KinderarbeitKinderarbeit?

Ich habe bewusst diesen provokanten Titel gewählt.
Wir sind heute so sehr auf politische Korrektheit bedacht, dass wir jede Alltagssituation kritisch betrachten.

Das ist auch gut so. Kritisches Denken halte ich für sehr wichtig, ist es doch die Grundlage für eigenständige Entscheidungen.
Trotzdem scheint es mir manchmal so, als hätte uns die politische Korrektheit so fest im Griff, dass wir uns gar nicht mehr erlauben, außerhalb dieser Schranken zu denken. Wir sehen die Dinge sehr sensibel und manches ist vielleicht nicht so, wie es im ersten Moment scheint.

Wenn wir hören, dass Kinder arbeiten, dann denken wir automatisch an Kinderarbeit und schon löst das in uns ein Gefühl der Empörung aus.
Kinder sollen schließlich ihre Kindheit genießen und spielen!

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aneinander vorbeireden
aneinander vorbei reden

[green_box]Wie sprechen Menschen mit Menschen?

Aneinander vorbei.

(Kurt Tucholsky (1890 – 1935)[/green_box]

Bildquelle: www.pixabay.com

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Dieser Artikel wurde im Jänner 2014 geschrieben und 2021 vollkommen überarbeitet.

Manche Menschen behaupten

„Vorsätze gibt es nur, damit man sie brechen kann.“


Das stimmt natürlich nicht. Oft nehmen wir uns einfach zu viel auf einmal vor und überfordern uns damit. Denn wir überschätzen, was wir kurzfristig erreichen können und unterschätzen, was langfristig möglich ist.

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Mach, was du für richtig hältst

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Nein, das wird kein üblicher Neujahrsartikel mit einer Beschreibung, wie du deine Ziele am besten erreichst.
Du kannst im moment so viel über SMARTE Ziele lesen, dass ich dich nicht mit noch einem Artikel in dieser Richtung langweile.
Im weitesten Sinne geht es trotz allem um Ziele.

Wie du weißt, bin ich Mutter von zwei Söhnen.
Wie allen Müttern entschlüpft mir ab und zu, wenn meine Kinder unbedingt etwas wollen, womit ich nicht ganz einverstanden bin, die Bemerkung:
Mach doch was du willst.“ – Was ich damit ausdrücken möchte ist: „Mach, was du für richtig hälst!“

Mach was du für richtig hältst
Bildquelle: pixabay.com; right-238369_640

Das passiert sehr selten und erst dann, wenn ich alle meine Argumente an den Mann gebracht habe.

Die Wirkung von „Mach, was dur für richtig hältst!“

Dieser Satz bewirkt zweierlei:

  1. Ich lasse los!
    Ich habe mich zu diesem Zeitpunkt mit meinen Kindern intensiv auseinandergesetzt;
    habe alle meine Argumente vorgebracht und mir alle Gegenargumente angehört.
    Jeder von uns hat meist gute Gründe für seine Meinung. Im Endeffekt gibt es aber ein Patt.
    Allen Argumenten meiner Kinder kann ich ein Gegenargument entgegensetzen – und umgekehrt.
    Ich weiß zu diesem Zeitpunkt, dass sich meine Kinder gut überlegt haben, was sie wollen.
    Egal, wie sie sich entscheiden, sie folgen ihrer Überzeugung.
    Die Engländer würden das zusammenfassen mit dem Satz: „We agree to disagree!“ Das drückt sehr schön eine Wertschätzung gegenüber der Meinung des anderen aus. Auch wenn ich nicht deiner Meinung bin, dann kann ich deine Meinung durchaus respektieren.
  2. Mein Gesprächspartner (in diesem Fall eines meiner Kinder) weiß, dass ich ihm zutraue, die
    Angelegenheit alleine zu entscheiden. So werden meine Argumente aufgenommen und noch
    einmal überdacht.

Loslassen ist einer der Begriffe, die am meisten missverstanden sind. Loslassen bedeutet nicht fallenlassen.

Loslassen beduetet nicht fallen lassen. Es bedeute eine Person oder Sache frei zu geben. Klick um zu Tweeten

Mach doch ein kleines Experiment zum Loslassen

Mach dazu ein einfaches Experiment:
Nimm einen Schlüssel in die Hand und umschließe ihn mit deinen Fingern.
Drehe nun die Hand so, dass die Handfläche mit geschlossenen Fingern nach oben zeigt.
Öffne jetzt die Finger, die den Schlüssel umschließen.
Wenn du es richtig gemacht hast, dann hast du losgelassen und der Schlüssel liegt sicher auf deiner Handfläche.

Im Unterschied dazu:
Nimm einen Schlüssel in die Hand und umschließ ihn mit deinen Fingern.
Die Hand, die den Schlüssel umschlossen hält, schaut mit der Handfläche zum Boden.
Wenn du jetzt die Finger öffnest, dann fällt der Schlüssel zu Boden.
Du hast fallen gelassen.

Das bedeutet, beim Loslassen behalte ich das Ziel oder das Thema immer noch im Auge.
Ich versuche aber nicht krampfhaft den Ausgang zu beeinflussen. Ich bin offen.
Ich präsentiere mir selbst und meiner Umgebung dieses Thema und bin offen für Möglichkeiten.

Wie du das alles auf deine Ziele umlegen kannst

Diese Sätze, sind auch eine gute Herangehensweise an Ziele:

  • Mach was du für richtig hältst!
    Wenn du von einer Sache überzeugt bist, dann steckst du automatisch deine ganze Energie hinein und deine ganze Aufmerksamkeit ist auf diese Sache gerichtet.
    Allein diese Ausrichtung verhilft schon zu Erfolg!
  • Folge deiner Überzeugung!
    Je mehr du von einer Sache überzeugt bist, desto eher kannst du auch mit Rückschlägen und Hindernissen umgehen.
  • Loslassen!
    Habe dein Ziel im Blick, halte es auf dem Präsentierteller, aber halte es nicht fest.
    Auf dem Weg zu deinem Ziel wirst du möglicherweise feststellen, dass sich dir Möglichkeiten bieten, von denen du nicht mal zu träumen gewagt hättest.
    Wenn du loslässt, kannst du etwas sicher ablegen und hast die Hände frei, um neue Gelegenheiten zu ergreifen. Die Betonung liegt hier auf „sicher ablegen“
  • Lass dein Ziel nicht beim ersten Hindernis fallen!
    Wenn du etwas auf deiner offenen Handfläche liegen hast, dann gehst du meist besonders vorsichtig damit um. Vielleicht balancierst du es sogar, damit es dir nicht von der Hand fällt.
    Geh genau so mit deinen Zielen um. Sei vorsichtig, versuche Gefahrenquellen im Vorfeld zu erkennen und gleiche sie aus, indem du dir geeignete Strategien zurecht legst.

Was könntest du noch loslassen bzw. frei lassen?

Du könntest auch folgendes Loslassen:

  • Beziehungen, die dir nicht gut tun
  • Projekte, die dich belasten
  • Arbeitssituationen, die dich nicht weiter bringen

All das setzt Energie frei, die du dann für andere Projekte zur Verfügung hast.
Loslassen fällt aber manchmal schwer.
Wenn du dabei Unterstützung brauchst begleite ich dich gerne mit einen Coaching. Schreib mir einfach ein E-Mail.

Eine weitere Möglichkeit los zu lassen besteht darin sich von alten Dingen zu verabschieden:

  • Papierkram
  • Bücher
  • Kleidung

Was willst du loslassen?
Wo wirst dich du losgelassen und frei fühlen, damit du tun kannst, was du für richtig hältst?

Bleib gelassen,
Deine

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Traumweihnachten

Für heute habe ich dir eine Methode versprochen, wie du schon im Vorfeld darauf achten kannst, dass sich jeder wohl fühlt.

Wir haben zwei Entscheidungssysteme:

  • den bewussten Verstand
  • unser emotionales Erfahrungsgedächtnis

Der bewusste Verstand

Der bewusste Verstand arbeitet gründlich, aber langsam, sein Verständigungsmittel ist die Sprache. Er bewertet in richtig/falsch, hält sich an Zahlen, Daten und Fakten.
Die vorhandenen Informationen wägt er gegeneinander ab und trifft dann eine Entscheidung. Diese Entscheidungen können wir auch gut begründen.

Das emotionale Erfahrungsgedächtnis

Ganz anders ist die Lage beim emotionalen Erfahrungsgedächtnis. Hier werden aufgrund unserer Erfahrungen, auf die wir zurückgreifen, blitzschnell Entscheidungen getroffen. Diese Entscheidungen nehmen wir meist als ein Körpergefühl wahr: als Kloß im Hals, Stein im Magen, mulmiges Allgemeingefühl oder auch als ein Gefühl der Wärme, der Weite. Hier lautet die Entscheidung mag ich/mag ich nicht.
Diese Entscheidungen laufen innerhalb von Millisekunden ab und wir können sie nicht begründen. Aber wir haben ein komisches Gefühl bei der Sache. Oder eben ein gutes.

Kluge, tragfähige Entscheidungen werden mit beiden Systemen getroffen

Nun ist es leider so, dass wir bei den meisten Entscheidungen erst im Nachhinein beurteilen können, ob sie richtig waren. Jedoch: Entscheidungen, die mit Kopf und Bauch getroffen werden, haben größere Chance auf Erfolg. Es fällt uns auch leichter dahinter zu stehen.
Reine Kopfentscheidungen, die die Gefühle außer acht lassen, machen uns auf die Dauer krank.

So, das war es jetzt auch schon mit der langen Einleitung.
Alle, die mehr erfahren wollen sind an Maja Storch verwiesen. Sie hat ein paar ganz tolle Bücher zu diesem Thema geschrieben.

Was hat das jetzt alles mit unseren Traumweihnachten zu tun?

Wenn du deine Entscheidungen mit beiden Systemen triffst, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass du zufrieden bist viel größer.

Nicht immer im Leben können wir gleich alles haben, was wir uns wünschen. Es gibt jedoch immer eine richtige Lösung für den Moment.

Du hast in den letzten beiden Artikeln deinen Wunsch herausgefunden. Jetzt machen wir uns an die Verträglichkeitsprüfung :-)

Zur Vereinfachung beschränken wir uns auf ein Beispiel:
Chiara möchte Weihnachten am liebsten allein mit ihrem Partner Sven verbringen.
Ganz in Ruhe und gemütlich: vielleicht stilvoll essen, ein wenig Musik hören, …
Aber bei ihr in der Familie ist es Brauch, dass alle zusammen feiern. Um das Beispiel noch weiter zu vereinfachen, gehe ich davon aus, dass Chiara mit Sven einer Meinung sind.
Wenn die beiden auf ihr Bauchgefühl hört, dann ist ganz klar: Auf Familie haben sie keine Lust.
Ihr Kopf weiß aber noch anderes:

  • Wenn wir nicht kommen, dann kränkt sich die Mama.
  • Wenn wir hingehen, dann nervt uns Tante Hedwig sicher den ganzen Abend mit ihren Geschichten.
  • Opa ist sicher wieder ganz grantig, weil ihm der Rummel zuviel ist.
  • Die Kinder von … sind furchtbar ungezogen und können sich nicht benehmen.
  • Aber wir sollten hingehen, sonst sind alle beleidigt.
  • Tante Hedwig mag ich eigentlich ganz gerne und außerdem bringt sie immer tolle Geschenke.

Schon sind die beiden im schönsten Widerspruch zwischen Kopf und Bauch.
Jetzt wird es Zeit für Verhandlungen mit dem Gefühl, damit es zu einer guten Lösung kommt.

Affektbilanz

Hier kommt die Affektbilanz in Spiel.

Traumweihnachten
Affektbilanz

So sieht diese Affektbilanz aus. Wichtig ist, dass keine Skalierungen (also Unterteilungen von 0 – 100) angebracht sind. Das Unbewusste soll die Entscheidung treffen!
Über diese Affektbilanz schreibt Chiara also z. B.: „Weihnachten zu Hause“.
Chiara nimmt einen Stift und legt ganz spontan, schnell und aus dem Bauch heraus fest:

  • Wo auf der Skala von o – 100 ist mein Gefühl, das gegen Weihnachten zu Hause spricht.
    Diesen Wert trägst du auf der roten – Skala ein.
  • Wo auf der Skala von 0 – 100 ist mein Gefühl, das für Weihnachten zu Hause spricht.
    Diesen Wert trägst du auf der grünen + Skala ein.
  • Danach überlegst du welchem Wert, dein Kreuzchen entspricht.

Das könnte dann etwa so aussehen:
Bei der Affektbilanz Weihnachten zu Hause liegt das Minusgefühl liegt also bei 30 und das Plusgefühl bei 85.

Affektbilanz für Weihnachten zu Hause

Affektbilanz für Weihnachten zu Hause

Eine zweite Affektbilanz für Weihnachten mit der Familie, könnte in etwas so aussehen:
Das Minusgefühl liegt also bei 70 und das Plusgefühl bei ca. 40.

Affektbilanz Weihnachten mit der Familie

Affektbilanz Weihnachten mit der Familie

Wie müsste die Affektbilanz für  Weihnachten, damit ihr die Entscheidung leicht fällt?
Chiara braucht nicht lange zu überlegen. Das Minusgefühl müsste auf 30 sinken und das Plusgefühl auf 70 steigen.

Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit. Chiara und Sven machen sich daran einen „Ideenkorb“ zu füllen. Das müssen sie nicht alleine machen. In solchen Situationen ist es hilfreich auch andere Menschen, nach ihren Ideen zu befragen. Das machen wir meistens auch ganz intuitiv, wenn wir in der Klemme stecken. Wir erzählen von unserer Sitution und fragen um Rat.
Hier gehen Chiara und Sven aber ganz zielgerichtet vor. Sie fragen sich und auch andere, was sie tun könnten, um ein Fest im Kreis der Familie zu genießen, bzw. und doch noch zu ihrem Weihnachtsfest zu zweit zu kommen.

Ideenkorb

Folgende Ideen haben Chiara und ihr Partner gesammelt:

  1. Weihnachten zu Hause feiern und mit dem Ärger der anderen klar kommen.
  2. Zu Hause alles herrichten und dann nur für eine kurz Zeit (z. B. ein Abendessen) mit der Familie feiern.
  3. Am Vorbend zu Hause schon alles vorbereiten und gemütlich Weihnachten feiern und den Weihnachtsabend mit der Familie verbringen.
  4. Die Familie zu sich einladen und eventuell die Zeit beschränken.
  5. Den Weihnachtsabend zu Hause verbringen und mit der Familie am ersten Feiertag feiern.
  6. Die Familie nachmittags besuchen und abends allein zu Hause feiern.
  7. Die Koffer packen und einfach wegfahren.
  8. Zuerst gemütlich zu Hause essen und feiern und dann später noch für eine Stunde zur Familie schauen.

Das ist ein richtiges Buffet an Ideen und Chiara und Sven brauchen sich jetzt nur noch daran zu bedienen und sich die Idee auszusuchen, die ihnen am besten gefällt und die das beste Gefühl hervorruft.

Chiara sieht sich die Ideen an. Einiges kann sie gleich verwerfen. Wegzufahren kommt für sie nicht in Frage und wenn sie mit dem Ärger der Familie wirklich leben könnte, dann wäre sie nicht in diesem Dilemma.
Anderes gefällt ihr ganz gut: Für Variante 2, 3, 4 und 6 könnte sie sich durchaus erwärmen, aber ideal ist das alles noch nicht.

Schließlich findet sie die perfekte Lösung in einer Kombination:

Chiara und Sven werden am Vorabend zu Hause schon alles herrichten, für den Weihnachtstag wird sie ein Essen kochen, das sie gut vorbereiten kann, damit sie wirklich Zeit hat.
Am Nachmittag wird sie die Familie zu Kaffee und Keksen einladen und dabei auch ihre Nichten und Neffen beschenken. So haben sie und Seven die Kontrolle über die Zeit, denn spätestens zur Bescherung und zum Abendessen wollen die anderen zu Hause sein. Der Abend gehört dann ihr und Sven und sie können sich ihren Wunsch von Traumweihachten erfüllen.

Zur Kontrolle macht sie jetzt noch einmal eine Affektbilanz für diese Lösung. Die sieht nun so aus und übertrifft Chiaras Mindestanforderungen sogar.

Traumweihnachten erfüllt
Chiaras Lösung

Auf die gleiche Art und Weise kannst du natürlich auch an deine persönliche Weihnachtsvorstellung herangehen. Wenn die Vorstellungen von dir und deinem Partner unterschiedlich sind, dann könnt ihr jeder eine Affektbilanz machen für eure Vorstellung und dann könnt ihr einen Ideenkorb füllen, wie ein Weihnachten aussehen kann, mit dem ihr beide zurfrieden und glücklich seid!

Ganz anders geht zeitzuleben.de an das Thema heran: Was muss ich tun, damit Weihnachten eine Katastrophe wird?

Somit steht gelungenen Weihnachten nichts im Weg!

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