit ihrem Mann, einem gemütlichen Leseabend auf der Couch … So viele Wünsche und wenn sie tatsächlich mal etwas Zeit hat, dann scheint ihr die Zeit zwischen den Fingern zu zerrinnen. Sie trödelt herum, fängt dieses und jenes an, lässt es wieder liegen und ist am Ende frustriert, dass sie keinen ihrer Wünsche verwirklichen konnte.

Was also kann sie tun?
Wie kannst du dieses Dilemma lösen, wenn es dir genau so geht?

Dein Weg zur Ausgeglichenheit

Innehalten

Petra ist auf einem so hohen Aktivitätslevel, dass es ihr bereits schwer fällt abzuschalten.

Der erste Schritt ist es also, mehr Entspannung in ihr Leben zu bringen. Öfter mal kurz inne zu halten, abzuschalten und in sich hineinzuhorchen: „Wie geht es mir jetzt?“

Genau davor hat Petra aber auch ein wenig Angst.
Wer weiß schon, was aus den Tiefen ihrer Seele auftaucht, wenn sie ihre hektische Betriebsamkeit für einen Augenblick sein lässt?

Es wird nur eines passieren. Petra wird sich selbst und ihren eigenen Bedürfnissen begegnen. Sie wird sich selbst auf die Spur kommen und sie wird erkennen, was sie im Moment braucht.

Um dahin zu kommen, stehen Petra verschiedene Möglichkeiten offen.

  • Sie kann einen Yogakurs besuchen
  • Sie kann zu Hause kurze Entspannungsübungen durchführen
  • Sie kann beginnen zu meditieren
  • Sie kann einen Entspannungskurs machen
  • Sie kann Entspannung in ihren Alltag integrieren

Selbstbesinnung

Genau dieses Innehalten wird Petra das erste mal die Möglichkeit geben, sich auf sich selbst zu besinnen, nachzuspüren, was sie wirklich will. Sie kann dann ein Bild davon entwickeln, was sie wirklich will und wie sie es umsetzen kann. Dazu braucht sie Zeit und Stille, um auf sich selbst zu hören.

Wie das aussehen kann, darauf gehe ich in einem der nächsten Blogartikel ein.

Schriftlich festhalten

Das, was Petra erkennt, wird sie am besten schriftlich festhalten. Sie hat dann ihre eigenes Bedürfnis-Chart :-)

Damit kann sie sicher gehen, dass sie im hektischen alltag nicht wieder vergisst, was sie herausgefunden hat.  Wie schnell entschwindet eine gute Idee, weil sie nirgends festgehalten wird!

Kleine Schritte machen

Nachdem sie ihre Bedürfnisse erkannt und aufgeschrieben hat, kann  und wird sie sich auf den Weg machen, um sie zu verwirklichen.

Wann immer sie Zeit hat, kann sie dieses Chart zur Hand nehmen und nachsehen, was sich leicht und schnell verwirklichen lässt. So vergisst sie nichts und kann auch immer wieder überprüfen, ob jeder der Wünsche noch gilt.

Konsequenz

Bei größeren Vorhaben kann Petra drangehen sie in kleine Schritte zu unterteilen und jeden Tag einen dieser kleinen Schritte zu machen. So wird sie auch die großen Ziele erreichen.

In meinem nächsten Artikel geht es nur um dich! Ich zeige dir, wie du deinen Wünschen und Bedürfnissen auf die Spur kommst. Dazu gibt es ein Audio und auch Arbeitsblätter.

Ilse Maria_Signatur

 

 

 

Dies ist der erste Artikel einer ganze Serie.
Zu dieser Artikelserie gehören auch folgende Artikel:

2 – Durch die eigenen Bedürfnisse zu Gelassenheit finden

3 – Mit kleine Schritten große Bedürfnisse erreichen

 

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Wünsche helfen!

Wünsche

Weißt du, wie die alten Märchen beginnen?
„Es war einmal und auch nicht mehr, … zu einer Zeit, als das Wünschen noch geholfen hat …“

Märchen sind nicht nur zur Unterhaltung da. Sie wurden geschrieben, um Erfahrungen und Weisheiten zu überliefern. Diese verstecken sich hinter der eigentlichen Geschichte.

Viele Märchen wurden schon von Psychologen und spirituellen Lehrern gedeutet. Märchen und Geschichten werden seit jeher von Therapeuten und Coaches eingesetzt.

Sollte sich auch hinter dieser bekannten Einleitungsformel ein Hinweis verborgen halten? – Ich glaube schon, dass das so ist. Sonst wäre wohl kaum Bärbel Mohrs Buch „Bestellungen ans Universum“ ein solcher Erfolg geworden.

Wenn ich mir etwas wirklich von Herzen wünsche, so brauche ich meist nicht lange zu warten, bis es in Erfüllung geht. Ich mache mir ganz automatisch ein sehr realistisches Bild von der Situation und sehe mich schon im Zustand der Erfüllung. Der Wunsch zieht mich faktisch an.

Vor einiger Zeit habe ich mir einen Amethyst-Anhänger gewünscht. Er sollte Tropfenform haben. Ich hatte das Bild genau vor mir. Ich konnte ihn förmlich auf meiner Haut fühlen. Ich sah mich damit. Natürlich habe ich anderen von meinem Wunsch erzählt. Ich hatte mir keinen Termin gesetzt und war mir trotzdem sicher, dieser Anhänger kommt zu mir. Was soll ich dir sagen: Nach nur 4 Monaten bekam ich ihn völlig unerwartet von einem lieben Freund geschenkt. Zu einem Anlass, wo ich kein Geschenk erwartet hätte.

Das geht natürlich besonders gut bei Wünschen, die sehr nahe an der Realität sind und auch möglich sind. Trotzdem mache ich mir nicht viele Gedanken, wie ich diese Wünsche erreichen werde. Ich habe eine innere Sicherheit, dass sie passieren werden.
Ganz anders ist es mit den Zielen, die ich mir bewusst setze. Da fällt mir die Realisierung manchmal nicht so leicht. Ich setze diese Ziele nach allen Regeln der Kunst, setze sie SMART und tue alles, um sie zu erreichen. Die Leichtigkeit des Wünschens fehlt und es wird oft verkrampft und klappt nicht so, wie ich es gerne hätte.

Wo ist also der Unterschied zwischen meinen Wünschen und meinen Zielen?

Ich habe einige Zeit gebraucht, um es herauszufinden und bin jetzt dem Schlüssel auf der Spur. Meine Wünsche kommen vom Herzen, ich habe sofort ein Zielbild und automatisch ein intensives Gefühl, wie es sich anfühlt, wenn dieser Wunsch erfüllt ist.
Meine Ziele kommen manchmal vom Verstand und manchmal vom Herzen und ich habe ein Zielbild. Der Unterschied ist: Mein Zugang zu meinen Emotionen ist nicht so intensiv. Ich spüre nicht sofort, wie sich das Ergebnis anfühlen wird.

Mein Fazit:

Ich verlege mich mehr aufs Wünschen. Ganz einfach, weil das bei mir besser klappt.
Vielleicht gelingt es mir eines Tages mit meinen Zielen genauso unverkrampft umzugehen, wie mit meinen Wünschen.

Die Emotionen sind der Schlüssel. Dr. Joe Dispenza beschreibt in seinem Buch „Du bist das Placebo“ wie die Emotionen der Schlüssel zur Selbstheilung sind. Wenn es gelingt, die Heilung gefühlsmäßig vorwegzunehmen und in einen guten emotionalen Zustand zu kommen, dann wirken nicht nur Medikamente besser, sondern auch Placebos entfalten ihre Wirkung.

Eine Tochter einer Freundin beherrscht die Kunst des Wünschens so gut, dass es wirklich bewundernswert ist.
Meine Freundin bekam von einer Bürokollegin ausgemusterte Kleidung geschenkt. Es waren lauter Designerstücke in der Kleidergröße ihrer Tochter. Abends brachte sie ihrer Tochter die Sachen vorbei. Ihre Tochter sah in den Sack und lachte. „Weißt du Mami, heute Morgen bin ich vor meinem Kasten gestanden und dachte bei mir, dass ich wirklich etwas Neues zum anziehen brauche. – Und schon ist es da! Ist das nicht wunderbar?“ Sie sah die Sachen durch und bemerkte: „Einige dieser Sachen hab ich mir vor kurzem in einer Boutique angesehen und dachte mir noch, dass ich sie mir im Moment nicht leisten kann.“

Wünsche entfalten – besonders wenn sie intensiv sind – eine besondere Magie. Wenn es richtige Herzenswünsche sind, dann richtet sich alles in uns auf die Erfüllung dieser Wünsche aus. Wir strahlen aus, was wir anziehen wollen und das Gesetz der Resonanz kann wirken.

Was das für dich bedeutet

Wenn du – so wie ich – manchmal deine Schwierigkeiten mit den gesetzten Zielen hast, dann versuche es doch einmal mit Wünschen. Das klingt oberflächlich nur nach einem Begriffsaustausch und hat dennoch eine ganz andere Wirkung.

Wünsche nehmen Druck heraus

Es gibt erfüllbare und unerfüllbare Wünsche. Somit ist klar: Wünschen darfst du auch Unerreichbares.

Viele Menschen limitieren sich bei ihren Zielen. Ihre persönlichen Glaubenssätze werden sofort aktiv.
Du setzt dir ein berufliches Ziel und hast sofort eine Stimme im Kopf, die dir zuflüstert:

  • Du bist nicht gut genug.
  • Um das zu erreichen, brauchst du noch eine Zusatzausbildung.
  • Der Kollege xy versteht es viel besser, sich ins rechte Licht zu setzen.
  • Dazu fehlt mir noch die Erfahrung.

Beim Wünschen bist du frei von diesen Glaubenssätzen. Du darfst dir auch Dinge wünschen, die – vorerst – unerfüllbar scheinen. Somit vergeudet dein Unbewusstes keine Energie mit negativen Glaubenssätzen. Es kann sich ganz auf die Realisierung des Wunsches ausrichten.

Wünsche lassen sich leichter publik machen

An ein Ziel bindest du dich. Du gehst damit eine Verpflichtung dir selbst gegenüber ein. Das hat zwar den Vorteil, dass du dich verbindlich darauf festlegst. Es können gleichzeitig auch viele Gedanken bezüglich Scheitern und Gesichtsverlust auftauchen.

  • Was ist wenn ich das Ziel nicht erreiche?
  • Wie werde ich dann dastehen?
  • Was werden die anderen von mir denken?

Das sind natürlich alles wieder Glaubenssätze und einschränkende Entscheidungen.

Wünsche kannst du leicht erzählen. Da es ja „nur“ ein Wunsch ist, melden sich diese ganzen Bedenken nicht.

Egal ob du dir ein Ziel setzt, oder ob du dir etwas wünscht, wenn du darüber sprichst, holst du dir Unterstützer ins Boot. Du triffst möglicherweise Menschen, die dir weiterhelfen.

Wenn du unbelastet von Zweifeln bist, wirst du diese Möglichkeiten erkennen und annehmen. Du siehst also: Auch Wünsche ebnen Wege.

Wünsche lösen automatisch positive Gefühle aus

Wenn du dir etwas wirklich wünscht, dann ist mit der Erfüllung des Wunsches automatisch ein gutes Gefühl verbunden. Egal, ob du dir eine Motoryacht, mehr Umsatz oder ein gelassenes Familienleben wünscht. Wenn du an die Erfüllung des Wunsches denkst, dann wird sich ein wohliges, angenehmes Gefühl einstellen.

Wünsche schaffen Durchhaltevermögen

Genau dieses positive Gefühl hilft dir auch, auf dem Weg zur Wunscherfüllung durchzuhalten. Auch wenn du selbst etwas dazu beiträgst und dein Beitrag mit Herausforderungen verbunden ist.

Wenn es dein Wunsch ist, einmal auf dem Großglockner zu stehen, dann wirst du auch die dafür erforderlichen Schritte unternehmen. Du wirst trainieren, dir passende Bergpartner suchen, die Ausrüstung beschaffen usw.

Wünsche und Ziele liegen manchmal knapp beinander

Du siehst, Wünsche und Ziele liegen manchmal knapp beinander. Der einzige Unterschied besteht für mich darin, dass ich meinen Wünschen nicht unbedingt einen Termin gebe.

Ich bin aber durchaus bereit für meine Wünsche etwas zu tun und notfalls auch hart zu arbeiten. Wünsche, für die ich selbst gar nichts tun möchte, sind Luftschlösser :-)

Der wesentliche Unterschied besteht für mich darin, dass beim Wünschen ganz viel Druck rausgenommen wird und mein innerer Richter bzw. meine Glaubenssätze schweigen.

Wirst du die Magie der Wünsche in Zukunft für dich nutzen?

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Wie bleibe ich im Umgang mit meinen eigenen Erziehungsansprüchen entspannt?

eigene Erziehungsgrundsätze

Kleiner Schiläufer – großer Frust

Peter will seinem Sohn das Schi laufen beibringen. Peter ist ein guter Schifahrer. Es weiß nicht nur, wie es technisch geht, er hat auch Erfahrung damit, anderen etwas beizubringen.

Sein Sohn Niklas steht im Schnee. Er findet es unfair, dass er zuerst einmal den Hang hochstapfen soll. Peter erklärt: „Das macht man am Anfang so. Außerdem bist du schon aufgewärmt, wenn wir oben sind. Das hilft dir, Verletzungen zu vermeiden.“
Niklas ist sauer. Alle anderen dürfen mit dem Lift fahren.

Als sie endlich oben sind, zeigt ihm Peter den Stemmbogen. Niklas findet, das wäre etwas für Babys. Er ist schon 5 Jahre alt. Er ist schon groß. Er will genau so toll Schi fahren, wie Benni Raich. Der ist toll! Bei dem sieht alles so einfach aus.

Nachdem Peter drauf besteht, versucht er den Stemmbogen. – Und findet heraus, dass das nicht so einfach ist. Niklas wir wütend, weil er genau weiß, was er machen soll und es körperlich nicht schafft.

Zuerst redet ihm Peter noch gut zu. „Niklas du musst Geduld haben. Wenn du fleißig übst, dann wirst du bald ein toller Schifahrer.
Neuer Versuch. Es klappt schon besser. Plötzlich stürzt Niklas. Peter nimmt es locker, geht zu ihm hin, hilft ihm auf und klopft ihm den Schnee ab. Niklas friert. Er nimmt einen neuen Anlauf. Nun kommt er ganz gut nach unten. Aber jetzt soll er den Anfängerhügel wieder hinaufstapfen. Er will nicht und bekommt einen Wutanfall. Schließlich ist er ja schon einmal herunter gefahren. Es wäre wirklich Zeit für den Lift. Peter ist unnachgiebig. Er weiß, dass Niklas noch Übung braucht. Stapfen macht müde. Niklas Beine sind an die Anstrengung noch nicht gewöhnt und er kann die Bewegungen nicht richtig ausführen. Peter korrigiert. Niklas schreit ihn an: „Papa ich mach das doch schon so!“ Peter zeigt nochmal vor. Niklas wird zornig. „Genau so mache ich es. Bei mir geht das nicht.“

Jetzt verliert Peter die Geduld: „Du machst gar nichts so, wie ich es sage. Sonst würdest du genau so den Hang hinunterfahren. Schau mir noch mal zu und stell dich nicht so an!“ Niklas reagiert mit einem harschen: „Ich bin ohnehin zu blöd dafür. Das schaffe ich nie!“

Jetzt ist Peter frustriert. Normalerweise besitzt er eine Engelsgeduld. Er hat schon einigen Erwachsenen und auch vielen Kindern Schi fahren beigebracht. Bei seinem eigenen Sohn versagt er. Dabei wollte er es besonders gut machen. Er weiß, wie sensibel Niklas ist. Er ist überzeugt davon, dass sein Sohn sportlich ist. Warum hört er nur nicht auf ihn? Es bringt ihn auf die Palme, wenn Niklas so stur ist.

Ungeduld mit Kindern

In meinem Artikel Von Eulen und Lerchen habe ich auch eine Situation beschrieben, wo Ines, die Mutter von zwei Mädchen frustriert war, weil sie ihre eigenen Ansprüche an eine gute Erziehung nicht gerecht werden konnte.

Warum werden Eltern ihren Ansprüchen nicht gerecht

Eltern wollen das Beste für ihre Kinder

Dazu zählt auch eine gute Erziehung. Sie soll natürlich ganz anders sein, als die eigene. Geprägt von Liebe und Verständnis. Geduldig wollen sie sein und den Kindern alles erklären.

Und dann werden sie vom Alltag eingeholt. Sie merken, dass sie sich in vielen Dingen so verhalten, wie sie es immer vermeiden wollten. Schlimmer gar, sie erkennen Verhaltensweise der eigenen Eltern wieder. So wollten sie nie sein!

Warum gelingt es nicht?

Alle Eltern haben eine eigene Geschichte und diese kommt im Umgang mit den Kindern oft hoch. Durch Erlebnisse oder einzelne Sätze wird sie angetriggert und schon befinden wir uns auf einer Zeitreise. Natürlich nicht wirklich. Ein Teil von uns, unser Körper, bleibt im hier und jetzt und erwachsen, aber ein anderer Teil – unsere Gefühle – wird in eine andere Zeit katapultiert. Wir sind aufeinmal wieder klein, unbeholfen und ausgeliefert. Jetzt prallen wir mit unserem Kindergefühl auf das Gefühl unseres Kindes – und PENG!, der schönste Knatsch ist fertig.

Wie gehe ich mit meinem eigenen Frust um?

Den eigenen Glaubenssätzen auf der Spur

Welche Sätze gehen dir durch den Kopf?

Hörst du innerlich Sätze wie:

  • Nie machst du es richtig.
  • Du kannst dich noch so bemühen, das wird doch nichts.
  • Jetzt hast du es schon wieder verbockt.

Ja? Dann bist du deinen eigenen Glaubenssätzen auf der Spur. Vielleicht sind das auch genau die Sätze, die du in ähnlichen Situationen in deiner Kindheit gehört hast. Und genau dieses Programm fängt jetzt zu laufen an.

Schleudert dir dein Kind vielleicht genau diese Sätze entgegen

Vielleicht schleudert dir dein Kind noch dazu genau einen dieser Sätze entgegen. Dann prallt Glaubenssatz auf Glaubenssatz. Der reife Teil in dir erkennt jetzt, dass deine eigenen Glaubenssätze auf dein Kind überspringen. Die Folge ist oft ein schlechtes Gewissen.

Du fühlst dich innerlich zerrissen. Einerseits fühlst du dich selbst in deinen Gefühlen verletzt und fällst in ein altes Versagensgefühl, andererseits willst du dein Kind zu einem positiven Menschen erziehen und ein gutes Vorbild sein.

Was kann ich in solchen Situationen tun?

Bleib gelassen

Zuerst einmal: Bleib gelassen! Allein die Tatsache, dass du dir deiner Fehler bewusst bist, hilft dir dich weiter zu entwickeln. So kannst du daran arbeiten, es das nächste Mal besser zu machen. Das ist doch erfreulich :-)

Geh aus der Situation

Wann immer du kannst, verlasse die Situation. Atme tief durch und spüre in dich hinein. Was ist es genau, was dich so frustriert? Was brauchst du im Moment, um wieder ruhig zu werden.

Atmen hilft

Atme ein paar Mal tief durch. Das hört sich an, wie eine Binsenweisheit. Wenn du dich aber bewusst auf deinen Atem konzentrierst, dann ist in deinem Gehirn im Moment kein Platz für andere Gedanken. Das Gedankenkarussell kann sich beruhigen. Du kannst wieder klar denken und neue Entscheidungen treffen.

Warte ab

Auch dein Kind braucht eine Zeit, um sich zu beruhigen.

Wenn es euch beiden besser geht, sprich die Situation an. Du kannst erklären, dass dir dein Verhalten leid tut. Kinder können gut mit den Fehlern der Erwachsenen umgehen, wenn sie merken, dass sie ehrlich sind.

Humor

Bewahre dir deinen Humor. Er hilft dir, die Komik in der Situation zu sehen und auch deinem Kind mit einer humorvollen Bemerkung über die Situation hinwegzuhelfen. Achte dabei aber auf einen freundlichen, liebevollen Ton. Sonst kann eine humorvoll gemeinte Bemerkung zynisch ankommen.

Erinnere dich, wie es dir gegangen ist

Als Peter nachdenkt erinnert er sich an eine Szene, wo er seine Schi erbost von sich geschleudert hat, weil sie nicht „so gut fahren, wie die vom Hermann Maier.“
Mit dieser Erinnerung fühlt er sich seinem Sohn gleich ganz nah und kann ihn in seinem Frust gut verstehen.

Nicht alles selbst machen

Gerade wenn es darum geht, Kindern Sportarten beizubringen, ist es oft für beide Seiten leichter, wenn das Kind einen Kurs besucht. Erstens sieht es im Gruppenunterricht, dass andere auch Fehler machen und nicht gleich erfolgreich sind. Es merkt, dass Übung dazu gehört. Andererseits ist ein professioneller Trainer nicht gefühlsmäßig verstrickt und kann so sachlich reagieren.
Kinder können auch oft Anweisungen von anderen leichter akzeptieren.

Auch dein Kind möchte vielleicht vor dir besonders gut dastehen und hat mit sich daher wenig Geduld. Schließlich will es genau so toll sein, wie Papa oder Mama.

Die eigenen Glaubenssätze bearbeiten und auflösen

Es ist gut, die eigenen Glaubenssätze zu bearbeiten und aufzulösen, um sie nicht an die Kinder weiter zu geben. Wenn einige deiner Glaubenssätze wegfallen, wirst du in gewissen Situationen gelassen und ruhig reagieren können.

Wenn du dabei Hilfe brauchst, so wende dich an einen Coach. Alle Coaches verfügen über Techniken, die dabei helfen Glaubenssätze aufzulösen.

Auch im Online-Workshop Hotel Mama schließt gibt es einige Übungen, wo aktiv an deinen persönlichen Bremsen und Glaubenssätzen arbeitest. Hier hast du die Möglichkeit dich anzumelden. KLICK

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