Werde dir selbst gerecht

Werde dir selbst gerecht

Ja du hast richtig gelesen. Ich finde es ganz wichtig, dass du dir selbst gerecht wirst. Das wird dich ein gutes Stück gelassener sein lassen.

Mit der Gerechtigkeit ist das so eine Sache

Ein weiser Mensch hat einmal vor langer Zeit zu mir gesagt: „Gerecht zu sein, heißt nicht, allen das gleiche zu geben. Gerecht zu sein, bedeutet, jedem das zu geben, was er gerade braucht.“

Gerade Frauen neigen dazu allen und allem gerecht werden zu wollen: dem Partner, den Kindern, den Kollegen, dem Chef, dem Haushalt, dem Garten, den Freunden, den Eltern, … (Diese Liste lässt sich endlos lange fortsetzen.) Geht es dir auch so?

Dann vergisst du vielleicht dem wichtigsten Menschen in deinem Leben gerecht zu werden: Dir selbst!

Gerecht zu sein, bedeutet, jedem das zu geben, was er gerade braucht

Wie soll das gehen?

Wenn ich dich jetzt spontan frage, was du gerade brauchst, kannst du mir diese Frage beantworten? Nimmst du dir regelmäßig die Zeit, in dich hinein zu spüren und nachzudenken, was du gerade brauchst?

Wenn du diese Frage mit ja beantworten kannst, dann beglückwünsche ich dich. Du kannst dazu übergehen, dir selbst gerecht zu werden. Gönn dir das, was du brauchst. Nimm dir die Zeit, die Muße und den Raum. Jedem anderen würdest du ihn auch geben!

Ganz egal, ob es ein Spaziergang, oder eine ruhige Stunde zum Arbeiten ist. Nimm dich selbst genauso wichtig, wie alle anderen. Denn nur wenn du dir selbst gerecht wirst, kannst du auch den anderen langfristig gerecht werden.

2016 arbeitete mein Mann für längere Zeit im Ausland. Als ich damals meinen Mann zum Flughafen brachte, dachte ich: „Wir werden uns jetzt wieder mehrere Wochen nicht sehen.“ Schon vorher hatte ich mir überlegt, was ich brauche, damit es mir trotzdem gut geht. Meine Antwort an mich selbst: Gesellschaft und kleine Auszeiten für mich.

Ich habe noch während mein Mann zu Hause war, einen Termin mit Freundinnen für den nächsten Tag vereinbart. Gerade die ersten beiden Tage fällt mir die Trennung schwer. Danach beginnt sich langsam wieder so etwas wie Routine einzustellen. Als ich vom Flughafen nach Hause kam war es bereits Abend. Ich habe mich kurz an meinen PC gesetzt, um noch etwas zu arbeiten, damit ich schnell wieder in meine Routinen komme. Danach habe ich mir ein ausgiebiges Wannenbad gegönnt. Ich habe buchstäblich alles andere liegen und stehen lassen.

Frei nach dem Motto von Scarlett O´Hara: „Morgen ist auch noch ein Tag!“

Ich wusste, diese Maßnahmen würden mir helfen. Bereits am nächsten Tag war ich auf mein Strohwitwendasein eingestellt.

Warum es dich gelassen macht, wenn du dir selbst gerecht wirst

  • Du übernimmst Verantwortung für dein Leben und weißt, dass du die Situation mit all ihren Nebenwirkungen selbst gewählt hast.
  • Du erkennst, dass du an deiner Situation etwas verändern kannst. Es liegt an dir, ob du dich von einer Situation herunterziehen lässt, oder ob du dein Leben in die Hand nimmst und das Beste draus machst. Du erfährst also Selbstwirksamkeit.
  • Diese Verantwortung verbunden mit der Selbstwirksamkeit führen zu Gelassenheit. Du weißt ja, dass du jeder Zeit etwas ändern kannst, wenn dir die Situation nicht mehr passt, oder zu viel wird. So kannst du dich den Herausforderungen gelassen stellen.

Auch ich hätte streng genommen damals mehrere Möglichkeiten gehabt

  • Wäre mir die Trennung von meinem Mann so unangenehm, dass ich damit nicht mehr umgehen könnte, dann hätte ich damals meine Koffer packen und zu ihm ziehen können. Ich hätte allerdings dafür meine Kinder hier allein lassen und mein Business aufgeben müssen. Das kam damals für mich nicht in Frage. Ich würde mir selbst damit nicht gerecht. Also hielt ich die Stellung .
  • Wir hätten mitsamt den Kindern übersiedeln können. Das kam für die Kinder nicht in Frage.
  • Mein Mann hätte eine Tätigkeit, die ihn sehr zufrieden macht und ausfüllt, zugunsten eines Routinejobs aufgeben können. Ich bin der Meinung, dass jeder das tun soll, was ihn glücklich macht. Bei dieser Lösung wäre mein Mann sich selbst nicht gerecht geworden.
  • Genau darum haben wir uns entschlossen, das Beste aus den Trennungszeiten zu machen und die gemeinsamen Zeiten intensiv zu genießen. Jeder wird sich selbst gerecht und dadurch auch allen anderen. Nur so können auch alle gemeinsam nach einer Lösung suchen, die alle zufrieden stellt.

So können wir die Trennungen gelassen ertragen, denn wir haben die Lösung ja selbst gewählt. Jeder für sich. Die Gründe waren unterschiedlich. Wir haben also keinen Grund rumzujammern oder uns zu beschweren.
Heißt das jetzt, dass es immer leicht ist? Nein! Gibt es nie Tage, an denen wir uns den anderen an der Seite wünschen? Die gibt es definitiv!
Und doch kann ich hinter dieser Entscheidung stehen und würde sie wieder so treffen. Ich habe sie nicht getroffen, um jemand anderen zu gefallen oder ihm etwas Gutes zu tun. Ich habe sie aus freien Stücken getroffen und lebe jetzt mit den Konsequenzen.

2020 – eine ähnliche Situation und trotzdem ist alles anders

Wieder sind wir in einer ähnlichen Situation. Wieder arbeitet mein Mann im Ausland.
Wir hatten vor, das bewährte Modell fortzusetzen. Das beste aus beiden Welten zu genießen. Abwechselnd ich Urlaub bei ihm und er zu Hause.

Doch es ist 2020 und aus bekannten Gründen (Covid19) konnten wir uns von Anfang März bis Mitte Juli nicht sehen. Mein Business hat zu Hause mächtig gelitten. Also haben wir eine Entscheidung getroffen. Ich gehe von Mitte Oktober bis Anfang Dezember testweise mit ins Ausland. Die Bedingungen haben sich geändert.

  • Die Kinder studieren beide und sind unabhängig.
  • Coronabedingt sind sie froh, dass sie das elterliche Haus mit Garten bewohnen können und versorgen Haus und Garten.
  • Ich war ohnehin gerade dabei den Online-Anteil meines Business zu verstärken.

Bisher läuft die Testphase hervorragend. So wie es jetzt aussieht, werde ich ab Jänner auch im Ausland meine Zelte aufschlagen.

Die Gratwanderung

Die Gratwanderung besteht oft darin, die verschiedenen Positionen unter einen Hut zu bringen. Das scheint manchmal aussichtlos. Aus langjähriger Erfahrung kann ich dir versichern, es gibt immer eine Lösung. Manchmal liegt sie jedoch so weit außerhalb der normierten Rahmen, dass du sie nicht gleich siehst. Tragfähige Lösungen müssen aber immer für alle passen oder zumindest vertretbar und aushaltbar sein. Eine Möglichkeit zu solch einer tragfähigen Lösung zu kommen findest du in diesem Artikel.

Eine andere Möglichkeit zu einer tragfähigen Lösung zu kommen mit der du nicht nur dir selbst, sondern auch allen anderen gerecht wirst ist das systemische konsensieren.

Ich zum Beispiel bin nicht mit meinem Man gegangen. Da unsere Kinder schon groß sind erlaube ich mir längere Aufenthalte bei meinem Mann. Wir haben das so geregelt, dass ich dort auch arbeiten kann. Diese Zeiten sind für mich perfekt. Die beste Mischung zwischen Arbeit und Urlaub. Ich arbeite vormittags ganz intensiv und ab dem späten Nachmittag gehört die Zeit meinem Mann und mir. Ich arbeite übrigens daran, die Lösung zu optimieren. Unsere Tochter maturiert im Juni und wer weiß, wie sich die Dinge dann entwickeln.

Wirst du dir selbst gerecht?

Wenn du vor einer Entscheidung stehst würde ich dir gerne zurufen: „Werde dir selbst gerecht!
Denk mal darüber nach, wie oft du Entscheidungen triffst, weil du jemand anderem gefallen willst, oder glaubst, etwas tun zu müssen. Wenn du das machst, wirst du die Herausforderungen, vor die du durch diese Entscheidung gestellt wirst, nur schwer annehmen können. Möglicherweise regt sich innerer Widerstand. Vielleicht fragst du dich: Warum soll ich da jetzt ausbaden?

Ich möchte dich ermutigen, bei jeder Entscheidung, die du triffst, darüber nachzudenken, ob du dir damit auch selbst gerecht wirst. Wenn du nur irgendeinen Zweifel hast, dann lass es und suche eine andere Lösung. Du wirst sie finden.

Stell dir dazu im Vorfeld folgende Fragen:

  • Wie wird sich diese Entscheidung auf mein Leben auswirken?
  • Kann ich mit den Konsequenzen und Herausforderungen leben?
  • Wenn ich vollkommen allein und unabhängig wäre, wie würde ich dann entscheiden?
    (Mit dieser Frage findest du heraus, ob du diese Entscheidung nicht doch für jemand anderen triffst.)
  • Gibt es eine Variante, die für mich besser ist?
  • Was ist meine Mindestanforderung, mit der ich leben kann?
  • Was kann ich tun, um mir die Konsequenzen zu erleichtern?
  • Wie gestalte ich die Situation, dass es mir gut geht?

Das sind nur einige Impulsfragen. Ich bin sicher, dir fallen noch mehr ein, die ganz konkret auf deine Situation passen.

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei, dir selbst gerecht zu werden.

Und noch etwas: Bleib gelassen!

Teile diesen Beitrag und hilf mit den Familienalltag gelassen zu machen!
Rollenklarheit

Rollenklarheit

Rollenklarheit ist ein ziemlich abstrakter Begriff und er ist sehr vielschichtig. Er wird sowohl im beruflichen, als auch im privaten Kontext verwendet. Ich möchte heute mit dir klären, warum Rollenklarheit als Frau und Mutter so wichtig ist.

Was sind Rollen?

Der Begriff Rolle stammt ursprünglich aus dem Theater. Später wurde dieser Begriff – weil er so passend war- von der Soziologie und Sozialpsychologie entlehnt.
Laut Ralph Linton fasst die soziale Rolle die Gesamtheit der zugeschriebenen Modelle dar, die mit einem Status (Mutter, Vorgesetze, Ärztin, Priester, Chefin etc.) verbunden werden. Dazu gehören Erwartungen, Werte, Handlungsmuster, Verhaltensweisen …

Warum Rollenklarheit als Frau und Mutter so wichtig ist

Wie ein Schauspieler muss sich ein sozialer Akteur seinen Rollen gemäß verhalten. Sonst ist seine Umwelt irritiert.

Weiterlesen
Teile diesen Beitrag und hilf mit den Familienalltag gelassen zu machen!

Mach mal Pause

Mach mal Pause, Kaffetasse und Kekse auf einem Tisch

Dieser Artikel wurde im Jänner 2016 geschrieben und im November 2020 überarbeitet.

Wenn es dir so geht, wie mir, dann vergisst du gerne auf deine Pausen. Ich arbeite gerne und gerne viel. Das liegt daran, dass ich meine Berufung lebe. Ich mache alles, was ich mache mit Begeisterung und Hingabe.
Genau deshalb vergesse ich manchmal darauf Pausen zu machen. Es läuft einfach so gut. Ich bin so im Flow … und plötzlich ist es 14:00 Uhr und ich merke, dass ich noch nicht einmal von meinem Schreibtisch aufgestanden bin. Das passiert vor allem, wenn ich konzeptionell arbeite.

Wenn ich mit Klienten arbeite, dann ergeben sich die Pausen von selbst. Ich stehe zwischendurch auf, lüfte zwischen den Terminen, hole den Klienten und mir ein Glas Wasser oder mache Tee.

Weiterlesen
Teile diesen Beitrag und hilf mit den Familienalltag gelassen zu machen!

Wie du in alltäglichen Konfliktsituationen deine Gelassenheit behältst

Wie du in Alltagskonflikten deine Gelassenheit behältst, Spielzeugkänguru boxt eine Filzfigur

Dieser Artikel wurde im Februar 2016 erstmals veröffentlicht und am 31.10.2020 überarbeitet und aktualisiert.

Mit der Gelassenheit ist das so eine Sache: Die einen setzen sich selbst unter Druck, die anderen ärgern sich über die Technik und wieder andere werden hauptsächlich von anderen Menschen aus dem Gleichgewicht gebracht.

Wünscht du dir auch, du würdest in Alltagskonflikten Gelassenheit behalten?

Selbst Menschen, die allgemein als sehr ruhig gelten geraten in Konfliktsituationen mit anderen schon mal aus der Fassung und sagen in der Hitze des Gefechts Dinge, die ihnen nachher leidtun.

Weiterlesen
Teile diesen Beitrag und hilf mit den Familienalltag gelassen zu machen!
Hausaufgabe ohne Stress

Schluss mit dem Ärger rund um Hausaufgaben und Lernen

Die Kinder haben die Ferien genossen und Hausaufgaben waren kein Thema.

Doch mittlerweile hat die Schule überall begonnen und damit gibt es auch wieder Ärger rund um die Themen Hausübungen und Lernen.

Hausaufgaben ohne stress, Kind sitzt beim Tisch und schreibt Hausübung

Hausaufgaben ohne Stress; das können sich viele Familien nicht vorstellen. Für sie gehören diese Themen fast zusammen. Der tägliche Kampf um die Hausaufgaben wird als integraler Bestandteil akzeptiert.

Das muss aber nicht so sein. Es gibt ein paar Tricks, mit denen du gemeinsam mit deinem Kind Stress um Hausübung und Lernen vermeiden könnt.

Stressfaktoren bei der Hausübung

Die Stressfaktoren rund um das Thema Hausübung lassen sich grob in 5 Gruppen einteilen:

  • Dein Kind weiß nicht was es als Hausaufgabe hat.
  • Deinem Kind fehlen Unterlagen, um die Hausaufgabe zu erledigen.
  • Dein Kind weiß nicht, wo es anfangen soll.
  • Dein Kind ist unwillig.
  • Dein Kind trödelt herum.

Hausaufgaben beginnen bereits in der Schule

Es ist wichtig, dass dein Kind das versteht. Denn das ist der Teil, bei dem du nicht unterstützen kannst. Du bist nicht dabei.

Dennoch kannst du dazu beitragen, dass dein Kind gut vorbereitet ist.

Hausaufgaben beginnen in der Schule. Obwohl du da nicht dabei bist, kannst du dazu beitragen, dass dein Kind gut vorbereitet ist. Klick um zu Tweeten

Hausaufgabenheft

Besorge gemeinsam mit deinem Kind ein Hausaufgabenheft, in dem es notieren kann, was bis wann in welchem Gegenstand auf ist. So gehören Bemerkungen „ich weiß nicht, was ich aufhabe!“ der Vergangenheit an.

 Im Wesentlichen ist das ein Heft mit 4 Spalten. In die erste Spalte kommt das Tagesdatum des Tages an dem die Aufgabe aufgegeben wurde. In die zweite Spalte das Fach; also Deutsch, Mathe, Englisch usw. In die dritte Spalte ein Vermerk was Aufgabe ist. Z. B.: Aufsatz mit dem Thema „Mein schönstes Ferienerlebnis“ oder Mathebuch S.21 Beispiele 10a-13. In die letzte Spalte schreibt das Kind das Fälligkeitsdatum der Aufgabe.

Hausaufgaben-Mappe

In diese Mappe packt dein Kind alle Unterlagen, Bücher, Hefte und Arbeitsblätter, die es für die Erledigung seiner Hausarbeiten braucht. So kommt es nicht zur plötzlichen Erkenntnis: „Ich hab das Mathebuch in der Schule vergessen. Ich kann die Hausi nicht machen.“ Fehlende Unterlagen gehören mit dieser Mappe der Vergangenheit an. Aber: Es braucht eine Zeit, bis sich dein Kind an diese Mappe gewöhnt. Hab also Geduld!

Zu Hause geht es weiter

Hausaufgabenplan

Bei der Erstellung des Hausaufgabenplans kannst du dein Kind unterstützen. Ein Hausaufgabenplan schaut in etwa so aus wie ein Stundenplan für die Schule. Ihr legt gemeinsam fest, was an den jeweiligen Tagen erledigt werden muss.

Vergesst aber nicht bereits vorab Fixtermine wie Klavierstunden, Fußballverein, Selbstverteidigungskurse und Ähnliches einzutragen. Die restlichen Stunden stehen dann zum Lernen und Hausaufgabe machen zur Verfügung. Somit ist die Dringlichkeit der Aufgaben festgelegt und es steht fest, womit begonnen werden muss.

Für die richtige Stimmung sorgen

Zeige Interesse am Schulalltag deines Kindes

Je mehr Interesse du im Allgemeinen am Schulalltag deines Kindes zeigst, desto eher wirst du sehen, ob dein Kind alleine zurechtkommt, oder Unterstützung braucht.

Grundsätzlich sollten Kinder langfristig lernen ihre Sachen alleine zu machen. Auf dem Weg dorthin brauchen sie aber Begleitung. Darum brauchst du kein schlechtes Gewissen haben, wenn dein Kind Hilfe braucht. Du bist die bestmögliche Begleitung auf dem Weg zur selbständigen Erledigung der Hausaufgaben.

Grundsätzlich sollten Kinder langfristig lernen ihre Sachen alleine zu machen. Auf dem Weg dorthin brauchen sie aber Begleitung. Klick um zu Tweeten

Störungsfreier Raum

Dein Kind sollte für Hausaufgaben wenn möglich einen störungsfreien Raum zur Verfügung haben. Durchgangszimmer sind nicht ideal, da die Ablenkungen meistens groß sind.

Dein Kind muss aber nicht in seinem Zimmer arbeiten. Für manche Kinder hat es sich sogar bewährt nicht im eigenen Zimmer zu arbeiten. Dort verlocken Spiele, Stofftiere und andere Dinge dazu die Aufgaben zu unterbrechen und sich mit etwas Anderem zu beschäftigen.
Andere Kinder arbeiten gerne in Räumen, wo sie die anderen Familienmitglieder im Hintergrund haben. Sie wissen dann: Ich bin nicht allein. Das schafft eine gewisse Geborgenheit. Allerdings sollten die Hintergrundgeräusche nicht zu laut und ablenkend sein.

Eine nette Atmosphäre

Schaffe gemeinsam mit deinem Kind eine Wohlfühlatmosphäre. Kerzen oder Stimmungslichter können da einen guten Beitrag leisten. Manche Kinder lieben auch Duftlampen oder Räucherstäbchen. Probiert einfach aus, ob das für euch passt.

Achte auch darauf, dass es vor den Hausaufgaben keine Konflikte gibt. Denn einige Kinder reagieren sehr empfindlich auf diese emotionalen Störungen.

Ein leerer Arbeitsplatz

Dein Kind muss nicht unbedingt am eigenen Schreibtisch arbeiten. Manche Kinder arbeiten lieber am Wohnzimmertisch oder am Küchentisch. Ich kenne auch Kinder, die gut an der Werkbank des Vaters arbeiten können. Eurer Phantasie ist da keine Grenze gesetzt. Einfach ausprobieren, wo es am besten klappt.

Auf dem Tisch sollten aber nur die Dinge liegen, die dein Kind für die Hausübung braucht. Also Bücher, Hefte, Schreibzeug, Lineal. Spielzeug hat hier nichts verloren.

Beim Einrichten des Arbeitsplatzes kannst du dein Kind gut unterstützen. Das hat den Vorteil, dass du gleich merkst, was es aufhat und was am jeweiligen Tag erledigt werden sollte. Du kannst auch Hilfestellung geben mit welcher Aufgabe es beginnen sollte.

Der richtige Zeitpunkt

Der beste Zeitpunkt für die Hausaufgabe ist sehr individuell und hängt von der Chronobiologie und dem Biorhythmus deines Kindes ab. Manche Kinder machen die Hausübung lieber gleich nach dem Mittagessen, andere brauchen eine Pause. Wieder andere laufen erst am Abend zu Hochtouren auf.

Der Zeitplan

Überlege gemeinsam mit deinem Kind, wie lange es für eine bestimmte Aufgabe brauchen wird. Dann teilt ihr diese Aufgabe in passende Häppchen ein. Spätestens nach 40 – 50 Minuten sollte dein Kind eine kurze Pause machen. Diese Pause sollte es möglichst aktiv gestalten.

Die Länge der Pause richtet sich danach, ob der Arbeitsfluss gerade passt, wie lange die derzeitige Aufgabe noch dauert oder ob gerade eine Aufgabe abgeschlossen wurde und die nächste ansteht.

Tricks gegen das Verzetteln

Wenn dein Kind dazu neigt sich zu verzetteln oder herumzubrodeln dann ist die Küchenwecker-Methode einen Versuch wert.

Wenn dein Kind dazu neigt sich zu verzetteln oder herumzubrodeln dann ist die Küchenwecker-Methode einen Versuch wert. Dadurch lernt dein Kind den Zeitaufwand für Aufgaben besser einzuschätzen. Klick um zu Tweeten

Macht einen Zeitraum aus für den sich dein Kind konzentriert dieser Aufgabe widmen wird. Das können 10, 15 oder 20 Minuten sein. Nicht länger. Dein Kind soll das Gefühl haben, die Zeit ist machbar. Lass dein Kind abschätzen, wie weit es in dieser Zeit kommen wird.
Stellt einen Kurzzeitmesser. Während dieser Zeit arbeitet dein Kind ganz konzentriert. Überprüft nach Ablauf der Zeit, wie viel schon geschafft wurde.

Wenn dein Kind es geschafft hat, sich wirklich zu konzentrieren, dann ist das meist mehr, als es vorher gedacht hat. Hat es das vorher geschätzte Pensum nicht geschafft, dann ermutige dein Kind. Das ist nämlich nicht schlimm. Dein Kind lernt durch diese Methode mit der Zeit immer besser sich selbst einzuschätzen.

Ausnahmesituationen

Manchmal kommt es trotz guter Planung einfach zu Engpässen, weil z. B. ein dringender Arztbesuch zu viel Zeit eingenommen hat. Was dann?
Dann schreibst du deinem Kind entweder eine Entschuldigung, warum es die Hausaufgabe nicht fristgerecht erledigen konnte, oder du hilfst ausnahmsweise tatkräftig mit.

Deine eigene Einstellung

Der vielleicht wichtigste Punkt zum Schluss. Du selbst kannst durch deine eigene Einstellung viel zum reibungslosen Ablauf der Hausaufgaben und zum stressfreien Lernen beitragen.

  • Wie wichtig sind dir die Hausaufgaben?
  • Wie sehr nervt dich dieses Thema?
  • Hast du selbst als Kind deine Hausübungen leicht gemacht oder war es anstrengend?
  • Hältst du Hausaufgaben für sinnvoll?

Das waren nur ein paar Reflexionsfragen, denn dieses Thema möchte ich demnächst in einem eigenen Blogartikel beleuchten.

Vielleicht magst du mir ja in die Kommentare schreiben, welcher dieser Tipps bei euch am besten geklappt hat.

Bleib gesund und gelassen!

Deine

Teile diesen Beitrag und hilf mit den Familienalltag gelassen zu machen!