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14 wirklich überzeugende Gründe mit deinem Vorschulkind zu singen

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Während ich hier sitze und diesen Blogartikel schreibe habe ich das Programm brain.fm laufen. Brain.fm ist ein Programm für Musikhintermalung. Du kannst dort Musikstücke wählen, um dich zu konzentrieren, zu entspannen oder zu meditieren.
Es ist mein erster Versuch und ich finde es bemerkenswert, dass ich gerade heute auf diese Idee gekommen bin. Denn gerade heute möchte ich dir mehr über die Wichtigkeit von Musik und Singen für die Entwicklung deines Kindes erzählen.

Leider bemerke ich, dass immer weniger gesungen wird:

  • In der Gesellschaft ganz allgemein
  • In Familien
  • In Kindergärten und
  • In Schulen

Aber ich kann doch gar nicht singen!

Immer wieder höre ich von Eltern, das Argument, sie können nicht singen. Leute, das ist Quatsch. Jeder kann singen. Bei manchen Menschen klingt es vielleicht ein wenig besser, als bei anderen. Aber eine Stimme richtig zu bilden braucht Zeit, Übung und Training. Selbst jemand, der eine schöne Singstimme hat, braucht Übung, damit die Stimme klar und rein bleibt.

Für den positiven Effekt, den das Singen auf die Entwicklung deines Kindes hat, brauchst du aber keine ausgebildete Stimme. Summen oder Brummen reicht für den Anfang schon.

Schulprobleme unserer Kinder – und warum singen ein Ansatz ist, diese zu lösen

Viele Kinder haben bei Schuleintritt Probleme. Sie sind nicht ausreichend auf die Schule vorbereitet. Daher haben diese Kinder Schwierigkeiten ruhig zu sitzen, sich ausreichend zu konzentrieren, gerade zu sitzen und den Stift richtig zu halten. Viele Kinder haben eine schlechte Handschrift. Das führt nicht nur dazu, dass die Lehrkräfte das Geschriebene nicht lesen können. Diese Kinder haben zudem oft auch noch Schwierigkeiten beim Lernen.

Was hat das jetzt aber alles mit dem Singen zu tun?

Singen hat eine Menge positiver Auswirkungen auf Körper, Geist und Seele. Die Auswirkungen sind so zahlreich und es gibt so viele Studien dazu, dass man sich tatsächlich fragt, warum gerade Zeichnen, Musik und Turnen in den Lehrplänen eine so untergeordnete Rolle spielen. (Zur leichteren Orientierung in diesem Artikel gliedere ich die positiven Auswirkungen vom Singen in körperliche, kognitive und soziale Aspekte. Die Nummerierung der einzelnen Auswirkungen läuft durch.)

Die körperlichen Auswirkungen vom Singen

Fangen wir mit den körperlichen Auswirkungen an. Die springen ja als erstes ins Auge. Ich schildere alle am Beispiel eines singenden Kindes.

1. Singen fördert die Haltung

Um wirklich singen zu können und den Klangraum voll zu nutzen, brauchen Singende eine aufrechte Haltung. Um einen guten Klangraum zu erzeugen braucht die Lunge Platz. Dies erreichen Singende, indem sie den Brustkorb entspannen und sich aufrichten. Diese aufrechte Haltung stärkt die Rückenmuskulatur. Sie hat aber auch noch einen anderen Nebeneffekt. Eine aufrechte Haltung beeinflusst die Stimmung positiv.
Durch die aufrechte Haltung fühlt sich das Kind selbstbewusst. Es wirkt nach außen hin aktiv und kraftvoll.

2. Singen beeinflusst die Atmung positiv

Beim Singen lernt dein Kind die Bauchatmung. Es atmet also ganz tief in den unteren Teil der Lunge. Dabei senkt sich das Zwerchfell und der untere Teil der Lunge wird mit Luft befüllt. Dies führt zu einer besseren Sauerstoffversorgung im Blut und der Kreislauf wird angekurbelt. Dadurch entsteht ein Sog, der das Herz bei seiner Arbeit unterstützt. Blut wird aus den Beinen zurück gepumpt.
Beim Singen halten wir oft lange Töne. Dabei verschiebt sich ganz automatisch der Atemrhythmus. Die Ausatmung wird länger als sonst.

Der Körper wird also gut mit Sauerstoff versorgt und kann durch die lange Ausatmung Kohlendioxid freisetzen. Die Bauchatmung wirkt an sich beruhigend. Das weißt du vielleicht noch aus den Atemübungen in der Schwangerschaft.

3. Singen stärkt das Nervenkostüm

Singen harmonisiert das vegetative Nervensystem. Das vegetative Nervensystem ist für die automatischen Abläufe im Körper verantwortlich. Wir können es also bewusst nicht steuern. Das vegetative Nervensystem hat zwei Gegenspieler: den Sympathikus und den Parasympathikus. Der Sympathikus ist aktiv, wenn wir unter Druck stehen – also Stress haben. Der Parasympathikus sorgt für Beruhigung und Entspannung. Gut geht es uns dann, wenn die beiden im Gleichgewicht sind.
Das tiefe Atmen beim Singen hilft uns, zu entspannen und aktiviert den Parasympathikus.

4. Singen stärkt das Immunsystem

Bei einer Studie des Instituts für Musikpädagogik der Johann-Wolfgang-Goethe Universität in Frankfurt am Main untersuchte Prof. Dr. Gunter Kreutz zusammen mit Psychologen und Medizinern die Speichelproben von Kirchenchormitgliedern. Nach der Chorprobe war die Anzahl der Immunglobuline A (igA) stark gestiegen. Immunglobuline A sind Eiweiße. Sie gehören zum Immunsystem des Körpers. Du findest sie auch auf jedem Blutbefund ;-)
Sie bilden an den Schleimhäuten einen Schutz gegen Krankheitserreger.

Spannenderweise wurde dieser Anstieg nur verzeichnet, wenn die Menschen selbst gesungen haben. Hatten sie nur der Musik zugehört, blieb der Anstieg aus.

5. Singen macht glücklich und schützt vor Depression

Beim Singen werden die Glückhormone Endorphin, Serotonin und Dopamin freigesetzt. Gleichzeitig werden die Stresshormone Cortisol und Adrenalin abgebaut.

Ob das der Grund für Marschlieder ist?

Auf alle Fälle ist es die wissenschaftliche Begründung dafür, dass viele Menschen singen, wenn ihnen etwas unheimlich ist. Z. B. auf dem Weg in den dunklen Keller.

6. Singen stärkt die Körperwahrnehmung und Selbstkontrolle

Beim Singen lernt dein Kind mithilfe seiner Stimmbandmuskulatur seine Stimmritzen so zu verändern, dass es verschiedenen Töne und Klänge erzeugt. Dabei ist sein Gehör die beste Fehlerkontrolle.

Dein Kind lernt also einerseits wahrzunehmen, wenn ein Ton nicht so klingt, wie es das möchte, andererseits lernt es selbst so lange Korrekturen an seiner Stimmbandmuskulatur vorzunehmen, bis es sich richtig anhört.

Genau das ist Selbstkontrolle und Selbstwirksamkeit. Dein Kind lernt, dass es selbst in der Lage ist, an dem erzeugten Ton etwas zu ändern, indem es seine Muskulatur richtig gebraucht.

Singen und Gehirnentwicklung

Zu singen wird auch oft getanzt oder der Gesang wird mit bestimmten Bewegungen begleitet. Bewegungen übers Kreuz stärken die Verbindung beider Hirnhälften. Das Zusammenspiel zwischen den Gehirnhälften ist wichtig für spätere Denkvorgänge wie z. G. das Lesen und Rechnen.

7. Gehörschulung

Kinder lernen durch das Zuhören und durch das Singen verschiedene Tonhöhen zu unterscheiden. Sie verwenden im Normalfall die Begriffe hell und dunkel und erst später die Begriffe hoch und tief.

8. Die positiven Auswirkungen auf die Sprache und die Motorik

Sprache hat für das Kind dient dem Kind einerseits seine individuelle Befindlichkeit und seine Gefühle zum Ausdruck zu bringen, andererseits ermöglicht Sprache Kommunikation mit anderen.

Kinder kommen mit der Fähigkeit zur Welt, alle Sprachen zu erlernen. Erst ab ungefähr dem zwölften Lebensmonat verlieren sie die Fähigkeit Laute wahrzunehmen und unterscheiden, die in der Muttersprache nicht vorkommen. Dadurch wird das Erlernen der Muttersprache erleichtert und vorangetrieben.

Singen wird von Kindern mit emotionaler Zuwendung gleichgesetzt. Über die vielen positiven Auswirkungen von Kniereitern auf die Entwicklung von Kleinkindern habe ich hier schon geschrieben. Bei den meisten Kniereitern wird ja auch gesungen.

Schon zweijährige Kinder erfinden Melodien und summen vor sich hin. Damit drücken sie ihr Befinden aus.

Das Sprachzentrum und das Motorikzentrum der Hand liegen im Gehirn ganz nah beieinander. Im Motorikzentrum der Hand nimmt der Daumen einen ganz besonderen Stellenwert ein. Er ermöglicht das Zugreifen. Darum wird bei Fingerspielen dem Daumen viel Platz eingeräumt. Dieses Begreifen hilft dem Kind seine Welt wahrzunehmen und zu erfassen. Es hat also auch etwas mit der Entwicklung der Intelligenz zu tun.

9. Greifen und Schreiben

Über Umwege fördert singen also auch die Fähigkeit zu greifen und die Geschicklichkeit der Hand. Nicht umsonst setzen Logopädinnen auf Übungen mit der Hand, um Kindern mit Schluckbeschwerden zu helfen.

Jetzthaben wir also wieder den Bogen zur Schrift geschlagen. Denn um wirklich leserlich schreiben zu können, braucht dein Kind eine gut geschulte Hand.

Die Hand muss

  • Gut zugreifen können
  • Kräftig genug sein, einen Stift längere Zeit zu halten
  • Beweglich genug um runde Buchstaben schön zu schreiben
  • Und empfindlich genug, um den Stift nicht zu fest am Papier aufzusetzen und zu fest aufzudrücken.

Das ist ein ganz schön komplexer Vorgang und die Hand wird schon lange vor dem Schuleintritt vorbereitet.

10. Singen und Schulreife

Eine spannende Studie von Adamek und Blank (2001 mit 500 Kindergartenkindern) belegt, dass Kinder unabhängig von ihrer sozialen Schichtzugehörigkeit besser entwickeln, wenn sie singen.

Viel singende Kinder sind häufiger ihrem Alter entsprechend regelschulfähig als weniger singende Kinder. Der Unterschied ist wirklich auffällig.

Die viel singenden Kinder waren zu 88,9 % regelschulfähig, bei den wenig singenden Kinder waren es nur 44,1 %.

Adamek und Blank stellten folgende These auf: Singen, spielerisch und jenseits von Leistungsdruck fördert die physische, psychische und soziale Entwicklung von Kindergartenkindern.

Auch eine Studie der Universität Münster „Singen in der Kinderzeit“ zeigt, dass Kindergartenkinder, die täglich eine halbe Stunde singen bei der Einschulung besser abschneiden, als Kinder die nicht oder nur selten singen.

Sozialen Auswirkungen vom Singen

11. Selbstbeobachtung

Dein Kind lernt sich selbst zu beobachten. Es hört sich selbst und kann selbst korrigierend eingreifen. Es erfährt, dass es selbst ermächtigt ist, am Ergebnis etwas zu ändern. Somit wirkt Singen nicht nur auf die Selbstbewobachtung, sondern stärkt auch die Selbstwirksamkeit.

12. Empathie

Musik weckt Emotionen und hilft Gefühle auszudrücken. Kinder, die einem Musikstück eine Stimmung zuordnen können, merken auch an der Stimme anderer Personen, welches Gefühl ausgedrückt wird.

13. Aufeinander eingehen

Um gemeinsam zu singen, müssen alle gut aufeinander hören. D. h. nicht nur der eigene Stimmklang, sondern auch der der anderen ist wichtig. Die Klänge und Töne sollen auch noch zusammenpassen. Das schult das Ohr. Außerdem können Sänger leichter die Stimmung von anderen Menschen über die Stimme erahnen.

14. Gemeinschaftserlebnis

Wenn gemeinsam gesungen wird, dann gibt es einen Rahmen. Entweder in der Familie als Ritual (Gute-Nacht-Lied, Adventsingen, Geburtstagslied). Oder aber es wird im Rahmen einer Gruppe gesunden. Das kann im Chor sein, im Sommerlager am Lagerfeuer, in der Kirche, im Kindergarten beim Laternenumzug. All das sind Gemeinschaftserlebnisse die Geborgenheit schaffen. Sie vermitteln aber auch Respekt und Wertschätzung, weil klar wird, dass jeder etwas beitragen kann. Gemeinsam wird etwas geschaffen.

Außerdem ermöglicht Musik die Verständigung mit anderen Menschen über kulturelle Grenzen hinweg. Musik ist gibt es überall auf der Welt.

Fazit

Du siehst, es gibt jede Menge Gründe mit deinem Kind zu singen.

Wichtig ist nicht, ob alles super klingt, oder ob ihr richtig singt. Wichtig sind der Weg und der Versuch.

Gemeinschaftserlebnisse entstehen auch wenn der Opa nur mitbrummt. Er trägt seinen Teil bei.

Welche Familien-Rituale du schaffen kannst, wo auch gesungen wird, erfährst du in meinem nächsten Blogartikel.

Bleib gelassen!

Anregungen für einen Advent mit Musik erhältst du in unserer Adventaktion.

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Advent-mit-kleinen-Kindern

Advent mit kleinen Kindern

Advent – die stillste Zeit im Jahr

Mitnichten! Also: zumindest nicht, als ich den Advent mit kleinen Kindern verbringen wollte. Dabei wollte ich ihnen so gerne die schönen Adventerlebnisse bieten, die ich als Kind hatte. Ich stellte mir alles so schön vor. Wir würden gemütlich auf der Couch sitzen und bei Kerzenschein Bücher lesen, miteinander singen. Ab und zu würden wir kleine Geschenke für die Verwandten basteln. Alles wäre sehr gemütlich und besinnlich.

Advent-mit-kleinen-Kindern

Soweit mein Idealbild von einer besinnlichen Vorweihnachtszeit

Schon bald merkte ich, dass meine Erinnerung mit unserem Leben nur geringe Berührungspunkte hatte. Das lag einerseits daran, dass mein Mann und ich beide berufstätig waren. Wir hatten also ohnehin schon weniger Zeit, als meine Mama damals. Andererseits sind wir beide sehr aktive Menschen und haben einen großen Freundeskreis.
Auch unsere Kinder hatten von klein auf viele Interessen: Schwimmverein, Jiu-Jitsu, Musikunterricht ergänzten schon im Kindergartenalter das Programm.

In Wirklichkeit gab es viele Termine; Jahresendstress pur

Dementsprechend gab es auch jede Menge vorweihnachtliche Veranstaltungen. Hier ein Adventsingen der Musikschule, dort ein Flötenkonzert am Weihnachtsmarkt, diverse Weihnachtsfeiern in sämtlichen Vereinen.
Trafen wir Freude bei Besorgungen in der Stadt fiel immer wieder der Satz: „Wir haben uns schon so lange nicht mehr gesehen. Wir sollten uns unbedingt heuer noch einmal treffen.“ Da der Advent bekannter Weise höchstens vier Wochenenden hat, konnte sich das niemals ausgehen. Wie wir das gelöst haben, kannst du in diesem Blogartikel nachlesen und auch hier findest du gute Tipps.

Wie bringe ich das als Mama unter einen Hut?

Trotz diesen vielen Verpflichtungen wollte ich meinem Ideal vom gemütlichen Advent möglichst nahe kommen. Also wälzte ich an den Abenden oft Bastelbücher, stöberte in Adventgeschichten und sah Liederbücher durch.

Wollten wir am Wochenende basteln, musste ich das oft verschieben, weil irgendein benötigtes Material nicht zu Hause war.

Mit der Zeit und den Jahren habe ich aber eine gewisse Routine entwickelt. Bastelbücher wurden schon im November gewälzt. So konnte ich das Material fristgerecht besorgen. Und unsere Kinder haben mit den Jahren ein Faible für bestimmte Rezepte, Spiele, Gedichte, Lieder und besinnliche Stilleübungen entwickelt. So entstand ein gutes Basisprogramm. Dieses wurde alljährlich mit einigen Neuerungen ergänzt. Noch heute lieben wir alle diese Geschichten, Gedichte und Lieder – und das obwohl unsere Kinder bereits 22 und 25 Jahre alt sind.

Vielen Eltern geht es so

Geht es dir auch so?

Du wünscht dir eine ruhige Adventzeit.

Dann gibt es aber doch immer wieder Ereignisse, die das Leben durcheinanderbringen.

Dann bist du nicht allein!

Im Gespräch mit Eltern merke ich immer wieder, dass dieses Problem bei jungen Familien häufiger auftaucht. Wunsch und Wirklichkeit klaffen einfach auseinander.
Die Kinder sollen schöne Erinnerungen erhalten, von denen sie später zehren können. Allerdings müssen sich alle nach der Decke strecken und können nur einen Teil der Wünsche verwirklichen.

Da muss es doch eine Lösung geben

Neulich sprach ich mit meiner lieben Kollegin Dina. Sie hat selbst drei Kinder. Ihre Kinder sind noch im Kindergarten- und Schulalter. Auch sie kannte diesen Zwiespalt.
Außerdem waren sich Dina und ich noch in einer anderen Sache einig. In diesen Adventtätigkeiten steckt so viel an Kompetenzen für die Kinder. Diese Zeit ist also nicht nur besinnlich, sondern auch höchst wertvoll für die Kinder. Aber: Die Mütter brauchen Entlastung!

Eine Idee war begann zu reifen

Wie wäre es, wenn du einen Teil der Arbeit abgeben könntest?

Was wäre, wenn du nicht lange nach Bastelanleitungen suchen müsstest?

Wäre es nicht fein, wenn du Kind-erprobte Rezepte zur Verfügung hättest?

Und all das mit einer vorgefertigten Materialliste, damit du genau weißt, was du brauchst?

Der etwas andere Adventkalender war geboren – Das rundum-sorglos Paket für den Advent mit kleinen Kindern

Durch diesen Adventkalender wirst du entlastet und kannst trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – den Advent mit deinen Lieben genießen.

Und damit die Motivation hoch bleibt, gibt es in unseren E-Mails auch Hintergrundinformationen. Du erfährst, welche Kompetenzen dein Kind dabei übt.

Hier findest du dieses kostenlose Angebot.

Trag dich gleich dafür ein und du bekommst eine Materialliste vor dem Advent und vor jedem Adventwochenende eine E-Mail mit verschiedenen erprobten Vorschlägen.

Bleib gelassen,

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Montessori Arithmetikmaterial-2

Montessori-Arithmetikmaterial-2

Dieser Artikel wurde zum ersten Mal am 10. Juni 2015 veröffentlicht und wurde am 22. September noch einmal überarbeitet und mit noch mehr Bildern versehen.

Dieser Artikel ist die Fortsetzung vom Beitrag Montessori-Artihmetikmaterial-1. Heute widem wir uns den Rechenoperationen und den zugehörigen Materialien. Auch beim Montessori-Arithmetikmaterial-2 bauen die einzelnen Materialien wieder aueinander auf.

Die dritte Ebene: Rechenoperationen

Ab dem Alter von ca. 5 Jahren beginnen die Kinder mit dem Material zu rechnen

Basismaterial

  1. Goldenes Perlenmaterial
  2. großer Kartensatz
  3. kleine Kartensätze
  4. Rechenzeichen
  5. Summenstrich

Es geht um das Erleben des Wesens der jeweiligen Rechenoperationen (im Sinn der Psycho-Arithmetik) als aktive Handlung mit großen Zahlen. Der Prozess ist wichtiger als das Ergebnis.

Die Reihenfolge der Operationen:
  • Addition und Division sind die leichter verständlichen Prozesse.
  • Die Multiplikation benötigt die Addition als Vorerfahrung.
  • Die Subtraktion ist die am schwierigsten zu materialisierende Aufgabe.

Im Sinn der Isolation der Schwierigkeit sollten folgende Arbeitsschritte gut voneinander unterschieden und getrennt eingeführt werden:

  • 1. Schritt: ohne Kategorienwechsel
  • 2. Schritt: mit Kategorienwechsel in einem Stellenwert (nicht beim Einer)
  • 3. Schritt: mit Kategorienwechsel in mehreren Stellenwerten
  • 4. Schritt: mit Nullstelle im Ergebnis
  • 5. Schritt: mit Nullstelle in der Angabe

Es empfiehlt sich Aufgaben in den einzelnen Schwierigkeitsgraden vorbereitet zu haben!

zusätzlich zu diesen Schritten
  • Darstellen der Mengen mit dem Kartensatz
  • das Untereinander-Schreiben der Stellenwerte
  • Einführung der Rechenzeichen und des Summenstrichs
  • Einführen der Sprechweise

Addition = Zusammengeben kleiner Mengen

Ausgehend von mehreren unterschiedlichen kleinen Mengen (kleine Kartensätze) wird durch das Zusammengeben eine große Menge (großer Kartensatz) gebildet und letztendlich die verkürzte Schreibweise eingeführt.

Multiplikation = Addition gleicher Mengen

Ausgehend von mehreren gleichen kleinen Mengen (kleine Kartensätze) wird durch das Zusammengeben eine große Menge (großer Kartensatz) gebildet und letztendlich die verkürzte Schreibweise eingeführt.

Division = gerechtes Verteilen = Teilen in gleich große Mengen

Ausgehend von einer großen Menge (großer Kartensatz) werden durch gerechtes Verteilen mehrere gleiche kleine Mengen (kleiner Kartensatz) gebildet, zuerst ohne Rest, dann mit Rest.

Subtraktion = Wegnehmen = Teilen in unterschiedlich große Mengen

Ausgehend von einer großen Menge (großer Kartensatz) bleibt durch Wegnehmen einer kleinen Menge (kleiner Kartensatz) eine kleine Menge (kleiner Kartensatz) übrig.

Markenspiel

Überleitungsmaterial – 1. Schritt vom Konkreten in die Abstraktion (gleiche Ebene wie Geld)

Parallelmaterial 1

Es dient der Erarbeitung der Grundrechnungsarten mit einstelligen Zahlen. Immer noch steht das Begreifen und Verstehen der jeweiligen Rechnungsart im Vordergrund.

Die Zahlenräume variieren je nach Rechenoperation.

  • Addition und Subtraktion Zahlenraum 18
  • Division Zahlenraum 81
  • Multiplikation Zahlenraum 81 erweitert auf 100

Die Materialien sind zwei- bis dreistufig aufgebaut, sodass das Kind von konkreten, aktiven Erfahrungen über die semi-abstrakte Stufe hin zur abstrakten gelangen kann – dem Beherrschen der Grundaufgaben mit einstelligen Zahlen im Kopf.

ADDITION
1. Schlangenspiel zur Addition (konkret)

2. Streifenbrett zur Addition (semi-abstrakt)

Montessori-Arithmetikmaterial-2,
Streifenbrett-Addition
3. Additionstabellen (abstrakt)
Montessori-Arithmetikmaterial-2, Additionstabellen
SUBTRAKTION
1. Schlangenspiel zur Subtraktion (konkret)
Montessori-Arithmetikmaterial-2, 
Schlangenspiel Subtraktion
2. Streifenbrett zur Subtraktion (semi-abstrakt)
Montessori-Arithmetikmaterial-2, 
Subtraktionsstreifenspiel
3. Subtraktionstabellen (abstrakt)
Montessori-Arithmetikmaterial-2, 
Subtraktionstabelle
MULTIPLIKATION
1. Kleines Multiplikationsbrett (konkret)
Montessori-Arithmetikmaterial-2, 
Multiplikationsbrett
2. Großer Perlenkasten (konkret)
dekanomisches Quadrat gelegt aus den Perlen des großen Perlenkastens
dekanomisches Quadrat gelegt aus den Perlen des großen Perlenkastens
3. Kurze Ketten = Quadratketten (semi-abstrakt)
4. Lange Ketten aus dem Kettenkasten = Kubikketten (semi-abstrakt)
Quadrat- und Kubikkette
Quadrat- und Kubikkette
5. Multiplikationstabellen (abstrakt)
Multiplikationstabellen
DIVISION
1. Kleines Divisionsbrett (konkret)
Divisionsbrett
2. Divisionstabellen (abstrakt)
Divisionstabellen

Mit vielen dieser Materialien arbeite ich in Einzelarbeit mit Volksschülern. Auch bei der musikalischen Reise ins Zahlenland haben wir diese Materialien im Einsatz.
Bei Interesse also HIER klicken und anmelden. Wir hatten schon 5-jährige, die im Rahmen des Zahlenlandes die Multiplikation und die Division erarbeitet haben. Es kommt natürlich immer auf das Interesse des Kindes an. Aber es ist immer wieder schön zu sehen, wie die Augen der Kinder zu strahlen beginnen, wenn sie sich selbst einen Rechenprozess erarbeitet haben.

Parallelmaterial 2 (erst im Schulalter)

Dient der Erarbeitung der Rechenoperationen mit großen Zahlen, bietet einen weiteren Schritt in die Abstraktion und ermöglicht so die Überleitung zu den schriftlichen Rechenverfahren.

Diese Materialien und Arbeitsschritte ermöglichen ein Durchschauen sämtlicher Prozesse mit ganzen, positiven Zahlen.

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Montessori-Arithmetikmaterial-1

Montessori-Arithmetikmaterial Teil 1

Dieser Beitrag wurde erstmals am 08.Juni 2015 erstellt und am 22.September 2019 überarbeitet und mit noch mehr Bildern versehen.
Er soll nur einen Überblick über das Material geben.

Das kindliche Interesse für Zahlen erwacht schon sehr früh.

Die ersten Einsichten in mathematische Prozesse entstehen lange vor der Schule. Mit drei Jahren beginnen sich die meisten Kinder für Zahlen zu interessieren.

Maria Montessori nannte diesen Prozess Psychoarithmetik.

Psychoarithmetik bedeutet, dass Kinder im Lauf ihrer Entwicklung mit Hilfe des absorbierenden Geistes Einsichten in mathematische Prozesse und Gegebenheiten erhalten. Dies erfolgt auf einer unbewussten oder vorbewussten Stufe. Durch die Arbeit mit dem mathematischen Material Maria Montessoris werden diese Erfahrungen ins Bewusstsein gebracht und strukturiert.

Um die Kinder in ihrer Entwicklung zu unterstützen, hat Maria Montessori Materialen entwickelt, die eine körperliche Erfahrung des lernstoffes möglich machen. Das Lernen geht

Von der Hand in den Kopf.

Maria Montessori

Die Materialien für den Bereich Arithmetik möchte ich diese Woche vorstellen. Da diese Gruppe sehr umfangreich ist, werde ich 2 Beiträge schreiben. Den zweiten Teil findest du im Beitrag Montessori-Arithmetikmaterial 2

Was ist Artihmetik?

Zuerst einmal aber eine Klärung des Begriffes Arithmetik. Arithmetik ist ein Teilgebiet der Mathematik und umfasst das Rechnen mit den – vor allem natürlichen – Zahlen.

Gliederung des Montessori-Arithmetikmaterials

Montessori-Arithmetikmaterial 1

Das Arithmetik-Material ist in drei Gruppen gegliedert

  1. Das Basismaterial
  2. Das Parallelmaterial und das
  3. Zusatzmaterial

Das Material ist gemäß der Entwicklung des Kindes einem didaktischen Aufbau unterworfen.

Unter dem didaktischen Aufbau oder auch der didaktischen Reihe versteht man die, nach Schwierigkeitsgrad gesteigerte Abfolge des angebotenen Materials. Dies kann einerseits durch das Steigern des Schwierigkeitsgrades innerhalb der verschiedenen Darbietungsmöglichkeiten eines Material erfolgen oder durch das Angebot des nächsten Materials einer Gruppe.

Gut erkennbar ist dieser Aufbau in den Bereichen Mathematik und Sprache:

  • Mathematik
  • Material zum Zählen
  • Material für das Zahlensystem
  • Material zum Erlernen der Grundrechenarten
  • Material zum Bestimmen der Wortarten
  • Sprache und Schrift
  • Material zur wortschatzerweiterung
  • Material zum Schrifterwerb
  • Material zum Lesen
  • Material zum Bestimmen der Wortarten

1. Erste Ebene, die Ebene des Zählens

Mit ungefähr drei Jahren beginnen die Kinder mehr als „Zwei“ mit einem Blick als bestimmte Menge wahrnehmen zu können. In diese Zeit fällt meist auch das erste Interesse für Zahlen und das Zählen. Stolz zeigen die Kinder in diesem Alter: „Ich bin schon so alt.“, und strecken dabei drei Finger in die Höhe.

Beim Erwerb dieser Fähigkeiten gilt es grundlegende Prozesse zu beachten:

  • Die Verknüpfung von Menge und Begriff
  • Die Verknüpfung von Begriff und Symbol
  • Die Verknüpfung von Menge und Symbol

Das Material für diese Stufe

Basismaterial

1. Numerische Stangen
Montessori-Arithmetikmaterial-1,  rot-blaue Stangen
  • Material der festen Einheiten
  • Kennenlernen der Basis des Zehnersystems (Stufe der Benennung)
  • Ordnen der konkreten Mengen
  • Aufbau der Zahlenreihe durch Zuordnen der Ziffern
2. Spindelkasten
Montessori-Arithmetikmaterial-1, Spindelkasten
  • Material der losen Einheiten
  • Kennenlernen aller Ziffern des dekadischen Systems einschließlich der Null
  • Zuordnen der konkreten Mengen zum abstrakten Symbol (Stufe des Wiedererkennens)
  • Einführung der Null
3. Ziffern und Chips
Montessori-Arithmetikmaterial-1,  Ziffern & Chips
  • Selbständiger Aufbau der Zahlenreihe von 1 bis 10 (Stufe der aktiven Beherrschung)
  • Zuordnen der konkreten Menge
  • Erleben der Teilbarkeit durch 2 und Benennen von gerade und ungeraden Zahlen

Parallelmaterial

1. Sandpapierziffern zum Schreibenlernen
Montessori-Arithmetikmaterial-1,  Sandpapierziffern
2. Bunte Perlen für Perlendreieck
Montessori-Arithmetikmaterial-1, Perlendreieck
3. Perlentreppchen
Montessori-Arithmetikmaterial-1, Perlentreppchen

Zählen im Alltag und im Kreis

  • Bewegungen (Schritte, Klatschen, Treppenstufen, …)
  • Dinge (Tisch decken, Geburtstagskerzen, …)

2. Die zweite Ebene: Einführung des dekadischen Systems

Sobald die Kinder im Zahlenraum 10 die ersten grundlegenden Erfahrungen gesammelt und auch schon ein wenig gefestigt haben, bietet die Montessori-Pädagogik den Kindern an, das dekadische System (Zehnersystem) zu entdecken.

Auch auf dieser Ebene geht es um dieselben 3 Prozesse:

  • Verknüpfung von Menge und Begriff
  • Verknüpfung von Begriff und Symbol
  • Verknüpfung von Menge und Symbol

Darüber hinaus wird auf dieser Ebene auch das Farbleitsystem der Stellenwerte eingeführt.

Basismaterial

1. Goldene Perlen (ZR 9-999)
Montessori-Arithmetikmaterial-1, Goldene Perlen für die Stellenwert-Erarbeitung
Goldene Perlen für die Stellenwert-Erarbeitung
2. Die großen Kartensätze
Montessori-Arithmetikmaterial-1, Kartensatz
3. Hierarchie der Zahlen = „die Million“
Montessori-Arithmetikmaterial-1, Million
Die Million. In diesem Kubus hat ein Kleinkind genug Platz :-)

Parallelmaterial

Dieses dient der Sprech- und Schreibweise 2- bis 4-stelliger Zahlen.

1. Seguin-Tafel 1
2. Seguin-Tafel 2
3. 100er- und 1000er-Kette mit Pfeilen
4. Kurze Ketten (Quadratketten)
5. Lange Ketten (Kubikketten)
6. 100er-Brett

Ab dem Alter von ca. 5 – 6 Jahren beginnen die Kinder mit dem Material zu rechnen.

Den Überblick über dieses Material gibt es im nächsten Artikel.

Fast das gesamte Montessori-Arithmetikmaterial 1 kommt in der musikalischen Reise ins Zahlenland zum Einsatz. Dein Kind kann also in der Woche sowohl die Zahlen erarbeiten, als auch das Verständnis für Stellenwerte entwickeln.

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Perlendreieck

Das war das Zahlenland 2019 in Bildern

Wie immer haben wir auch heuer im Sommer fotografiert. So schaffen wir Erinnerungen für unsere kleinen Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Natürlich bekommst du so auch einen Eindruck, wie viel Spaß wir in der musikalischen Reise ins Zahlenland jedes Jahr haben. Wenn du im nächsten Jahr dabei sein willst, dann folge diesem link.

Wir achten immer darauf die Kinder nur in Spiel- und Arbeitssituationen zu fotografieren. So ermöglichen wir die größtmögliche Privatsphäre. Für alle Eltern deren Kinder noch nie bei uns waren: Wir holen uns selbstverständlich vor dem Kurs eine schriftliche Fotografieerlaubnis ein. Nur wenn wir die Erlaubnis der Eltern erhalten, werden die Kinder fotografiert. Wir verwenden die Bilder nur dann, wenn wir eine gesonderte Veröffentlichungserlaubnis haben.

So sieht es aus, wenn wir den Raum vorbereiten

Arbeitsmaterialien und Plakate

Bilder der ersten Woche:

Bilder der zweiten Woche:

Deine Kinder bekommen Lust, wenn sie diese Bilder sehen? Hier geht es zur Anmeldung für das Zahlenland im Jahr 2020!

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