Ist mein Kind Schulreif

Ist Mein Kind schulreif? – Die Frage vieler Eltern von Vorschulkindern

Mädchen am Tisch schreibend, Ist dein Kind schulreif

Ist mein Kind schulreif? Kaum eine Frage beschäftigt Eltern mit Kindern im Vorschulalter mehr. Die 5-jährigen können einerseits so viel und ihnen ist im Kindergarten oft langweilig. Andererseits erscheinen sie oft noch kindlich und wecken das elterliche Schutzbedürfnis.

Ab 2020 ist in Österreich ein standardisiertes Testverfahren im Einsatz. Vorerst einmal freiwillig. Für 2021 ist dann der flächendeckende Einsatz einer App geplant, die helfen soll zu beurteilen, ob ein Kind ohne zusätzliche Unterstützung dem Unterricht folgen kann.

Bisher gab es kein standardisiertes Verfahren und keine Richtlinien, was Vorschulkinder können sollen. Die Einschätzung ob ein Kind schulreich ist, war dem/der Schuldirektor*in vorbehalten.

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basteln macht fit für die Schule

Basteln macht Spaß und fit für die Schule

Im Basteln sind viele Fähigkeiten versteckt, die dein Kind fit für die Schule machen.
Die meisten Kinder basteln gerne – wenn man sie lässt und ihnen nicht bestimmte Vorstellungen aufzwingt. Darum halte ich es für eine großartige spielerische Vorbereitung auf die Schule. Ebenso wie das Singen. Was dein Kind beim Singen lernt, kannst du hier nachlesen.

Was basteln für die Schulreife tun kann

Wichtig dabei ist es, dass du deinem Kind wirklich die Möglichkeit gibst, seine eigenen Vorstellungen zu verwirklichen und umzusetzen. Dabei spielt es keine Rolle, ob du das fertige Werk schön findest. Dein Kind erwirbt auch dann Kompetenzen, wenn du das Gefühl hast: „Das schaut aber jetzt komisch aus. Ich habe keine Ahnung, was das sein soll.“

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14-gruende-zu-singen

14 wirklich überzeugende Gründe mit deinem Vorschulkind zu singen

14-gruende-mit-deinem-vorschulkind-zu-singen

Während ich hier sitze und diesen Blogartikel schreibe habe ich das Programm brain.fm laufen. Brain.fm ist ein Programm für Musikhintermalung. Du kannst dort Musikstücke wählen, um dich zu konzentrieren, zu entspannen oder zu meditieren.
Es ist mein erster Versuch und ich finde es bemerkenswert, dass ich gerade heute auf diese Idee gekommen bin. Denn gerade heute möchte ich dir mehr über die Wichtigkeit von Musik und Singen für die Entwicklung deines Kindes erzählen.

Leider bemerke ich, dass immer weniger gesungen wird:

  • In der Gesellschaft ganz allgemein
  • In Familien
  • In Kindergärten und
  • In Schulen

Aber ich kann doch gar nicht singen!

Immer wieder höre ich von Eltern, das Argument, sie können nicht singen. Leute, das ist Quatsch. Jeder kann singen. Bei manchen Menschen klingt es vielleicht ein wenig besser, als bei anderen. Aber eine Stimme richtig zu bilden braucht Zeit, Übung und Training. Selbst jemand, der eine schöne Singstimme hat, braucht Übung, damit die Stimme klar und rein bleibt.

Für den positiven Effekt, den das Singen auf die Entwicklung deines Kindes hat, brauchst du aber keine ausgebildete Stimme. Summen oder Brummen reicht für den Anfang schon.

Schulprobleme unserer Kinder – und warum singen ein Ansatz ist, diese zu lösen

Viele Kinder haben bei Schuleintritt Probleme. Sie sind nicht ausreichend auf die Schule vorbereitet. Daher haben diese Kinder Schwierigkeiten ruhig zu sitzen, sich ausreichend zu konzentrieren, gerade zu sitzen und den Stift richtig zu halten. Viele Kinder haben eine schlechte Handschrift. Das führt nicht nur dazu, dass die Lehrkräfte das Geschriebene nicht lesen können. Diese Kinder haben zudem oft auch noch Schwierigkeiten beim Lernen.

Was hat das jetzt aber alles mit dem Singen zu tun?

Singen hat eine Menge positiver Auswirkungen auf Körper, Geist und Seele. Die Auswirkungen sind so zahlreich und es gibt so viele Studien dazu, dass man sich tatsächlich fragt, warum gerade Zeichnen, Musik und Turnen in den Lehrplänen eine so untergeordnete Rolle spielen. (Zur leichteren Orientierung in diesem Artikel gliedere ich die positiven Auswirkungen vom Singen in körperliche, kognitive und soziale Aspekte. Die Nummerierung der einzelnen Auswirkungen läuft durch.)

Die körperlichen Auswirkungen vom Singen

Fangen wir mit den körperlichen Auswirkungen an. Die springen ja als erstes ins Auge. Ich schildere alle am Beispiel eines singenden Kindes.

1. Singen fördert die Haltung

Um wirklich singen zu können und den Klangraum voll zu nutzen, brauchen Singende eine aufrechte Haltung. Um einen guten Klangraum zu erzeugen braucht die Lunge Platz. Dies erreichen Singende, indem sie den Brustkorb entspannen und sich aufrichten. Diese aufrechte Haltung stärkt die Rückenmuskulatur. Sie hat aber auch noch einen anderen Nebeneffekt. Eine aufrechte Haltung beeinflusst die Stimmung positiv.
Durch die aufrechte Haltung fühlt sich das Kind selbstbewusst. Es wirkt nach außen hin aktiv und kraftvoll.

2. Singen beeinflusst die Atmung positiv

Beim Singen lernt dein Kind die Bauchatmung. Es atmet also ganz tief in den unteren Teil der Lunge. Dabei senkt sich das Zwerchfell und der untere Teil der Lunge wird mit Luft befüllt. Dies führt zu einer besseren Sauerstoffversorgung im Blut und der Kreislauf wird angekurbelt. Dadurch entsteht ein Sog, der das Herz bei seiner Arbeit unterstützt. Blut wird aus den Beinen zurück gepumpt.
Beim Singen halten wir oft lange Töne. Dabei verschiebt sich ganz automatisch der Atemrhythmus. Die Ausatmung wird länger als sonst.

Der Körper wird also gut mit Sauerstoff versorgt und kann durch die lange Ausatmung Kohlendioxid freisetzen. Die Bauchatmung wirkt an sich beruhigend. Das weißt du vielleicht noch aus den Atemübungen in der Schwangerschaft.

3. Singen stärkt das Nervenkostüm

Singen harmonisiert das vegetative Nervensystem. Das vegetative Nervensystem ist für die automatischen Abläufe im Körper verantwortlich. Wir können es also bewusst nicht steuern. Das vegetative Nervensystem hat zwei Gegenspieler: den Sympathikus und den Parasympathikus. Der Sympathikus ist aktiv, wenn wir unter Druck stehen – also Stress haben. Der Parasympathikus sorgt für Beruhigung und Entspannung. Gut geht es uns dann, wenn die beiden im Gleichgewicht sind.
Das tiefe Atmen beim Singen hilft uns, zu entspannen und aktiviert den Parasympathikus.

4. Singen stärkt das Immunsystem

Bei einer Studie des Instituts für Musikpädagogik der Johann-Wolfgang-Goethe Universität in Frankfurt am Main untersuchte Prof. Dr. Gunter Kreutz zusammen mit Psychologen und Medizinern die Speichelproben von Kirchenchormitgliedern. Nach der Chorprobe war die Anzahl der Immunglobuline A (igA) stark gestiegen. Immunglobuline A sind Eiweiße. Sie gehören zum Immunsystem des Körpers. Du findest sie auch auf jedem Blutbefund ;-)
Sie bilden an den Schleimhäuten einen Schutz gegen Krankheitserreger.

Spannenderweise wurde dieser Anstieg nur verzeichnet, wenn die Menschen selbst gesungen haben. Hatten sie nur der Musik zugehört, blieb der Anstieg aus.

5. Singen macht glücklich und schützt vor Depression

Beim Singen werden die Glückhormone Endorphin, Serotonin und Dopamin freigesetzt. Gleichzeitig werden die Stresshormone Cortisol und Adrenalin abgebaut.

Ob das der Grund für Marschlieder ist?

Auf alle Fälle ist es die wissenschaftliche Begründung dafür, dass viele Menschen singen, wenn ihnen etwas unheimlich ist. Z. B. auf dem Weg in den dunklen Keller.

6. Singen stärkt die Körperwahrnehmung und Selbstkontrolle

Beim Singen lernt dein Kind mithilfe seiner Stimmbandmuskulatur seine Stimmritzen so zu verändern, dass es verschiedenen Töne und Klänge erzeugt. Dabei ist sein Gehör die beste Fehlerkontrolle.

Dein Kind lernt also einerseits wahrzunehmen, wenn ein Ton nicht so klingt, wie es das möchte, andererseits lernt es selbst so lange Korrekturen an seiner Stimmbandmuskulatur vorzunehmen, bis es sich richtig anhört.

Genau das ist Selbstkontrolle und Selbstwirksamkeit. Dein Kind lernt, dass es selbst in der Lage ist, an dem erzeugten Ton etwas zu ändern, indem es seine Muskulatur richtig gebraucht.

Singen und Gehirnentwicklung

Zu singen wird auch oft getanzt oder der Gesang wird mit bestimmten Bewegungen begleitet. Bewegungen übers Kreuz stärken die Verbindung beider Hirnhälften. Das Zusammenspiel zwischen den Gehirnhälften ist wichtig für spätere Denkvorgänge wie z. G. das Lesen und Rechnen.

7. Gehörschulung

Kinder lernen durch das Zuhören und durch das Singen verschiedene Tonhöhen zu unterscheiden. Sie verwenden im Normalfall die Begriffe hell und dunkel und erst später die Begriffe hoch und tief.

8. Die positiven Auswirkungen auf die Sprache und die Motorik

Sprache hat für das Kind dient dem Kind einerseits seine individuelle Befindlichkeit und seine Gefühle zum Ausdruck zu bringen, andererseits ermöglicht Sprache Kommunikation mit anderen.

Kinder kommen mit der Fähigkeit zur Welt, alle Sprachen zu erlernen. Erst ab ungefähr dem zwölften Lebensmonat verlieren sie die Fähigkeit Laute wahrzunehmen und unterscheiden, die in der Muttersprache nicht vorkommen. Dadurch wird das Erlernen der Muttersprache erleichtert und vorangetrieben.

Singen wird von Kindern mit emotionaler Zuwendung gleichgesetzt. Über die vielen positiven Auswirkungen von Kniereitern auf die Entwicklung von Kleinkindern habe ich hier schon geschrieben. Bei den meisten Kniereitern wird ja auch gesungen.

Schon zweijährige Kinder erfinden Melodien und summen vor sich hin. Damit drücken sie ihr Befinden aus.

Das Sprachzentrum und das Motorikzentrum der Hand liegen im Gehirn ganz nah beieinander. Im Motorikzentrum der Hand nimmt der Daumen einen ganz besonderen Stellenwert ein. Er ermöglicht das Zugreifen. Darum wird bei Fingerspielen dem Daumen viel Platz eingeräumt. Dieses Begreifen hilft dem Kind seine Welt wahrzunehmen und zu erfassen. Es hat also auch etwas mit der Entwicklung der Intelligenz zu tun.

9. Greifen und Schreiben

Über Umwege fördert singen also auch die Fähigkeit zu greifen und die Geschicklichkeit der Hand. Nicht umsonst setzen Logopädinnen auf Übungen mit der Hand, um Kindern mit Schluckbeschwerden zu helfen.

Jetzthaben wir also wieder den Bogen zur Schrift geschlagen. Denn um wirklich leserlich schreiben zu können, braucht dein Kind eine gut geschulte Hand.

Die Hand muss

  • Gut zugreifen können
  • Kräftig genug sein, einen Stift längere Zeit zu halten
  • Beweglich genug um runde Buchstaben schön zu schreiben
  • Und empfindlich genug, um den Stift nicht zu fest am Papier aufzusetzen und zu fest aufzudrücken.

Das ist ein ganz schön komplexer Vorgang und die Hand wird schon lange vor dem Schuleintritt vorbereitet.

10. Singen und Schulreife

Eine spannende Studie von Adamek und Blank (2001 mit 500 Kindergartenkindern) belegt, dass Kinder unabhängig von ihrer sozialen Schichtzugehörigkeit besser entwickeln, wenn sie singen.

Viel singende Kinder sind häufiger ihrem Alter entsprechend regelschulfähig als weniger singende Kinder. Der Unterschied ist wirklich auffällig.

Die viel singenden Kinder waren zu 88,9 % regelschulfähig, bei den wenig singenden Kinder waren es nur 44,1 %.

Adamek und Blank stellten folgende These auf: Singen, spielerisch und jenseits von Leistungsdruck fördert die physische, psychische und soziale Entwicklung von Kindergartenkindern.

Auch eine Studie der Universität Münster „Singen in der Kinderzeit“ zeigt, dass Kindergartenkinder, die täglich eine halbe Stunde singen bei der Einschulung besser abschneiden, als Kinder die nicht oder nur selten singen.

Sozialen Auswirkungen vom Singen

11. Selbstbeobachtung

Dein Kind lernt sich selbst zu beobachten. Es hört sich selbst und kann selbst korrigierend eingreifen. Es erfährt, dass es selbst ermächtigt ist, am Ergebnis etwas zu ändern. Somit wirkt Singen nicht nur auf die Selbstbewobachtung, sondern stärkt auch die Selbstwirksamkeit.

12. Empathie

Musik weckt Emotionen und hilft Gefühle auszudrücken. Kinder, die einem Musikstück eine Stimmung zuordnen können, merken auch an der Stimme anderer Personen, welches Gefühl ausgedrückt wird.

13. Aufeinander eingehen

Um gemeinsam zu singen, müssen alle gut aufeinander hören. D. h. nicht nur der eigene Stimmklang, sondern auch der der anderen ist wichtig. Die Klänge und Töne sollen auch noch zusammenpassen. Das schult das Ohr. Außerdem können Sänger leichter die Stimmung von anderen Menschen über die Stimme erahnen.

14. Gemeinschaftserlebnis

Wenn gemeinsam gesungen wird, dann gibt es einen Rahmen. Entweder in der Familie als Ritual (Gute-Nacht-Lied, Adventsingen, Geburtstagslied). Oder aber es wird im Rahmen einer Gruppe gesunden. Das kann im Chor sein, im Sommerlager am Lagerfeuer, in der Kirche, im Kindergarten beim Laternenumzug. All das sind Gemeinschaftserlebnisse die Geborgenheit schaffen. Sie vermitteln aber auch Respekt und Wertschätzung, weil klar wird, dass jeder etwas beitragen kann. Gemeinsam wird etwas geschaffen.

Außerdem ermöglicht Musik die Verständigung mit anderen Menschen über kulturelle Grenzen hinweg. Musik ist gibt es überall auf der Welt.

Fazit

Du siehst, es gibt jede Menge Gründe mit deinem Kind zu singen.

Wichtig ist nicht, ob alles super klingt, oder ob ihr richtig singt. Wichtig sind der Weg und der Versuch.

Gemeinschaftserlebnisse entstehen auch wenn der Opa nur mitbrummt. Er trägt seinen Teil bei.

Welche Familien-Rituale du schaffen kannst, wo auch gesungen wird, erfährst du in meinem nächsten Blogartikel.

Bleib gelassen!

Anregungen für einen Advent mit Musik erhältst du in unserer Adventaktion.

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Advent mit kleinen Kindern

Advent – die stillste Zeit im Jahr

Mitnichten! Also: zumindest nicht, als ich den Advent mit kleinen Kindern verbringen wollte. Dabei wollte ich ihnen so gerne die schönen Adventerlebnisse bieten, die ich als Kind hatte. Ich stellte mir alles so schön vor. Wir würden gemütlich auf der Couch sitzen und bei Kerzenschein Bücher lesen, miteinander singen. Ab und zu würden wir kleine Geschenke für die Verwandten basteln. Alles wäre sehr gemütlich und besinnlich.

Advent-mit-kleinen-Kindern

Soweit mein Idealbild von einer besinnlichen Vorweihnachtszeit

Schon bald merkte ich, dass meine Erinnerung mit unserem Leben nur geringe Berührungspunkte hatte. Das lag einerseits daran, dass mein Mann und ich beide berufstätig waren. Wir hatten also ohnehin schon weniger Zeit, als meine Mama damals. Andererseits sind wir beide sehr aktive Menschen und haben einen großen Freundeskreis.
Auch unsere Kinder hatten von klein auf viele Interessen: Schwimmverein, Jiu-Jitsu, Musikunterricht ergänzten schon im Kindergartenalter das Programm.

In Wirklichkeit gab es viele Termine; Jahresendstress pur

Dementsprechend gab es auch jede Menge vorweihnachtliche Veranstaltungen. Hier ein Adventsingen der Musikschule, dort ein Flötenkonzert am Weihnachtsmarkt, diverse Weihnachtsfeiern in sämtlichen Vereinen.
Trafen wir Freude bei Besorgungen in der Stadt fiel immer wieder der Satz: „Wir haben uns schon so lange nicht mehr gesehen. Wir sollten uns unbedingt heuer noch einmal treffen.“ Da der Advent bekannter Weise höchstens vier Wochenenden hat, konnte sich das niemals ausgehen. Wie wir das gelöst haben, kannst du in diesem Blogartikel nachlesen und auch hier findest du gute Tipps.

Wie bringe ich das als Mama unter einen Hut?

Trotz diesen vielen Verpflichtungen wollte ich meinem Ideal vom gemütlichen Advent möglichst nahe kommen. Also wälzte ich an den Abenden oft Bastelbücher, stöberte in Adventgeschichten und sah Liederbücher durch.

Wollten wir am Wochenende basteln, musste ich das oft verschieben, weil irgendein benötigtes Material nicht zu Hause war.

Mit der Zeit und den Jahren habe ich aber eine gewisse Routine entwickelt. Bastelbücher wurden schon im November gewälzt. So konnte ich das Material fristgerecht besorgen. Und unsere Kinder haben mit den Jahren ein Faible für bestimmte Rezepte, Spiele, Gedichte, Lieder und besinnliche Stilleübungen entwickelt. So entstand ein gutes Basisprogramm. Dieses wurde alljährlich mit einigen Neuerungen ergänzt. Noch heute lieben wir alle diese Geschichten, Gedichte und Lieder – und das obwohl unsere Kinder bereits 22 und 25 Jahre alt sind.

Vielen Eltern geht es so

Geht es dir auch so?

Du wünscht dir eine ruhige Adventzeit.

Dann gibt es aber doch immer wieder Ereignisse, die das Leben durcheinanderbringen.

Dann bist du nicht allein!

Im Gespräch mit Eltern merke ich immer wieder, dass dieses Problem bei jungen Familien häufiger auftaucht. Wunsch und Wirklichkeit klaffen einfach auseinander.
Die Kinder sollen schöne Erinnerungen erhalten, von denen sie später zehren können. Allerdings müssen sich alle nach der Decke strecken und können nur einen Teil der Wünsche verwirklichen.

Da muss es doch eine Lösung geben

Neulich sprach ich mit meiner lieben Kollegin Dina. Sie hat selbst drei Kinder. Ihre Kinder sind noch im Kindergarten- und Schulalter. Auch sie kannte diesen Zwiespalt.
Außerdem waren sich Dina und ich noch in einer anderen Sache einig. In diesen Adventtätigkeiten steckt so viel an Kompetenzen für die Kinder. Diese Zeit ist also nicht nur besinnlich, sondern auch höchst wertvoll für die Kinder. Aber: Die Mütter brauchen Entlastung!

Eine Idee war begann zu reifen

Wie wäre es, wenn du einen Teil der Arbeit abgeben könntest?

Was wäre, wenn du nicht lange nach Bastelanleitungen suchen müsstest?

Wäre es nicht fein, wenn du Kind-erprobte Rezepte zur Verfügung hättest?

Und all das mit einer vorgefertigten Materialliste, damit du genau weißt, was du brauchst?

Der etwas andere Adventkalender war geboren – Das rundum-sorglos Paket für den Advent mit kleinen Kindern

Durch diesen Adventkalender wirst du entlastet und kannst trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – den Advent mit deinen Lieben genießen.

Und damit die Motivation hoch bleibt, gibt es in unseren E-Mails auch Hintergrundinformationen. Du erfährst, welche Kompetenzen dein Kind dabei übt.

Hier findest du dieses kostenlose Angebot.

Trag dich gleich dafür ein und du bekommst eine Materialliste vor dem Advent und vor jedem Adventwochenende eine E-Mail mit verschiedenen erprobten Vorschlägen.

Bleib gelassen,

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7 gute Gründe Selbstwirksamkeit zu erlernen

7 Gründe Selbstwirksamkeit zu erlernen

Dieser Beitrag erschien das erste Mal am 13. Oktober 2014 und wurde am 22.09.2019 neu überarbeitet.

Warum du 7 gute Gründe hast Selbstwirksamkeit zu erlernen

Selbstwirksamkeit ist das Bewusstsein, dass du mit deinen Handlungen etwas bewirken kannst. Du machst etwas und siehst, dein Handeln bewirkt einen Unterschied zur bestehenden Situation. Du siehst, dass du etwas verändern kannst. Dein Handeln macht einen Unterschied!
Du ahnst es schon, das ist eine wichtige Fähigkeit für dein Leben. Ich gebe dir 7 Gründe Selbstwirksamkeit zu erlernen.

Um dir zu zeigen wie einfach und wichtig es ist, Selbstwirksamkeit zu erlernen, wähle ich Beispiele aus der kindlichen Entwicklung. Das zeigt einerseits, dass es keinen großen Mehraufwand braucht, um Selbstwirksamkeit zu erlernen, andererseits macht es bewusst, dass die Erfahrung selbstwirksam handeln zu können, uns schon sehr früh beeinflusst.

1. Selbstwirksamkeit macht selbstbewusst

Durch selbstwirksames Handeln wirst du dir bewusst, was du alles kannst.

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Schau dir ein Kind an, das übt, Wasser in ein Glas einzuschenken. Es ist hochkonzentriert. Anfangs vielleicht noch etwas unsicher in der Hand-Auge-Koordination, d. h. es tut sich schwer abzuschätzen, ob der Wasserstrahl auch wirklich ins Glas treffen wird.

Jeden kleinen Fehler bemerkt es sofort.

Das Kind greift also korrigierend ein. Zuerst machen diese Eingriffe noch den Anschein von Versuch und Irrtum. Aber mit der Zeit, kann das Kind viel besser abschätzen, wie es den Krug richtig hält, damit der Wasserstrahl auch gut ins Glas trifft. Es strahlt! Der erste Erfolg.

(Übrigens bemerkt es das alles leichter, wenn du das Wasser zum Üben mit Lebensmittelfarbe einfärbst.)
Die nächste Hürde steht bevor: Abschätzen zu können, wie lange, das Wasser rinnen darf, ohne dass das Wasser über den Rand des Glases läuft. Auch hier experimentiert das Kind mit Schwung und Vorsicht, bis es das richtige Maß erkennt. Aber dann, der Erfolg: Das Glas ist eingeschenkt und das Wasser nicht übergelaufen.
In diesem Augenblick blitzt die Erkenntnis auf: „Ich kann das.“ Das stärkt das Selbstbewusstsein.

2. Selbstwirksamkeit macht resilient

Laut Wikipedia ist Resilienz die Fähigkeit eines Systems mit Veränderungen umgehen zu können. Bei Menschen beschreiben wir mit Resilienz die Fähigkeit mit Rückschlägen und negativen Ereignissen im Leben gut umzugehen. Resiliente Menschen überstehen diese Ereignisse nicht nur gut, sie sind auch in der Lage, sich durch diese Herausforderungen weiter zu entwickeln. Um Resilienz zu entwickeln braucht es ein paar Voraussetzungen. Eine davon ist die gute Bindung zu einer Bezugsperson, die unterstützend wirkt.

Über Resilienz und warum Selbstwirksamkeit hilft, sie zu entwickeln, schreibe ich demnächst einen eigenen Artikel.

3. Selbstwirksamkeit hilft uns, uns als Verursacher unseres Lebens(verlaufs) zu erkennen

Im NLP wird das mit der Überschrift „Ursache versus Gründe“ zusammengefasst. Genau genommen ist diese Erkenntnis aber schon viel älter. NLP hat bekanntermaßen nur Erkenntnisse anderer Fachrichtungen zusammengefasst, gebündelt und geordnet.

Etwas anders findest du den Spruch auf meinen Karten:

Wer etwas will findet Wege, wer etwas nicht will, findet Gründe.

Selbstwirksamkeit

Auch das will erlernt sein; sich selbst als Ursache des Ausganges zu betrachten.
Sehr gut erlernen wir das beim Singen. Deshalb ist Singen für Kinder auch so wertvoll.
Sie erfahren, dass sie durch die Kontrolle eines ganz kleinen Bereichs des Körpers – nämlich der Stimmbänder – Töne erzeugen können. Und sie hören sofort, ob sie den Ton richtig getroffen haben. Sie können herumprobieren und üben so oft sie wollen. Sie werden immer sofort ein Feed-back erhalten. Das Wunderschöne an der Sache: Sie selbst sind Feed-back-geber. Das Kind erfährt sich so als Ursache und Wirkender zugleich.

Nebenbei bemerkt, ist Singen die beste Möglichkeit Angst zu überwinden. Durch die beim Singen erforderliche Körperhaltung ist es nicht möglich, Angst zu haben. Um gut – und laut – zu singen, benötigen wir eine aufrechte Körperhaltung und gut gefüllte Lungen.
Das wusste früher jedes Kind, das alleine in den Keller geschickt wurde und deswegen gab es auch Kampflieder ;-)

4. Selbstwirksamkeit macht selbstsicher und glücklich

Selbstwirksamkeit macht auch selbstsicher, denn es ist ein schönes Gefühl, mit den Herausforderungen des Lebens umgehen zu lernen. Jede erfolgreiche Lernerfahrung bewirkt eine Dopaminausschüttung im Gehirn und diese wiederum beeinflusst die Gehirnentwicklung.

Selbstwirksamkeit erlernen wir aber nicht an einer kleinen Aufgabe, die wir leicht verrichten.
Es sollte schon eine Herausforderung sein. Deshalb ist es auch so wichtig, Kindern Herausforderungen zu bieten.
Kinder signalisieren uns das ganz deutlich. Wir haben nur verlernt, diese Signale zu verstehen. Für ein Kind ist Tisch decken dann interessant, wenn es körperlich noch fast zu klein ist, um auf den Tisch zu reichen.

Von mir selbst gibt es eine Geschichte, dass ich im Alter von 3 – 4 Jahren begeistert den Tisch gedeckt habe. Ich war gerade so groß, dass ich mit dem Kopf die Tischplatte überragte. Um den Schaden zu minimieren, bekam ich jeweils nur einen der Porzellanteller. Ich nahm den Teller in beide Hände, legte ihn mit der Kante an den Rand des Tisches und schubbste mit dem Brustkorb sanft dagegen. Dann legte ich das Besteck daneben. – Und habe gestrahlt, wie ein frisch lackiertes Hutschpferd (für alle deutschen Leser: ein frisch lackiertes Schaukelpferd). Noch heute bin ich meiner Mutter dankbar, dass sie die Nerven hatte, mich diese Erfahrung machen zu lassen.

5. Selbstwirksamkeit fördert die Zivilcourage

Was glaubst du, wann du dich eher für eine Sache einsetzt: Wenn du dir bewusst bist, dass du etwas verändern kannst, oder wenn du dich als machtlos und als Spielball der Umstände empfindest?
Genau deshalb fördert Selbstwirksamkeit die Zivilcourage. Die Fähigkeit, uns für andere einzusetzen und auch einzutreten.

Selbstwirksamkeit hilft Zivilcourage zu entwickeln und für andere einzutreten. Eine Fähigkeit, die wir heute mehr denn je brauchen. Klick um zu Tweeten

Für Zivilcourage braucht es nicht nur Selbstwirksamkeit, sondern auch Selbstsicherheit und Selbstvertrauen. Denn es ist ja nicht so einfach sich gegen eine Gruppe zu stellen. Genau das erfordert Zivilcourage aber meistens.

Zivilcourage ist etwas, das wir heute sehr dringend brauchen. Sie hilft uns allen gegen Mobbing, Benachteiligung und Ungerechtigkeiten vorzugehen. Diese Fähigkeit unterstützt uns alle dabei uns schützend vor jemanden zu stellen der Hilfe braucht und laut zu sagen: „Stopp! Es ist genug!“
Zivilcourage braucht dein Kind aber auch, um zu seinen Werten und Überzeugungen zu stehen. Auch wenn die Peergroup gerade etwas anderes bevorzugt. Also: nein zu Alkohol und Drogen zu sagen. Nein zu sagen zu übergriffigem Verhalten.

6. Selbstwirksamkeit reguliert die Anstrengungsbereitschaft in Lernsituationen

Wie schon erwähnt, wird bei jeder erfolgreich bestandenen Lernsituation Dopamin, eine Art Belohnungshormon, ausgeschüttet. Jede erfolgreich bestandene Situation bestärkt dich im Glauben an dich selbst: „Ich kann das schaffen.“ Diese Überzeugung wirkt sich auch auf deine Erwartungshaltung aus. Somit bist du bereit, dich mehr anzustrengen, um dein Ziel zu erreichen.

Genau das braucht dein Kind. Es braucht Erfolgserlebnisse, damit es lustvoll weiter lernen kann. Deshalb ist es auch so wichtig anfangs die Lernschritte klein zu halten, damit sich schnell ein Erfolg einstellt.

Notfalls bedeutet das auch einen Schritt zurückzugehen und die Basics zu wiederholen.
Also:

  • Die Buchstaben gut wiederholen, wenn ein Kind nicht Silbenlesen kann.
  • Die Zahlen festigen, bevor das Kind zu rechnen anfängt.
  • Die Beweglichkeit der Hand zu schulen, wenn das Kind sich beim Schreiben schwer tut.

7. Selbstwirksamkeit erhöht die Toleranz gegenüber eigenen Fehlern

Du hast schon gelesen, dass ein Teil der Selbstwirksamkeit, das Lernen an den eigenen Fehlern ist. Im besten Falle, das feed-back an sich selbst. Somit werden Fehler völlig anders gewertet. Sie werden gesehen, als das, was sie sind: Ein Signal, dass es noch etwas zu verbessern gibt. Sie zeigen, an welchen Schrauben du noch drehen musst, damit das Ergebnis noch besser wird.

7 Gründe Selbstwirksamkeit zu erlernen-Selbstkontrolle

So verlieren Fehler auch ihren Schrecken. Du brauchst keine Angst zu haben, zu versagen oder den Ansprüchen von außen nicht zu genügen. Du erfüllst deine eigenen Ansprüche.

Deshalb ist auch das Montessori-Material so wertvoll. Das Kind erhält das Feed-back nicht durch eine andere Person, sondern durch das Material. Es merkt selbst: Da stimmt etwas nicht und kann sich auf die Fehlersuche machen.

Wann lernen wir Selbstwirksamkeit am leichtesten?

Nach meinen Beispielen ahnst du es schon. Im Kindesalter! Genau darum ist es wichtig, dass du deinem Kind Herausforderungen zugestehst und ihm einen sicheren Rahmen bietest, um sich auszuprobieren und zu lernen.

Du kannst dein Kind mit deiner Haltung gut dabei unterstützen Selbstwirksamkeit zu erlernen. Das bedeutet aber auch, dass du deinem Kind nicht alles abnimmst und ihm nicht jeden Stein aus dem Weg räumst. Im Gegenteil: Dein Kind sollte möglichst viele verschiedenartige Erfahrungen machen dürfen. Deine Aufgabe dabei ist es, da zu sein. Du bist das Back-up, auf das dein Kind jederzeit zurückgreifen kann. Das gibt Sicherheit und macht Mut.

Können auch Erwachsene noch Selbstwirksamkeit lernen?

Natürlich können auch Erwachsene noch Selbstwirksamkeit lernen. Jede Situation, in der wir unsere Komfortzone verlassen, lehrt uns wieder ein wenig Selbstwirksamkeit. Wir stellen uns einer Situation die uns unangenehm ist, die uns möglicherweise ängstigt und die uns herausfordert. Wenn wir die Erfahrung machen: „Juhu, ich kann das!“, dann bemerken wir, dass wir mit unserem Handeln Veränderung bewirken. Coaching kann diesen Prozess unterstützen.

Erwachsene haben sogar mehr als 7 Gründe Selbstwirksamkeit zu erlernen

Menschen mit hoher Selbstwirksamkeit:

  • Haben ein höheres Anspruchsniveau
  • Haben eine große Anstrengungsbereitschaft zur Erreichung des Zieles
  • Zeigen mehr Ausdauer
  • Suchen flexibel nach Lösungen und denken out-of-the-box
  • Stellen sich bereits vor Beginn der Arbeit den erfolgreichen Abschluss vor
  • Arbeiten hocheffektiv
  • Lassen sich nicht ablenken
  • Können die Güte des Arbeitsergebnisses realistisch einschätzen
  • Können mit Rückschlägen gut umgehen

All diese Fähigkeiten kannst du im Alltag und im Arbeitsleben gut brauchen und einsetzen.

Kanntest du den Begriff Selbstwirksamkeit schon bevor du diesen Artikel gelesen hast?
Wie selbstwirksam handelst du?

Bleib gelassen!
Deine

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