Wie du Resilienz entwickelst

Kennst du Stehaufmännchen?

Diese kleinen Püppchen, die den Schwerpunkt sehr tief unten haben und daher nicht umzuschmeißen sind? – Die versinnbildlichen für mich am besten die Fähigkeit der Resilienz.

In der Literatur wird Resilienz als die Fähigkeit bezeichnet, Krisen im Lebenszyklus unter Rückgriff auf persönliche und soziale Ressourcen zu meistern und als Anlass für Entwicklung zu benutzen. Das klingt doch gut, oder?
Diese Menschen sind also buchstäblich Stehaufmännchen, die nichts so leicht umwirft und die aus den Krisen auch noch die Lernerfahrungen mitnehmen.

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Der_kleine_UnterschiedUnd es gibt ihn doch, den Unterschied ;-)

Ich kenne keinen Mann, der es als sein Privatvergüngen ansieht, wenn er den Rasen mäht, oder das Auto wäscht. (Ich bleibe hier absichtlich bei Plattitüden :-) )
Auch wenn es ihm Spaß macht, ist er sich doch bewusst, dass er etwas erledigt hat.
Ebenso kenne ich wenige Männer, die sich Gedanken machen, wie es den anderen Familienmitgliedern geht, wenn sie nach der Arbeit noch trainieren gehen. Oder ob der Sohn vorher eventuell noch schnell zum Fußballtraining gebracht werden sollte. Das Training ist einfach Teil ihres Tagesablaufs. Punkt. Da lassen diese Männer nichts dazwischentreten.

Ich kenne allerdings viele Frauen, die sich überlegen, ob alle gut versorgt sind und ob eventuell noch jemand einen Taxidienst benötigt, bevor sie selbst zum Arzt (!) gehen.

Frauen, die auf einen Kuraufenthalt fahren

  • kochen für 3 Wochen vor
  • schreiben seitenlange Listen, damit keiner etwas vergisst
  • legen fest, welche Freundin wann welches Kind zur Klavierstunde, zum Training, etc. bringt
  • heften Zettel mit Notfallnummern auf den Kühlschrank

Männer packen ihren Koffer und fahren auf Dienstreise. Weg sind sie. Zu Hause wird schon alles weiterlaufen.

Natürlich, jetzt kannst du einwenden, dass das einfach so abgesprochen ist. Ist es nicht trotzdem eigenartig?
Ich finde es wäre zu kurz gedacht, wenn wir das nur als Egoismus der Männer sehen würden. Vielleicht ist das einer der Gründe, warum Männer im Allgemeinen beruflich schneller erfolgreich sind. Sie konzentrieren sich auf das, was sie tun.

Ein Schlüsselerlebnis

Könnten wir Frauen davon nicht etwas lernen? Normalerweise ist es so, dass erst dann jemand eine Aufgabe übernimmt, wenn er eine Notwendigkeit dafür sieht. Wenn also die Hausfrau und Mutter sich um alles kümmert, wieso soll dann jemand anderer aktiv werden? Nehmen wir den Familienmitgliedern vielleicht sogar die Chance etwas dazuzulernen, wenn wir so proaktiv alle Aufgaben an uns reißen?

Ich hatte ein Schlüsselerlebnis mit meinen Kindern. Mein Mann war nicht zu Hause, ich war in Wien unterwegs und es war Winter. Aus diesem Grund hatte ich meine Kinder auch in der früh gebeten darauf zu achten, dass die Gehsteige geräumt sind. Am Abend kam ich nach Hause um festzustellen, dass der Gehsteig nicht geräumt war.
Mein erster Weg führte ins Vorzimmer und mit Kommandostimme rief ich: „Schneeräumen. Jetzt!“ – und sofort trabten meine beiden herunter, um mir beim Schnee räumen zu helfen.

Als wir fertig waren hielt ich ihnen einen Vortrag über Verantwortung und Selbständigkeit und schloss mit der Frage: „Ich weiß genau, dass ihr das alles könnt, wenn ich mal eine Woche weg bin, funtkioniert es doch auch. Ihr seid alt genug, dass ihr schon allein wohnen könntet. (O.K. das war etwas übertrieben ;-) ) Warum habt ihr euch nicht drum gekümmert?“
Die schlüssige Antwort meines Sohnes lautete: „Wir haben gewusst, dass du kommst und dich wieder um alles kümmerst. Du bist ja hier.“

Genau das ist es: Wenn die Mutter im Haus ist, dann verlassen sich oft die selbständigsten Kinder darauf, dass es ein Back-up gibt. Ein kostenloses Erinnerungsservice!

Was kannst du daraus lernen?

Aufteilen_von_AufgabenWenn du eine Aufgabe abgibst, dann gib auch die Verantwortung dafür ab. Lebe damit, auch wenn du das Gefühl hast, du hättest diese Aufgabe besser oder routinierter erledigt. Jeder hat seine eigene Art, etwas zu erledigen und es gibt kein grundsätzliches richtig oder falsch. Zumindest nicht bei der Hausarbeit.
Meine Mutter hat z. B. das Bettzeug immer mit der rechten Seite nach außen zusammengelegt, meine Schwiegermutter macht es andersrum. Ich fand das anfänglich unordentlich. Diese Methode hat aber einen riesigen Vorteil: Wenn du mit den Händen in den Bettüberzug greifst kannst du die Ecken der Decke nehmen und den Überzug einfach drüberstülpen. Das ist wirklich praktisch. Seitdem ich den Nutzen erknnt habe, mache ich es auch so.

Erledigt jemand eine Aufgabe anders als du, dann überleg dir zuerst, wo der Nutzen ist – und entscheide dann, ob du so weitermachen willst, wie bisher oder vielleicht die nue Variante probieren möchtest. Wenn diese Person diese Aufgabe übernommen hat, dann lass sie einfach machen, wie sie will. Solange das Ergebnis stimmt.

Eventuell könnten wir Frauen ja auch von dem Männern lernen. Wir müssen deshalb nicht gleich männlich auftreten oder rüpelhaft sein. In vielen Fällen reicht es schon, wenn wir uns weniger Sorgen machen. Wir müssen nicht alle Eventualitäten für die anderen bedenken. Wir dürfen darauf vertrauen, dass auch die anderen in der Lage sind Probleme zu lösen.

In diesem Sinne wünsche ich dir eine schöne Woche! Ich bin diese Woche Co-Trainerin bei der Hypnosetrainer-Ausbildung und komme jeden Abend erst um ca. 19:00 Uhr nach Hause, danach habe ich noch Vorbereitungen zu machen und das Tagesgeschäft will auch erledigt werden. Für Hausarbeit bleibt also keine Zeit, das müssen diese Woche die anderen machen! Jeder hat seine aufgaben und wird sie neben Schule, Studium und Arbeit erledigen … und ich übe mich im Liegenlassen :-)

Wie geht es dir? Gibst du mit der Arbeit auch die Verantwortung ab?
Oder unterliegst du dem Kontrollwahn?

 

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Prioritäten

Sternstunde der SelbsterkenntnisGestern durfte ich eine Sternstunde erleben: Es kam nach langer Zeit wieder mal zu einem richtigen Familienausflug.
Du meinst, das wäre für eine Familie nicht weiter ungewöhnlich?
Unsere Kinder sind schon Teenager und haben auch sehr viel eigenes Programm. Der Sohn studiert und die Tochter maturiert im nächsten Jahr. Naja und dann ist ja auch noch mein Mann beruflich sehr viel unterwegs.

Jetzt steht wieder so eine längere Auslandsreise meines Mannes an. Da liegen dann meine Prioritäten anders. Ich möchte noch möglichst viel Zeit mit ihm verbringen und lasse auch vieles liegen. Das kann ich dann erledigen, wenn er nicht da ist. So kamen wir auf die Idee, den Sonntag nachmittag und abend in der Therme zu verbringen. Wir fragten auch die jugenlichen Mitbewohner, ob sie mitwollten und sie haben spontan zu gesagt. Wir hatten gar nicht damit gerechnet. Unverhofft kommt oft ;-) Da hatten wohl alle die gleichen Prioritäten.

Es war so ein richtig gemütlicher Familiennachmittag mit viel Spaß und Blödeleien. Dabei hab ich festgestellt, dass mein Mutterherz immer noch hüpft, wenn alle zusammen sind und dass ich mich wohl weniger von meinen Großen gelöst habe, als ich bisher gedacht hatte. Da hab ich noch Arbeit vor mir.

Sternstunde der Selbsterkenntnis

Was hat das jetzt alles mit dir zu tun?
Nun, manchmal lässt uns das Leben wundervolle Ekenntnisse zuteil werden. Auf eine Art, die gar nicht weh tut, die uns aber gerade deswegen sehr viel weiter bringt. Das war eine wirkliche Sternstunde der Selbsterkenntnis.

Ich hab mich für eine Mutter gehalten, die sich leicht von ihren Kindern löst. Gestern kam dann die Erkenntnis: Nun, so leicht doch nicht. Da ist noch viel Luft nach oben.
Es hat mich aber gar nicht gestört. Ich lasse den jugendlichen Mitbewohnern viele Freiheiten. Sie planen ihren Tagesablauf und beziehen mich kaum in die Planung ein. Wie das halt so ist, in diesem Alter. Das ist für mich auch in Ordung so. Ich werde mich in den nächsten Jahren Schritt für Schritt weiter aktiv abnabeln. Die Kunst ist es, auf dem schmalen Grat zu bleiben, der Unterstützung bietet, wenn sie gewünscht wird und sonst die Freiheit lässt, die notwendig ist für eine gute Entwicklung.

Selbstcoaching

Was tun, wenn plötzlich so ein Thema auftaucht? Was fange ich mit meiner Selbsterkenntnis an? Für mich ist nun Selbstcoaching angesagt. Eine Möglichkeit ist es, die Situation zu beschreiben, und ein Ziel herauszuarbeiten. Dann stellst du die passenden Fragen. Schließlich willst du nicht nur wissen, wie du bist, sondern du willst sich auch weiterentwickeln :-)

Ich finde es schön, mit meinen Kindern verbunden zu sein, so lange ich sie nicht an ihrem Wachstum hindere. Mein Ziel ist es also, meine Kinder in ihrem Wachstum zu fördern.

Meine Hauptfragen sind:

  • Gibt es Situationen, wo ich die Kinder am Wachstum hindere?
  • Gibt es Situationen, wo ich ihnen nicht auf Augenhöhe begegne?
  • Halte ich sie irgendwo klein?
  • Erzwinge ich gemeinsame Unternehmungen?

Ich kann ruhigen Gewissens alle diese Fragen mit „nein“ beantworten. Somit ist es für mich in Ordnung, wenn mein Mutterherz hüpft, wenn es sich zufällig ergibt, dass alle beinander sind. Ich kann es dann sogar genießen.

Du hast jetzt vielleicht schon eine Idee, wie deine Fragen aussehen können.

Feed-back

Wann immer du kannst, hol dir feed-back von außen. Wir alle haben den sogenannten blinden Fleck, das sind Dinge, die wir selbst nicht sehen, die andere aber durchaus wahrnehmen.

Um ganz sicher zu sein, werde ich mich demnächst mit den Teens zusammensetzen und mir feed-back holen. Ich bin schon gespannt, wie sie die Situation beurteilen.
Schließlich kann es sein, dass ihre Wahrnehmung ganz anders ist als meine.

Auf diese Art habe ich meine Sternstuunde der Selbsterkenntnis am besten genützt.

Natürlich gibt es viele andere Möglichkeiten sich selbst zu coachen. Ich habe z. B. schon beschrieben, wie du mit deiner Familie den Traumurlaub oder Traumweihnachten verbringen kannst, wie du deine beruflichen Stärken findest oder wie du positiv in den Tag startest. Einige dieser Methoden lassen sich gut auf andere Themen übertragen.

  • Wie sieht es bei dir aus?
  • Hat dich schon manchmal eine Erkenntnis ganz plötzlich und ungefragt überfallen?
  • Wie gehst du damit um?

Ich freue mich schon auf dein feed-back in den Kommentaren.

 

 

 

 

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Warum sich Mütter seit Jahrzehnten gegenseitig dieselben Fragen stellen

Mütterfragen

Bildquelle Fragezeichen: www.pixabay.com

Angeregt durch Mutter & Söhnchen, einem wunderbaren Blog, setze ich mich heute mit dem Thema auseinander, warum sich Mütter gegenseitig seit Jahrzehnten dieselben Fragen stellen.

Rollenaufteilung

Ich fange jetzt nicht an mit „Früher war alles besser.“, und doch war früher die Rollenaufteilung klar. Der Mann bringt das Geld heim, die Frau kümmert sich ums Haus.
Doch war das wirklich immer so?
Diese Rollenaufteilung galt erst seit der Mitte des letzten Jahrhunderts, vorher konnten sich nur sehr gut gestellte Bürger diese Aufteilung leisten. Bei der arbeitenden Bevölkerung war die Familie immer schon auf Mitarbeit der Frau angewiesen.

Mit der Frauenbewegung und der zunehmenden Berufstätigkeit der Frauen kam es zu folgender Entwicklung: Die Frauen drängten in den Beruf, die Hausarbeit musste auch erledigt werden. Die Männer ruhten sich – vorerst – auf ihren erworbenen Privilegien aus. Wer gibt Privilegien schon gerne auf.

Zusätzlich waren die Frauen von dem Geist beseelt, alles schaffen zu können. Es wurde ihnen ja auch von allen Seiten so gesagt. … und weil auch Arbeitsleistung zu einem guten Teil auf Gewohnheit beruht, dachten sie gar nicht daran, etwas von ihrer Arbeit abzugeben. Außerdem wollten sie ja beweisen, dass sie sowohl berufstätig sein können, als auch Familie haben können.

Naja und dann dämmerte langsam die Erkenntnis: Frauen sind Göttinnen und auch Menschen ;-)… und als solche steht ihnen nur ein gewisses Maß an Kraft und Energie zur Verfügung.

Viele von uns leben schon mit einem Mann, der von einer berufstätigen Mutter erzogen wurde und der auch kochen kann und im Haushalt mit anpackt.

Das ewig schlechte Gewissen

Trotzdem herrscht die Meinung vor, dass Frauen alles schaffen können. Das stimmt auch!
Wenn wir uns neu arrangieren, unsere Familie einbeziehen, die Aufgaben neu verteilen und auch Abstriche machen.

Keine Frau kann einen Haushalt so führen, wie einst ihre Großmutter und gleichzeitig berufstätig sein und geduldige, liebende Mutter, die ständig Zeit für ihre Kinder hat.
Doch genau das wird uns von der Werbung und von den Medien vorgegaukelt. Alles soll perfekt sein: Der Haushalt, die Kinder, die Leistung im Beruf und natürlich auch das eigene Auftreten und Aussehen.
Besonders jetzt vor Weihnachten (mein Gott, ist es schon so weit?) sind die Zeitschriften voll von den Minuten-Tipps: 10 Minuten für volles Haar, 15 Minuten für ihre strahlende Haut, in nur 7 Minuten zum perfekten Tischschmuck, 30 Minuten für ihre Traumfigur …

Wenn du alle diese Minuten zusammenzählst und dann noch so ca. 8 Stunden Schlaf (welche Frau kommt schon auf 8 Stunden Schlaf), 6-8 Stunden Arbeitszeit, 2 Stunden Familienzeit, 1 Stunde für Haushalt und ca. 1,5 Stunden für Essen dazurechnest, dann merkst du sehr schnell, dass sich das alles an einem Tag gar nicht ausgehen kann. Denn schließlich benötigst du noch Zeit für Körperpflege, zum Einkaufen, usw.

Somit haben die meisten Frauen und Mütter – egal, ob sie nun berufstätig sind, oder nicht – auch ein schlechtes Gewissen. Die einen deshalb, weil sie ja „nur“ Hausfrauen sind und nichts zum Familieneinkommen beitragen, die anderen, weil sie berufstätig sind und nicht unendlich viel Zeit haben, um mit ihren Kindern zu spielen, und vorweihnachtliche Bastelmarathons einzulegen.

Und wie reagieren wir, wenn wir ein schlechtes Gewissen haben? Richtig, wir sind verunsichert und in unserem Selbstwert erschüttert. Das ist unangenehm, ein Gefühl, das wir nicht haben wollen. Also suchen wir nach Möglichkeiten, wie es uns besser geht.

Eine dieser Möglichkeiten ist es, zu sehen, ob bei den anderen alles Gold ist, was glänzt. Ihnen vielleicht durch suggestive Fragen auch ein wenig schlechtes Gewissen zu machen.
Das ist nicht unbedingt fair, aber menschlich nachvollziehbar.

Und die Fragen?

Die Fragen sind auf alle Fälle so gestellt, dass sich die angesprochene Frau ertappt fühlt.

Dauerbrenner sind z. B.:

  • Und wie sind denn die Nächte so?
  • Wann wirst du wieder zu arbeiten beginnen?

    Selbstzweifel

    Bildquelle: pixabay.com

  • Habt ihr schon einen Kindergartenplatz?
  • Befürchtest du nicht, dass du den beruflichen Anschluss verlieren könntest?
  • Wie schaffst du das bloß, mit der Arbeit und den Kindern?
  • Hast du abends überhaupt noch die Nerven, die Aufgaben zu kontrollieren?

Wenn du Kinder hast, dann kennst du diese Fragen und du weißt auch, welche Gefühle sie auslösen können. Was passiert meistens: Wir eiern drum rum und antworten ausweichend.
Und was passiert: Beide Mütter haben ein schlechtes Gewissen. Die eine, weil sie den Eindruck hat, die andere schafft das ohnehin alles locker, die andere, weil sie nicht zugeben möchte, dass diese Frage ins Schwarze trifft.

Die Lösung!

Ich bin ja aus dieser Situation schon herausgewachsen (meine Kinder sind 16 und 19 Jahre) und habe damit in meinen Coachings zu tun.
Trotzdem erinnere ich mich an ein Schlüsselerlebnis, dass ich hatte, als meine Kinder noch klein waren. Ich war in Teilzeitkarenz, da ich einen Job hatte, der mich erfüllte und auch Arbeitsbedingungen hatte, die flexibel genug waren, um Beruf und Familie (halbwegs) gut zu vereinen. Gleichzeitig hatte ich eine Freundin, die sich entschlossen hatte, bei ihren 2 Mädchen zu Hause zu bleiben. Sie war und ist immer noch, sehr kreativ. Zur damaligen Zeit war sie aus ganzem Herzen Vollzeitmama, die gebacken und gebastelt hat, viel mit den Kindern unterwegs war … Ich habe sie immer sehr für ihren Einsatz bewundert und respektiert.

Eines Tages als ich bei ihr war, meinte sie zu ihrer Tochter: „Ach, die Ilse bekommt das alles so perfekt hin.“
Ich musste da lachen, denn so perfekt, wie es ihr schien war es nicht. Ich war oft übermüdet, hatte keine Zeit zum Backen und hätte gerne mehr mit meinen Kindern gebastelt.
Wir haben es dann geschafft, uns hinzusetzen und ein wirklich gutes Gespräch zu führen. Jede von uns hatte die andere bewundert und beneidet. Wir haben uns aber beide mit denselben Ängsten herumgeschlagen. – Nur eben auf der anderen Seite der Medaille.

Genau darum plädiere ich für mehr Ehrlichkeit unter Frauen. Denn wenn wir wissen, wie es der jeweils anderen Gruppe geht, dann können wir uns auch perfekt unterstützen.

Auch das ist einer der Vorteile am Workshop „Hotel Mama schließt“. Du merkst, dass du nicht alleine bist und dass es ganz vielen anderen Müttern auch so geht. Sie haben alle ihre Themen mit der Familie laufen und auch ihre Selbstzweifel. Mit der Unterstützung der Gruppe, wirst du aber merken, dass nicht nur die Kinder mehr von der Hausarbeit übernehmen, sondern dass auch du eine andere Einstellung gewinnst. Hier erfährst du mehr über „Hotel Mama schließt!“

Welche Erfahrungen hast du mit diesem Thema?
Vielleicht hast du ja auch ein Erlebnis dieser Art. Ich freue mich, wenn du es in den Kommentaren teilst.

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Familien-Haushaltseinsatz

Am Samstag gab es bei uns wieder einmal einen Familien-Haushaltseinsatz

Familien-HaushaltseinsatzNachdem unsere Kinder bereits 16 und 19 Jahre alt sind, haben auch die beiden schon jede Menge Termine.
Jeder von uns hat laufende Aufgaben, die er unter der Woche erfüllt, wenn Zeit dafür ist. Diese Aufgaben haben wir gemeinschaftlich festgelegt und verteilt.

 

 

  • Ich bin z. B. für das Frühstück und das Kochen zuständig. Auch die Einkäufe erledige meist ich.
  • Unser Sohn entleert die Mistkübel und wäscht die Wäsche und mäht abwechselnd mit meinem Mann den Rasen.
  • Unsere Tochter räumt den Geschirrspüler aus, hängt die Wäsche auf und gießt abwechselnd mit mir die Blumen.
  • Mein Mann hält sich unter der Woche vornehm zurück und kümmert sich am Wochenende, dass die Wäsche gebügelt und zusammengelegt wird.

Dieses Wochenende standen einige außertourliche Arbeiten an. Die Sträucher mussten geschnitten werden. Die Kübelpflanzen warteten aufs einwintern. Der Rasen wollte seine herbstliche Düngung …
In diesem Fall ist für uns ein Familien-Haushaltseinsatz am leichtesten zu organisieren. Am Wochenende sind alle zu Hause und können sich ein paar Stunden für die anfallenden Arbeiten Zeit nehmen.

So haben wir am Samstag alle zusammen geholfen. Ich kümmerte mich um Einkauf, Küche, Kuchen backen, Tochter und Sohn flitzten vormittäglich mit offenen Augen durch das Haus, um alles an seinen Platz zu räumen, was offensichtlich im Weg stand, oder verwaist war.
Während dieser Zeit war mein Mann klettern. Am Nachmittag waren beide Kinder mit Freunden unterwegs, dafür kümmerten mein Mann und ich uns um den Garten und erledigten die anfallenden Arbeiten. Für mich hat das dem Bonus, dass ich an der frischen Luft arbeiten darf ;-)

Am Sonntag folgte dann die Belohnung:

Unsere Tochter machte mit Freunden einen Ausflug. Nachdem wir sie zum vereinbarten Treffpunkt gebracht hatten, gingen Mann, Sohn und ich frühstücken. Unseren Sohn brachten wir dann nach Hause, da er eigene Pläne hatte. Mein Mann und ich fuhren noch auf die Hohe Wand und machten eine Wanderung. Der größte Genuss für mich war es, dass wir uns bei unserer mittäglichen Rast auf einer Wiese in die Sonne legten. Es war einfach traumhaft schön.

Familien-Haushaltseinsätze sind meiner Ansicht nach am besten für Arbeiten geeignet, die saisonal anfallen. Es kann durchaus vorkommen, dass die Personen, so wie in meinem Beispiel leicht versetzt arbeiten. Am besten sind sie ergänzend zu anderen Delegationssystemen zu verwenden.
Besonders motivierend finde ich es, wenn sich nach so einem Familien-Haushaltseinsatz alle gemeinsam eine Belohnung gönnen.
Bei uns funktioniert das unter anderem deshalb so gut, da unsere Kinder von klein auf in die Hausarbeit miteinbezogen wurden.

Wenn du an weiteren Tipps und Tricks interessiert bist, wie du deine Familie dazu motivieren kannst, bei der Hausarbeit mitzuhelfen, dann ist der Online-Workshop „Hotel Mama schließt“, den ich vom 10. bis zum 21.11.2014 gemeinsam mit Birgit Geistbeck halte, genau richtig für dich.

Hast du Erfahrung mit dem Familien-Haushaltseinsatz?
Wie haltet ihr das mit der Arbeitsaufteilung?

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