Das Lebenskräfte-Modell und der Caduceus
Das Lebenskräfte-Modell und der Caduceus

Das Lebenskräfte-Modell repräsentiert die 5 Ebenen der menschlichen Natur und ihre Kräfte. Die Evolutionsgeschichte, der Weltbau, findet sich in diesem Modell wieder.

Wie hat sich die Welt entwickelt?

Energie – Materie – Pflanzen – Tiere- Mensch

Selbstverständlich stellt dieses System nicht die einzige, allein seligmachende Wahrheit dar. Es ist ein Konstrukt, das uns hilft, uns selbst und unsere Umwelt besser zu verstehen. Es unterstützt uns dabei, unsere Ressourcen zu entdecken und unser Potential zu entfalten.


Die materielle Kraft

Energie manifestiert sich in Form von Materie. Das ist die Substanz, aus der wir und die Welt um uns herum bestehen.

Das Lebenskräftemodell-die materielle Kraft

Der Mensch hat sich diese Elemente – die Erde und ihre Produkte – nutzbar gemacht und ihnen Bedeutung und Wert gegeben. Dadurch gestatten wir aber materiellen Dingen auch Macht über uns zu gewinnen (Auto, Geld, Haus, etc.). Trotzdem kommt auch unsere spirituelle Grundlage von der Erde.  Aus der Materie macht der Mensch sowohl Kunst als auch Werkzeuge die ihm nützlich sind.

Materie ist aber auch der Ursprung unserer äußerden Form, unseres Erscheinungsbildes. Der Boden ist also auch eine Metapher für die Herkunft unseres Körpers, für unser Erbgut und unsere Eigenschaften. Es ist das Fundament, auf dem wir ruhen. Durch diesen Vergleich erkennen wir aber auch, wie die positiven und negativen Aspekte unseres familiären Erbes auf uns wirken. Sie sind der Boden, auf dem wir gedeihen. Hier ruht unser ganzes Potential und die Anlagen unseres Seins.

Körperliche Entsprechung der materiellen Ebene

Diesem Bereich entspricht auf der körperlichen Ebene die DNS aber auch der Beckenboden mit den Sexualorganen, die lokalen Reflexe und das Reptiliengehirn.

Auf dieser Ebene bemerken wir absichtslos. Unsere Aufmersamkeitist entweder an oder ab. Wir können uns das vorstellen wie das einfachste Binärsystem 0 und 1. Manchmal ist die Aufmerksamkeit eben auf 0. Diese Bereiche liegen dann im Dunkeln. Es sind entweder unsere sogenannten blinden Flecke (vgl. Johari-Fenster) oder aber auch Bereiche, die gänzlich im Unbewussten liegen.

Die pflanzliche Kraft

Die pflanzliche Welt repräsentiert unsere Wahrnehmung und unsere Gefühlswelt.
Eine Pflanze nimmt Nährstoffe aus dem Boden auf und gibt CO2 an die umgebende Luft ab. Das kommt schon einer Art Verdauungsprozess gleich. Der Boden verändert sich durch Assimilation und Dissimilation der Pflanze.
Die Zeit rinnt für eine Pflanze bereits deutlich schneller als für Materie in Form von Fels oder Stein. Trotzdem ist der Rhytmus einer Pflanze eher langsam, aber andauernd. Eine Pflanze ist standortgebunden und kann auf ungünstige Bedingungen nicht schnell reagieren. Allerdings haben einige Pflanzen Anpassungsmechanismen entwickelt, die einer – horizontalen – Fortbewegung ähneln. Ebenso neigen Pflanzen dazu, langfristig jeden Lebensraum zurückzuerobern. Denk nur an die alten Ruinen der Maya oder in Angkor im Vientnam.

pflanzliche Welt

Körperliche Entsprechung der pflanzlichen Ebene

Die Pflanze entspricht im körperlichen Bereich dem Verdauungssstem, aber auch dem sympathischen und parasympathischen Nervensystem. Allem, wodurch wir nähren und genährt werden. Dies stellt aber auch die beginnende Ausrichtung zwischen Himmel und Erde und die Ausrichtung zum Licht hin dar. Alles, was nährt, kann sich bei Missbrauch gegen uns wenden. So fallen auch sämtliche Süchte in das Königreich dieser Lebenskraft.

Auf dieser Ebene werden wir bestimmter Dinge gewahr. Wenn sie dich betreffen, dann kannst du sie aber noch nicht aktiv ändern. Bis zu einem gewissen Grad bist du den Umständen ausgeliefert. Genau wie die Pflanze. Wenn die klimatischen Verhältnisse nicht mehr passen, kann sie sich nicht einfach auf den Weg machen und sich eine andere, bessere Umgebung suchen. Sie kann sich aber – so gut sie es vermag – an die gegebenen Umstände anpassen.

Die tierische Kraft

Nun kommen wir zur tierischen Kraft. Es ist wohl der – in unserm Kulturkreis – am meisten missverstandene Bereich. Es ist die Kraft, die wir oft ablehnen und verleugnen. Dabei lassen wir aber außer Acht, dass die tierische Natur auch viele Ressourcen zur Verfügung stellt, die wir im alltäglichen Leben brauchen.

Das Tier besteht aus Materie und hat pflanzliche Kräfte in sich. Es nimmt teilweise pflanzliche Nahrung auf und kann durch seine Exkremente die Bodenzusammensetzung verändern. Somit kann es neues pflanzliches Leben ermöglichen und unterstützen.

Unser tierische Natur nennen wir auch Instinkt. Klar erkennbar wird das in der Konkurrenz oder in Grenzsituationen wie z. B. beim Autofahren, im Streit, beim Sport …
Wir würden der tierischen Natur aber Unrecht tun, wenn wir sie darauf reduzieren. Wir verdanken ihr unseren Mut, die Ausdauer, unsere Kraft und Stärke, aber  auch unseren Ehrgeiz.

Das Tier kann auf seine Wahrnehmungen reagieren und ist im Gegensatz zur Pflanze nicht an einen Standort gebunden. Sein Rhythmus ist wesentlich schneller als der der Pflanze und des Bodens.
Eigenschaften der tierischen Natur sind z. B.: Mut, Treue, Neugierde, Schnelligkeit, Bewegung und Sexualität.
Animalische Eigenschaften sind nicht von vornherein negativ. Das Tier als Teil der Schöpfung ist an sich unschuldig. Gerät es in uns außer Kontrolle, so ist dies auf ein Versagen unserer menschlichen Ebene zurückzuführen, die das Tier in uns nicht mehr kontrollieren kann und mit den zur Verfügung gestellten Kräften und Eigenschaften überfordert ist, bzw. nicht richtig umgeht.

Körperliche Entsprechung der tierischen Ebene

Körperlich entsprechen dem Tier das limbische System und das Riechhirn. Aber auch bestimmte Reflexe wie Nackenstell– oder Augenreflex. Natürlich auch die Organe des Brustraumes wie Herz und Lunge, denn sie sind maßgeblich an unserer Kraft und Ausdauer beteiligt.

Die menschliche Kraft

Unserem äußeren Erscheinungsbild nach sind wir alle Menschen. Wir sehen so aus, bewegen uns meist so – aber benehmen wir uns auch immer wie Menschen, das heißt human, menschlich? Manchmal werden unsere Handlungen und Gedanken von anderen Kräften bestimmt. Das merkt man dann auch ;-) . Das zu erkennen ist schon der erste Schritt wirklich Mensch zu werden. Denn ab diesem Augenblick kann ich gegensteuern. Ich kann danach trachten, dass meine menschliche Kraft wieder die Führung gewinnt und die anderen Kräfte im Zaum hält.

Das ist jene Kraft, die über die 3 vorher genannten (materielle Kraft, pflanzliche Kraft und tierische Kraft) reflektieren, d. h. nachdenken kann und sollte. Sie kann sich die dargebotenen Kräfte zunutze machen. Der Mensch kann sich selbst beobachten und hat daher die Wahl. Ein Tier kann das nicht; es reagiert auf den stärksten Reiz und ist in seiner Reaktion verhaftet.

Das Lebenskräfte-Model, die menschliche Kraft

Solange der Mensch die zur Verfügung stehenden Kräfte mit Bedacht einsetzt, kann er seiner Bestimmung folgen. Die 3 vorher genannten Kräfte sind dann dienstbar im besten Sinne des Wortes. Kann er das nicht, so gewinnt eine der anderen Kräfte die Oberhand und übernimmt für diesen Moment die Führung. Der Mensch ist also  bezüglich dieser bestimmten Situation dem Schicksal (scheinbar hilflos) ausgeliefert und fühlt sich getrieben.

Typisch menschliche Eigenschaften sind Verstand, Bewusstsein, Vorstellung, Beurteilung und Verurteilung, Grübeln, Zwispalt und die Beantwortung einer Situation. Aber auch Anerkennung gehört dazu!

Körperliche Entsprechung der menschlichen Ebene

Auf körperlicher Ebene entspricht dieser Welt das Großhirn.

Auf der menschlichen Ebene kann man eine dargebotene Situation beantworten und ist in der Lage gedanklich achtsam damit umzugehen.

Schicksal

  • von inneren und äußeren Einflüssen mitgerissen zu werden.
  • vom kollektiven Unbewussten und unerlösten Mustern der Vorfahren beeinflusst zu sein.

Bestimmung

  • der in Übereinstimmung mit seiner Natur und seinem eigenen Inneren handelt.
  • der mit seinen „Höheren Lebenskräften“ in Kontakt tritt und Dankbarkeit und Demut in seinen Handlungen zeigt.

Die noble Kraft

Die noble Kraft ist unser volles Potential. Sozusagen der göttliche Funke in uns. Die Inder nennen ihn Atman, im christlichen Raum sprechen wir von Seele, im hebräischen wäre es das Wort „ruach„.
Im Prinzip können wir es umschreiben mit „etwas das größer ist“.

Diese Kraft ist die wohl am schwersten erklärbare. Sie ist nur zu erfassen und zu erspüren

Die Brückenkräfte oder der Caduceus

Der Caduceus ist ein altes Heilsymbol. Er kommt in verschiedenen Kulturen vor. Daher gibt es auch ganz verschiedene Darstellungen. Die Prinzipien dieser Darstellungen sind aber immer gleich.

Der Caduceus symbolisiert aber auch die Brückenkräfte zwischen den Ebenen des Lebenskräfte-Modells.

Der Caduceus
Der Caduceus

Die Integrität

Der Caduceus - Integritaet

Das Wort Integrität leitet sich von den lateinischen Wörtern integritas (unbeschädigter, unverdorbener Zustand) und integrare (unbeschädigt, heil) her.
Davon leitet sich auch das Wort integer ab, was soviel wie unversehrt, unbefangen, unbescholten heißt.

Lt. Wikipedia ist „Persönliche Integrität ist die fortwährend aufrechterhaltene Übereinstimmung des persönlichen Wertesystems mit dem eigenen Handeln.“

Integrität in Bezug auf das Lebenskräfte-Modell

Das beschreibt ganz gut, was Integrität im Bezug auf das Lebenskräfte-System bedeutet. Wir verstehen darunter die Fähigkeit, uns selbst und anderen gegenüber treu und loyal zu sein. Nur wenn ich mir selbst gegenüber treu und loyal bin, kann ich auch anderen gegenüber ehrlich und aufrichtig sein.

Das Symbol für Integrität

Symbolisert wird die Integrität durch einen Stab.
Welch einfaches Symbol für einen komplexen und vielschichtigen Begriff!
Denn Integrität ist auch unser Rückgrat, das wir zeigen, wenn wir durchs Leben gehen. Auf Menschen mit Rückgrat kann man sich verlassen, ihnen kann man vertrauen. Das schafft Verbindung und gibt Halt. Diese Fähigkeit gibt uns Ausrichtung und stellt eine Art inneren Kompass dar.
Sie hilft uns ein Problem zu benennen und den Finger drauf zu legen.

Integrität bedeutet aber auch für sich und andere einzustehen und notfalls mal im übertragenen Sinn „auf den Tisch zu hauen“.

Im Lebenskräftesystem ist Integrität die Brücke zwischen der materiellen und der pflanzlichen Kraft. Sie ist – bildlich gesprochen – die Stütze, an dem die Pflanze nach oben wachsen kann, die sie unterstützt, in den Himmel zu wachsen.

Die Flexibilität

Ursprünglich bedeutet dieser Begriff nichts anderes als Biegsamkeit wird aber auch als Synonym für Anpassung verwendet. Weitere Bedeutungen ergeben sich aus der Verwendung zu den Gegenbegriffen Starrheit oder Leblosigkeit.

Flexibilität im Lebenskräfte-Modell

Dies umfasst schon ziemlich gut, wie der Begriff im Lebenskräfte-System verwendet wird. Wie auch die Integrität, ist die Flexibilität eine Brückenkraft.
D. h. eine Kraft, die eine Verbindung zwischen zwei der primären Lebenskräfte darstellt. Im Fall der Flexibilität ist es die Verbindung von der pflanzlichen Ebene zur tierischen Kraft.

Die Pflanze ist noch standortgebunden und muss sich mit verschiedenen Umweltbedingungen einfach abfinden. Sie kann nicht sagen: „Hier hab ich schlechte Bedingungen, ich mach mich jetzt auf den Weg und suche mir einen neuen Platz.“ :-)
Zumindest nicht so einfach. Die Pflanze ist dabei auf Hilfe angewiesen: vom Wind oder den Tieren, die die Samen vertragen und dafür sorgen, dass die nächste Generation andere – und möglicherweise bessere – Bedingungen vorfindet.

Beim Tier finden wir schon mehr von dieser Anpassungsfähigkeit, weil hier Bewegung ins Spiel kommt. Ein Tier ist in der Lage, seinen Standort zu wechseln, wenn die Bedingungen nicht stimmen. Auf dieser Ebene kommt Bewegung ins Leben!

Symbolische Darstellung der Flexibilität

Der Caduceus - Flexibilität
Bildquelle Nadja, Pixelio.de; http://www.pixelio.de/media/436594

Im Lebenskräftesystem wird diese Brückenkraft durch eine Schlange dargestellt.

Unsere Anpassungsfähigkeit kann sich in verschiedenen Lebenssituationen und auf mehreren Ebenen äußern.

  • Anpassung an äußere Umstände
  • Evolutionäre Anpassung
  • Einstellen der Sinnessystem an äußere Reize
  • Anpassung des Gehirns an äußere Reize
  • Anpassung im Sinne der Sozialisation

Wir sehen schon, diese Kraft ist wichtig für uns. Sie ermöglicht uns, Veränderungen einzuleiten, auf etwas im weitesten Sinne zu reagieren. – Und sie stellt den Gegenpol zur Integrität dar:

Wo uns die Integrität Ausrichtung gibt, zeigt uns die Flexibilität neue Wege.
Wo uns die Integrität fest auf einem Standpunkt verharren lässt, hilft uns die Flexibilität Neues anzunehmen.
Wo uns die Integrität auf unseren Meinungen beharren lässt, lässt es die Flexibilität zu, die Dinge auch Mal von einer anderen Seite zu betrachten.

Genau hier liegt aber auch oft das erste Fehlverständnis. Oft gelingt es uns nicht, diese beiden Kräfte auseinander zu halten. Wir sehen in ihnen oft zwei Seiten, derselben Medaille. Es ist aber jede für sich eine eigene Kraft, sie bedingen sich nicht einmal gegenseitig.

Die Reflexion

Das Wort Reflexion kommt aus dem Lateinischen reflexio was soviel heißt wie zurückbeugen.

Nach dem Duden versteht man darunter:

  • Das Zurückgeworfenwerden von Wellen und Strahlen bzw. die Spiegelung
  • Bildungsprachlich das Nachdenken, die Überlegung, die prüfende Betrachtung, die Erwägung

In der Philosophie wird dieser Begriff für die Tätigkeit des Nachdenkens und Überlegens verwendet.

Die Reflexion im Lebenskräfte-Modell

Im Lebenskräfte System stellt die Reflexion die Brückenkraft zwischen der tierischen Kraft und der menschlichen Kraft dar.

Genau dieses Nachdenken bzw. überlegen ist es, was es uns ermöglicht auf einen Reiz nicht nur zu reagieren wie ein Tier es tut, sondern diesen Reiz auch angemessen zu beantworten.

Wir sind in der Lage, geistig einen Schritt aus der Situation heraus zu machen, zu überlegen, unsere Eindrücke und Gefühle zu ordnen und zu überlegen, welche Handlung zum Wohl des Ganzen ist.

Das Symbol der Reflexion

Das Symbol für die Reflexion ist der Adler. Nicht nur im Lebenskräftesystem sondern auch in vielen Kulturen. Der Grund dafür ist folgender: Ein Adler ist in der Lage hoch in die Lüfte aufzusteigen und sich einen großen Überblick zu verschaffen. Er sieht dabei aber auch die kleine Maus, die er fangen möchte, um zu überleben. D. h.: Ein Adler ist fähig, sich einen Überblick zu verschaffen und die Aufmerksamkeit auch auf kleine Details zu richten.

Der Caduceus - Reflexion
Bildquelle Berggeist 007; www.pixelio.de

Diese Fähigkeit wünschen wir uns auch für unseren Verstand. Aber genau wie der Adler hat unser Verstand einen Nachteil: Hat er sich in etwas verkrallt, fällt es ihm sehr schwer loszulassen. Wir können uns geistig in unseren Problemen festbeißen, ohne zu einem Ergebnis zu kommen.

Dann hilft es oft, ein Stockwerk tiefer zu gehen und zu sehen, was der Bauch (die pflanzliche Kraft) dazu sagt oder aber – wenn das Thema ganz groß ist – ein Stockwerk hinauf zu steigen (noble Kraft)  und dieses Thema vertrauensvoll loszulassen und zu übergeben.

Die Hingabe

Definitionsgemäß bedeutet Hingabe eine starke Leidenschaft für etwas oder eine starke innere Berührung durch etwas. Dies zieht oft die Bereitschaft nach sich, sich für diese Sache sehr einzusetzen.

Hingabe bedeutet eine bewusste Entscheidung für das Göttliche. Es ist die Fähigkeit voll und ganz in etwas aufgehen zu können. Leben wir Hingabe, dann beginnen wir zu erahnen, welches Potential in uns steckt. Sie bezieht sich auf unser inneres und äußeres Leben.

Die Hingabe:

  • Füllt das Herz mit Freude
  • Befähigt wirklich zu lieben
  • Ermöglicht uns, Verantwortung zu übernehmen, für die Art und Weise, wie wir die Welt wahrnehmen

Die Hingabe im Lebenskräfte-Modell

Hingabe zu einem Menschen ermöglicht es uns, uns willentlich ganz zu öffnen, Vertrauen aufzubauen und die eigene Verletzlichkeit preiszugeben.

Sie ist gleichzeitig der Schlüssel zu wahrer Selbstverwirklichung.

Die Symbole für Hingabe

Das Symbol für die Hingabe ist einerseits die Taube und andererseits die Schale.

Hingabe ist die Brückenkraft von der menschlichen Kraft zur noblen Kraft. Sie ist die Fähigkeit, die uns das „lassen“ ermöglicht. Ein-lassen, Sein-lassen , Los-lassen und Zu-lassen.

Der Caduceus - Hingabe
Sabine Rothenbücher; www.pixelio.de

Einlassen auf andere Menschen, neue Meinungen, Situationen

Seinlassen im Sinne von „so-sein-lassen“, wie etwas ist, nicht immer alles verändern und beeinflussen wollen

Loslassen von Ängsten, Sorgen, Konflikten …

Zulassen der Meinung anderer, aber auch im wahrsten Sinne des Wortes zu lassen, d. h. nicht überall nachbohren wollen, nicht jedes Geheimnis ergründen wollen.

Der Wert bzw. die Wertschätzung

Die letzte Brückenkraft die uns am Ende der Lebenskräfte-Serie beschäftigen wird, ist ein ziemlich harter Brocken. Jeder will sie, manchmal erhaschen wir sie, aber meiner Erfahrung nach, laufen ihr viele Menschen nach.

Der Wert ist etwas, das uns von Natur aus gegeben ist. Wir müssen dafür nicht tun oder leisten. Wir müssen nicht besonders brav oder nett sein.
Leider vergessen wir das immer wieder. Unter anderem, weil wir selbst und auch andere Wert auf bestimmte Dinge und Verhaltensweisen legen.

Der Edelstein als Symbol für den Wert

Er wird symbolisiert durch einen Edelstein. Diese Analogie finden wir auch in der Sprache wieder. Wie oft sprechen wir von einem Menschen, der uns lieb und teuer ist. Wir sagen dann: „Sie/Er ist ein Schatz!“ „Sie/Er ist eine wahre Perle!“

Der Caduceus - Wert

Ist der Wert gleichbedeutend mit Selbstwert?
Nun, der Wert im Lebenskräftemodell hat zwar mit dem Selbstwert zu tun, ihn aber darauf zu reduzieren, wäre zu wenig.
Vielmehr geht es um Wert(schätzung) aller Ebenen und auf allen Ebenen.

Genau das ist aber das Vertrackte: Nur wenn wir uns selbst wertschätzen können, werden es auch andere tun. Nur durch echte Wertschätzung entsteht Selbstwert.

Genau das ist einer der Gründe dafür, warum viele Menschen von sich sagen: „Es gibt Situationen, da bin ich mir meines Wertes bewusst; – und dann wieder gibt es solche, wo mein Selbstwert in den Keller fällt.“ Meist handelt es sich dabei um Situationen, in denen wir mit uns selbst unzufrieden sind. Aber was passiert, wenn wir mit uns unzufrieden sind? Wir lehnen Handlungen, die wir setzen und somit einen Teil von uns ab, zumindest aber schätzen wir diesen Teil nicht.
Das ist schade, denn möglicherweise, macht uns gerade dieser Teil von uns selbst auf etwas aufmerksam. Haben wir z. B. in einer Situation Angst, dann hilft es uns wenig, uns für diese Angst selbst zu verachten. Es ist nicht immer leicht, aber wesentlich zielführender ist es, zu erkennen, dass uns diese Angst etwas mitteilen möchte. Dann können wir die Angst für diese Aufgabe, die sie übernommen hat schätzen und sie an der Hand nehmen.

Der Wert liegt in uns. Manchmal erkennen wir ihn nicht, aber jedes Lebewesen bekommt ihn mit auf seinen Lebensweg, es muss sich weder dafür anstrengen, noch etwas dafür tun. Der Wert ist da! Manchmal braucht er aber etwas Zuwendung. Wenn wir ein schönes Schmuckstück haben, dann lassen wir es ja auch von Zeit zu Zeit aufpolieren. Sind wir im Besitz von Familiensilber, dann putzen wir es ja auch, um seinen Glanz zu erhalten. Tun wir dies nicht, läuft es an, und wird fast schwarz. Von seinem ursprünglichen Glanz ist dann nichts mehr zu sehen.

Der Caduceus - Werte

Wie können wir unseren Wert polieren und pflegen? Nun einfach indem wir uns mit uns selbst beschäftigen, achtsam und bewusst mit uns umgehen. Wenn sich das Bewusstsein um den eigenen Wert nicht einstellen will, dann kann eine Kinesiologie-Sitzung helfen zu sehen, was sich ins Blickfeld geschoben hat. Manchmal verlagern wir unseren Wert nach außen, häufen Besitztümer an, legen Wert auf unsere Abstammung, nehmen nur unsere Gefühle wichtig oder glauben, ein schöner Körper sei alles.

Edelstein-Fotos mit freundlicher Genehmigung von Dr. Thomas Schröck

Das Symbol der Hingabe

Das Symbol für Hingabe ist ein Edelstein.

Was können Lebenskräfte-Modell und der Caduceus für dich tun?

Einerseits hilft die Symbolik des Lebenskräftemodells im Coachin Zusammenhänge sichtbar zu machen.

Andererseits kann man die einzelen Lebenskräfte und Brückenkräfte auch aufstellen. Das Besondere an dieser Art der Aufstellung ist es, dass es in erster Linie um dich selbst und dein Verhalten geht. Es geht um deine Dynamik.

Du beurteilst Situationen also nicht im Hinblick auf Schuld/Unschuld oder Opfer/Täter. Du bleibst ganz bei dir.
Die essentiellen Fragen sind immer:

  • Was macht das mit mir?
  • Wie reagiere ich?
  • Welche meiner Kräfte regiert mein Verhalten?

Wenn du Lust hast, dir deine Dynamiken einmal unter diesen Gesichtspunkten anzusehen, dann nimm mit mir Kontakt auf.

Hier kannst findest du eine Meditation über das Lebenskräfte-Modell und den Caduceus.

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