Langeweile ist fies!

Was ist Langeweile überhaupt? Wie kommt sie zustande? Und was kannst du tun, wenn deinem Kind langweilig wird?

5 Tipps gegen Langeweile bei Kindern
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Kleine Schritte fördern die Kooperationsbereitschaft (nicht nur) deines Kindes

In diesem Artikel zeige ich dir, warum kleine Schritte die Kooperationsbereitschaft deines Kindes fördern.

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Warum hört mein Kind erst wenn ich schreie

Warum hört mein Kind erst wenn ich schreie?

Lieselotte und Peter kennst du ja schon.

Lieselotte ist eine wirklich liebe Mama. Sie ist voller Ideale. Sie ist aber nicht nur Mama, sie hat auch einen Beruf. Sie ist halbtags Rechtsanwalts-Sekretärin. Sie hat auch noch einen Ehemann, ein Haus, einen Garten und einen Hund.

Warum hört mein Kind erst, wenn ich schreie, frau schreit und hält sich den Kopf

Sie hat hohe Ansprüche an sich selbst und möchte alles immer zu 100 % tun. Ihre Freundin Pia meint sogar, dass Lieselotte immer 150 % gibt. „Das ist Unsinn!“, sagt Liselotte „Niemand kann mehr als 100 % geben. Ich möchte einfach nur alles möglichst gut machen.“ Sie weiß, dass sie sich mit diesem Anspruch unter Druck setzt. Aber irgendwie kann sie nicht dagegen an. Es ist einfach Teil ihrer Persönlichkeit.

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Warum Kinder nicht zuhören

Warum hört mein Kind nicht auf mich?

Warum Kinder nicht zuhören?
„Peter, kommst du bitte?“ – „Ja Mama gleich!“ ertönt es aus dem Kinderzimmer.

„Peter bitte komm jetzt!“ – „Sofort, Mama!“

Lieselotte ist verzweifelt. Es scheint, als ob Peter einfach nicht zuhört. Er hört. Er gibt Antworten. Aber er reagiert einfach nicht auf das, was seine Mutter von ihm will.

Warum Kinder nicht zuhören, Warum hört mein Kind nicht zu, Bub mit blauer Jacke und Kopfhörern in herbstlicher Landschaft
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Phrasen, die zum Widerstand einladen

Phrasen die dein Kind zum Widerstand einladen

Es gibt sie die Zauberformulierungen, die das Leben leichter machen und auch jene, die den Eltern-Alltag erschweren. Zu letzteren gehören die Phrasen, die dein Kind zum Widerstand einladen.

Ich meine damit Phrasen und Formulierungen, mit denen du das Tor für Diskussionen und Widerstand ganz weit aufmachst. Ärger ist damit vorprogrammiert.

Unspezifische Äußerungen

Stell dir vor, du kommst ins Zimmer deines Kindes. Dort schaut es aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen: Das Spielzeug ist verstreut, Gewand liegt am Boden herum, Hefte und Bücher sind malerisch verteilt, dazwischen blitzen auch noch Zeichensachen hervor.

Dein Bedürfnis: Du wünscht dir ein klein wenig mehr an Ordnung!

Du sagst: „Na da schaut´s aus!“

Die Reaktion deines Kindes: Ein Schulterzucken. Ja, die Mama hat Recht: „Da schaut´s aus.“

Ein Schulterzucken. Ja, die Mama hat Recht: „Da schaut´s aus.“ Klick um zu Tweeten

Was du erreichen möchtest: Dein Kind soll beginnen, sein Zimmer aufzuräumen.

Dann sag es!

Die wirkungsvollere Formulierung: „Peter, nimm bitte die schmutzige Wäsche und gib sie in den Wäschekorb. Dann räume die Legosteine in die Kiste.“
Wenn dein Kind noch klein ist, dann lass es bei diesen zwei Schritten, komm später wieder und sag: „Jetzt stellst du die Bücher ins Bücherregal und dann leg die Zeichensachen auf den Schreibtisch.“

So weiß dein Kind wirklich, was zu tun ist.

Der Konjunktiv

Der Konjunktiv gilt unter Erwachsenen als besonders höfliche Form. Damit haben wir das Gefühl dem anderen eine Wahl zu lassen. „Könntest du … würdest du … möchtest du …“
Auch im österreichischen Dialekt ist diese Form vorhanden und noch als Frage verstärkt.
„Mechas´d net amol z´samramen?“

Dein Bedürfnis: Du willst höflich sein und nicht befehlend klingen.

Daher verwendest du den Konjunktiv: „Könntest du das Geschirr abwischen?“

Die Reaktion deines Kindes: „Könnte ich – will ich aber im Moment nicht. Ich spiele gerade so schön!“

Was du wirklich brauchst: Hilfe! – Jetzt.

Die wirkungsvollere Formulierung: „Peter, schnapp dir bitte das Geschirrtuch und trockne die paar Kleinigkeiten ab. So sind wir schneller fertig und können nachher schneller weg.“

Keine direkte Ansprache

Du willst Wäsche aufhängen und stellst fest, dass dein Mann die Wäschespinne vor dem letzten Regenwetter weggeräumt hat. Du freust dich, dass er mitgedacht hat. Allerdings stehst du jetzt mit dem Korb voll nasser Wäsche im Garten. Du stellst den Korb ab, stellst die Wäschespinne auf und merkst: Das Körbchen mit den Wäscheklammern ist noch im Bad.

Was du brauchst: Eine Person, die dir schnell die Wäscheklammern bringt. Du bist allerdings nicht sicher, wer dich hören wird.

Du rufst: „Kann mir bitte jemand schnell die Wäscheklammer aus dem Bad in den Garten bringen.“

Die Reaktion des Umfeldes: Im schlimmsten Fall keine. Denn niemand fühlt sich durch jemand angesprochen. Oder keiner hat es gehört.
Du merkst schon die drei wohnen alle in deinem Haus und machen dir das Leben schwer ;-) Also rechnest du besser nicht mit ihnen.

Die Reaktion des Umfeldes: Im schlimmsten Fall keine. Denn niemand fühlt sich durch jemand angesprochen. Oder keiner hat es gehört. Klick um zu Tweeten

Die wirkungsvollere Formulierung: „Peter! Bringst du mit bitte die Wäscheklammern aus dem Badezimmer!“

Sollten gerade mehr Personen zu Hause sein, ist die Wahrscheinlichkeit, dass dir irgendjemand antwortet groß. Denn wenn Peter nicht kann oder dich nicht hört, wird dir das möglicherweise eine andere Person mitteilen. Und die kannst du dann um diesen Gefallen ersuchen.

Verallgemeinerungen und Beschuldigungen

Du weißt schon die Wörter immer, dauernd, nie … sie werden gerne in Verbindung mit Beschuldigungen verwendet.

Immer lässt du deine Schuhe herumliegen!“
Nie stellst du das Geschirr in die Geschirrspülmaschine!“
Dauernd muss ich dich ermahnen, weil du nicht folgst!“

Die Reaktion: „Das stimmt ja gar nicht! Gestern habe ich meine Schuhe ins Schuhkasterl gestellt.“
„Gar nicht wahr! Letzte Woche habe ich das Geschirr sogar zwei Mal in die Geschirrspülmaschine gestellt. Das hast du gar nicht bemerkt. Nie merkst du, wenn ich mich bemühe!“
„Du bist gemein! Gestern war ich den ganzen Tag brav!“

Kennst du das? Dann bist du schon ganz tief in der Falle, denn so entstehen Machtkämpfe. Ein Wort gibt das andere. Jeder fühlt sich im Recht.

Merke dir: Es gibt keine Regel ohne Ausnahme. Und Kinder merken sich die Ausnahmen gut. Sie wissen, wann sie die Schuhe weggeräumt haben. Schließlich haben sie sich da bemüht. Aber hast du dieses Bemühen gesehen? Nein? – Das kränkt. Und alles was kränkt, merken wir uns noch besser.

Es gibt keine Regel ohne Ausnahme. Und Kinder merken sich die Ausnahmen gut. Klick um zu Tweeten

Die wirkungsvollere Formulierung: Bleib sachlich und fordere freundlich auf.
„Peter, schau mal, du hast die Schuhe rumliegen lassen. Bitte stell sie ins Schuhregal! Danke!“

„Oh, dein Geschirr steht noch auf dem Tisch. Sei so lieb und stell es gleich in den Geschirrspüler.“

Fragen statt Aufforderungen

Es gibt Situationen, da hat dein Kind die Wahl. Und es gibt Situationen, die sind einfach notwendig. Da gibt es diese Wahl nicht.

Stell dir vor ihr müsst einkaufen gehen. Du bist mit deinen Kindern (2 und 4 Jahre) allein. Du weißt also, du musst sie mitnehmen, sonst verletzt du deine Aufsichtspflicht.

Daher ist es nicht sinnvoll, wenn du fragst: „Wollt ihr mit mir einkaufen gehen?“

Wenn deine Kinder gerade im Spielen sind, dann wollen sie das nicht. Das werden sie auch kundtun. Du hast aber keine Wahl. Du musst ins Geschäft, bevor es schließt. Ihr braucht dringend Brot und Obst. In der Situation hast du also die Wahl, dich auf eine Diskussion einzulassen, warum ihr doch einkaufen gehen müsst. Oder du wartest ein kleines bisschen und startest noch einmal von vorne.

Die bessere Formulierung: „Kinder zieht euch die Schuhe an. Wir gehen jetzt einkaufen! Wir brauchen dringend Brot und Obst.“

Den eigenen Anteil erkennen

Wenn du mit deinen Kindern häufig in Diskussionen und Machtkämpfe verwickelt bist, beobachte auch deine eigene Sprache.

Mit den richtigen Formulierungen kannst du vielen Schwierigkeiten von Anfang an aus dem Weg gehen.

Wenn es dir schwer fällt diese Phrasen zu vermeiden oder du dir ganz allgemein Hilfe und Unterstützung in Erziehungsfragen wünschst, schau dir doch mein Online-Programm Eltern-Support mit Ilse an.

Bleib gelassen!

Deine

Ilse Maria

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