Hilfe-bei-trauer

Trauer – ein unerwünschtes Gefühl

Heute möchte ich dir eine kleine Übung vorstellen, die Hilfe bei Trauer bieten kann.

Es gibt Gefühle, die die meisten Menschen schätzen und gerne haben wollen. Allen voran die Liebe.

Und dann gibt es eine Gruppe von Gefühlen, die allgemein als schlecht abgestempelt werden. Zu dieser Gefühlsgruppe gehört neben Wut, Angst und Scham auch die Trauer.

hilfe-bei-trauer, frauenauge mit träne

In meiner Kinesiologie-Ausbildung habe ich gelernt: Ein Gefühl ist ein Gefühl. Punkt. Es ist für sich betrachtet weder gut noch schlecht. Die Bewertung geben wir ihm, weil wir es entweder gerne spüren – das gute Gefühl; oder eben nicht gerne spüren – das schlechte Gefühl.

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Todesverständnis von Kindern

Das Todesverständnis von Kindern in ihren Entwicklungsstufen

Weißt du über das Todesverständnis von Kindern im Laufe der Entwicklung Bescheid?

Der Tod ist unserer Gesellschaft immer noch ein Tabu. Viele Eltern versuchen ihre Kinder mit den Themen Tod und Sterben zu verschonen. Dabei kommen Kinder unweigerlich im Laufe ihres Lebens mit dem Tod in Berührung. Meistens sind sie auch gar nicht schockiert. Oft sind sie sogar eher neugierig.

Was Kinder aber gut kennen, ist das Gefühl der Trauer. Aber auch mit diesem Gefühl haben viele Erwachsene so ihre Schwierigkeiten. Sie bewerten Gefühle nach gut und schlecht, gut oder böse, erwünscht oder unerwünscht.

Das Todesverständnis von Kindern

Zu den erwünschten Gefühlen gehören Liebe, Freude und Geborgenheit.

Wut, Angst, Trauer und Scham stehen auf der anderen Seite. Diese Gefühle gelten oft als unerwünscht, hemmend und schlecht.

Allerdings sind wir es, die einem Gefühl die Bewertung geben. Trauer ist keineswegs ein schlechtes oder gar sinnloses Gefühl. Darüber aber ein anderes Mal mehr.

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5 Fähigkeiten zur Krisenbewältigung

5 wichtige Fähigkeiten zur Krisenbewältigung

5 Fähigkeiten zur Krisenbewältigung

Diesen Artikel über 5 wichtige Fähigkeiten zur Krisenbewältigung habe ich Ende 2016 geschrieben und ich habe ihn Anfang April 2020 noch einmal überarbeitet. Nie hätte ich gedacht, dass er so eine allgemeine Aktualität erlangen könnte.

2016 hatte ich ein heftiges Jahr. Damals fragte mich eine Freundin: „Sag mal, wie hast du das eigentlich alles geschafft?“

Meine Antwort kam schnell uns spontan: „Mit Prioritäten, Fokus und Präsenz!“

Sie lachte und meinte: „Darüber solltest du einmal ein Artikel schreiben.“

Alles was ich damals geschrieben habe, ist heute aktueller denn je. Denn all die Fähigkeiten, die mich damals durch diese schwere Zeit getragen haben, helfen mir auch jetzt wieder, mit den Herausforderungen rund um Covid19, Ausgangsbeschränkungen & Co gut umzugehen.

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7 gute Gründe Selbstwirksamkeit zu erlernen

7 Gründe Selbstwirksamkeit zu erlernen

Dieser Beitrag erschien das erste Mal am 13. Oktober 2014 und wurde am 22.09.2019 neu überarbeitet.

Warum du 7 gute Gründe hast Selbstwirksamkeit zu erlernen

Selbstwirksamkeit ist das Bewusstsein, dass du mit deinen Handlungen etwas bewirken kannst. Du machst etwas und siehst, dein Handeln bewirkt einen Unterschied zur bestehenden Situation. Du siehst, dass du etwas verändern kannst. Dein Handeln macht einen Unterschied!
Du ahnst es schon, das ist eine wichtige Fähigkeit für dein Leben. Ich gebe dir 7 Gründe Selbstwirksamkeit zu erlernen.

Um dir zu zeigen wie einfach und wichtig es ist, Selbstwirksamkeit zu erlernen, wähle ich Beispiele aus der kindlichen Entwicklung. Das zeigt einerseits, dass es keinen großen Mehraufwand braucht, um Selbstwirksamkeit zu erlernen, andererseits macht es bewusst, dass die Erfahrung selbstwirksam handeln zu können, uns schon sehr früh beeinflusst.

1. Selbstwirksamkeit macht selbstbewusst

Durch selbstwirksames Handeln wirst du dir bewusst, was du alles kannst.

Selbstwirksamkeit macht selbstbewusst! Klick um zu Tweeten

Schau dir ein Kind an, das übt, Wasser in ein Glas einzuschenken. Es ist hochkonzentriert. Anfangs vielleicht noch etwas unsicher in der Hand-Auge-Koordination, d. h. es tut sich schwer abzuschätzen, ob der Wasserstrahl auch wirklich ins Glas treffen wird.

Jeden kleinen Fehler bemerkt es sofort.

Das Kind greift also korrigierend ein. Zuerst machen diese Eingriffe noch den Anschein von Versuch und Irrtum. Aber mit der Zeit, kann das Kind viel besser abschätzen, wie es den Krug richtig hält, damit der Wasserstrahl auch gut ins Glas trifft. Es strahlt! Der erste Erfolg.

(Übrigens bemerkt es das alles leichter, wenn du das Wasser zum Üben mit Lebensmittelfarbe einfärbst.)
Die nächste Hürde steht bevor: Abschätzen zu können, wie lange, das Wasser rinnen darf, ohne dass das Wasser über den Rand des Glases läuft. Auch hier experimentiert das Kind mit Schwung und Vorsicht, bis es das richtige Maß erkennt. Aber dann, der Erfolg: Das Glas ist eingeschenkt und das Wasser nicht übergelaufen.
In diesem Augenblick blitzt die Erkenntnis auf: „Ich kann das.“ Das stärkt das Selbstbewusstsein.

2. Selbstwirksamkeit macht resilient

Laut Wikipedia ist Resilienz die Fähigkeit eines Systems mit Veränderungen umgehen zu können. Bei Menschen beschreiben wir mit Resilienz die Fähigkeit mit Rückschlägen und negativen Ereignissen im Leben gut umzugehen. Resiliente Menschen überstehen diese Ereignisse nicht nur gut, sie sind auch in der Lage, sich durch diese Herausforderungen weiter zu entwickeln. Um Resilienz zu entwickeln braucht es ein paar Voraussetzungen. Eine davon ist die gute Bindung zu einer Bezugsperson, die unterstützend wirkt.

Über Resilienz und warum Selbstwirksamkeit hilft, sie zu entwickeln, schreibe ich demnächst einen eigenen Artikel.

3. Selbstwirksamkeit hilft uns, uns als Verursacher unseres Lebens(verlaufs) zu erkennen

Im NLP wird das mit der Überschrift „Ursache versus Gründe“ zusammengefasst. Genau genommen ist diese Erkenntnis aber schon viel älter. NLP hat bekanntermaßen nur Erkenntnisse anderer Fachrichtungen zusammengefasst, gebündelt und geordnet.

Etwas anders findest du den Spruch auf meinen Karten:

Wer etwas will findet Wege, wer etwas nicht will, findet Gründe.

Selbstwirksamkeit

Auch das will erlernt sein; sich selbst als Ursache des Ausganges zu betrachten.
Sehr gut erlernen wir das beim Singen. Deshalb ist Singen für Kinder auch so wertvoll.
Sie erfahren, dass sie durch die Kontrolle eines ganz kleinen Bereichs des Körpers – nämlich der Stimmbänder – Töne erzeugen können. Und sie hören sofort, ob sie den Ton richtig getroffen haben. Sie können herumprobieren und üben so oft sie wollen. Sie werden immer sofort ein Feed-back erhalten. Das Wunderschöne an der Sache: Sie selbst sind Feed-back-geber. Das Kind erfährt sich so als Ursache und Wirkender zugleich.

Nebenbei bemerkt, ist Singen die beste Möglichkeit Angst zu überwinden. Durch die beim Singen erforderliche Körperhaltung ist es nicht möglich, Angst zu haben. Um gut – und laut – zu singen, benötigen wir eine aufrechte Körperhaltung und gut gefüllte Lungen.
Das wusste früher jedes Kind, das alleine in den Keller geschickt wurde und deswegen gab es auch Kampflieder ;-)

4. Selbstwirksamkeit macht selbstsicher und glücklich

Selbstwirksamkeit macht auch selbstsicher, denn es ist ein schönes Gefühl, mit den Herausforderungen des Lebens umgehen zu lernen. Jede erfolgreiche Lernerfahrung bewirkt eine Dopaminausschüttung im Gehirn und diese wiederum beeinflusst die Gehirnentwicklung.

Selbstwirksamkeit erlernen wir aber nicht an einer kleinen Aufgabe, die wir leicht verrichten.
Es sollte schon eine Herausforderung sein. Deshalb ist es auch so wichtig, Kindern Herausforderungen zu bieten.
Kinder signalisieren uns das ganz deutlich. Wir haben nur verlernt, diese Signale zu verstehen. Für ein Kind ist Tisch decken dann interessant, wenn es körperlich noch fast zu klein ist, um auf den Tisch zu reichen.

Von mir selbst gibt es eine Geschichte, dass ich im Alter von 3 – 4 Jahren begeistert den Tisch gedeckt habe. Ich war gerade so groß, dass ich mit dem Kopf die Tischplatte überragte. Um den Schaden zu minimieren, bekam ich jeweils nur einen der Porzellanteller. Ich nahm den Teller in beide Hände, legte ihn mit der Kante an den Rand des Tisches und schubbste mit dem Brustkorb sanft dagegen. Dann legte ich das Besteck daneben. – Und habe gestrahlt, wie ein frisch lackiertes Hutschpferd (für alle deutschen Leser: ein frisch lackiertes Schaukelpferd). Noch heute bin ich meiner Mutter dankbar, dass sie die Nerven hatte, mich diese Erfahrung machen zu lassen.

5. Selbstwirksamkeit fördert die Zivilcourage

Was glaubst du, wann du dich eher für eine Sache einsetzt: Wenn du dir bewusst bist, dass du etwas verändern kannst, oder wenn du dich als machtlos und als Spielball der Umstände empfindest?
Genau deshalb fördert Selbstwirksamkeit die Zivilcourage. Die Fähigkeit, uns für andere einzusetzen und auch einzutreten.

Selbstwirksamkeit hilft Zivilcourage zu entwickeln und für andere einzutreten. Eine Fähigkeit, die wir heute mehr denn je brauchen. Klick um zu Tweeten

Für Zivilcourage braucht es nicht nur Selbstwirksamkeit, sondern auch Selbstsicherheit und Selbstvertrauen. Denn es ist ja nicht so einfach sich gegen eine Gruppe zu stellen. Genau das erfordert Zivilcourage aber meistens.

Zivilcourage ist etwas, das wir heute sehr dringend brauchen. Sie hilft uns allen gegen Mobbing, Benachteiligung und Ungerechtigkeiten vorzugehen. Diese Fähigkeit unterstützt uns alle dabei uns schützend vor jemanden zu stellen der Hilfe braucht und laut zu sagen: „Stopp! Es ist genug!“
Zivilcourage braucht dein Kind aber auch, um zu seinen Werten und Überzeugungen zu stehen. Auch wenn die Peergroup gerade etwas anderes bevorzugt. Also: nein zu Alkohol und Drogen zu sagen. Nein zu sagen zu übergriffigem Verhalten.

6. Selbstwirksamkeit reguliert die Anstrengungsbereitschaft in Lernsituationen

Wie schon erwähnt, wird bei jeder erfolgreich bestandenen Lernsituation Dopamin, eine Art Belohnungshormon, ausgeschüttet. Jede erfolgreich bestandene Situation bestärkt dich im Glauben an dich selbst: „Ich kann das schaffen.“ Diese Überzeugung wirkt sich auch auf deine Erwartungshaltung aus. Somit bist du bereit, dich mehr anzustrengen, um dein Ziel zu erreichen.

Genau das braucht dein Kind. Es braucht Erfolgserlebnisse, damit es lustvoll weiter lernen kann. Deshalb ist es auch so wichtig anfangs die Lernschritte klein zu halten, damit sich schnell ein Erfolg einstellt.

Notfalls bedeutet das auch einen Schritt zurückzugehen und die Basics zu wiederholen.
Also:

  • Die Buchstaben gut wiederholen, wenn ein Kind nicht Silbenlesen kann.
  • Die Zahlen festigen, bevor das Kind zu rechnen anfängt.
  • Die Beweglichkeit der Hand zu schulen, wenn das Kind sich beim Schreiben schwer tut.

7. Selbstwirksamkeit erhöht die Toleranz gegenüber eigenen Fehlern

Du hast schon gelesen, dass ein Teil der Selbstwirksamkeit, das Lernen an den eigenen Fehlern ist. Im besten Falle, das feed-back an sich selbst. Somit werden Fehler völlig anders gewertet. Sie werden gesehen, als das, was sie sind: Ein Signal, dass es noch etwas zu verbessern gibt. Sie zeigen, an welchen Schrauben du noch drehen musst, damit das Ergebnis noch besser wird.

7 Gründe Selbstwirksamkeit zu erlernen-Selbstkontrolle

So verlieren Fehler auch ihren Schrecken. Du brauchst keine Angst zu haben, zu versagen oder den Ansprüchen von außen nicht zu genügen. Du erfüllst deine eigenen Ansprüche.

Deshalb ist auch das Montessori-Material so wertvoll. Das Kind erhält das Feed-back nicht durch eine andere Person, sondern durch das Material. Es merkt selbst: Da stimmt etwas nicht und kann sich auf die Fehlersuche machen.

Wann lernen wir Selbstwirksamkeit am leichtesten?

Nach meinen Beispielen ahnst du es schon. Im Kindesalter! Genau darum ist es wichtig, dass du deinem Kind Herausforderungen zugestehst und ihm einen sicheren Rahmen bietest, um sich auszuprobieren und zu lernen.

Du kannst dein Kind mit deiner Haltung gut dabei unterstützen Selbstwirksamkeit zu erlernen. Das bedeutet aber auch, dass du deinem Kind nicht alles abnimmst und ihm nicht jeden Stein aus dem Weg räumst. Im Gegenteil: Dein Kind sollte möglichst viele verschiedenartige Erfahrungen machen dürfen. Deine Aufgabe dabei ist es, da zu sein. Du bist das Back-up, auf das dein Kind jederzeit zurückgreifen kann. Das gibt Sicherheit und macht Mut.

Können auch Erwachsene noch Selbstwirksamkeit lernen?

Natürlich können auch Erwachsene noch Selbstwirksamkeit lernen. Jede Situation, in der wir unsere Komfortzone verlassen, lehrt uns wieder ein wenig Selbstwirksamkeit. Wir stellen uns einer Situation die uns unangenehm ist, die uns möglicherweise ängstigt und die uns herausfordert. Wenn wir die Erfahrung machen: „Juhu, ich kann das!“, dann bemerken wir, dass wir mit unserem Handeln Veränderung bewirken. Coaching kann diesen Prozess unterstützen.

Erwachsene haben sogar mehr als 7 Gründe Selbstwirksamkeit zu erlernen

Menschen mit hoher Selbstwirksamkeit:

  • Haben ein höheres Anspruchsniveau
  • Haben eine große Anstrengungsbereitschaft zur Erreichung des Zieles
  • Zeigen mehr Ausdauer
  • Suchen flexibel nach Lösungen und denken out-of-the-box
  • Stellen sich bereits vor Beginn der Arbeit den erfolgreichen Abschluss vor
  • Arbeiten hocheffektiv
  • Lassen sich nicht ablenken
  • Können die Güte des Arbeitsergebnisses realistisch einschätzen
  • Können mit Rückschlägen gut umgehen

All diese Fähigkeiten kannst du im Alltag und im Arbeitsleben gut brauchen und einsetzen.

Kanntest du den Begriff Selbstwirksamkeit schon bevor du diesen Artikel gelesen hast?
Wie selbstwirksam handelst du?

Bleib gelassen!
Deine

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Gelassen bleiben, wenn der Partner hektisch ist

Dier Artikel wurde im Mai 2016 zum ersten Mal veröffentlich und am 23. September 2019 überarbeitet.

Gelassen bleiben, wenn der Partner hektisch ist

Vor einiger Zeit fragte ich in einer Gruppe nach, was die größten Probleme zum Thema Gelassenheit sind. Eine Frage scheint viele Frauen zu beschäftigen: „Wie schaffe ich es ruhig und gelassen zu bleiben, wenn der Partner es gerade nicht ist?“

Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Ich bin mit meinem Mann mehr als 26 Jahre verheiratet und in jungen Jahren ging es mir auch so.

Im Grunde genommen bin ich der aktive Part in der Beziehung. Ich hab Hummeln im Hintern. Mein Mann ist nach außen die Ruhe in Person. Was viel aber nicht sehen: Er regt sich viel leichter auf, als ich.

Dabei kann es sich um Kleinigkeiten handeln:

  • Staus, denen er ohnehin nicht ausweichen kann.
  • Eine Schraube, die nicht so in der Wand halten will, wie er das möchte.
  • Ein Glas, das durch Unachtsamkeit zu Boden fällt.
  • Eine bekleckerte Krawatte.

Das dumme dran ist, dass er sich nicht nur kurzfristig und blitzartig aufregt. Das bin ich von meinem Vater gewohnt. Damit kann ich umgehen. Nein, das nagt an ihm noch eine ganze Weile. Er brütet, grantelt und verpestet energetisch die Luft. (Mein Schatz, ich liebe dich, wie du bist <3)

Dein Mann brütet, grantelt und verpestet die Luft? Hier findest du 10 Tipps, um damit umzugehen. Klick um zu Tweeten

Lange Zeit hat mich das sehr belastet und dazu geführt, dass ich auch meine gute Laune verloren habe und ebenfalls unruhig und nervös wurde. Ichließ mich von seiner Laune anstecken.

Mit den Jahren haben wir jedoch gelernt, damit umzugehen.

10 Strategien, um gelassen zu bleiben, wenn der Partner hektisch ist

Folgende Strategien haben sich bei uns bewährt. Bestimmt findest du auch einige Punkte, die dir weiter helfen.

1. Achtsamkeit

Jaja, ich weiß. Jetzt kommt sie schon wieder mit der Achtsamkeit daher.
Achtsamkeit ist die Basis dafür, dass du bemerkst, was in dir vorgeht. Du merkst, was die Situation in dir auslöst. Sie hilft dir, unbewusste Prozesse ins Bewusstsein zu bringen. Nur so kannst du auch bewusst gegensteuern.

2. Raus aus der Situation

Dein Mann regt sich gerade über irgendetwas entsetzlich auf und du merkst, wie sein Ärger auf dich übergreift? Dann entziehe dich der Situation. Geh aus dem Zimmer. (Wenn du keinen anderen ruhigen Ort findest, geh auf die Toilette.)

Das hilft dir deine eigenen Gefühle von den fremden Gefühlen zu trennen und dir darüber klar zu werden, was die Situation in dir auslöst.

3. Du musst nicht auf alles reagieren

Du darfst ruhig und gelassen bleiben, wenn um dich ein Orkan tobt. Du darfst auch ärgerliche Bemerkungen ignorieren, wenn es dir hilft gelassen zu bleiben. Denk daran: Gelassenheit sorgt dafür, dass du handlungsfähig bleibst.

Gelassenheit sorgt dafür, dass du handlungsfähig bleibst. Klick um zu Tweeten

4. Schweige

Versuche nicht deinen Mann durch gutes Zureden wieder zu beruhigen. In den meisten Fällen funktioniert das nicht. Sag erst einmal gar nichts.

In einer so aufgeladenen Atmosphäre ist niemand einem vernünftigen Argument zugänglich. Hätte die Person, die unruhig oder ärgerlich ist Zugang zur Vernunft, dann käme es gar nicht so weit. Meist ist diese Person aber von ihren Gefühlen überschwemmt und überwältigt. Dasselbe gilt übrigens auch für wütende Kinder. Wenn du gerade ein Kind in der Wackelzahnpubertät hast, weißt du wovon ich spreche.

5. Mach dir klar, dass der Ärger nichts mit dir zu tun hat

Aus meiner eigenen Erfahrung und auch dem Coaching weiß ich, dass wir uns meistens über uns selbst am meisten ärgern. Und dann ärgern wir uns darüber, dass wir uns ärgern und für schlechte Stimmung sorgen. Ein Teufelskreis.

Mach dir also klar, dass der Ärger oder die Unruhe deines Mannes nichts mit dir zu tun hat.

Wenn du den Anlass kennst, dann weißt du es ja. Trotzdem kann da so ein kleines Gefühl der Machlosigkeit bleiben, weil du den geliebten Menschen nicht beruhigen kannst.

Mir hilft da der Satz:

Nicht mein Zirkus, nicht meine Affen.

Manche Dinge müssen wir eben allein durchturnen.

6. Sei einfach da

Wenn du das Gefühl hast, dass sich dein Mann beruhigt, wenn du da bist und du mit der seelischen Explosion umgehen kannst, dann bleib einfach still da.

Zeige, dass du zu ihm stehst und bereit bist ihn zu unterstützen, sobald er es zulassen kann.

7. Sorge gut für dich

Achte, was du brauchst, um ruhig zu bleiben und dich nicht hineinziehen zu lassen.

Das können Kleinigkeiten sein. Ein Glas Wasser oder ein geöffnetes Fenster für mehr Frischluft. Sorge für dich!

8. Vertrauen

Hab Vertrauen, dass dein Partner in der Lage ist, seine Themen selbst zu lösen und dass er auch wieder Kontakt zu dir aufnimmt. Diese Unruhe oder dieser Grant bedeutet nicht, dass die Liebe zwischen euch verloren gegangen ist. Sie bildet im Moment nur einen Mauer, so dass ihr sie vielleicht nicht sehen oder fühlen könnt.

Diesen Punkt erachte ich für ganz wichtig. Denn oft haben Paare im Sog des Alltags das Gefühl, dass die Liebe abhanden gekommen ist.

9. Lass ihm Zeit

Gib deinem Partner die Zeit, die er braucht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mein Mann nach einiger Zeit von sich aus erzählt, was ihn beschäftigt hat oder warum er sich so unendlich geärgert hat. Meisten ist diese Kleinigkeit ja nur der Auslöser, die Ursache liegt woanders.

Mein Mann gehört zu den Menschen, die zuerst mit sich selbst im Reinen sein müssen, bevor sie kommunizieren. Vielleicht ist das bei deinem Partner genauso. Das heißt aber auch, dass du durch bohrende Fragen die Unruhe nur vergrößern wirst.

10. Redet in Ruhe

Nehmt euch Zeit alles zu besprechen – falls es etwas zu besprechen gibt – wenn sich die Lage wieder entspannt hat. Manchmal ist der Ärger wirklich nur einer Kleinigkeit geschuldet und wenn die behoben ist, ist alles vorüber. Das ist so bei jedem Ärger, der mit handwerklichen Tätigkeiten zu tun hat. Ist eine passende Lösung gefunden, ist auch der Ärger vorbei.

Und deine Lösungsansätze?

Nachdem dieses Thema viele Frauen beschäftigt, gibt es sicher auch ganz viele Lösungsansätze. Je nach Charakter und Temperament werden auch andere Wege zum Ziel führen.

Ich bin neugierig, welche Strategien du für dich entwickelt hast. Teil sie uns doch in den Kommentaren mit. So sorgen wir gemeinsam dafür, dass Gelassenheit und Ausgeglichenheit in den Familienalltag einzieht.

Du wünscht dir Unterstützung?

Dann nimm die Möglichkeit des kostenfreien, 30-minütigen Kennenlern-Gespräches in Anspruch. Du schilderst mir deine Herausforderung und ich zeige dir einen Lösungsweg.

Bleib gelassen!

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