So wird dein Kind selbstständig

Eva ist bei ihrer Freundin Monika zu Besuch. Sie ist erstaunt, wie selbstständig der dreijährige Leon schon ist. Er zieht sich bereits selbst an, holt sich selbstständig mithilfe eines kleinen Hockers ein Glas Wasser, und ist ein selbstbewusstes, offenes Kind.

Auch seine sechsjährige Schwester Mia ist nicht nur selbstbewusst. Sie macht auch ganz allein ihre Hausaufgaben. Selbst im Alltag ist sie sehr selbstständig. Sie geht ganz allein zur Schule und hilft auch bereitwillig im Haushalt mit. Naja, manchmal jedenfalls.

Ihren Kindern dagegen muss Eva überall helfen. Sie trägt ihnen alles nach. Ständig muss sie ihre Kinder an die Hausaufgaben erinnern.

Eva meint, dass Monika es mit ihren Kindern sehr leicht hat.

In anderen Kulturen ist die Bestärkung der kindlichen Selbständigkeit viel üblicher als im deutschsprachigen Bereich.

Eva sieht nicht alles

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Die drei Basis-Sinne und die Entwicklung des Kindes

Die drei Basissinne?
Wenn wir von unseren Sinnen sprechen, dann fallen den meisten Menschen die 5 Sinne: sehen, hören, riechen, fühlen und schmecken ein.

Aber unser Sinnessystem ist viel differenzierter und viel ausgeklügelter.

Wir unterscheiden zwischen Fernsinnen – also sehen, hören und riechen

Und Nahsinnen – also Geschmackssinn, Gleichgewichtssinn, Tastsinn und Eigenwahrnehmung.

Die drei Basissinne und die Entwicklung des Kindes, Kind auf einer Schaukel

Unter den Nahsinnen nehmen die Basissinne noch einmal eine gesonderte Stellung ein. Sie sind die ersten Sinne die gebildet und geschult werden. Sie bilden – wie ihr Name schon sagt – die Basis.

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Der Zusammenhang von Raumorientierung und Lernschwierigkeiten

Wusstest du, dass die Raumorientierung und Lernschwierigkeiten deines Kindes zusammenhängen können?

Die Orientierung im Raum oder das Raumlage-Verständnis brauchen wir Menschen in ganz vielen Bereichen. Meistens passiert die Orientierung im Raum ganz automatisch und so ist uns gar nicht bewusst, wo sie überall mitbeteiligt ist.

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Spielideen für zu Hause

Spielideen für zu Hause

Im Moment ist in vielen Familien die Situation prekär. Die Eltern brauchen das Interent, um online zu arbeiten. Die Kinder sind zu Hause und sollen den Schulstoff selbst erarbeiten.

Spielideen für zu Hause

Das können und wollen sie aber nicht immer. Denn Kinder brauchen erstens mehr (und kürzere) Pausen als Erwachsene. Sie brauchen aber auch problemfreie Räume. Diese problemfreien Räume entstehen unter anderem durch das Spiel.

Im Moment ist die Anzahl der sozialen Kontakte beschränkt. Man nennt das #socialdistancing. Das erschwert es den Kinder aber mit anderen Kinder zu spielen.
Damit sie den Kontakt zu Freunden nicht verlieren ist es sinnvoll und notwendig, dass die Kinder die technischen Möglichkeiten jetzt nutzen. SMS und WhatsApp an Freunde sind durchaus erwünscht. Auch Videotelefonie gibt den Kindern und Jugendlichen das Gefühl nicht den Anschluss zu verlieren. Freundschaften die jetzt gepflegt werden haben die Chance besonders intensiv zu werden, weil die Kinder und Jugendlichen auch ihre Sorgen und Ängste miteinander teilen.

Wie Kinder (und natürlich auch Erwachsene) über das Internet miteinander spielen können, zeigen dir Dina Beneke und ich in diesen Videos.

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Aber es braucht natürlich auch Spielideen für zu Hause und ich werde jetzt einmal in meinem Fundus graben. Denn ich sammle seit meine Kinder klein waren alle möglichen Spielideen.

Ich werde auch das ungefähre Alter angeben, ab wann diese Spiele geeignet sind.

Mit den Händen spielen

Schere, Stein, Papier oder Schnick-Schnack-Schnuck

Dieses Spiel bedarf wahrscheinlich keiner großen Erklärung. Es ist weit verbreitet und allgemein bekannt.

Alter: ab ca. 6 Jahren

Anzahl der Spieler 2

Da es dieses Spiel mit Gesten verbunden ist, verlinke ich dir hier ein Video.

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Morra

Alter: ab ca. 5 Jahren

Anzahl der Spieler 2

Ziel des Spieles ist es entweder gut zu raten oder sehr schnell zu reagieren.

  1. Die Spieler stehen sich gegenüber mit den Händen hinter dem Rücken.
  2. Die beiden Spieler sagen gleichzeitig eine Zahl zwischen 0 und 5.
  3. Dabei wird gleichzeitig dir rechte Hand nach vorne gestreckt und eine beliebige Zahl gezeigt. Die Null wird durch eine geschlossenen Faust dargestellt.
  4. Wenn deine gezeigte Zahl mit der vom Gegenspieler ausgesprochenen übereinstimmt, bekommst du einen Punkt
  5. Mit der linken Hand werden hinter dem Rücken die Punkte gezählt.

Zufallsspiele

Kopf oder Zahl

Alter: ab ca. 5 Jahren

Anzahl der Spieler 2

Eine Münze

Es geht darum die Münze hochzuwerfen und zu erraten, welche Seite oben liegen wird.

  1. Der erste Spieler wirft eine Münze in die Luft, sodass sie sich ein paar Mal dreht.
  2. Der zweite ruft in dieser Zeit „Kopf“ oder „Zahl“.
  3. Wenn er richtet geraten hat, bekommt er einen Punkt.
  4. Wenn nicht, geht der Punkt an den Werfer.
  5. Das Spiel ist beendet, wenn einer 5 Punkte erreicht hat.

Wortfallen

Alles, was Flügel hat fliegt

Alter: ab ca. 6 Jahren

Anzahl der Spieler mindestens 3

  1. Alle Spieler machen eine Faust und strecken den Zeigefinger aus.
  2. Jetzt wird mit den Fingern in schneller Abfolge auf den Tisch getrommelt.
  3. Der Spielleiter überlegt sich Lebewesen oder Gegenstände und verbindet sie mit dem Begriff „fliegen“. Ein Vogel fliegt. Eine Hummel fliegt. Das Schwein fliegt.
  4. Wenn es stimmt, dann müssen beim Wort „fliegt“ die Hände angehoben werden.
  5. Wenn es nicht stimmt, dann wird einfach weiter auf den Tisch getrommelt.
  6. Wer dreimal (leichte Variante) bzw. einmal (schwieriger) einen Fehler gemacht hat, scheidet aus.

Erde, Luft und Meer

Alter: ab ca. 6 Jahren

Anzahl der Spieler mindestens 3

Ein Stück Kreide oder ein Stück Malerkrepp

Bei diesem Spiel geht es um die Aufmerksamkeit und die Reaktion.

  1. Zuerst wird der Spielbereich mit einer Bodenmarkierung geteilt.
  2. Dann stellen sich alle Mitspieler auf eine Seite.
  3. Ein Spieler ist der Ansager und steht direkt auf der Linie.
  4. Der Spielführer ruft die Begriffe Erde, Luft oder Meer.
  5. Jeder dieser Begriffe ist mit einer Bewegung verbunden.
    Bei Erde bleiben alle auf der Stelle stehen.
    Bei Luft wird auf der Stelle beidbeinig gehüpft.
    Bei Meer hüpfen die Spieler mit geschlossenen Beinen auf die andere Seite der Linie.
  6. Der Spielführer kann die Begriffe in beliebiger Reihenfolge und auch mehrmals nacheinander rufen.
  7. Jeder Fehler ergibt einen Strafpunkt. Wer 5 Punkte hat, scheidet aus.

Reimspiele

Den Einkaufskorb füllen

Alter: ab ca. 6 Jahren

Anzahl der Spieler mindestens 3

Bei diesem Spiel geht es darum Wörter mit der Endung – ein zu finden und das Gedächtnis zu trainieren.

  1. Die Spieler setzen sich auf den Boden oder um einen Tisch.
  2. Sie legen ihre Hände in die Mitte und bilden mit den Händen eine Schale.
  3. Ein Kind fragt den rechten Nachbarn: „Was darf rein in mein Körblein?“
  4. Der Nachbar muss darauf mit einem Begriff antworten, der auf „-ein“ endet. Danach stellt er dem nächsten Nachbarn die Frage.
  5. Wenn ein Spieler zu lange zögert oder ein Wort sagt, das schon in den Korb gelegt wurde, scheidet er aus.

Anregungen für Worte auf –ein: ein Stück vom Schwein, eine Flasche Wein, Futter fürs Zicklein, …

Variante: Ihr sammelt Dinge, die ins Körbchen kommen. Es muss also alles auf –chen enden: ein Törtchen, ein Baby-Söckchen …

Ich gebe dir mein Taschentuch

Alter: ab ca. 6 Jahren

Anzahl der Spieler mindestens 3

Bei diesem Spiel geht es darum eine Reimgeschichte zu erfinden, wobei ganze Sätze gebildet werden müssen.

  1. Die Kinder sitzen im Kreis.
  2. Der erste Spieler sagt zum linken Nachbarn: „Ich gebe dir mein Taschentuch?“
  3. Der zweite fragt den nächsten: „Warum gibt er mit sich Taschentuch?“
  4. Der dritte Spieler greift die Frage auf und bildet einen Reim, der auf „-uch“ endet.
  5. Der folgende Spieler stellt wieder eine Frage?

Beispiel:
Ich gebe dir ein Taschentuch.

Warum gibt er mir sein Taschentuch?

Er gibt dir sein Taschentuch, weil ich es tausch gegen ein Buch.

Warum tauschst du das Taschentuch gegen ein Buch?

Er tauchst das Taschentuch gegen ein Buch, weil ich heute die Oma besuch.

Warum besuchst du heute die Oma?

Ich besuche die Oma und bring ihr ein Tuch.

….

Tabuworte

Nicht ja, nicht nein

Alter: ab ca. 6 Jahren

Anzahl der Spieler mindestens 2

Dieses Spiel braucht Aufmerksamkeit und Kreativität.

  1. Der Spielführer startet das Spiel mit unterschiedlichen Fragen.
  2. Der Spieler der gefragt wird, darf bei seiner Antwort die Begriffe „ja“ und „nein“ nicht verwenden. Er muss also umschreiben. Wenn er einen Fahler macht, scheidet er aus.
  3. ACHTUNG. Wenn du gefragt wirst musst du antworten und du darfst weder Gesten verwenden noch schweigen.

Variante: Wer ausscheidet, wird automatisch Spielleiter.

Variante 2: um das Spiel noch schwieriger zu machen dürfen auch noch andere Ausdrücke nicht verwendet werden z. B. schwarz- weiß, groß – klein, dick – dünn

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Bleib gelassen!

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7 gute Gründe Selbstwirksamkeit zu erlernen

7 Gründe Selbstwirksamkeit zu erlernen

Dieser Beitrag erschien das erste Mal am 13. Oktober 2014 und wurde am 22.09.2019 neu überarbeitet.

Warum du 7 gute Gründe hast Selbstwirksamkeit zu erlernen

Selbstwirksamkeit ist das Bewusstsein, dass du mit deinen Handlungen etwas bewirken kannst. Du machst etwas und siehst, dein Handeln bewirkt einen Unterschied zur bestehenden Situation. Du siehst, dass du etwas verändern kannst. Dein Handeln macht einen Unterschied!
Du ahnst es schon, das ist eine wichtige Fähigkeit für dein Leben. Ich gebe dir 7 Gründe Selbstwirksamkeit zu erlernen.

Um dir zu zeigen wie einfach und wichtig es ist, Selbstwirksamkeit zu erlernen, wähle ich Beispiele aus der kindlichen Entwicklung. Das zeigt einerseits, dass es keinen großen Mehraufwand braucht, um Selbstwirksamkeit zu erlernen, andererseits macht es bewusst, dass die Erfahrung selbstwirksam handeln zu können, uns schon sehr früh beeinflusst.

1. Selbstwirksamkeit macht selbstbewusst

Durch selbstwirksames Handeln wirst du dir bewusst, was du alles kannst.

Selbstwirksamkeit macht selbstbewusst! Klick um zu Tweeten

Schau dir ein Kind an, das übt, Wasser in ein Glas einzuschenken. Es ist hochkonzentriert. Anfangs vielleicht noch etwas unsicher in der Hand-Auge-Koordination, d. h. es tut sich schwer abzuschätzen, ob der Wasserstrahl auch wirklich ins Glas treffen wird.

Jeden kleinen Fehler bemerkt es sofort.

Das Kind greift also korrigierend ein. Zuerst machen diese Eingriffe noch den Anschein von Versuch und Irrtum. Aber mit der Zeit, kann das Kind viel besser abschätzen, wie es den Krug richtig hält, damit der Wasserstrahl auch gut ins Glas trifft. Es strahlt! Der erste Erfolg.

(Übrigens bemerkt es das alles leichter, wenn du das Wasser zum Üben mit Lebensmittelfarbe einfärbst.)
Die nächste Hürde steht bevor: Abschätzen zu können, wie lange, das Wasser rinnen darf, ohne dass das Wasser über den Rand des Glases läuft. Auch hier experimentiert das Kind mit Schwung und Vorsicht, bis es das richtige Maß erkennt. Aber dann, der Erfolg: Das Glas ist eingeschenkt und das Wasser nicht übergelaufen.
In diesem Augenblick blitzt die Erkenntnis auf: „Ich kann das.“ Das stärkt das Selbstbewusstsein.

2. Selbstwirksamkeit macht resilient

Laut Wikipedia ist Resilienz die Fähigkeit eines Systems mit Veränderungen umgehen zu können. Bei Menschen beschreiben wir mit Resilienz die Fähigkeit mit Rückschlägen und negativen Ereignissen im Leben gut umzugehen. Resiliente Menschen überstehen diese Ereignisse nicht nur gut, sie sind auch in der Lage, sich durch diese Herausforderungen weiter zu entwickeln. Um Resilienz zu entwickeln braucht es ein paar Voraussetzungen. Eine davon ist die gute Bindung zu einer Bezugsperson, die unterstützend wirkt.

Über Resilienz und warum Selbstwirksamkeit hilft, sie zu entwickeln, schreibe ich demnächst einen eigenen Artikel.

3. Selbstwirksamkeit hilft uns, uns als Verursacher unseres Lebens(verlaufs) zu erkennen

Im NLP wird das mit der Überschrift „Ursache versus Gründe“ zusammengefasst. Genau genommen ist diese Erkenntnis aber schon viel älter. NLP hat bekanntermaßen nur Erkenntnisse anderer Fachrichtungen zusammengefasst, gebündelt und geordnet.

Etwas anders findest du den Spruch auf meinen Karten:

Wer etwas will findet Wege, wer etwas nicht will, findet Gründe.

Selbstwirksamkeit

Auch das will erlernt sein; sich selbst als Ursache des Ausganges zu betrachten.
Sehr gut erlernen wir das beim Singen. Deshalb ist Singen für Kinder auch so wertvoll.
Sie erfahren, dass sie durch die Kontrolle eines ganz kleinen Bereichs des Körpers – nämlich der Stimmbänder – Töne erzeugen können. Und sie hören sofort, ob sie den Ton richtig getroffen haben. Sie können herumprobieren und üben so oft sie wollen. Sie werden immer sofort ein Feed-back erhalten. Das Wunderschöne an der Sache: Sie selbst sind Feed-back-geber. Das Kind erfährt sich so als Ursache und Wirkender zugleich.

Nebenbei bemerkt, ist Singen die beste Möglichkeit Angst zu überwinden. Durch die beim Singen erforderliche Körperhaltung ist es nicht möglich, Angst zu haben. Um gut – und laut – zu singen, benötigen wir eine aufrechte Körperhaltung und gut gefüllte Lungen.
Das wusste früher jedes Kind, das alleine in den Keller geschickt wurde und deswegen gab es auch Kampflieder ;-)

4. Selbstwirksamkeit macht selbstsicher und glücklich

Selbstwirksamkeit macht auch selbstsicher, denn es ist ein schönes Gefühl, mit den Herausforderungen des Lebens umgehen zu lernen. Jede erfolgreiche Lernerfahrung bewirkt eine Dopaminausschüttung im Gehirn und diese wiederum beeinflusst die Gehirnentwicklung.

Selbstwirksamkeit erlernen wir aber nicht an einer kleinen Aufgabe, die wir leicht verrichten.
Es sollte schon eine Herausforderung sein. Deshalb ist es auch so wichtig, Kindern Herausforderungen zu bieten.
Kinder signalisieren uns das ganz deutlich. Wir haben nur verlernt, diese Signale zu verstehen. Für ein Kind ist Tisch decken dann interessant, wenn es körperlich noch fast zu klein ist, um auf den Tisch zu reichen.

Von mir selbst gibt es eine Geschichte, dass ich im Alter von 3 – 4 Jahren begeistert den Tisch gedeckt habe. Ich war gerade so groß, dass ich mit dem Kopf die Tischplatte überragte. Um den Schaden zu minimieren, bekam ich jeweils nur einen der Porzellanteller. Ich nahm den Teller in beide Hände, legte ihn mit der Kante an den Rand des Tisches und schubbste mit dem Brustkorb sanft dagegen. Dann legte ich das Besteck daneben. – Und habe gestrahlt, wie ein frisch lackiertes Hutschpferd (für alle deutschen Leser: ein frisch lackiertes Schaukelpferd). Noch heute bin ich meiner Mutter dankbar, dass sie die Nerven hatte, mich diese Erfahrung machen zu lassen.

5. Selbstwirksamkeit fördert die Zivilcourage

Was glaubst du, wann du dich eher für eine Sache einsetzt: Wenn du dir bewusst bist, dass du etwas verändern kannst, oder wenn du dich als machtlos und als Spielball der Umstände empfindest?
Genau deshalb fördert Selbstwirksamkeit die Zivilcourage. Die Fähigkeit, uns für andere einzusetzen und auch einzutreten.

Selbstwirksamkeit hilft Zivilcourage zu entwickeln und für andere einzutreten. Eine Fähigkeit, die wir heute mehr denn je brauchen. Klick um zu Tweeten

Für Zivilcourage braucht es nicht nur Selbstwirksamkeit, sondern auch Selbstsicherheit und Selbstvertrauen. Denn es ist ja nicht so einfach sich gegen eine Gruppe zu stellen. Genau das erfordert Zivilcourage aber meistens.

Zivilcourage ist etwas, das wir heute sehr dringend brauchen. Sie hilft uns allen gegen Mobbing, Benachteiligung und Ungerechtigkeiten vorzugehen. Diese Fähigkeit unterstützt uns alle dabei uns schützend vor jemanden zu stellen der Hilfe braucht und laut zu sagen: „Stopp! Es ist genug!“
Zivilcourage braucht dein Kind aber auch, um zu seinen Werten und Überzeugungen zu stehen. Auch wenn die Peergroup gerade etwas anderes bevorzugt. Also: nein zu Alkohol und Drogen zu sagen. Nein zu sagen zu übergriffigem Verhalten.

6. Selbstwirksamkeit reguliert die Anstrengungsbereitschaft in Lernsituationen

Wie schon erwähnt, wird bei jeder erfolgreich bestandenen Lernsituation Dopamin, eine Art Belohnungshormon, ausgeschüttet. Jede erfolgreich bestandene Situation bestärkt dich im Glauben an dich selbst: „Ich kann das schaffen.“ Diese Überzeugung wirkt sich auch auf deine Erwartungshaltung aus. Somit bist du bereit, dich mehr anzustrengen, um dein Ziel zu erreichen.

Genau das braucht dein Kind. Es braucht Erfolgserlebnisse, damit es lustvoll weiter lernen kann. Deshalb ist es auch so wichtig anfangs die Lernschritte klein zu halten, damit sich schnell ein Erfolg einstellt.

Notfalls bedeutet das auch einen Schritt zurückzugehen und die Basics zu wiederholen.
Also:

  • Die Buchstaben gut wiederholen, wenn ein Kind nicht Silbenlesen kann.
  • Die Zahlen festigen, bevor das Kind zu rechnen anfängt.
  • Die Beweglichkeit der Hand zu schulen, wenn das Kind sich beim Schreiben schwer tut.

7. Selbstwirksamkeit erhöht die Toleranz gegenüber eigenen Fehlern

Du hast schon gelesen, dass ein Teil der Selbstwirksamkeit, das Lernen an den eigenen Fehlern ist. Im besten Falle, das feed-back an sich selbst. Somit werden Fehler völlig anders gewertet. Sie werden gesehen, als das, was sie sind: Ein Signal, dass es noch etwas zu verbessern gibt. Sie zeigen, an welchen Schrauben du noch drehen musst, damit das Ergebnis noch besser wird.

7 Gründe Selbstwirksamkeit zu erlernen-Selbstkontrolle

So verlieren Fehler auch ihren Schrecken. Du brauchst keine Angst zu haben, zu versagen oder den Ansprüchen von außen nicht zu genügen. Du erfüllst deine eigenen Ansprüche.

Deshalb ist auch das Montessori-Material so wertvoll. Das Kind erhält das Feed-back nicht durch eine andere Person, sondern durch das Material. Es merkt selbst: Da stimmt etwas nicht und kann sich auf die Fehlersuche machen.

Wann lernen wir Selbstwirksamkeit am leichtesten?

Nach meinen Beispielen ahnst du es schon. Im Kindesalter! Genau darum ist es wichtig, dass du deinem Kind Herausforderungen zugestehst und ihm einen sicheren Rahmen bietest, um sich auszuprobieren und zu lernen.

Du kannst dein Kind mit deiner Haltung gut dabei unterstützen Selbstwirksamkeit zu erlernen. Das bedeutet aber auch, dass du deinem Kind nicht alles abnimmst und ihm nicht jeden Stein aus dem Weg räumst. Im Gegenteil: Dein Kind sollte möglichst viele verschiedenartige Erfahrungen machen dürfen. Deine Aufgabe dabei ist es, da zu sein. Du bist das Back-up, auf das dein Kind jederzeit zurückgreifen kann. Das gibt Sicherheit und macht Mut.

Können auch Erwachsene noch Selbstwirksamkeit lernen?

Natürlich können auch Erwachsene noch Selbstwirksamkeit lernen. Jede Situation, in der wir unsere Komfortzone verlassen, lehrt uns wieder ein wenig Selbstwirksamkeit. Wir stellen uns einer Situation die uns unangenehm ist, die uns möglicherweise ängstigt und die uns herausfordert. Wenn wir die Erfahrung machen: „Juhu, ich kann das!“, dann bemerken wir, dass wir mit unserem Handeln Veränderung bewirken. Coaching kann diesen Prozess unterstützen.

Erwachsene haben sogar mehr als 7 Gründe Selbstwirksamkeit zu erlernen

Menschen mit hoher Selbstwirksamkeit:

  • Haben ein höheres Anspruchsniveau
  • Haben eine große Anstrengungsbereitschaft zur Erreichung des Zieles
  • Zeigen mehr Ausdauer
  • Suchen flexibel nach Lösungen und denken out-of-the-box
  • Stellen sich bereits vor Beginn der Arbeit den erfolgreichen Abschluss vor
  • Arbeiten hocheffektiv
  • Lassen sich nicht ablenken
  • Können die Güte des Arbeitsergebnisses realistisch einschätzen
  • Können mit Rückschlägen gut umgehen

All diese Fähigkeiten kannst du im Alltag und im Arbeitsleben gut brauchen und einsetzen.

Kanntest du den Begriff Selbstwirksamkeit schon bevor du diesen Artikel gelesen hast?
Wie selbstwirksam handelst du?

Bleib gelassen!
Deine

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