Aus-gelassen leben

Kommunikation, Lernen und Gelassenheit

Kommunikation, Lernen und Gelassenheit

Hast du dir schon einmal Gedanken gemacht, was Kommunikation, dein innerer Dialog und das Thema Lernen mit deiner Gelassenheit zu tun hat?

Wenn nicht, dann lade ich dich herzlich ein zu diesem Interview mit Dr. Thomas Schröck. Er ist NLP-Trainer, Hypnose-Trainer und Time-Line-Therapy®-Trainer und hält in all diesen Bereichen Ausbildungen. Weiterlesen

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Warum Rituale zu deiner Gelassenheit beitragen

Rituale

Was ist eigentlich ein Ritual?

Laut Wikipedia ist ein Ritual eine nach vorgegebenen Regeln ablaufende, meist formelle und oft feierlich-festliche Handlung mit hohem Symbolgehalt. Sie wird häufig von bestimmten Wortformeln und festgelegten Gesten begleitet und kann religiöser oder weltlicher Art sein (z. B. Gottesdienst, Begrüßung, Hochzeit, Begräbnis, Aufnahmefeier usw.). Ein festgelegtes Zeremoniell (Ordnung) von Ritualen oder rituellen Handlungen bezeichnet man als Ritus.

Diese Beschreibung trifft eher auf die großen Lebensrituale zu. Es ist auch klar erkennbar, dass es kleine, unauffällige Rituale gibt, die fest in unserem Alltag verankert sind (Begrüßung, Verabschiedung, …)
Rituale schaffen es aber auch, aus scheinbar alltäglichen Situationen etwas Besonderes zu machen und unsere gesamte Aufmerksamkeit darauf zu lenken. Das wussten schon große Persönlichkeiten zu nutzen. Niccoló Machiavelli (ja, der mit il Príncipe) zog sich jeden Abend seine schönsten Kleider an, setzte sich ans Fenster mit Blick nach Westen und las in den Klassikern antiker Autoren.
Hätte er diese Bücher nicht auch woanders lesen können? Klar doch!
Auf diese Art und Weise schaffte er aber auch eine Art Vorbereitung für den Geist. Er verlieh der Angelegenheit Wichtigkeit und möglicherweise half es ihm auch, seinen Tag zu beenden und abzuschalten.

  • Rituale sind wiederkehrend
    Rituale sind also Abläufe, die du in dein Leben einbaust und die sich immer wiederholen.
  • Rituale sind symbolisch
    Ein Ritual verbindest du mit einer bestimmten Situation. Sei es, dass du einen anderen Menschen triffst und ihn willkommen heißt, sei es, dass du den Tag abschließt und eventuell einen Abendspaziergang machst.
  • Rituale haben eine festgelegte Form
    Rituale laufen nach einem Schema ab. Sie wiederholen sich auf die immer gleiche Art und Weise oder zumindest sehr ähnlich.

Rituale wirken 2-fach

Unmittelbare Wirkung

Rituale wirken unmittelbar auf Körper, Geist und Seele. Wenn du eine Kerze anzündest, so hat das eine sehr direkte Auswirkung: Je nachdem, was du mit dieser Kerze verbindest. Nachdem Kerzen in unserer Tradition aber bei fast allen Festen eingesetzt werden (Taufe, Geburtstagstorte, Advent, Weihnachtsbaum, …) verbindet der Großteil der Menschen in unserer Kultur damit etwas Positives und Heimeliges.

Mittelbare Wirkung

Diese Verbindung schlägt schon die Brücke zur mittelbaren Wirkung. Sie ist neurologischer Natur und wird durch Konditionierung erzielt. Im NLP wird das auch als Ankern bezeichnet.

Einordnung von Ritualen

Zyklisch

Zyklische Rituale kehren immer wieder, wobei der zeitliche Abstand sehr unterschiedlich sein kann. Z. B. tägliche Rituale wie die morgendliche Tasse Kaffee, oder jährliche Rituale wie Weihnachten oder Geburtstag.

Kontextabhängig

Rituale sind kontextabhängig. Eine Begrüßung im französischen Raum fällt anders aus, als in Österreich, Deutschland oder Italien. Der Kern des Rituals – Ich treffe eine andere Person und zeige ihre meine Wertschätzung, indem ich sie begrüße – bleibt gleich.

Ereignisorientiert

Bestimmte Rituale sind an feste Ereignisse gebunden. Die trifft vor allem auf die Übergangsrituale zu, die in unserem Raum leider sehr selten geworden sind. Eines dieser Rituale ist die feierliche Überreichung des Maturazeugnisses.
In anderen Kulturen feiern die Frauen, wenn ein Mädchen ihre erste Regelblutung hat. So wird ihr der Übergang vom Mädchen zur Frau sehr deutlich gemacht.

Wozu Rituale?

Rituale

  • Geben Halt und Sicherheit
  • Bieten Struktur
  • Geben einen Rahmen
  • Setzen Grenzen
  • Schaffen Vertrauen
  • Gliedern Abläufe
  • Markieren Übergänge
  • Dienen der Orientierung
  • Schaffen Stabilität
  • Rhythmisieren
  • Halten im Hier und Jetzt
  • Bieten Bestand und Verlässlichkeit

Anhand dieser Auflistung kannst du schon ahnen, wie Rituale deine Gelassenheit fördern können.

Einerseits schaffst du Anker zu bestimmten Situationen und signalisierst deinem Körper und deiner Seele „Zeit für einen Cool-down“. Andererseits geben Rituale deinem Tag einen Rahmen und das schafft Sicherheit und Beständigkeit.

Je öfter du eine Tätigkeit durchführt, je mehr du sie also ritualisierst, desto weniger musst du darüber nachdenken und desto automatischer läuft sie ab.

Genau das kannst du dir zu Nutze machen, um den Tag gut abzuschließen. Führe ein Ritual ein und du wirst sehen, dass es dir immer besser gelingt abzuschalten.
Ist dein Ritual z. B. ein Abendspaziergang, dann wird dein Geist bald die Verknüpfung herstellen: Abendspaziergang = zur Ruhe kommen und Abschalten. Er weiß dann, dass er das Tagesgeschehen hinter sich lassen kann.
Es hilft sehr, ein Ritual zur gleichen Zeit und immer auf die gleiche Art und Weise auszuführen. Es hat dann die größte Wirkung.

Ein schönes Beispiel dafür ist die Geschichte vom Fuchs und dem kleinen Prinzen:

„Es wäre besser gewesen, du wärst zur selben Stunde wiedergekommen“, sagte der Fuchs. „Wenn du zum Beispiel um vier Uhr nachmittags kommst, kann ich um drei Uhr anfangen, glücklich zu sein. Je mehr die Zeit vergeht, umso glücklicher werde ich mich fühlen. Um vier Uhr werde ich mich schon aufregen und beunruhigen; ich werde erfahren, wie teuer das Glück ist. Wenn du aber irgendwann kommst, kann ich nie wissen, wann mein Herz da sein soll … Es muss feste Bräuche geben.“
(Antoine de Saint-Exupéry)

Welche Rituale können dir helfen Gelassenheit zu erlangen

Morgenmeditation

Eine Morgenmeditation hilft dir, dich auf deinen Tag einzustimmen. Sie unterstützt dich den Tag langsam und in Ruhe zu beginnen.

Yoga

Auch Yoga kann dir helfen zur Ruhe zu kommen. Es wird dabei der Energiefluss stimuliert und auch deine Atmung harmonisiert sich.

Atmen

Es ist banal und gerade deshalb kann ich es nicht oft genug betonen: Atmen hilft! Immer!
Wenn du dich auf deine Atmung konzentrierst, dann bist du automatisch im Hier und Jetzt, versorgst deinen Körper mit Sauerstoff und sorgst für eine gute Durchblutung. Dein Blutdruck stabilisiert sich und du wirst ruhig.

Kaffee

Vielen Menschen dient Kaffee, um wach zu werden. Ich trinke sehr selten Kaffee, dann aber mit Genuss. Für mich ist eine Tasse Kaffee eine sehr bewusste Pause.

Tee

Was für mich der Kaffee, ist meiner Tochter der Tee. Es gibt für sie keinen größeren Genuss, als eine Tasse dampfenden Tee. Richtig Tee zu kochen ist eine Kunst für sich und Teil dieses Entspannungsrituals.

Abendspaziergang

Auch der Abendspaziergang ist ein wirklich wert- und sinnvolles Ritual. Die meisten von uns machen zu wenig Bewegung. So sorgt der Spaziergang an der frischen Luft nicht nur für das Abschalten, sondern auch für die Sauerstoffversorgung und trägt zur körperlichen Ertüchtigung bei.

Dankbarkeitstagebuch

Dieses schöne Ritual hilft dir nicht nur beim Abschalten, es schult auch deine Aufmerksamkeit und deine Selbstwahrnehmung. Schreib einfach jeden Abend drei Dinge auf, für die du dankbar bist.

Kerze

Für mich verbreiten Kerzen sofort Geborgenheit. Wenn ich also abends eine Kerze anzünde und in die Flamme schaue, dann schalte ich besonders leicht und effizient ab.
Diesen Effekt nütze ich auch bei meinen persönlichen Coachings. Da steht auf einem kleinen Tisch in meiner Coaching-Ecke immer eine brennde Kerze.

Badewanne

Ich weiß, das ist jetzt eine Glaubensfrage. Es gibt Dusch-Fans und es gibt Badewannen-Junkies. Ich gehöre eindeutig zu letzter Kategorie. Wenn das warme Wasser in die Wanne fließt und ich eines meiner duftenden Öle hinzufügen kann, dann bedeutet das für mich definitiv, dass der Tag zu Ende geht. Wenn ich einmal nicht einschlafen kann, dann ist ein Wannenbad die beste Therapie :-)

Du siehst es gibt jede Menge Rituale, die dir helfen, deinen Tag zu strukturieren, deine Pausen einzuhalten und abzuschalten. All das bietet einen verlässlichen Rahmen für deinen Tag. Verlässlichkeit gibt Sicherheit und Sicherheit macht gelassen. So schließt sich also der Kreis.

Welche Rituale gliedern deinen Tag?

Schreib mir doch, welche Rituale sich für dich als besonders wirkungsvoll erwiesen haben. Wie schaltest du nach einem langen Tag am besten ab?

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Blogparade

Eine Frau, mehrere Vorbilder

Warum eine Frau mehrere Vorbilder braucht.

eine Frau mehrere Vorbilder

Jörg Unkrig hat auf seinem Blog zu einer Blogparade über Vorbilder aufgerufen.

Das hat mich zum Nachdenken gebracht und ich habe festgestellt, dass ich nicht nur ein, sondern mehrere Vorbilder habe. Das hat sicher auch damit zu tun, dass ich so viele Rollen ausfülle und ein einziges Vorbild diesen Rollen gar nicht gerecht werden könnte.

Ich habe das Glück, dass es in meiner Familie starke Frauen gibt und so habe ich da gute Vorbilder. Einige Vorbilder stammen aber auch aus der Geschichte und aus der Literatur, mit manchen bin ich befreundet und wieder andere kenne ich aus dem Business. Weiterlesen

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Aus-gelassen leben

Was Weglassen mit Gelassenheit zu tun hat

Was Weglassen mit Gelassenheit zu tun hat

Fastenzeit, die Zeit des Verzichts. Verzicht bedeutet auch Weglassen. Warum nicht also auf Dinge verzichten, die dich belasten und die dir nicht gut tun? Das wird deine Gelassenheit ganz bestimmt fördern.

Du kannst auf Vieles verzichten. Entweder indem du manche Dinge gar nicht anschafft oder indem du ausmistest und so deine Besitztümer reduzierst. Das bedeutet insgesamt weniger Arbeit.

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Fastenzeit – Lass los, was dir nicht gut tut

Wöchentlich Gelassenheit! - Lass los, was dir nicht gut tut.

Diese Woche war ja Aschermittwoch und somit Beginn der Fastenzeit. Für viele Menschen ist das ein Grund Dinge wegzulassen. Oft sind das Dinge, die ihnen ohnehin nicht gut tun. Manchmal ist es aber auch reine Routine. Frei nach dem Motto: In der Fastenzeit wird gefastet. Eh klar, oder? :-)

Der ursprüngliche Sinn der Fastenzeit war eine Reinigung an Körper, Geist und Seele. Fasten an Nahrung war in allen spirituellen Richtungen und Religionen ein Teil der Vorbereitung auf etwas Besonderes. Im christlichen Raum ist dieses Besondere eben das Osterfest.

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