7 gute Gründe Selbstwirksamkeit zu erlernen

7 Gründe Selbstwirksamkeit zu erlernen

Dieser Beitrag erschien das erste Mal am 13. Oktober 2014 und wurde am 22.09.2019 neu überarbeitet.

Warum du 7 gute Gründe hast Selbstwirksamkeit zu erlernen

Selbstwirksamkeit ist das Bewusstsein, dass du mit deinen Handlungen etwas bewirken kannst. Du machst etwas und siehst, dein Handeln bewirkt einen Unterschied zur bestehenden Situation. Du siehst, dass du etwas verändern kannst. Dein Handeln macht einen Unterschied!
Du ahnst es schon, das ist eine wichtige Fähigkeit für dein Leben. Ich gebe dir 7 Gründe Selbstwirksamkeit zu erlernen.

Um dir zu zeigen wie einfach und wichtig es ist, Selbstwirksamkeit zu erlernen, wähle ich Beispiele aus der kindlichen Entwicklung. Das zeigt einerseits, dass es keinen großen Mehraufwand braucht, um Selbstwirksamkeit zu erlernen, andererseits macht es bewusst, dass die Erfahrung selbstwirksam handeln zu können, uns schon sehr früh beeinflusst.

1. Selbstwirksamkeit macht selbstbewusst

Durch selbstwirksames Handeln wirst du dir bewusst, was du alles kannst.

Selbstwirksamkeit macht selbstbewusst! Klick um zu Tweeten

Schau dir ein Kind an, das übt, Wasser in ein Glas einzuschenken. Es ist hochkonzentriert. Anfangs vielleicht noch etwas unsicher in der Hand-Auge-Koordination, d. h. es tut sich schwer abzuschätzen, ob der Wasserstrahl auch wirklich ins Glas treffen wird.

Jeden kleinen Fehler bemerkt es sofort.

Das Kind greift also korrigierend ein. Zuerst machen diese Eingriffe noch den Anschein von Versuch und Irrtum. Aber mit der Zeit, kann das Kind viel besser abschätzen, wie es den Krug richtig hält, damit der Wasserstrahl auch gut ins Glas trifft. Es strahlt! Der erste Erfolg.

(Übrigens bemerkt es das alles leichter, wenn du das Wasser zum Üben mit Lebensmittelfarbe einfärbst.)
Die nächste Hürde steht bevor: Abschätzen zu können, wie lange, das Wasser rinnen darf, ohne dass das Wasser über den Rand des Glases läuft. Auch hier experimentiert das Kind mit Schwung und Vorsicht, bis es das richtige Maß erkennt. Aber dann, der Erfolg: Das Glas ist eingeschenkt und das Wasser nicht übergelaufen.
In diesem Augenblick blitzt die Erkenntnis auf: „Ich kann das.“ Das stärkt das Selbstbewusstsein.

2. Selbstwirksamkeit macht resilient

Laut Wikipedia ist Resilienz die Fähigkeit eines Systems mit Veränderungen umgehen zu können. Bei Menschen beschreiben wir mit Resilienz die Fähigkeit mit Rückschlägen und negativen Ereignissen im Leben gut umzugehen. Resiliente Menschen überstehen diese Ereignisse nicht nur gut, sie sind auch in der Lage, sich durch diese Herausforderungen weiter zu entwickeln. Um Resilienz zu entwickeln braucht es ein paar Voraussetzungen. Eine davon ist die gute Bindung zu einer Bezugsperson, die unterstützend wirkt.

Über Resilienz und warum Selbstwirksamkeit hilft, sie zu entwickeln, schreibe ich demnächst einen eigenen Artikel.

3. Selbstwirksamkeit hilft uns, uns als Verursacher unseres Lebens(verlaufs) zu erkennen

Im NLP wird das mit der Überschrift „Ursache versus Gründe“ zusammengefasst. Genau genommen ist diese Erkenntnis aber schon viel älter. NLP hat bekanntermaßen nur Erkenntnisse anderer Fachrichtungen zusammengefasst, gebündelt und geordnet.

Etwas anders findest du den Spruch auf meinen Karten:

Wer etwas will findet Wege, wer etwas nicht will, findet Gründe.

Selbstwirksamkeit

Auch das will erlernt sein; sich selbst als Ursache des Ausganges zu betrachten.
Sehr gut erlernen wir das beim Singen. Deshalb ist Singen für Kinder auch so wertvoll.
Sie erfahren, dass sie durch die Kontrolle eines ganz kleinen Bereichs des Körpers – nämlich der Stimmbänder – Töne erzeugen können. Und sie hören sofort, ob sie den Ton richtig getroffen haben. Sie können herumprobieren und üben so oft sie wollen. Sie werden immer sofort ein Feed-back erhalten. Das Wunderschöne an der Sache: Sie selbst sind Feed-back-geber. Das Kind erfährt sich so als Ursache und Wirkender zugleich.

Nebenbei bemerkt, ist Singen die beste Möglichkeit Angst zu überwinden. Durch die beim Singen erforderliche Körperhaltung ist es nicht möglich, Angst zu haben. Um gut – und laut – zu singen, benötigen wir eine aufrechte Körperhaltung und gut gefüllte Lungen.
Das wusste früher jedes Kind, das alleine in den Keller geschickt wurde und deswegen gab es auch Kampflieder ;-)

4. Selbstwirksamkeit macht selbstsicher und glücklich

Selbstwirksamkeit macht auch selbstsicher, denn es ist ein schönes Gefühl, mit den Herausforderungen des Lebens umgehen zu lernen. Jede erfolgreiche Lernerfahrung bewirkt eine Dopaminausschüttung im Gehirn und diese wiederum beeinflusst die Gehirnentwicklung.

Selbstwirksamkeit erlernen wir aber nicht an einer kleinen Aufgabe, die wir leicht verrichten.
Es sollte schon eine Herausforderung sein. Deshalb ist es auch so wichtig, Kindern Herausforderungen zu bieten.
Kinder signalisieren uns das ganz deutlich. Wir haben nur verlernt, diese Signale zu verstehen. Für ein Kind ist Tisch decken dann interessant, wenn es körperlich noch fast zu klein ist, um auf den Tisch zu reichen.

Von mir selbst gibt es eine Geschichte, dass ich im Alter von 3 – 4 Jahren begeistert den Tisch gedeckt habe. Ich war gerade so groß, dass ich mit dem Kopf die Tischplatte überragte. Um den Schaden zu minimieren, bekam ich jeweils nur einen der Porzellanteller. Ich nahm den Teller in beide Hände, legte ihn mit der Kante an den Rand des Tisches und schubbste mit dem Brustkorb sanft dagegen. Dann legte ich das Besteck daneben. – Und habe gestrahlt, wie ein frisch lackiertes Hutschpferd (für alle deutschen Leser: ein frisch lackiertes Schaukelpferd). Noch heute bin ich meiner Mutter dankbar, dass sie die Nerven hatte, mich diese Erfahrung machen zu lassen.

5. Selbstwirksamkeit fördert die Zivilcourage

Was glaubst du, wann du dich eher für eine Sache einsetzt: Wenn du dir bewusst bist, dass du etwas verändern kannst, oder wenn du dich als machtlos und als Spielball der Umstände empfindest?
Genau deshalb fördert Selbstwirksamkeit die Zivilcourage. Die Fähigkeit, uns für andere einzusetzen und auch einzutreten.

Selbstwirksamkeit hilft Zivilcourage zu entwickeln und für andere einzutreten. Eine Fähigkeit, die wir heute mehr denn je brauchen. Klick um zu Tweeten

Für Zivilcourage braucht es nicht nur Selbstwirksamkeit, sondern auch Selbstsicherheit und Selbstvertrauen. Denn es ist ja nicht so einfach sich gegen eine Gruppe zu stellen. Genau das erfordert Zivilcourage aber meistens.

Zivilcourage ist etwas, das wir heute sehr dringend brauchen. Sie hilft uns allen gegen Mobbing, Benachteiligung und Ungerechtigkeiten vorzugehen. Diese Fähigkeit unterstützt uns alle dabei uns schützend vor jemanden zu stellen der Hilfe braucht und laut zu sagen: „Stopp! Es ist genug!“
Zivilcourage braucht dein Kind aber auch, um zu seinen Werten und Überzeugungen zu stehen. Auch wenn die Peergroup gerade etwas anderes bevorzugt. Also: nein zu Alkohol und Drogen zu sagen. Nein zu sagen zu übergriffigem Verhalten.

6. Selbstwirksamkeit reguliert die Anstrengungsbereitschaft in Lernsituationen

Wie schon erwähnt, wird bei jeder erfolgreich bestandenen Lernsituation Dopamin, eine Art Belohnungshormon, ausgeschüttet. Jede erfolgreich bestandene Situation bestärkt dich im Glauben an dich selbst: „Ich kann das schaffen.“ Diese Überzeugung wirkt sich auch auf deine Erwartungshaltung aus. Somit bist du bereit, dich mehr anzustrengen, um dein Ziel zu erreichen.

Genau das braucht dein Kind. Es braucht Erfolgserlebnisse, damit es lustvoll weiter lernen kann. Deshalb ist es auch so wichtig anfangs die Lernschritte klein zu halten, damit sich schnell ein Erfolg einstellt.

Notfalls bedeutet das auch einen Schritt zurückzugehen und die Basics zu wiederholen.
Also:

  • Die Buchstaben gut wiederholen, wenn ein Kind nicht Silbenlesen kann.
  • Die Zahlen festigen, bevor das Kind zu rechnen anfängt.
  • Die Beweglichkeit der Hand zu schulen, wenn das Kind sich beim Schreiben schwer tut.

7. Selbstwirksamkeit erhöht die Toleranz gegenüber eigenen Fehlern

Du hast schon gelesen, dass ein Teil der Selbstwirksamkeit, das Lernen an den eigenen Fehlern ist. Im besten Falle, das feed-back an sich selbst. Somit werden Fehler völlig anders gewertet. Sie werden gesehen, als das, was sie sind: Ein Signal, dass es noch etwas zu verbessern gibt. Sie zeigen, an welchen Schrauben du noch drehen musst, damit das Ergebnis noch besser wird.

7 Gründe Selbstwirksamkeit zu erlernen-Selbstkontrolle

So verlieren Fehler auch ihren Schrecken. Du brauchst keine Angst zu haben, zu versagen oder den Ansprüchen von außen nicht zu genügen. Du erfüllst deine eigenen Ansprüche.

Deshalb ist auch das Montessori-Material so wertvoll. Das Kind erhält das Feed-back nicht durch eine andere Person, sondern durch das Material. Es merkt selbst: Da stimmt etwas nicht und kann sich auf die Fehlersuche machen.

Wann lernen wir Selbstwirksamkeit am leichtesten?

Nach meinen Beispielen ahnst du es schon. Im Kindesalter! Genau darum ist es wichtig, dass du deinem Kind Herausforderungen zugestehst und ihm einen sicheren Rahmen bietest, um sich auszuprobieren und zu lernen.

Du kannst dein Kind mit deiner Haltung gut dabei unterstützen Selbstwirksamkeit zu erlernen. Das bedeutet aber auch, dass du deinem Kind nicht alles abnimmst und ihm nicht jeden Stein aus dem Weg räumst. Im Gegenteil: Dein Kind sollte möglichst viele verschiedenartige Erfahrungen machen dürfen. Deine Aufgabe dabei ist es, da zu sein. Du bist das Back-up, auf das dein Kind jederzeit zurückgreifen kann. Das gibt Sicherheit und macht Mut.

Können auch Erwachsene noch Selbstwirksamkeit lernen?

Natürlich können auch Erwachsene noch Selbstwirksamkeit lernen. Jede Situation, in der wir unsere Komfortzone verlassen, lehrt uns wieder ein wenig Selbstwirksamkeit. Wir stellen uns einer Situation die uns unangenehm ist, die uns möglicherweise ängstigt und die uns herausfordert. Wenn wir die Erfahrung machen: „Juhu, ich kann das!“, dann bemerken wir, dass wir mit unserem Handeln Veränderung bewirken. Coaching kann diesen Prozess unterstützen.

Erwachsene haben sogar mehr als 7 Gründe Selbstwirksamkeit zu erlernen

Menschen mit hoher Selbstwirksamkeit:

  • Haben ein höheres Anspruchsniveau
  • Haben eine große Anstrengungsbereitschaft zur Erreichung des Zieles
  • Zeigen mehr Ausdauer
  • Suchen flexibel nach Lösungen und denken out-of-the-box
  • Stellen sich bereits vor Beginn der Arbeit den erfolgreichen Abschluss vor
  • Arbeiten hocheffektiv
  • Lassen sich nicht ablenken
  • Können die Güte des Arbeitsergebnisses realistisch einschätzen
  • Können mit Rückschlägen gut umgehen

All diese Fähigkeiten kannst du im Alltag und im Arbeitsleben gut brauchen und einsetzen.

Kanntest du den Begriff Selbstwirksamkeit schon bevor du diesen Artikel gelesen hast?
Wie selbstwirksam handelst du?

Bleib gelassen!
Deine

Teile diesen Beitrag und hilf mit den Familienalltag gelassen zu machen!
Gelassen bleiben, wenn der Partner hektisch ist

Dier Artikel wurde im Mai 2016 zum ersten Mal veröffentlich und am 23. September 2019 überarbeitet.

Gelassen bleiben, wenn der Partner hektisch ist

Vor einiger Zeit fragte ich in einer Gruppe nach, was die größten Probleme zum Thema Gelassenheit sind. Eine Frage scheint viele Frauen zu beschäftigen: „Wie schaffe ich es ruhig und gelassen zu bleiben, wenn der Partner es gerade nicht ist?“

Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Ich bin mit meinem Mann mehr als 26 Jahre verheiratet und in jungen Jahren ging es mir auch so.

Im Grunde genommen bin ich der aktive Part in der Beziehung. Ich hab Hummeln im Hintern. Mein Mann ist nach außen die Ruhe in Person. Was viel aber nicht sehen: Er regt sich viel leichter auf, als ich.

Dabei kann es sich um Kleinigkeiten handeln:

  • Staus, denen er ohnehin nicht ausweichen kann.
  • Eine Schraube, die nicht so in der Wand halten will, wie er das möchte.
  • Ein Glas, das durch Unachtsamkeit zu Boden fällt.
  • Eine bekleckerte Krawatte.

Das dumme dran ist, dass er sich nicht nur kurzfristig und blitzartig aufregt. Das bin ich von meinem Vater gewohnt. Damit kann ich umgehen. Nein, das nagt an ihm noch eine ganze Weile. Er brütet, grantelt und verpestet energetisch die Luft. (Mein Schatz, ich liebe dich, wie du bist <3)

Dein Mann brütet, grantelt und verpestet die Luft? Hier findest du 10 Tipps, um damit umzugehen. Klick um zu Tweeten

Lange Zeit hat mich das sehr belastet und dazu geführt, dass ich auch meine gute Laune verloren habe und ebenfalls unruhig und nervös wurde. Ichließ mich von seiner Laune anstecken.

Mit den Jahren haben wir jedoch gelernt, damit umzugehen.

10 Strategien, um gelassen zu bleiben, wenn der Partner hektisch ist

Folgende Strategien haben sich bei uns bewährt. Bestimmt findest du auch einige Punkte, die dir weiter helfen.

1. Achtsamkeit

Jaja, ich weiß. Jetzt kommt sie schon wieder mit der Achtsamkeit daher.
Achtsamkeit ist die Basis dafür, dass du bemerkst, was in dir vorgeht. Du merkst, was die Situation in dir auslöst. Sie hilft dir, unbewusste Prozesse ins Bewusstsein zu bringen. Nur so kannst du auch bewusst gegensteuern.

2. Raus aus der Situation

Dein Mann regt sich gerade über irgendetwas entsetzlich auf und du merkst, wie sein Ärger auf dich übergreift? Dann entziehe dich der Situation. Geh aus dem Zimmer. (Wenn du keinen anderen ruhigen Ort findest, geh auf die Toilette.)

Das hilft dir deine eigenen Gefühle von den fremden Gefühlen zu trennen und dir darüber klar zu werden, was die Situation in dir auslöst.

3. Du musst nicht auf alles reagieren

Du darfst ruhig und gelassen bleiben, wenn um dich ein Orkan tobt. Du darfst auch ärgerliche Bemerkungen ignorieren, wenn es dir hilft gelassen zu bleiben. Denk daran: Gelassenheit sorgt dafür, dass du handlungsfähig bleibst.

Gelassenheit sorgt dafür, dass du handlungsfähig bleibst. Klick um zu Tweeten

4. Schweige

Versuche nicht deinen Mann durch gutes Zureden wieder zu beruhigen. In den meisten Fällen funktioniert das nicht. Sag erst einmal gar nichts.

In einer so aufgeladenen Atmosphäre ist niemand einem vernünftigen Argument zugänglich. Hätte die Person, die unruhig oder ärgerlich ist Zugang zur Vernunft, dann käme es gar nicht so weit. Meist ist diese Person aber von ihren Gefühlen überschwemmt und überwältigt. Dasselbe gilt übrigens auch für wütende Kinder. Wenn du gerade ein Kind in der Wackelzahnpubertät hast, weißt du wovon ich spreche.

5. Mach dir klar, dass der Ärger nichts mit dir zu tun hat

Aus meiner eigenen Erfahrung und auch dem Coaching weiß ich, dass wir uns meistens über uns selbst am meisten ärgern. Und dann ärgern wir uns darüber, dass wir uns ärgern und für schlechte Stimmung sorgen. Ein Teufelskreis.

Mach dir also klar, dass der Ärger oder die Unruhe deines Mannes nichts mit dir zu tun hat.

Wenn du den Anlass kennst, dann weißt du es ja. Trotzdem kann da so ein kleines Gefühl der Machlosigkeit bleiben, weil du den geliebten Menschen nicht beruhigen kannst.

Mir hilft da der Satz:

Nicht mein Zirkus, nicht meine Affen.

Manche Dinge müssen wir eben allein durchturnen.

6. Sei einfach da

Wenn du das Gefühl hast, dass sich dein Mann beruhigt, wenn du da bist und du mit der seelischen Explosion umgehen kannst, dann bleib einfach still da.

Zeige, dass du zu ihm stehst und bereit bist ihn zu unterstützen, sobald er es zulassen kann.

7. Sorge gut für dich

Achte, was du brauchst, um ruhig zu bleiben und dich nicht hineinziehen zu lassen.

Das können Kleinigkeiten sein. Ein Glas Wasser oder ein geöffnetes Fenster für mehr Frischluft. Sorge für dich!

8. Vertrauen

Hab Vertrauen, dass dein Partner in der Lage ist, seine Themen selbst zu lösen und dass er auch wieder Kontakt zu dir aufnimmt. Diese Unruhe oder dieser Grant bedeutet nicht, dass die Liebe zwischen euch verloren gegangen ist. Sie bildet im Moment nur einen Mauer, so dass ihr sie vielleicht nicht sehen oder fühlen könnt.

Diesen Punkt erachte ich für ganz wichtig. Denn oft haben Paare im Sog des Alltags das Gefühl, dass die Liebe abhanden gekommen ist.

9. Lass ihm Zeit

Gib deinem Partner die Zeit, die er braucht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mein Mann nach einiger Zeit von sich aus erzählt, was ihn beschäftigt hat oder warum er sich so unendlich geärgert hat. Meisten ist diese Kleinigkeit ja nur der Auslöser, die Ursache liegt woanders.

Mein Mann gehört zu den Menschen, die zuerst mit sich selbst im Reinen sein müssen, bevor sie kommunizieren. Vielleicht ist das bei deinem Partner genauso. Das heißt aber auch, dass du durch bohrende Fragen die Unruhe nur vergrößern wirst.

10. Redet in Ruhe

Nehmt euch Zeit alles zu besprechen – falls es etwas zu besprechen gibt – wenn sich die Lage wieder entspannt hat. Manchmal ist der Ärger wirklich nur einer Kleinigkeit geschuldet und wenn die behoben ist, ist alles vorüber. Das ist so bei jedem Ärger, der mit handwerklichen Tätigkeiten zu tun hat. Ist eine passende Lösung gefunden, ist auch der Ärger vorbei.

Und deine Lösungsansätze?

Nachdem dieses Thema viele Frauen beschäftigt, gibt es sicher auch ganz viele Lösungsansätze. Je nach Charakter und Temperament werden auch andere Wege zum Ziel führen.

Ich bin neugierig, welche Strategien du für dich entwickelt hast. Teil sie uns doch in den Kommentaren mit. So sorgen wir gemeinsam dafür, dass Gelassenheit und Ausgeglichenheit in den Familienalltag einzieht.

Du wünscht dir Unterstützung?

Dann nimm die Möglichkeit des kostenfreien, 30-minütigen Kennenlern-Gespräches in Anspruch. Du schilderst mir deine Herausforderung und ich zeige dir einen Lösungsweg.

Bleib gelassen!

Merken

Merken

Merken

Teile diesen Beitrag und hilf mit den Familienalltag gelassen zu machen!
7 Tipps, um leichter zu lernen, Glaubenssätze überprüfen

5 Gründe warum jammern nix bringt … und Wege aus dem Jammertal

5 Gründe warum dich jammern nicht weiter bringt

Dier Artikel entstand am 6. Oktober 2014 und wurde am 20. September 2019 überarbeitet.

Zugegeben, das heutige Beitragsbild ist etwas provokant. Nicht jede Jammerei ist nur Blabla, manch eine hat einen sehr ernsthaften Hintergrund.
Wir alle jammern manchmal, wenn es uns schlecht geht. So ein großer Stoßseufzer, wenn wir gerade nicht mehr weiter wissen, tut so richtig gut.
Dabei solltest du es dann aber auch schon belassen. Warum?

5 Gründe, warum jammern dich nicht weiterbringt

Weiterlesen
Teile diesen Beitrag und hilf mit den Familienalltag gelassen zu machen!
5 Möglichkeiten deinen Lebenstraum zu finden

Hast du einen Lebenstraum?

Dieser Blogartikel wurde erstmals am 23. Oktober 2015 veröffentlicht und wurde am 20.09.2019 überarbeitet unn aufgefrischt.

Einen so richtig großen? Ja! – Glückwunsch!
Nein? – Möchtest du deinen Lebenstraum finden?

5 Möglichkeiten deinen Lebenstraum zu finden

Ich habe einen. Mein Traum ist es, dass Familien ein gelassenes und ausgeglichenes Leben führen können. Grob und kurz umrissen heißt das: Weg vom Stress und den endlosen Diskussionen – hin zu einem entspannten und gelassenen Familienleben.
Ich bin überzeugt, dass zu einem entspannten Familienleben jeder sein Schärflein beitragen kann und soll. Ein entspanntes und ausgeglichenes Familienleben bildet die Basis für das Lebensglück aller Familienmitglieder. Diesem Traum folge ich nun schon seit 2014 mit ganzer Kraft.

Ich habe Wege eingeschlagen, die ich mir anfangs gar nicht vorstellen konnte. Ich coache Familien, ich halte Vorträge und ich leite immer wieder Workshops und Seminare. Auch Online entwickle ich mich Stück für Stück weiter.

Ich glaube auch fest daran, dass jeder für sein Lebensglück selbst verantwortlich ist. Das ist eine gute Nachricht, denn das bedeutet, dass auch du bei dir ansetzen kannst, wenn du nicht wirklich zufrieden bist und es nicht so gut läuft.

Und das bringt mich zu deinen Träumen

Kennst du deine Lebensträume? Oder fühlst du nur ein schwammiges, undefinierbares Gefühl, das dir sagt, da muss noch mehr sein? Schreit etwas in dir: „Das kann noch nicht alles gewesen sein!“ Siehst du deine Träume und Visionen nur verschwommen?

Auch wenn dir deine Lebensträume noch nicht bewusst sind, unbewusst suchst du danach oder nimmst sie schon wahr. Genau diese unendlich große Weisheit deines Bewusstseins, werden wir heute anzapfen.

Ausgeglichenheit hilft dir, deine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. Nur im ruhigen Wasser kannst du dein Spiegelbild sehen.

Nur im klaren Wasser kannst du dein Spiegelbild sehen. Klick um zu Tweeten

Deinem Lebenstraum auf der Spur

Gleich stelle ich dir einige Übungen, wie auch du deinen Lebensträumen auf die Spur kommen kannst. Es kann sein, dass eine Übung dich eher anspricht als eine andere. Probier aber trotzdem alle aus.

5 Möglichkeiten deinen Lebenstraum zu finden

1. Was brauchst du gerade jetzt?

Nimm dir doch einen Augenblick Zeit, atme und lass die Unruhe des Alltags kurz hinter dir. Sie wartet auf dich. Fest versprochen. Wenn du sie nachher zurückwillst, nimmst du sie einfach wieder mit :-)
Vielleicht hilft dir dieser ruhige Moment, zu sehen, was du verändern willst. Wo deine Lebensträume verborgen sind.
Also: Setz dich kurz hin, atme ruhig ein und aus, spüre in dich hinein. Fühle die Sitzfläche des Sessels, nimm die Lehne wahr, an der du möglicherweise angelehnt bist. Hmmm …. Ist das nicht angenehm?
Wie fühlst du dich gerade?
Was brauchst du im Moment?
Was willst du in der Zukunft noch erreichen? Wo willst du in deinem Leben hin?
Was willst du noch erreichen?

Wenn du diese Übung wirklich in Ruhe und ganz entspannt machen willst, dann lade dir das Audio herunter. So kannst du sie dir anhören und dich dabei tief entspannen. Der Genuss wird dabei viel größer sein, denn im Audio ist noch mehr verpackt, als in diesem kurzen Text.

Bist du wieder hier? – Sehr schön. Dann hast du ja sicher einige Ideen mitgebracht.

2. Mach die Collage deiner Träume

Eine weitere gute Möglichkeit, dir deine Träume bewusst zu machen, ist eine Collage.

Nimm dir einen Packen Zeitschriften (je mehr Fotos, desto besser), Schere, Klebstoff, einen wirklich großen Bogen Papier und Stifte.

Und jetzt blättere mal in den Zeitschriften. Schneide ohne groß nachzudenken, alles was dich anspricht aus. Wenn du fertig bist, dann ordne diese ausgeschnittenen Bilder auf den großen Bogen Papier an. Die Ausschnitte können sich dabei ruhig überlappen.
Du kannst auch Schlagworte oder Überschriften über die Bildbereiche setzen. Wenn du magst, kannst du deine Collage auch mit Bändern, Muscheln oder bunten Holzteilen bestücken.

Wenn du meinst, das Bild ist fertig, lasse es auf dich wirken.

Was ist darauf zu sehen? Wo will dein Herz hin?

Ich fand auf so einer Collage einmal ein Haus am Strand und Einzelbilder von der Wüste.
Ich konnte damit nicht wirklich etwas anfangen. Von 2014 – 2015 wohnte mein Mann in einem Land, in dem es Strand, Meer und Wüste gibt und ich besuchte ihn dort regelmäßig. Ich fühlte mich in diesem Land sehr wohl. Auch heuer wird mein Mann wieder in ein Mittelmeerland ziehen und ich kann ihn dort immer wieder besuchen.

3. Achte auf deine Träume

Ich rede hier wirklich von den Träumen im Schlaf. Oft will uns unser Unbewusstes etwas mitteilen. Wenn wir am Tag unruhig und beschäftigt sind, hören wir nicht zu. Darum wählt es manchmal die Träume als Hilfsmittel. Leider sind sie nicht immer auf Anhieb zu verstehen.

Ich zum Beispiel träume die letzten Tage sehr intensiv. Ich stelle Unterlagen zusammen, sehe mich beim Sport und laufe auf verschiedene Ämter.

Tatsächlich beschäftigt mich das Thema Sport im Moment sehr. Ich habe wieder angefangen wirklich regelmäßig Sport zu betreiben und Bewegung zu machen. Mein Unbewusstes hilft mir dranzubleiben und Zeigt mir auch Bilder, wie es in einem Jahr aussehen kann. Beruflich stelle ich gerade einen neuen Kurs zusammen und so kann ich mir auch das mit den Unterlagen erklären.

Damit du wirklich mit deinen Träumen arbeiten kannst, führe ein Traumtagebuch. Schreib alles, was du dir von deinen Träumen merkst auf. Auch wenn das nur Bruchteile sind, oder vielleicht auch nur die Tatsache: „Heute Nacht habe ich geträumt“. Du holst dir damit dein Unbewusstes ins Boot. Du zeigst ihm: „Ich versuche zu verstehen, was du mir zu sagen hast. Es ist mir wichtig!“

Das führt dazu, dass deine Träume allmählich klarer werden und du sie dir auch besser merken kannst. Wenn es nicht gleich klappt, hab Geduld.

Ich habe beim ersten Mal Wochen gebraucht, bis ich mir einen Traum durchgehend gemerkt habe. Heute sind meine Träume meist sehr klar, oder ich merke mir genau die Teile, die von Bedeutung sind. Ich achte aber auch schon seit meinem 20 Lebensjahr auf meine Träume :-)

4. Erlaube dir Tagträume

Das ist jetzt etwas ganz Anderes. Ich meine damit nicht: „Baue Luftschlösser!“

Sondern setz dich in ein paar ruhigen Minuten hin und lasse deine Gedanken treiben. Schau ihnen dabei zu, wie du den Booten auf einem ruhigen Fluss zusiehst. Oder den sich bewegenden Bilder auf einer Kinoleinwand. Beobachte sie und nimm sie wahr. Wo treiben (dich) deine Gedanken hin?

Denkst du an die Wäsche, die du noch machen musst? – Lass es ziehen.
Ein Geschäftsbrief ist noch zu schreiben? – Auch der darf im Moment weiterziehen.
Du brauchst noch ein Geschenk, weil dein Sohn zu einer Geburtstagsparty eingeladen ist? – Aha.

Wenn du das eine Weile machst, werden deine Gedanken langsam ruhiger werden, die Gedanken über das Tagesgeschehen werden weniger und es werden Gedanken auftauchen, bei denen es dir warm ums Herz wird, wo du auf einmal besser atmen kannst, weil du in deinem Brustraum mehr Platz hast. Gedanken, die es hell um dich werden lassen.

Wenn solche Gedanken auftauchen, dann sei ganz aufmerksam. Was sind das für Gedanken?
Mit welchen Träumen und Zielen sind sie verbunden?

5. Hör auf dein Herz

Dieser Punkt ist ganz eng mit dem letzten verbunden.

Es gibt Situationen, Wünsche und Gedanken, die unser Herz hüpfen und tanzen lassen. Dort schau genau hin!
Meist fühlt es sich dann leicht an, auch wenn es mit großer Anstrengung verbunden ist.

Einer meiner Wünsche, der mich viel Kraft gekostet hat, war es in einem Haus zu wohnen.
Ich bin selbst zuerst in einer Wohnung und später in einem Haus aufgewachsen. Ich wollte meine Kinder immer in einem Haus aufziehen. Dafür habe ich einiges in Kauf genommen. Mein Mann ist ein typischer Wohnungsmensch und noch heute gehen ihm alle mit dem Haus verbundenen Aufgaben auf die Nerven. So war für viele Dinge ich allein verantwortlich.
Trotzdem hat es sich immer leicht angefühlt, wenn meine Kinder im Garten spielen konnten. Das war genau das Bild, das ich in meinem Herzen hatte.
Heute weiß ich, dass dieser Wunsch auch eng mit meinem Bedürfnis nach Freiheit verbunden ist. Ich wollte nicht so eng an Nachbarn wohnen.

Auch das kann sich ändern. Heute kann ich mir durchaus vorstellen in eine Wohnung zu ziehen ;-)

Was bringt dein Herz dazu Saltos zu schlagen? Was begeistert dich so richtig?

Egal welche dieser Möglichkeiten du nützt, sie werden dir helfen, deinen Lebensträumen auf die Spur zu kommen.
Der nächste Schritt ist ganz klar. Wenn du deine Träume verwirklichen willst, dann musst du aktiv werden.

Fang einfach an

Egal wie groß deine Träume sind. Das ist mein Bonus-Tipp an dich.
Denn alles hängt davon ab, ob du aktiv wirst und etwas tust.

Du kannst dir noch so tolle Dinge vorstellen. Sie werden nicht von allein passieren. Du kannst sie nur verwirklichen, indem du deinen Teil dazu beträgst.

In kleinen Schritten. Du musst deine Ziele nicht in einem Tag verwirklichen. Bei den meisten wird das auch gar nicht möglich sein.
Bereite dich darauf vor und arbeite darauf hin.

Du willst eine Weltreise machen? – Fang an zu planen, rechne dir aus, wie du sie finanzieren kannst.
Du willst endlich einen Beruf und nicht nur einen Job? – Schau dich um, lies Inserate, frag Freunde und Bekannte; und bewirb dich.
Du willst dich selbständig machen? – Erstell deinen Businessplan, erwirb die erforderlichen Qualifikationen und spring. Der Sprung in die Selbständigkeit fühlt sich fast immer an, wie ein Sprung ins kalte Wasser.

Ganz, ganz wichtig bei all deinen Vorhaben: Gib nicht auf! Es wir vielleicht die Zeit kommen, wo die ersten Hindernisse im Weg liegen. Schau, ob du drüber klettern kannst. Hab Geduld und räume sie aus dem Weg.

Heute hab ich einen Spruch gelesen, mit dem ich gerne enden will:
I didn´t come this far, to only come this far.
Auf gut deutsch: Ich bin nicht so weit gekommen, um nur so weit zu kommen.

Wenn du so weit gekommen bist, wie du geglaubt hast kommen zu können, geh noch ein Stück weiter! – Deinen Träumen entgegen! Klick um zu Tweeten

Ich helfe dir gerne dabei deine Träume in Angriff zu nehmen. Mutter zu sein, muss dich nicht limitieren!
Nimm mit mir Kontakt auf, wenn du dir Unterstützung wünscht.

Teile diesen Beitrag und hilf mit den Familienalltag gelassen zu machen!
Mut zur Lücke
Mut zur Lücke

Hab Mut zur Lücke

Spürst du es auch. Alles strebt nach Perfektion. Vor allem Frauen sehen sich diesem Ideal ausgesetzt und sie spielen in vielen Fällen auch noch bereitwillig mit. „Mut zur Lücke!“ würde ich ihnen am liebsten zurufen.

Weiterlesen
Teile diesen Beitrag und hilf mit den Familienalltag gelassen zu machen!