Lagerkoller

Lagerkoller! – Und nun?

Beim letzten Mal habe ich ja darüber geschrieben, warum dich diesmal der Lagerkoller schneller und härter treffen kann als beim ersten Lockdown.

14 einfache Schritte aus dem Lagerkoller,
Was tun gegen Lagerkoller

Maßnahmen gegen Lagerkoller

Heute möchte ich dir 14 einfache Schritte aus dem Lagerkoller zeigen. Ich bin sicher, einige dieser Maßnahmen hast du bereits im Frühjahr gehört. Aber die Voraussetzungen sind jetzt einfach anders. Die Tage sind kürzer, es wird schneller dunkel, das Wetter ist trist und grau. All das trägt dazu bei, dass die Emotionswaage auf die Minusseite kippt.

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24 Ideen Zeit zu schenken

24 Wege Zeit zu schenken

(Dieser Artikel wurde erstmals im Dezember 2016 veröffentlicht und 2020 überarbeitet und angepasst.)

Anstelle eines Adventkalenders – 24 Ideen Zeit zu schenken

Jetzt schießen sie aus dem Boden, wie die Schwammerl – die Adventkalender. Nicht nur offline gefüllt mit Schoko oder Spielzeug, sondern auch online. Ich mache heuer keinen Adventkalender. Dieses spezielle Jahr hat uns allen so viel abverlangt, dass ich dich gerne ermutigen möchte ungewöhnliche Wege zu gehen und genau das zu tun, was für euch richtig ist.

Für dich habe ich mir trotzdem etwas ausgedacht. Der Advent sollte ja die stillste Zeit im Jahr sein. Eine Zeit der Besinnung und des Rückzugs. Zeit, um das Jahr abzuschließen und sich auf das Weihnachtsfest vorzubereiten. Leider sieht es oft ganz anders aus. Vor allem für Familien.

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Lagerkoller

Warum dich der Lagerkoller in diesem zweiten Lockdown schneller und härter treffen kann

Man sollte meinen beim zweiten Mal wird es leichter!

Wir sind alle schon Lockdown erprobt und wissen wie wir uns und unseren Familien das Leben zu Hause angenehm und gemütlich machen.
Die Schulen sollten auch dazu gelernt haben und die Sache mit dem distance Learning sollte sich eingespielt haben.

Warum der Lagerkoller beim 2. Lockdown härter und schneller zuschlägt

Soweit die Theorie!

Die Praxis hinkt aus verschiedenen Gründen hinterher. Nach dem durchschlagenden Erfolg des ersten Lockdowns glaubten viele – auch Fachleute – schon, das schlimmste sei überstanden. Über Vorsorgemaßnahmen für einen zweiten Lockdown wurde zu wenig nachgedacht. Es gibt Schulen, die haben den Anschluss an das distance learning großartig geschafft. Andere hinken hoffnungslos hinterher. Viele Schülerinnen und Schüler werden weitgehend bei der Erarbeitung des Stoffes allein gelassen. Sie bekommen Arbeitsaufträge und Hausübungen. Das ersetzt aber keinen Unterricht. Distance Learning geht anders.

Es bleibt also wieder viel an den Eltern – beziehungsweise an den Müttern hängen

Und da zeigt sich jetzt, dass der Teufel im Detail steckt. Denn ja, beim ersten Lockdown haben alle dazugelernt. Für viele Dinge, die damals noch schwierig waren, gibt es jetzt Routinen. Aber es zeigt sich auch, dass die Erholungszeit zwischen den Lockdown für viele Menschen viel zu kurz war. Urlaub war nur sehr eingeschränkt möglich und es gibt eben Menschen, die das Meer, die Freunde, das unbeschwerte Leben vermissen.

Auch in unserer Familie haben wir schon festgestellt: Introvertierte tun sich heuer um Vieles leichter, als extrovertierte Typen, die ihre Energie aus Kontakten, geselligen Zusammenkünften und Interaktion ziehen.

Diese Fallen führen noch schneller in den Lagerkoller

Genau das ist ein wunderbares Entwicklungsfeld für den Lagerkoller. Ich denke sogar, dass er sich in manchen Familien viel früher einstellen wird, als im Frühjahr.

Die Disziplinfalle

Die Menschen sind generell müde, verunsichert und haben es satt alles zurückzustellen. Gleichzeitig wissen sie, dass genau das notwendig ist. Das geht nur mit Disziplin. Wir alle haben aber nur ein gewisses Disziplinbudget zur Verfügung. Die Disziplin, die für die Einhaltung der Maßnahmen aufgewendet wird, steht für andere Dinge nicht zur Verfügung. Somit wird der Alltag unheimlich anstrengend.

Die trübe-Tage Falle

Im Gegensatz zum Frühjahr, das uns ja in Österreich mit einem Traumwetter unterstützt hat, sind die Tage jetzt grau und trüb. Das schlägt sich zusätzlich auf die Stimmung. Viele Menschen reagieren mit ihrer Stimmung auf die Anzahl der Tageslichtstunden und das Blau des Himmels. Die sind jetzt arm dran und rutschen umso schneller in die Unlust und in den Frust.

Die „wir können das schon“-Falle

Genau das, was ein Vorteil sein könnte, kann auch ins Gegenteil umschlagen. Denn wenn es im ersten Lockdown halbwegs gut geklappt hat, wirst du mit der Erwartungshaltung in den zweiten Lockdown gegangen sein. Doch es ist eben alles anders. Vielleicht sind deine Kinder in der Zwischenzeit an einer anderen Schule und die Anforderungen steigen. Vielleicht bist du einfach nur müde. Und dann kann dieses „Aber beim letzten Mal ging es doch auch ganz gut.“ Ganz schnell zum Frusterlebnis werden.

Die Entmutigungsfalle

Während beim ersten Mal noch die große Zuversicht herrschte ist jetzt den meisten Menschen klar: Wir haben es noch lange nicht überstanden. Es kann gut sein, dass wir noch einen weiteren Lockdown durchmachen müssen, bis diese Krankheit durch eine Impfung eingedämmt werden kann. Dieses Wissen macht müde und entmutigt. Dadurch sind wir alle viel anfälliger für den berühmten Lagerkoller.

Außerdem steht Weihnachten vor der Tür und die Unsicherheit welche Bestimmungen in den nächsten Wochen herrschen werden ist für viele sehr unangenehm. Sie können nicht planen.

Fazit

Sei nicht verwundert, wenn der Lagerkoller diesmal schneller auftritt. Du hast nichts falsch gemacht. Es ist einfach nur so, dass viele Menschen – vielleicht auch du – schon erschöpft sind.

Nächste Woche gebe ich dir ein paar Tipps, wie du dem Lagerkoller entgegenwirken kannst.

Bleib gelassen und gesund,

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Emotionen

7 Möglichkeiten Wut abzubauen, wenn dein Kind dich in den Wahnsinn treibt

Die meisten Mütter kennen die Situation: Das Kind fordert Aufmerksamkeit und dabei wäre so viel zu erledigen.

7 Möglichkeiten Wut abzubauen für Mütter, Wut abbauen, wenn dein Kind dich nervt

Wie reagierst du als Mama?

Lässt du alles liegen und stehen und kümmerst dich um dein Kind?
Falls du das machst: Gelingt es dir zu 100 % bei der Sache zu sein oder schiebst du verträumt Autos hin und her und gehst dabei im Geiste die Einkaufsliste durch?

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Werde dir selbst gerecht

Werde dir selbst gerecht

Ja du hast richtig gelesen. Ich finde es ganz wichtig, dass du dir selbst gerecht wirst. Das wird dich ein gutes Stück gelassener sein lassen.

Mit der Gerechtigkeit ist das so eine Sache

Ein weiser Mensch hat einmal vor langer Zeit zu mir gesagt: „Gerecht zu sein, heißt nicht, allen das gleiche zu geben. Gerecht zu sein, bedeutet, jedem das zu geben, was er gerade braucht.“

Gerade Frauen neigen dazu allen und allem gerecht werden zu wollen: dem Partner, den Kindern, den Kollegen, dem Chef, dem Haushalt, dem Garten, den Freunden, den Eltern, … (Diese Liste lässt sich endlos lange fortsetzen.) Geht es dir auch so?

Dann vergisst du vielleicht dem wichtigsten Menschen in deinem Leben gerecht zu werden: Dir selbst!

Gerecht zu sein, bedeutet, jedem das zu geben, was er gerade braucht

Wie soll das gehen?

Wenn ich dich jetzt spontan frage, was du gerade brauchst, kannst du mir diese Frage beantworten? Nimmst du dir regelmäßig die Zeit, in dich hinein zu spüren und nachzudenken, was du gerade brauchst?

Wenn du diese Frage mit ja beantworten kannst, dann beglückwünsche ich dich. Du kannst dazu übergehen, dir selbst gerecht zu werden. Gönn dir das, was du brauchst. Nimm dir die Zeit, die Muße und den Raum. Jedem anderen würdest du ihn auch geben!

Ganz egal, ob es ein Spaziergang, oder eine ruhige Stunde zum Arbeiten ist. Nimm dich selbst genauso wichtig, wie alle anderen. Denn nur wenn du dir selbst gerecht wirst, kannst du auch den anderen langfristig gerecht werden.

2016 arbeitete mein Mann für längere Zeit im Ausland. Als ich damals meinen Mann zum Flughafen brachte, dachte ich: „Wir werden uns jetzt wieder mehrere Wochen nicht sehen.“ Schon vorher hatte ich mir überlegt, was ich brauche, damit es mir trotzdem gut geht. Meine Antwort an mich selbst: Gesellschaft und kleine Auszeiten für mich.

Ich habe noch während mein Mann zu Hause war, einen Termin mit Freundinnen für den nächsten Tag vereinbart. Gerade die ersten beiden Tage fällt mir die Trennung schwer. Danach beginnt sich langsam wieder so etwas wie Routine einzustellen. Als ich vom Flughafen nach Hause kam war es bereits Abend. Ich habe mich kurz an meinen PC gesetzt, um noch etwas zu arbeiten, damit ich schnell wieder in meine Routinen komme. Danach habe ich mir ein ausgiebiges Wannenbad gegönnt. Ich habe buchstäblich alles andere liegen und stehen lassen.

Frei nach dem Motto von Scarlett O´Hara: „Morgen ist auch noch ein Tag!“

Ich wusste, diese Maßnahmen würden mir helfen. Bereits am nächsten Tag war ich auf mein Strohwitwendasein eingestellt.

Warum es dich gelassen macht, wenn du dir selbst gerecht wirst

  • Du übernimmst Verantwortung für dein Leben und weißt, dass du die Situation mit all ihren Nebenwirkungen selbst gewählt hast.
  • Du erkennst, dass du an deiner Situation etwas verändern kannst. Es liegt an dir, ob du dich von einer Situation herunterziehen lässt, oder ob du dein Leben in die Hand nimmst und das Beste draus machst. Du erfährst also Selbstwirksamkeit.
  • Diese Verantwortung verbunden mit der Selbstwirksamkeit führen zu Gelassenheit. Du weißt ja, dass du jeder Zeit etwas ändern kannst, wenn dir die Situation nicht mehr passt, oder zu viel wird. So kannst du dich den Herausforderungen gelassen stellen.

Auch ich hätte streng genommen damals mehrere Möglichkeiten gehabt

  • Wäre mir die Trennung von meinem Mann so unangenehm, dass ich damit nicht mehr umgehen könnte, dann hätte ich damals meine Koffer packen und zu ihm ziehen können. Ich hätte allerdings dafür meine Kinder hier allein lassen und mein Business aufgeben müssen. Das kam damals für mich nicht in Frage. Ich würde mir selbst damit nicht gerecht. Also hielt ich die Stellung .
  • Wir hätten mitsamt den Kindern übersiedeln können. Das kam für die Kinder nicht in Frage.
  • Mein Mann hätte eine Tätigkeit, die ihn sehr zufrieden macht und ausfüllt, zugunsten eines Routinejobs aufgeben können. Ich bin der Meinung, dass jeder das tun soll, was ihn glücklich macht. Bei dieser Lösung wäre mein Mann sich selbst nicht gerecht geworden.
  • Genau darum haben wir uns entschlossen, das Beste aus den Trennungszeiten zu machen und die gemeinsamen Zeiten intensiv zu genießen. Jeder wird sich selbst gerecht und dadurch auch allen anderen. Nur so können auch alle gemeinsam nach einer Lösung suchen, die alle zufrieden stellt.

So können wir die Trennungen gelassen ertragen, denn wir haben die Lösung ja selbst gewählt. Jeder für sich. Die Gründe waren unterschiedlich. Wir haben also keinen Grund rumzujammern oder uns zu beschweren.
Heißt das jetzt, dass es immer leicht ist? Nein! Gibt es nie Tage, an denen wir uns den anderen an der Seite wünschen? Die gibt es definitiv!
Und doch kann ich hinter dieser Entscheidung stehen und würde sie wieder so treffen. Ich habe sie nicht getroffen, um jemand anderen zu gefallen oder ihm etwas Gutes zu tun. Ich habe sie aus freien Stücken getroffen und lebe jetzt mit den Konsequenzen.

2020 – eine ähnliche Situation und trotzdem ist alles anders

Wieder sind wir in einer ähnlichen Situation. Wieder arbeitet mein Mann im Ausland.
Wir hatten vor, das bewährte Modell fortzusetzen. Das beste aus beiden Welten zu genießen. Abwechselnd ich Urlaub bei ihm und er zu Hause.

Doch es ist 2020 und aus bekannten Gründen (Covid19) konnten wir uns von Anfang März bis Mitte Juli nicht sehen. Mein Business hat zu Hause mächtig gelitten. Also haben wir eine Entscheidung getroffen. Ich gehe von Mitte Oktober bis Anfang Dezember testweise mit ins Ausland. Die Bedingungen haben sich geändert.

  • Die Kinder studieren beide und sind unabhängig.
  • Coronabedingt sind sie froh, dass sie das elterliche Haus mit Garten bewohnen können und versorgen Haus und Garten.
  • Ich war ohnehin gerade dabei den Online-Anteil meines Business zu verstärken.

Bisher läuft die Testphase hervorragend. So wie es jetzt aussieht, werde ich ab Jänner auch im Ausland meine Zelte aufschlagen.

Die Gratwanderung

Die Gratwanderung besteht oft darin, die verschiedenen Positionen unter einen Hut zu bringen. Das scheint manchmal aussichtlos. Aus langjähriger Erfahrung kann ich dir versichern, es gibt immer eine Lösung. Manchmal liegt sie jedoch so weit außerhalb der normierten Rahmen, dass du sie nicht gleich siehst. Tragfähige Lösungen müssen aber immer für alle passen oder zumindest vertretbar und aushaltbar sein. Eine Möglichkeit zu solch einer tragfähigen Lösung zu kommen findest du in diesem Artikel.

Eine andere Möglichkeit zu einer tragfähigen Lösung zu kommen mit der du nicht nur dir selbst, sondern auch allen anderen gerecht wirst ist das systemische konsensieren.

Ich zum Beispiel bin nicht mit meinem Man gegangen. Da unsere Kinder schon groß sind erlaube ich mir längere Aufenthalte bei meinem Mann. Wir haben das so geregelt, dass ich dort auch arbeiten kann. Diese Zeiten sind für mich perfekt. Die beste Mischung zwischen Arbeit und Urlaub. Ich arbeite vormittags ganz intensiv und ab dem späten Nachmittag gehört die Zeit meinem Mann und mir. Ich arbeite übrigens daran, die Lösung zu optimieren. Unsere Tochter maturiert im Juni und wer weiß, wie sich die Dinge dann entwickeln.

Wirst du dir selbst gerecht?

Wenn du vor einer Entscheidung stehst würde ich dir gerne zurufen: „Werde dir selbst gerecht!
Denk mal darüber nach, wie oft du Entscheidungen triffst, weil du jemand anderem gefallen willst, oder glaubst, etwas tun zu müssen. Wenn du das machst, wirst du die Herausforderungen, vor die du durch diese Entscheidung gestellt wirst, nur schwer annehmen können. Möglicherweise regt sich innerer Widerstand. Vielleicht fragst du dich: Warum soll ich da jetzt ausbaden?

Ich möchte dich ermutigen, bei jeder Entscheidung, die du triffst, darüber nachzudenken, ob du dir damit auch selbst gerecht wirst. Wenn du nur irgendeinen Zweifel hast, dann lass es und suche eine andere Lösung. Du wirst sie finden.

Stell dir dazu im Vorfeld folgende Fragen:

  • Wie wird sich diese Entscheidung auf mein Leben auswirken?
  • Kann ich mit den Konsequenzen und Herausforderungen leben?
  • Wenn ich vollkommen allein und unabhängig wäre, wie würde ich dann entscheiden?
    (Mit dieser Frage findest du heraus, ob du diese Entscheidung nicht doch für jemand anderen triffst.)
  • Gibt es eine Variante, die für mich besser ist?
  • Was ist meine Mindestanforderung, mit der ich leben kann?
  • Was kann ich tun, um mir die Konsequenzen zu erleichtern?
  • Wie gestalte ich die Situation, dass es mir gut geht?

Das sind nur einige Impulsfragen. Ich bin sicher, dir fallen noch mehr ein, die ganz konkret auf deine Situation passen.

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei, dir selbst gerecht zu werden.

Und noch etwas: Bleib gelassen!

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