Lernen mit Kindern zu Hause

Lernen mit Kindern zu Hause

Eltern waren in den letzten drei Wochen ganz schön gefordert. Schul- und Kindergartenschließungen aufgrund der Covid19-Krise. Neben Home-office kam auch oft noch unfreiwilliges Home-schooling unter erschwerten Bedingungen und der Lagerkoller dazu.

Lernen mit Kindern zu Hause

Die Betonung liegt auf unfreiwillig und unter erschwerten Bedingungen

Da du beziehungsweise ihr die Situation noch eine ganze Weile durchhalten müsst, solltet ihr euch diese Tatsache immer vor Augen halten.

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Spielideen für zu Hause

Spielideen für zu Hause

Im Moment ist in vielen Familien die Situation prekär. Die Eltern brauchen das Interent, um online zu arbeiten. Die Kinder sind zu Hause und sollen den Schulstoff selbst erarbeiten.

Spielideen für zu Hause

Das können und wollen sie aber nicht immer. Denn Kinder brauchen erstens mehr (und kürzere) Pausen als Erwachsene. Sie brauchen aber auch problemfreie Räume. Diese problemfreien Räume entstehen unter anderem durch das Spiel.

Im Moment ist die Anzahl der sozialen Kontakte beschränkt. Man nennt das #socialdistancing. Das erschwert es den Kinder aber mit anderen Kinder zu spielen.
Damit sie den Kontakt zu Freunden nicht verlieren ist es sinnvoll und notwendig, dass die Kinder die technischen Möglichkeiten jetzt nutzen. SMS und WhatsApp an Freunde sind durchaus erwünscht. Auch Videotelefonie gibt den Kindern und Jugendlichen das Gefühl nicht den Anschluss zu verlieren. Freundschaften die jetzt gepflegt werden haben die Chance besonders intensiv zu werden, weil die Kinder und Jugendlichen auch ihre Sorgen und Ängste miteinander teilen.

Wie Kinder (und natürlich auch Erwachsene) über das Internet miteinander spielen können, zeigen dir Dina Beneke und ich in diesen Videos.

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Aber es braucht natürlich auch Spielideen für zu Hause und ich werde jetzt einmal in meinem Fundus graben. Denn ich sammle seit meine Kinder klein waren alle möglichen Spielideen.

Ich werde auch das ungefähre Alter angeben, ab wann diese Spiele geeignet sind.

Mit den Händen spielen

Schere, Stein, Papier oder Schnick-Schnack-Schnuck

Dieses Spiel bedarf wahrscheinlich keiner großen Erklärung. Es ist weit verbreitet und allgemein bekannt.

Alter: ab ca. 6 Jahren

Anzahl der Spieler 2

Da es dieses Spiel mit Gesten verbunden ist, verlinke ich dir hier ein Video.

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Morra

Alter: ab ca. 5 Jahren

Anzahl der Spieler 2

Ziel des Spieles ist es entweder gut zu raten oder sehr schnell zu reagieren.

  1. Die Spieler stehen sich gegenüber mit den Händen hinter dem Rücken.
  2. Die beiden Spieler sagen gleichzeitig eine Zahl zwischen 0 und 5.
  3. Dabei wird gleichzeitig dir rechte Hand nach vorne gestreckt und eine beliebige Zahl gezeigt. Die Null wird durch eine geschlossenen Faust dargestellt.
  4. Wenn deine gezeigte Zahl mit der vom Gegenspieler ausgesprochenen übereinstimmt, bekommst du einen Punkt
  5. Mit der linken Hand werden hinter dem Rücken die Punkte gezählt.

Zufallsspiele

Kopf oder Zahl

Alter: ab ca. 5 Jahren

Anzahl der Spieler 2

Eine Münze

Es geht darum die Münze hochzuwerfen und zu erraten, welche Seite oben liegen wird.

  1. Der erste Spieler wirft eine Münze in die Luft, sodass sie sich ein paar Mal dreht.
  2. Der zweite ruft in dieser Zeit „Kopf“ oder „Zahl“.
  3. Wenn er richtet geraten hat, bekommt er einen Punkt.
  4. Wenn nicht, geht der Punkt an den Werfer.
  5. Das Spiel ist beendet, wenn einer 5 Punkte erreicht hat.

Wortfallen

Alles, was Flügel hat fliegt

Alter: ab ca. 6 Jahren

Anzahl der Spieler mindestens 3

  1. Alle Spieler machen eine Faust und strecken den Zeigefinger aus.
  2. Jetzt wird mit den Fingern in schneller Abfolge auf den Tisch getrommelt.
  3. Der Spielleiter überlegt sich Lebewesen oder Gegenstände und verbindet sie mit dem Begriff „fliegen“. Ein Vogel fliegt. Eine Hummel fliegt. Das Schwein fliegt.
  4. Wenn es stimmt, dann müssen beim Wort „fliegt“ die Hände angehoben werden.
  5. Wenn es nicht stimmt, dann wird einfach weiter auf den Tisch getrommelt.
  6. Wer dreimal (leichte Variante) bzw. einmal (schwieriger) einen Fehler gemacht hat, scheidet aus.

Erde, Luft und Meer

Alter: ab ca. 6 Jahren

Anzahl der Spieler mindestens 3

Ein Stück Kreide oder ein Stück Malerkrepp

Bei diesem Spiel geht es um die Aufmerksamkeit und die Reaktion.

  1. Zuerst wird der Spielbereich mit einer Bodenmarkierung geteilt.
  2. Dann stellen sich alle Mitspieler auf eine Seite.
  3. Ein Spieler ist der Ansager und steht direkt auf der Linie.
  4. Der Spielführer ruft die Begriffe Erde, Luft oder Meer.
  5. Jeder dieser Begriffe ist mit einer Bewegung verbunden.
    Bei Erde bleiben alle auf der Stelle stehen.
    Bei Luft wird auf der Stelle beidbeinig gehüpft.
    Bei Meer hüpfen die Spieler mit geschlossenen Beinen auf die andere Seite der Linie.
  6. Der Spielführer kann die Begriffe in beliebiger Reihenfolge und auch mehrmals nacheinander rufen.
  7. Jeder Fehler ergibt einen Strafpunkt. Wer 5 Punkte hat, scheidet aus.

Reimspiele

Den Einkaufskorb füllen

Alter: ab ca. 6 Jahren

Anzahl der Spieler mindestens 3

Bei diesem Spiel geht es darum Wörter mit der Endung – ein zu finden und das Gedächtnis zu trainieren.

  1. Die Spieler setzen sich auf den Boden oder um einen Tisch.
  2. Sie legen ihre Hände in die Mitte und bilden mit den Händen eine Schale.
  3. Ein Kind fragt den rechten Nachbarn: „Was darf rein in mein Körblein?“
  4. Der Nachbar muss darauf mit einem Begriff antworten, der auf „-ein“ endet. Danach stellt er dem nächsten Nachbarn die Frage.
  5. Wenn ein Spieler zu lange zögert oder ein Wort sagt, das schon in den Korb gelegt wurde, scheidet er aus.

Anregungen für Worte auf –ein: ein Stück vom Schwein, eine Flasche Wein, Futter fürs Zicklein, …

Variante: Ihr sammelt Dinge, die ins Körbchen kommen. Es muss also alles auf –chen enden: ein Törtchen, ein Baby-Söckchen …

Ich gebe dir mein Taschentuch

Alter: ab ca. 6 Jahren

Anzahl der Spieler mindestens 3

Bei diesem Spiel geht es darum eine Reimgeschichte zu erfinden, wobei ganze Sätze gebildet werden müssen.

  1. Die Kinder sitzen im Kreis.
  2. Der erste Spieler sagt zum linken Nachbarn: „Ich gebe dir mein Taschentuch?“
  3. Der zweite fragt den nächsten: „Warum gibt er mit sich Taschentuch?“
  4. Der dritte Spieler greift die Frage auf und bildet einen Reim, der auf „-uch“ endet.
  5. Der folgende Spieler stellt wieder eine Frage?

Beispiel:
Ich gebe dir ein Taschentuch.

Warum gibt er mir sein Taschentuch?

Er gibt dir sein Taschentuch, weil ich es tausch gegen ein Buch.

Warum tauschst du das Taschentuch gegen ein Buch?

Er tauchst das Taschentuch gegen ein Buch, weil ich heute die Oma besuch.

Warum besuchst du heute die Oma?

Ich besuche die Oma und bring ihr ein Tuch.

….

Tabuworte

Nicht ja, nicht nein

Alter: ab ca. 6 Jahren

Anzahl der Spieler mindestens 2

Dieses Spiel braucht Aufmerksamkeit und Kreativität.

  1. Der Spielführer startet das Spiel mit unterschiedlichen Fragen.
  2. Der Spieler der gefragt wird, darf bei seiner Antwort die Begriffe „ja“ und „nein“ nicht verwenden. Er muss also umschreiben. Wenn er einen Fahler macht, scheidet er aus.
  3. ACHTUNG. Wenn du gefragt wirst musst du antworten und du darfst weder Gesten verwenden noch schweigen.

Variante: Wer ausscheidet, wird automatisch Spielleiter.

Variante 2: um das Spiel noch schwieriger zu machen dürfen auch noch andere Ausdrücke nicht verwendet werden z. B. schwarz- weiß, groß – klein, dick – dünn

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Bleib gelassen!

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5 Fähigkeiten zur Krisenbewältigung

5 wichtige Fähigkeiten zur Krisenbewältigung

5 Fähigkeiten zur Krisenbewältigung

Diesen Artikel über 5 wichtige Fähigkeiten zur Krisenbewältigung habe ich Ende 2016 geschrieben und ich habe ihn Anfang April 2020 noch einmal überarbeitet. Nie hätte ich gedacht, dass er so eine allgemeine Aktualität erlangen könnte.

2016 hatte ich ein heftiges Jahr. Damals fragte mich eine Freundin: „Sag mal, wie hast du das eigentlich alles geschafft?“

Meine Antwort kam schnell uns spontan: „Mit Prioritäten, Fokus und Präsenz!“

Sie lachte und meinte: „Darüber solltest du einmal ein Artikel schreiben.“

Alles was ich damals geschrieben habe, ist heute aktueller denn je. Denn all die Fähigkeiten, die mich damals durch diese schwere Zeit getragen haben, helfen mir auch jetzt wieder, mit den Herausforderungen rund um Covid19, Ausgangsbeschränkungen & Co gut umzugehen.

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Meine liebsten Motivationskicks

Dieser Artikel über meine liebsten Motivationskicks wurde erstmals im Juni 2015 veröffentlicht und im April 2020 überarbeitet

Manchmal kommt es vor, dass wir Aufgaben vor uns haben, die uns im Moment absolut nicht freuen. Viel lieber würden wir etwas anderes machen.

Es geht nicht nur uns Erwachsenen so. Kindern geht es auch so!

Meine liebsten Motivationskicks, Motivationstricks, Selbstmotivation, Kinder motivieren

Bei Kindern bemühen wir uns meist, ihnen die Aufgaben so schmackhaft wie möglich zu machen, bzw. in ein Spiel einzubinden.
Diesbezüglich habe ich gemeinsam mit meinen Kindern viel über Selbst- und Fremdmotivation gelernt. Mein oberstes Bestreben war immer, meinen Kindern die Arbeit leicht und freudvoll zu gestalten. Ich selbst bin von Haus aus zwar ein eher fauler (ja, ich stehe dazu), aber organisierter und disziplinierter Mensch. Meine oberste Prämisse ist es, die Dinge so schnell als möglich zu erledigen, dann habe ich sie hinter mir und auch aus dem Kopf.

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Rückzugsorte schaffen

Rückzugsorte schaffen

Die einen freuen sich, weil sie endlich zur Ruhe kommen. Die anderen leiden darunter 24/7 zusammenzupicken und haben schon Lagerkoller.

Dieses #socialdistancing birgt auch Chancen – es bringt Familien dichter zusammen.

Rückzugsorte schaffen

Es ist leicht, die Zeit zu genießen, wenn die Wohnung oder das Haus groß genug ist, dass jeder einen Rückzugsort hat.
Für manche Familien wird es allerdings dichter, als sie ertrgen können. Wenn nämlich der Wohnraum nicht groß ist, dann wird es jetzt wirklich schwierig.

Schwierig, aber schaffbar.

Schaffe Nischen

Ja, mit ist klar, im Moment weißt du nicht wo dir der Kopf steht. Aber wenn du jetzt ein wenig Zeit investierst, dann wird es euch langfristig mit den angeordneten Maßnahmen besser gehen.

Setz dich also einen Moment in Ruhe hin und überlege, ob du Nischen schaffen kannst, wenn ihr die Möbel etwas umstellt. Beziehe dazu ruhig deine Familie mit ein.

Mit Bücherregalen

Oft hilft es, wenn du ein Bücherregal ans Kopf- oder Fußende eines Bettes stellst, das bereits an der Wand steht. So entsteht eine Art Betthöhle, die ihr gemütlich einrichten könnt. Eine nette Tagesdecke und ein paar Polster dazu und schon ergibt sich ein schöner Rückzugort.

Stockbetten

Stockbetten sind klasse. Sie schaffen Raum. Auch hier kann mit ein paar einfachen Handgriffen und ein wenig technischem Geschick Privatsphäre geschaffen werden. Hängt dazu einfach Vorhänge auf. Ist der Vorhang zugezogen, dann will die betreffende Person Ruhe, wenn nicht, dann ist sie gesprächsbereit.

Hochbetten

Der Raum unter Hochbetten bietet unendliche Gestaltungsmöglichkeiten. Hier kann ein schöner Arbeitsplatz untergebracht werden. Achtet dann aber auf eine wirklich gute Beleuchtung.
Oder auch Raum zum Spielen. Auch hier können Vorhänge Rückzugsräume schaffen.

Rückzugssessel

Rückzugssessel gibt es in allen Preisklassen. Vom Designer aber auch vom schwedischen Möbelhaus.
Vor allem Kinder schätzen den Sessel, wo sie einfach die Jalousie runterlassen können. Sie können dort alleine sein und hören trotzdem, was rundherum passiert. Sie sind also allein, ohne einsam zu sein.

Vorhandene Nischen nutzen

In Altbauwohnungen gibt es oft tiefe Fensternischen, die gut für einen Leseplatz genutzt werden können.
Bei Neubauten kannst du solche Nischen bewusst schaffen, indem du links und rechts vom Fenster ein Regal aufstellst und den Platz dazwischen mit einer einfach Bank ohne Rückenlehne füllst.

Gemütliche Sessel, Sofas und Ähnliches

Hochlehner laden zum Verweilen, Lesen und Entspannen ein.
Es müssen aber nicht unbedingt immer Möbelstücke sein. Als unsere Kinder klein waren war der liebste Kuschelplatz eine Kindermatratze, die mit einem lustigen, selbstgenähten Bezug versehen war und auf dem Boden lag. Hier konnten sie knotzen, aber auch toben. Die Matratze diente als Rückzugsort und Basis für die selbstgebauten Höhlen. So war auch der Boden kuschelig.

Bettzelte

Es gibt auch lustige Bettzelte, mit denen ein Teil des Bettes abgedeckt wird. Dadurch entsteht eine gemütliche Kuschelhöhle.

Hängezelte und Vorhanghängezelte

Du könntest auch ein Hängezelt an der Decke anbringen. Das bietet neben der Rückzugsmöglichkeit auch noch einen beruhigenden Schaukeleffekt.

Es gibt auch diese Vorhanghängezelte die an einem Ring angebracht sind und an der Decke über dem Bett befestigt werden. Viele Kinder lieben es, diesen Vorhang um ihr Bett zu drapieren. Es ist ein abgeschlossener Raum und sie sehen durch den dünnen Stoff trotzdem durch.

All diese Dinge sind nicht sehr teuer und lassen sich schnell umsetzen. Vieles davon erreichst du schon, wenn du die vorhandenen Möbel etwas umstellst.
Warum nicht einmal einen Kasten mitten in den Raum stellen oder ein Regal als Raumteiler nützen?

Vielleicht hast du ja auch alte Vorhangstoffe oder eine Matratze, die ohnehin nur zur Reserve ist. Dann ist das jetzt die richtige Zeit, sie gut einzusetzen.

Bleib also trotz allem gelassen und behalte die Nerven

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