Der_kleine_UnterschiedUnd es gibt ihn doch, den Unterschied ;-)

Ich kenne keinen Mann, der es als sein Privatvergüngen ansieht, wenn er den Rasen mäht, oder das Auto wäscht. (Ich bleibe hier absichtlich bei Plattitüden :-) )
Auch wenn es ihm Spaß macht, ist er sich doch bewusst, dass er etwas erledigt hat.
Ebenso kenne ich wenige Männer, die sich Gedanken machen, wie es den anderen Familienmitgliedern geht, wenn sie nach der Arbeit noch trainieren gehen. Oder ob der Sohn vorher eventuell noch schnell zum Fußballtraining gebracht werden sollte. Das Training ist einfach Teil ihres Tagesablaufs. Punkt. Da lassen diese Männer nichts dazwischentreten.

Ich kenne allerdings viele Frauen, die sich überlegen, ob alle gut versorgt sind und ob eventuell noch jemand einen Taxidienst benötigt, bevor sie selbst zum Arzt (!) gehen.

Frauen, die auf einen Kuraufenthalt fahren

  • kochen für 3 Wochen vor
  • schreiben seitenlange Listen, damit keiner etwas vergisst
  • legen fest, welche Freundin wann welches Kind zur Klavierstunde, zum Training, etc. bringt
  • heften Zettel mit Notfallnummern auf den Kühlschrank

Männer packen ihren Koffer und fahren auf Dienstreise. Weg sind sie. Zu Hause wird schon alles weiterlaufen.

Natürlich, jetzt kannst du einwenden, dass das einfach so abgesprochen ist. Ist es nicht trotzdem eigenartig?
Ich finde es wäre zu kurz gedacht, wenn wir das nur als Egoismus der Männer sehen würden. Vielleicht ist das einer der Gründe, warum Männer im Allgemeinen beruflich schneller erfolgreich sind. Sie konzentrieren sich auf das, was sie tun.

Ein Schlüsselerlebnis

Könnten wir Frauen davon nicht etwas lernen? Normalerweise ist es so, dass erst dann jemand eine Aufgabe übernimmt, wenn er eine Notwendigkeit dafür sieht. Wenn also die Hausfrau und Mutter sich um alles kümmert, wieso soll dann jemand anderer aktiv werden? Nehmen wir den Familienmitgliedern vielleicht sogar die Chance etwas dazuzulernen, wenn wir so proaktiv alle Aufgaben an uns reißen?

Ich hatte ein Schlüsselerlebnis mit meinen Kindern. Mein Mann war nicht zu Hause, ich war in Wien unterwegs und es war Winter. Aus diesem Grund hatte ich meine Kinder auch in der früh gebeten darauf zu achten, dass die Gehsteige geräumt sind. Am Abend kam ich nach Hause um festzustellen, dass der Gehsteig nicht geräumt war.
Mein erster Weg führte ins Vorzimmer und mit Kommandostimme rief ich: „Schneeräumen. Jetzt!“ – und sofort trabten meine beiden herunter, um mir beim Schnee räumen zu helfen.

Als wir fertig waren hielt ich ihnen einen Vortrag über Verantwortung und Selbständigkeit und schloss mit der Frage: „Ich weiß genau, dass ihr das alles könnt, wenn ich mal eine Woche weg bin, funtkioniert es doch auch. Ihr seid alt genug, dass ihr schon allein wohnen könntet. (O.K. das war etwas übertrieben ;-) ) Warum habt ihr euch nicht drum gekümmert?“
Die schlüssige Antwort meines Sohnes lautete: „Wir haben gewusst, dass du kommst und dich wieder um alles kümmerst. Du bist ja hier.“

Genau das ist es: Wenn die Mutter im Haus ist, dann verlassen sich oft die selbständigsten Kinder darauf, dass es ein Back-up gibt. Ein kostenloses Erinnerungsservice!

Was kannst du daraus lernen?

Aufteilen_von_AufgabenWenn du eine Aufgabe abgibst, dann gib auch die Verantwortung dafür ab. Lebe damit, auch wenn du das Gefühl hast, du hättest diese Aufgabe besser oder routinierter erledigt. Jeder hat seine eigene Art, etwas zu erledigen und es gibt kein grundsätzliches richtig oder falsch. Zumindest nicht bei der Hausarbeit.
Meine Mutter hat z. B. das Bettzeug immer mit der rechten Seite nach außen zusammengelegt, meine Schwiegermutter macht es andersrum. Ich fand das anfänglich unordentlich. Diese Methode hat aber einen riesigen Vorteil: Wenn du mit den Händen in den Bettüberzug greifst kannst du die Ecken der Decke nehmen und den Überzug einfach drüberstülpen. Das ist wirklich praktisch. Seitdem ich den Nutzen erknnt habe, mache ich es auch so.

Erledigt jemand eine Aufgabe anders als du, dann überleg dir zuerst, wo der Nutzen ist – und entscheide dann, ob du so weitermachen willst, wie bisher oder vielleicht die nue Variante probieren möchtest. Wenn diese Person diese Aufgabe übernommen hat, dann lass sie einfach machen, wie sie will. Solange das Ergebnis stimmt.

Eventuell könnten wir Frauen ja auch von dem Männern lernen. Wir müssen deshalb nicht gleich männlich auftreten oder rüpelhaft sein. In vielen Fällen reicht es schon, wenn wir uns weniger Sorgen machen. Wir müssen nicht alle Eventualitäten für die anderen bedenken. Wir dürfen darauf vertrauen, dass auch die anderen in der Lage sind Probleme zu lösen.

In diesem Sinne wünsche ich dir eine schöne Woche! Ich bin diese Woche Co-Trainerin bei der Hypnosetrainer-Ausbildung und komme jeden Abend erst um ca. 19:00 Uhr nach Hause, danach habe ich noch Vorbereitungen zu machen und das Tagesgeschäft will auch erledigt werden. Für Hausarbeit bleibt also keine Zeit, das müssen diese Woche die anderen machen! Jeder hat seine aufgaben und wird sie neben Schule, Studium und Arbeit erledigen … und ich übe mich im Liegenlassen :-)

Wie geht es dir? Gibst du mit der Arbeit auch die Verantwortung ab?
Oder unterliegst du dem Kontrollwahn?

 

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Familien-Haushaltseinsatz

Am Samstag gab es bei uns wieder einmal einen Familien-Haushaltseinsatz

Familien-HaushaltseinsatzNachdem unsere Kinder bereits 16 und 19 Jahre alt sind, haben auch die beiden schon jede Menge Termine.
Jeder von uns hat laufende Aufgaben, die er unter der Woche erfüllt, wenn Zeit dafür ist. Diese Aufgaben haben wir gemeinschaftlich festgelegt und verteilt.

 

 

  • Ich bin z. B. für das Frühstück und das Kochen zuständig. Auch die Einkäufe erledige meist ich.
  • Unser Sohn entleert die Mistkübel und wäscht die Wäsche und mäht abwechselnd mit meinem Mann den Rasen.
  • Unsere Tochter räumt den Geschirrspüler aus, hängt die Wäsche auf und gießt abwechselnd mit mir die Blumen.
  • Mein Mann hält sich unter der Woche vornehm zurück und kümmert sich am Wochenende, dass die Wäsche gebügelt und zusammengelegt wird.

Dieses Wochenende standen einige außertourliche Arbeiten an. Die Sträucher mussten geschnitten werden. Die Kübelpflanzen warteten aufs einwintern. Der Rasen wollte seine herbstliche Düngung …
In diesem Fall ist für uns ein Familien-Haushaltseinsatz am leichtesten zu organisieren. Am Wochenende sind alle zu Hause und können sich ein paar Stunden für die anfallenden Arbeiten Zeit nehmen.

So haben wir am Samstag alle zusammen geholfen. Ich kümmerte mich um Einkauf, Küche, Kuchen backen, Tochter und Sohn flitzten vormittäglich mit offenen Augen durch das Haus, um alles an seinen Platz zu räumen, was offensichtlich im Weg stand, oder verwaist war.
Während dieser Zeit war mein Mann klettern. Am Nachmittag waren beide Kinder mit Freunden unterwegs, dafür kümmerten mein Mann und ich uns um den Garten und erledigten die anfallenden Arbeiten. Für mich hat das dem Bonus, dass ich an der frischen Luft arbeiten darf ;-)

Am Sonntag folgte dann die Belohnung:

Unsere Tochter machte mit Freunden einen Ausflug. Nachdem wir sie zum vereinbarten Treffpunkt gebracht hatten, gingen Mann, Sohn und ich frühstücken. Unseren Sohn brachten wir dann nach Hause, da er eigene Pläne hatte. Mein Mann und ich fuhren noch auf die Hohe Wand und machten eine Wanderung. Der größte Genuss für mich war es, dass wir uns bei unserer mittäglichen Rast auf einer Wiese in die Sonne legten. Es war einfach traumhaft schön.

Familien-Haushaltseinsätze sind meiner Ansicht nach am besten für Arbeiten geeignet, die saisonal anfallen. Es kann durchaus vorkommen, dass die Personen, so wie in meinem Beispiel leicht versetzt arbeiten. Am besten sind sie ergänzend zu anderen Delegationssystemen zu verwenden.
Besonders motivierend finde ich es, wenn sich nach so einem Familien-Haushaltseinsatz alle gemeinsam eine Belohnung gönnen.
Bei uns funktioniert das unter anderem deshalb so gut, da unsere Kinder von klein auf in die Hausarbeit miteinbezogen wurden.

Wenn du an weiteren Tipps und Tricks interessiert bist, wie du deine Familie dazu motivieren kannst, bei der Hausarbeit mitzuhelfen, dann ist der Online-Workshop „Hotel Mama schließt“, den ich vom 10. bis zum 21.11.2014 gemeinsam mit Birgit Geistbeck halte, genau richtig für dich.

Hast du Erfahrung mit dem Familien-Haushaltseinsatz?
Wie haltet ihr das mit der Arbeitsaufteilung?

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Von To-Do zu Done

Dieser Artikel stammt aus dem Jahr 2014 und ich habe lange überlegt, ob ich ihn löschen soll. Mein Schreibstil hat sich in den letzten Jahren verändert und auch meine Coaching-Kompetenz hat sich weiter entwickelt. Aber dann ist mir aufgefallen, dass dieser Artikel für etwas steht. Er zeigt, wie viele Jahre ich mich schon mit dem Thema mental-load befasse. Er zeigt, wie sehr ich damals schon bemüht war, Frauen einen Weg aus dieser Falle heraus zu zeigen.

Angelikas Projekt

Angelika war gerade eine Woche auf Urlaub. Während dieser Woche hat sich einiges an Arbeit aufgestaut. Daher macht sie sich gleich am morgen des ersten Arbeitstages eine To-do Liste. Sie macht sich daran, diese Liste abzuarbeiten und es läuft gut.

Von to-do zu done


In zwei Wochen ist die Präsentation eines wichtigen Projektes. Wenn diese Präsentation erfolgreich verläuft, dann wird Angelika einen großen Auftrag erhalten, der sie für einige Zeit beschäftigen wird. Natürlich setzt sie alles daran, so gut als möglich vorbereitet zu sein.

Vielleicht kennst du ja solche Situationen ja aus deinem eigenen Leben.

Nur das Leben lässt sich nicht immer planen. Das erfährt auch Angelika. Ihre Tochter wird krank. Sie ist noch klein und Angelika muss zusätzliche Kinderbetreuung organiseren.
Dann geht auch noch die Heizung ein! Außerdem ist die kleine Firma, die sie immer die Materialien für die Präsentationsmodelle beliefert in Lieferverzug. Jetzt muss sie sich noch schleunigst um Ersatz bemühen.

All das führt dazu, dass sie den ganzen Tag arbeitet. Sie erledigt auch viele Dinge. Trotzdem hat sie am Abend ein schlechtes Gefühl, denn ihre To-do Liste wird nicht kürzer. Sie kann kaum Punkte streichen.

Von To-Do

To-do-Listen sind eine großartige Sache. Sie unterstützen dich dabei, deine Termine einzuhalten. Sie helfen dir, dich zu strukturieren und an alles zu denken.

Es gibt Situationen, da machen To-do-Listen vor allem folgendes: Sie setzen unter Druck.
Nicht bei jedem. Das kommt immer auf deine Persönlichkeit an.
Bei Menschen wie Angelika ist es so, dass sie abends das Gefühl haben, sie hätten nichts geleistet. Gleichzeitig spüren sie aber sehr deutlich, dass sie den ganzen Tag geackert und organisert haben. Nur das Erfolgserlebnis bleibt aus. Die To-do-Liste wird nicht kürzer. Was bleibt ist Frust: Ich habe heute wieder nichts oder viel zu wenig geschafft. Dieser Frust hemmt dich. Er raubt dir nicht nur für diesen Tag die Energie, er gibt dir zusätzlich noch das Gefühl, dass du zu langsam bist und deinen Anforderungen ohnehin nicht nachkommen kannst. Wenn du den Frust in den nächsten Tag mitnimmst, dann kann es sein, dass du weniger schaffst, als üblich. Einfach, weil dein Energielevel dadurch beeinflusst wird.

zur Done-Liste

In solch stressigen Zeiten, die oft geprägt sind von unvorhergesehenen Ereignissen, hilft es abends Revue passieren zu lassen: „Was habe ich geschafft?“ und das dann auf eine Done-Liste zu setzen.
Auf dieser Liste ssteht dann auch:

  • Mutter, Schwiegermutter und Freundin angerufen, ob sie sich um das Kind kümmern können
  • Heizungstechniker angefordert
  • jemanden organisiert, der zu Hause ist, während der Heizungstechniker kommt
  • im Internet nach alternativen zum bisherigen Lieferanten recherchiert
  • Angebote eingeholt und Liefertermine erfragt
  • neue Firma gleich beauftragt

Wenn du dir dann alle diese Positionen ansiehst und dann noch die dazu nimmst, die du an diesem Tag von deiner To-do-Liste streichen konntest, dann siehst du, dass du eine Menge erledigt hast. Der Frust wird dann gleich kleiner, denn du erkennst: Viel mehr wäre an diesem Tag nicht zu schaffen gewesen. Es versöhnt dich mit dir selbst und du gehst voll Energie in den nächsten Tag.

Fazit

Traumberuf gesucht

Ist es sinnvoll, in solch stressigen Zeiten auf To-do-Listen zu verzichten?

Das kommt auf deine Persönlichkeit an. Ich halte es gerade in stressigen Zeiten für extrem wertvoll To-do-Listen zu führen.
Ich halte mich allerdings an den Grundsatz: Dringendes und wichtiges zuerst! So kann ich gewährleisten, dass alle kurfristigen Arbeiten und Projekte erledigt sind.
Ich weiß allerdings auch, dass ich nichts vergessen kann. Es ist gesichert, dass mir in der Hektik nichts durchrutscht. Mein Zugeständnis an mich selbst ist es, dass ich nur einmal täglich auf die To-do-Liste schaue, um sicherzugehen, dass ich nichts wichtiges vergesse. Das Wichtige wird sofort erledigt. Am besten gleich in der Früh. Dann setze ich mich mit meiner Liste nicht mehr auseinander, da es mich zu sehr unter Druck setzt.
Allerdings plane ich auch immer Pufferzeiten ein, in denen es mir dann gelingt, meine Listen gut abzuarbeiten. Strengstenfalls opfere ich dafür auch mal eine Tag meines Wochenendes. Denn dann kann ich unbeschwert in die nächste Woche gehen :-)

Wie geht es dir mit To-do-Listen?
Hast du dich schon mal davon unter Druck gesetzt gefühlt?

Ich freue mich, wenn du deine Erfahrungen in den Kommentaren mitteilst.

Bleib gesund und gelassen!

Deine

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Weihnachtsvorbereitungen

Dieser Artikel wurde im Dezember 2013 geschrieben und im dezember 2020 überarbeitet.

Weihnachtsvorbereitungen

Kennt ihr das? Ihr trefft Freunde im Oktober, November oder Dezember und sie sagen: „Wir müssen uns heuer noch unbedingt mal sehen.“
Nur das Jahr hat nicht mehr so viele freie Tage und Stunden, wie Freunde und Bekannte zu treffen wären. Jetzt ist es ja nicht so, dass man diese Menschen nicht sehen will. Aber oft bekommt man beim besten Willen nicht alles unter. Dann drängt und schiebt sich alles bis zum Jahreswechsel, weil der Advent ja so gemütlich ist. In Wirklichkeit hetzen wir vom Kaffeeklatsch mit der Freundin zum Abendessen mit den Bürokollegen oder zum Punschen mit den Ex-Kollegen.

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