24 Ideen Zeit zu schenken

24 Wege Zeit zu schenken

(Dieser Artikel wurde erstmals im Dezember 2016 veröffentlicht und 2020 überarbeitet und angepasst.)

Anstelle eines Adventkalenders – 24 Ideen Zeit zu schenken

Jetzt schießen sie aus dem Boden, wie die Schwammerl – die Adventkalender. Nicht nur offline gefüllt mit Schoko oder Spielzeug, sondern auch online. Ich mache heuer keinen Adventkalender. Dieses spezielle Jahr hat uns allen so viel abverlangt, dass ich dich gerne ermutigen möchte ungewöhnliche Wege zu gehen und genau das zu tun, was für euch richtig ist.

Für dich habe ich mir trotzdem etwas ausgedacht. Der Advent sollte ja die stillste Zeit im Jahr sein. Eine Zeit der Besinnung und des Rückzugs. Zeit, um das Jahr abzuschließen und sich auf das Weihnachtsfest vorzubereiten. Leider sieht es oft ganz anders aus. Vor allem für Familien.

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Lagerkoller

Warum dich der Lagerkoller in diesem zweiten Lockdown schneller und härter treffen kann

Man sollte meinen beim zweiten Mal wird es leichter!

Wir sind alle schon Lockdown erprobt und wissen wie wir uns und unseren Familien das Leben zu Hause angenehm und gemütlich machen.
Die Schulen sollten auch dazu gelernt haben und die Sache mit dem distance Learning sollte sich eingespielt haben.

Warum der Lagerkoller beim 2. Lockdown härter und schneller zuschlägt

Soweit die Theorie!

Die Praxis hinkt aus verschiedenen Gründen hinterher. Nach dem durchschlagenden Erfolg des ersten Lockdowns glaubten viele – auch Fachleute – schon, das schlimmste sei überstanden. Über Vorsorgemaßnahmen für einen zweiten Lockdown wurde zu wenig nachgedacht. Es gibt Schulen, die haben den Anschluss an das distance learning großartig geschafft. Andere hinken hoffnungslos hinterher. Viele Schülerinnen und Schüler werden weitgehend bei der Erarbeitung des Stoffes allein gelassen. Sie bekommen Arbeitsaufträge und Hausübungen. Das ersetzt aber keinen Unterricht. Distance Learning geht anders.

Es bleibt also wieder viel an den Eltern – beziehungsweise an den Müttern hängen

Und da zeigt sich jetzt, dass der Teufel im Detail steckt. Denn ja, beim ersten Lockdown haben alle dazugelernt. Für viele Dinge, die damals noch schwierig waren, gibt es jetzt Routinen. Aber es zeigt sich auch, dass die Erholungszeit zwischen den Lockdown für viele Menschen viel zu kurz war. Urlaub war nur sehr eingeschränkt möglich und es gibt eben Menschen, die das Meer, die Freunde, das unbeschwerte Leben vermissen.

Auch in unserer Familie haben wir schon festgestellt: Introvertierte tun sich heuer um Vieles leichter, als extrovertierte Typen, die ihre Energie aus Kontakten, geselligen Zusammenkünften und Interaktion ziehen.

Diese Fallen führen noch schneller in den Lagerkoller

Genau das ist ein wunderbares Entwicklungsfeld für den Lagerkoller. Ich denke sogar, dass er sich in manchen Familien viel früher einstellen wird, als im Frühjahr.

Die Disziplinfalle

Die Menschen sind generell müde, verunsichert und haben es satt alles zurückzustellen. Gleichzeitig wissen sie, dass genau das notwendig ist. Das geht nur mit Disziplin. Wir alle haben aber nur ein gewisses Disziplinbudget zur Verfügung. Die Disziplin, die für die Einhaltung der Maßnahmen aufgewendet wird, steht für andere Dinge nicht zur Verfügung. Somit wird der Alltag unheimlich anstrengend.

Die trübe-Tage Falle

Im Gegensatz zum Frühjahr, das uns ja in Österreich mit einem Traumwetter unterstützt hat, sind die Tage jetzt grau und trüb. Das schlägt sich zusätzlich auf die Stimmung. Viele Menschen reagieren mit ihrer Stimmung auf die Anzahl der Tageslichtstunden und das Blau des Himmels. Die sind jetzt arm dran und rutschen umso schneller in die Unlust und in den Frust.

Die „wir können das schon“-Falle

Genau das, was ein Vorteil sein könnte, kann auch ins Gegenteil umschlagen. Denn wenn es im ersten Lockdown halbwegs gut geklappt hat, wirst du mit der Erwartungshaltung in den zweiten Lockdown gegangen sein. Doch es ist eben alles anders. Vielleicht sind deine Kinder in der Zwischenzeit an einer anderen Schule und die Anforderungen steigen. Vielleicht bist du einfach nur müde. Und dann kann dieses „Aber beim letzten Mal ging es doch auch ganz gut.“ Ganz schnell zum Frusterlebnis werden.

Die Entmutigungsfalle

Während beim ersten Mal noch die große Zuversicht herrschte ist jetzt den meisten Menschen klar: Wir haben es noch lange nicht überstanden. Es kann gut sein, dass wir noch einen weiteren Lockdown durchmachen müssen, bis diese Krankheit durch eine Impfung eingedämmt werden kann. Dieses Wissen macht müde und entmutigt. Dadurch sind wir alle viel anfälliger für den berühmten Lagerkoller.

Außerdem steht Weihnachten vor der Tür und die Unsicherheit welche Bestimmungen in den nächsten Wochen herrschen werden ist für viele sehr unangenehm. Sie können nicht planen.

Fazit

Sei nicht verwundert, wenn der Lagerkoller diesmal schneller auftritt. Du hast nichts falsch gemacht. Es ist einfach nur so, dass viele Menschen – vielleicht auch du – schon erschöpft sind.

Nächste Woche gebe ich dir ein paar Tipps, wie du dem Lagerkoller entgegenwirken kannst.

Bleib gelassen und gesund,

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Emotionen

7 Möglichkeiten Wut abzubauen, wenn dein Kind dich in den Wahnsinn treibt

Die meisten Mütter kennen die Situation: Das Kind fordert Aufmerksamkeit und dabei wäre so viel zu erledigen.

7 Möglichkeiten Wut abzubauen für Mütter, Wut abbauen, wenn dein Kind dich nervt

Wie reagierst du als Mama?

Lässt du alles liegen und stehen und kümmerst dich um dein Kind?
Falls du das machst: Gelingt es dir zu 100 % bei der Sache zu sein oder schiebst du verträumt Autos hin und her und gehst dabei im Geiste die Einkaufsliste durch?

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Rollenklarheit

Rollenklarheit

Rollenklarheit ist ein ziemlich abstrakter Begriff und er ist sehr vielschichtig. Er wird sowohl im beruflichen, als auch im privaten Kontext verwendet. Ich möchte heute mit dir klären, warum Rollenklarheit als Frau und Mutter so wichtig ist.

Was sind Rollen?

Der Begriff Rolle stammt ursprünglich aus dem Theater. Später wurde dieser Begriff – weil er so passend war- von der Soziologie und Sozialpsychologie entlehnt.
Laut Ralph Linton fasst die soziale Rolle die Gesamtheit der zugeschriebenen Modelle dar, die mit einem Status (Mutter, Vorgesetze, Ärztin, Priester, Chefin etc.) verbunden werden. Dazu gehören Erwartungen, Werte, Handlungsmuster, Verhaltensweisen …

Warum Rollenklarheit als Frau und Mutter so wichtig ist

Wie ein Schauspieler muss sich ein sozialer Akteur seinen Rollen gemäß verhalten. Sonst ist seine Umwelt irritiert.

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Aufgabenliste, mental-load-falle

Warum du deine Aufgaben sammeln und in einer Aufgabenliste aufschreiben solltest

Kennst du den Begriff mental-load-Falle, oder mentale Last?


Dieser Begriff fasst all die Anforderungen zusammen, die Menschen so müde machen, dass sie fast zusammenbrechen. Es sind nämlich nicht nur die Dinge, die wir tun, die uns ermüden, sondern auch jene, an die wir denken. Das führt zu Überforderung.

Die Summe der Anforderungen ist der Grund für die mentale Last

Aufgabenliste, mental-load-falle, Frau schreibt in Kalender

Schon immer war es so, dass all die Tätigkeiten, die Frauen stillschweigend verrichtet und im Hintergrund organisiert und bedacht haben, nicht aufgefallen sind.

Das bisschen Haushalt, fällt doch gar nicht auf ..

sang schon Johanna von Koczian in den Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts.

Frauen sind vielfältigen Anforderungen ausgesetzt. Die Aufgaben sind mehr geworden. Sie sind schneller zu erledigen. Oftmals passieren sie parallel.
Wie viele das sind, dessen sind sie sich nicht einmal selbst bewusst. So viele Tätigkeiten sind ihnen schon selbstverständlich geworden. Sie gehören zum Alltag und werden nicht beachtet.

Du hast alles im Kopf?

Das glaube ich dir. Aber ob das so gut für dich ist, ist eine andere Frage.
Außerdem kann deine Familie nicht in deinen Kopf hineinschauen. Sie kann sich dieses Kopfes nur bedienen.

Deine Familie kann in deinen Kopf nicht hineinschauen. Sie kann sich dieses Kopfes nur bedienen. – Und laufend Fragen stellen. Klick um zu Tweeten

„Hast du xy gesehen?“
„Wann treffen wir uns mit den Meiers?“

Und schon hast du die Antwort parat.

Bei uns im Haus gibt es einen Spruch:

Wenn Mama nicht weiß, wo es ist, dann ist es wirklich verloren.

Einfach, weil ich mit offenen Augen und aufmerksam durch die Wohnung gehe und ständig alles im Blick habe. Genau hier liegt die mental-load-Falle.

Genau deshalb plädiere ich dafür sich einmal die Zeit zu nehmen um alle Aufgaben zu sammeln und aufzuschreiben. Wichtig ist, dass du große Aufgaben auch aufteilst in all die kleinen Dinge, an die du denken musst und die du so nebenher erledigst. Mach also nicht einfach eine To-Do-Liste, sondern berücksichtige alles, was mit den To-Does einher geht.

Also nicht nur: Lukas fährt auf Schikurs.
Sondern: E-card und Impfpass zurechtlegen, Schibindung kontrollieren lassen, überprüfen ob die Schischuhe noch passen, Helm überprüfen, Koffer aus dem Keller holen, Sonnencreme nachkaufen, Schwimmsachen bereitlegen, 2 Tage vorher Wäsche waschen, packen, im Büro Bescheid sagen, dass du am Tag der Abfahrt eine Stunde später kommst …

Vielleicht fragst du dich jetzt, was das bringen soll. – Nun, ich nenne dir ein paar gute Gründe.

Überblick verschaffen

Du verschaffst dir einen Überblick über all die vielfältigen Aufgaben und packe sie in deine Aufgabenliste. Du wirst merken, wie viel du scheinbar nebenher erledigst.

Du erkennst selbst, was du leistest

Du wirst merken, wie viel du schaffst und möglicherweise bist du zum ersten Mal so richtig stolz.

Denn viele Frauen fragen sich oft am Ende des Tages, wieso sie eigentlich so müde sind. Gefühlt haben sie gar nichts geschafft.

Meistens ist es viel mehr als du vermutest. Manchen Frauen wird sehr schnell klar, dass sie sich aus guten Grund überlastet fühlen und nicht zickig, wehleidig oder nicht belastbar sind. Im Gegenteil sie staunen auf einmal verwundert, warum sie nicht schon viel früher schlapp gemacht haben.

Der Vergleich macht sicher

Sofern du nicht Alleinerziehend bist, ist es sinnvoll, wenn dein Partner oder deine Partnerin auch eine solche Aufgabenliste machen.

Viele Frauen berichten mir immer wieder, dass ihnen – und auch dem anderen Elternteil – erst bei dieser Übung klar wird, welches Ungleichgewicht besteht.
Denn gerade hilfsbereite Männer sind oft überrascht. Ihr Argument „Aber ich mache doch alles, was du mir sagst.“, zählt plötzlich nicht mehr. Sie sehen, an wie vieles noch zu denken ist, das sie gar nie bemerken.

Aufteilen kann man nur, was aufgeschrieben ist

Je genauer du deine Tätigkeitsliste machst, desto besser kann sie nachher als Grundlage für eine bessere Arbeitsaufteilung dienen. Die Liste wird bei den meisten Frauen und Müttern schier endlos.

Das hat drei Effekte

  1. Sie macht Aufgaben sichtbar, über die sonst nie gesprochen wird.
  2. Sie rüttelt auf. Denn der andere Elternteil erkennt plötzlich: „Ich wusste gar nicht, was du alles machst.“
  3. Einmal aufgeschrieben ist in vielen Fällen auch aus dem Kopf und das ist wichtig.

Das Gehirn hat ein paar Eigenheiten

Unser Gehirn ist ein wunderbares Organ. Es kann ganz vieles. Leider hat es auch eine nicht so tolle Eigenschaft. Wenn du an eine Sache denkst, dann empfindest du sie als genau so anstrengend, wie wenn du sie tatsächlich tust. – Und genau diese Eigenschaft kommt bei der mental-load-Falle zum Tragen!

Wenn du also fünf Mal am Tag daran denkst, dass du die Betten noch überziehen willst, wenn du nach Hause kommst, dann ist es für dein Gehirn und deinen Empfinden so, als hättest du es tatsächlich fünf Mal gemacht.

Wenn du es auf eine Liste schreibst, dann kannst du sicher sein, nichts zu vergessen und brauchst dich erst damit zu befassen, wenn dafür Zeit ist.

Die Liste entlastet also buchstäblich auch körperlich.

Die Liste hilft beim Delegieren

Wenn du genau weißt, welche Aufgaben anstehen, dann kannst du sie auch besser auslagern. Denn ehrlich: Meistens scheitert das Delegieren daran, dass dir keine passende Aufgabe einfällt, wenn jemand seine Hilfe anbietet. Oder du denkst dir: „Bevor ich es jetzt lange erkläre, mache ich es lieber selbst. Das geht schneller!“ – Solche Gedanken kennst du, oder?

Wenn du genau weißt, welche Aufgaben anstehen, dann kannst du sie auch besser auslagern. Klick um zu Tweeten

Die Liste hilft anderen selbständig für deine Entlastung zu sorgen

Wenn es eine Liste gibt, kann dein Partner oder deine Partnerin oder auch deine lesenden Kinder täglich darauf schauen und Aufgaben übernehmen und auch kennzeichnen. So weißt du genau worum du dich nicht kümmern musst.

Wer denkt dran? Versus Wer setzt es um?

Geholfen ist dir nur, wenn die Person die eine Aufgabe übernimmt auch die Verantwortung trägt und selbständig dran denkt. Denn sonst trägst du wieder die mentale Last. Die anderen lassen sich zwar bereitwillig einteilen, aber denken und koordinieren musst du. Das entlastet dich nicht.

In welcher Regelmäßigkeit fallen die Aufgaben an

Falls beide Partner eine Liste machen, ist es entscheidend, dass ihr achtet, wie oft die Aufgaben anfallen. Denn es gibt Aufgaben, die nur wöchentlich oder quartalsweise anfallen. Andere müssen täglich gemacht werden. Es ist also ein Unterschied ob ich den Rasen mähe, oder für Waschmaschine und Geschirrspüler verantwortlich bin. Schaut also nicht nur wie viele Punkte ihr auf eurer Liste habt, sondern wie oft sie erledigt werden müssen.

Die Not-to-do-Liste

Vielleicht fallen dir in diesem Zusammenhang auch Dinge auf, die gar nicht so wichtig sind. Diese kannst du ganz von deiner Liste streichen oder auch auslagern.

Seid also in dieser Hinsicht genau und kleinteilig!

Glaubst du immer noch, es sei Luxus, sich die Zeit nehmen, um so eine Liste zu machen?
Oder hast du Blut geleckt und wirst jetzt einmal eine Woche mitschreiben, um einen noch besseren Überblick zu haben?

Vielleicht willst du es einmal mit einer solchen Liste versuchen.

Bleib gesund und gelassen!

Deine

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