Fingerspiele

Fingerspiele

Dieser Artikel wurde am 29. September 2017 verfasst und am 22. September 2019 überarbeitet.

Fingerspiele gibt es in vielen Varianten. Sie sind vom Kleinkind bis zum Schulkind passend. Je nach Altersgruppe haben sie unterschiedliche Ziele und Wirkungen. Eines ist jedoch sicher: Die meisten Kinder lieben sie.

In Kinderkrippe, Kindergarten, Kita und Schule gehören Fingerspiele zum Alltag.

Die Fingerspiele dienen dazu den eigenen Körper kennen zu lernen, berührt zu werden, die Sensorik zu trainieren. Aber auch etwas Neues zu erfahren und sich Inhalte leichter zu merken.

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7 Tipps, um leichter zu lernen, Glaubenssätze überprüfen

Wie du mit dem kleinen Wort noch dein Kind ermutigst

Peter

Peter (6 J.) sitzt vor seinem Aufgabenheft. Angestrengt malt er die ersten Buchstaben in sein Heft. Den Stift hält er schon richtig, aber mit solcher Kraft, dass Petra – seine Mutter – Angst hat, er könne zerbrechen. Während Peter versucht seine Buchstaben auf die Zeile zu setzen wandert seine Zunge im halboffenen Mund von einem Mundwinkel zum andern. Ein Ausdruck höchster Konzentration!

Plötzlich ziehen sich seine Augen zusammen und er runzelt die Stirn. Der Buchstabe, den er gerade geschrieben hat, befindet sich nicht auf, sondern leicht unter der Zeile. Er setzt für den nächsten Buchstaben an und drückt dabei so fest mit seinem Bleistift aufs Papier, dass fast ein Loch entsteht. Er runzelt die Stirn. Auch der nächste Buchstabe hält Peters Ansprüchen nicht stand. Er schwebt hoch über der Zeile.

Jetzt reicht es ihm. Er wirft den Bleistift hin, springt erbost vom Sessel und schreit: „Ich kann das nicht. Die blöden Buchstaben machen nie, was sie sollen. Ich lerne das nie.“

Petra versucht ihn zu beruhigen: „Aber ja, das schaffst du schon.“ Im Wunsch ihn zu ermutigen, zeigt sie auf die vereinzelten Buchstaben, die schon ganz gut gelungen sind. „Die sind doch sehr schön!“

Doch Peters Ansprüche sind andere. „Die sind gar nicht schön. Bei dem hab ich zu fest aufgedrückt. Bei diesem ist der Strich nicht gerade.“ Er fühlt sich unverstanden und beginnt zu weinen.

Peter kann seine eigene Leistung gut einschätzen. Das ist gut. Er ist ehrgeizig. Das hilft ihm voran zu kommen. Leider steht er sich mit diesem Ehrgeiz oft im Weg.
Wenn etwas nicht gleich klappt, verliert er den Mut und gibt ganz auf. Ganz oder gar nicht ist seine Devise.

Pia

Pia (5 J.) steht das erste Mal auf Eislaufschuhen. Ihr Wunsch ist es genauso gut auf dem Eis tanzen zu können, wie Miriam Ziegler. Lange hat sie die Mama gelöchert, dass sie Eislaufunterricht möchte. Diese hat das eine Zeit lang als Spleen abgetan. Ein Wunsch, der schnell wieder vergehen wird. Wie so viele andere auch. Doch die Sehnsucht und der Wunsch blieben. Also gab die Mama endlich nach.

Natürlich laufen die ersten Versuche am Eis nicht ohne Unfall ab. Pia stellt sich grundsätzlich geschickt an, doch sie erwartet zu viel von sich selbst.

Der Spruch: „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.“, wurde für sie erfunden.

Am Ende der ersten Stunde mit der Eislauflehrerin wirft Pia ihre Eislaufschuhe ins Eck. Die mag ich nicht, die sind nicht so toll, wie die Schuhe von der Miriam Ziegler.

„Ja“, lacht die Mutter, „wenn der Bauer nicht schwimmen kann, ist die Badehose schuld!“

Pia findet das gar nicht lustig. „Ich werde nie so gut eislaufen wie Miriam Ziegler!“

Auch Kinder, die weniger ehrgeizig sind, als Peter und Pia machen sich oft mit Selbstzweifeln das Leben schwer.

[ctt template=“11″ link=“0Ibfh“ via=“no“ ]Kinder machen sich oft mit Selbstzweifeln das Leben schwer.[/ctt]

 

Schnell folgen dann Sprüche wie:

  • Das kann ich nicht.
  • Das lerne ich nie.
  • Das gelingt mir nie.

Oder gar:

  • Ich bin zu ungeschickt dafür.
  • Ich bin zu dumm dafür.

 

Wie kannst du als Elternteil da helfen?

  1. Nimm die Bedenken deines Kindes ernst

Meist können sich gerade diese Kinder selbst sehr gut einschätzen. Auf vorschnell ausgesprochenes Lob oder platte Tröstungen reagieren sie unwirsch bis trotzig.

Sei also ehrlich. Schau genau, was wirklich gut gelungen ist. Oft sind es nur kleine Details. Die kannst du herausstreichen, damit dein Kind auch die kleinen Fortschritte sieht.

Petra könnte z. B. nachsehen, wo der Druck mit dem Bleistift genau richtig war. Oder auch, welche Buchstaben genau auf der Linie stehen.

Pias Mama könnte darauf hinweisen, dass Pia in ihrer ersten Eislaufstunde kaum hingefallen ist und über ein hervorragendes Gleichgewichtsgefühl verfügt. Ein paar Mal hat sie zwar gezappelt. Sie konnte aber mit Bewegungen der Hände so gut ausgleichen, dass sie sich im letzten Moment abfangen konnte.

  1. Das kleine Wörtchen „noch“

Wiederhole die Sätze wie „Das kann ich nicht.“ Und füge das kleine Wort noch ein.

„Das kannst du noch nicht.“

Was drückst du mit dem Wort noch aus?

Damit drückst du auf eine elegante Art und Weise aus, dass du auch siehst, dass noch Luft nach oben besteht. Du signalisierst, dass es mit Übung und Ausdauer schließlich klappen wird.

Noch schenkt Hoffnung

Dieses kleine Wort ist in der Lage Hoffnung und Zuversicht zu schenken. Jetzt kann ich es noch nicht. Aber bald schon werde ich es können.

Noch motiviert

Das Wort noch macht aber auch klar, dass für den Erfolg etwas getan werden muss. Es motiviert also dran zu bleiben und weiter zu üben.

Noch eröffnet Möglichkeiten

Ich kann etwas noch nicht. Das lässt das Tor für Entwicklung offen.

Und dabei ist es egal, ob mir diese Fähigkeit wichtig ist, oder nicht. Natürlich ist die Wirkung von noch ungleich stärker, wenn auch eine Lernabsicht dahinter steht.

Ist es nicht schön, was ein einzelnes kleines Wort bewirken kann?

Eine kleine Warnung gebe ich dir noch mit: Benütze das Wort nicht allzu oft. Denn bei übermäßigem Gebrauch verliert es seine Wirkung.

Bleib gelassen!

 

 

 

 

 

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Schnell gekocht mit variablen Eintopf-Gerichten

Gastartikel im Rahmen der KISSS für Mütter Serie stammt von Susanne Dahl. Sie verbindet Ost mit West und hat es sich zur Aufgabe gemacht, gesundheitsbegeisterte Menschen mit Ayurveda zu unterstützen. Ihre Devise: Gesund kochen kann einfach und schnell gehen.

schnell gekocht mit Eintopf Gerichten

Meinen Alltag macht es am leichtesten, wenn ich viel Energie habe. Und Energie habe ich, wenn ich mich gesund ernähre. Aber nicht immer ist die Zeit dazu, was tun?

Meine Lösung heißt: mich schnell und gesund ernähren.

Heute stelle ich dir dazu mein geliebtes Ein-Topf-Gericht vor. Ich finde, Eintopf-Gericht klingt so altbacken, und auch nicht besonders lecker. Das klingt eher wie eine dicke Wintersuppe, aber das Ein-Topf-Gericht von dem ich spreche, ist etwas für das ganze Jahr!

Es ist abwechslungsreich, schmackhaft und nahrhaft.

Schnell, abwechslungsreich und schmackhaft gekocht mit Eintopf-Gerichten. Klick um zu Tweeten

Du weißt ja, wie wichtig es ist, dass du dich gut ernährst. Es ist wie mit den Zinsen: wenn wir Geld investieren, zahlt es sich aus, es verzinst sich. Und wenn wir Zeit und Energie in unsere Gesundheit investieren, zahlt es sich auch aus – in Form von gesteigerter Energie, Vitalität und Klarheit.

Kochen ist also in Wirklichkeit kein Zeitverlust, sondern eine Zeitersparnis, da du deine Dinge hinterher in viel weniger Zeit erledigst, wenn du fit und gesund bist. Das sind deine Ess-Zinsen, wie ich es gerne bezeichne.

Trotzdem muss manchmal das Essen in weniger als 20 Minuten auf dem Tisch stehen, und dazu zeige ich dir nun das Ein-Topf-Gericht:

Ein-Topf-Gericht Grundrezept

Das Ein-Topf-Gericht kann viele Komponenten haben:

  • Zwiebeln und Knoblauch
  • Kräuter und Gewürze
  • Kartoffeln
  • Reis
  • Hülsenfrüchte
  • Gemüse
  • Creme Fraiche, saure Sahne etc.

Im Ein-Topf-Gericht kochst du alles zusammen, das geht am schnellsten. Nicht unterschiedliche Töpfe, wo du wieder viel spülen musst, und Extrazeit für die Zubereitung brauchst, sondern du kochst wirklich alles in einem Topf.

Dazu gibt es ein paar Grundregeln:

  •  Alles muss ungefähr die gleiche Kochzeit haben.
  •  Das bedeutet, du kannst nur Hülsenfrüchte und Gemüse nehmen, die ähnliche Garzeiten haben.
  •  Das Gemüse kannst du bei leicht unterschiedlichen Garzeiten verschieden groß schneiden, damit es dann gleichzeitig gar wird.
  •  Am besten eignen sich für Hülsenfrüchte gelbe Linsen, halbiert oder ganz, rote Linsen oder geschälte, gelbe Mungbohnen.

Die Kochweise

Diese ist sehr einfach.

  1. Du nimmst Fett zum Kochen wie Bratöl, Kokosöl oder Ghee (Butterreinfett).
    Hochwertige, kaltgepresste Fette sind eher ungeeignet zum Erhitzen, die kostbaren Inhaltsstoffe werden zerstört und teilweise, wenn die Fette zu hoch erhitzt werden, können sich auch schädliche Stoffe bilden. Wenn du solche Öle wählst, dann ist Raps-, Sonnenblumen- oder Olivenöl noch am ehesten zum Kochen geeignet. Lein-, Distel-, Walnuss- und Kürbiskernöl solltest du vermeiden, da diese mehrhaft ungesättigte Fettsäuren enthalten, und diese verwandeln sich beim hohen Erhitzen in das giftige Acrolein.
  2. Im Fett dünstest du Zwiebel und Knoblauch, gegebenenfalls auch Ingwer an und röstest die Gewürze kurz mit. Ganze Gewürze können etwas länger mitgebraten werden, Pulvergewürze solltest du nur noch kurz im Fett mitschwenken.
  3. Dann fügst du das in Würfel geschnittene Gemüse hinzu, Hülsenfrüchte sowie Reis oder Kartoffeln. (Wenn ich sehr hungrig bin, mische ich sogar sowohl Reis als auch Kartoffeln in das Essen, denn unterschiedliche Arten von Kohlenhydraten machen länger satt).
  4. Lösche mit heißem Wasser ab, knapp bedeckt, je nachdem wie hoch der Anteil an saugfähigen Hülsenfrüchten und Reis ist. Wenn du von diesen beiden viel in das Essen gibst, brauchst du auch mehr Wasser.
  5. Salze gleich, Kartoffeln und Reis saugen ja das Salz mit auf, dann wird es schmackhafter.
  6. Schließe den Deckel, nach 10 – 15 Min. auf mittlerer Hitze gekocht ist das Essen gar.
  7. Gegebenenfalls zwischendurch Wasser nachgiessen.
  8. Füge kleingeschnittene Kräuter hinzu, Creme Fraiche, Frischkäse oder (saure) Sahne nach Belieben und
  9. Geniesse

Noch ein paar Tipps, damit es wirklich schnell geht

  • Nimm nur eine Sorte Gemüse
  • Wähle Gemüsesorten, die nicht aufwendig zu schälen und schneiden sind: also z.B. Mangold, der muss nur in Streifen geschnitten werden oder Hokkaidokürbis, der kann mit Schale gegessen werden. Im Sommer bieten sich natürlich auch besonders Zucchini oder Tomaten an.
  • Füge etwas Reis hinzu oder Hülsenfrüchte, und falls beides, wasche auch beides zusammen.
  • Mache dir fertige Gewürzmischungen vorrätig, für mehrere Wochen im Vorraus. Mische nicht zu große Mengen auf einmal, sonst werden die Gewürze alt.
  •  

Das ist mein Tipp für dich für ein schnelles Essen. Das beste daran ist, dass es praktisch unzählige Varianten gibt, je nachdem, welche Zutaten du wählst.

Durch unterschiedliche Zutaten kannst du Eintopfgerichte beinahe unendlich variieren. Klick um zu Tweeten

Gefällt dir das Eintopfgericht? Hast du noch Ergänzungen dazu? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Ich wünsche dir gutes Gelingen und einen guten Appetit!

Herzliche Grüße,

Susanne

Susanne Dahl ist Diplom-Betriebswirtin und ausgebildete Ayurveda-Gesundheitsberaterin. Ihr Wissen und die Leidenschaft  für Ayurveda und fernöstliche Philosophie hat sie vor 16 Jahren für sich in Indien entdeckt. Ihr Motto – Von östlicher Weisheit und westlicher Lebenskunst –  verbindet Gesundheit und ein gut gelebtes Leben. Die leidenschaftliche Köchin liebt vielfältige Kompositionen und wärmt ihre Yogamatte gerne schon vor Sonnenaufgang. Inspirierend und leicht sind ihre Anregungen zu gesunder Ernährung und mehr Wohlbefinden. Sie bringen nicht nur äußeren Erfolg sondern wirkliche Erfüllung. 

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Kniereiter

Kniereiter machen allen Kleinkindern Spaß

Den Kniereitern kommt eine ganz besondere Bedeutung unter den Kinderreimen zu. Hier sammeln sich ganz viele positive Effekte.

Das Kind steht in engem Kontakt zur Bezugsperson. Es fühlt sich geborgen und geliebt. Oftmals entstehen diese Spielsituationen ja aus Kuscheleinheiten oder wenn ein Kind getröstet werden muss. So entsteht Bindung und Nähe.

In dieser Haltung nimmt das Kind nicht nur sich selbst sehr genau wahr, es spürt auch die Mama oder den Papa sehr genau. Es hört seinen Herzschlag, spürt manchmal sogar den Atem und kann auch die Vibration des Brustkorbes beim Sprechen fühlen. All das ist sehr wichtig für die Entwicklung und kann durch keine CD ersetzt werden.

Außerdem werden bei den Kniereitern die Muskulatur und die Eigenwahrnehmung intensiv angeregt. Das Kind möchte sich gerade und sicher „im Sattel“ halten und doch bei jeder Bewegung mitgehen.

Und ganz am Abschluss kommt der Höhepunkt! Der freudig erwartete Schreck. Das Kind kippt seitlich oder nach hinten, plumpst fast auf den Boden … und wird vom liebenden Erwachsenen sicher aufgefangen. Dabei kannst du als Erwachsener genau dosieren, wie aufregend die Situation für dein Kind sein darf.

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Aus-gelassen leben

Was haben Kinderreime, Fingerspiele und Kniereiter mit der Musikentwicklung zu tun?

Diesmal widmen wir uns der spannenden Frage, was Kinderreime, Fingerspiele und Kniereiter mit der Musikentwicklung zu tun haben. Ich kann jetzt schon verraten: Eine ganze Menge!
Lisa Culk ist elementare Musikpädagogin und Gesangslehrerin und steht mir Rede und Antwort.

 

 

Hier kannst du die Episode herunterladen. (Einfach auf den link klicken, danach die rechte Maustaste klicken und „Audio speichern unter“ wählen)

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