Wie gehst du an ein Thema heran, das dich beschäftigt?
Ich hab eine Freundin, die unbedingt mit jemandem reden muss. Beim Reden wird ihr Kopf klarer, beim Erzählen schafft sie Ordnung in ihren Gedanken – und die so entstandene Struktur erleichtert es ihr, ihre Situation entspannter und neutraler zu sehen.
Andere Menschen wiederum setzen sich hin und schreiben Listen. Sie zählen für sich die positiven und negativen Aspekte einer Geschichte auf, und erhalten damit eine Grundlage für ihr weiteres Vorgehen.

Bei beiden Vorgangsweisen handelt es sich in weitesten Sinne um eine Analyse des Themas. Dabei können wir uns natürlich immer nur mit den Aspekten beschäftigen, derer wir uns auch bewusst sind. Anders ist es bei der ontologischen Kinesiologie. Hier wird mit dem kinesiologischen Muskeltest und Mudras gearbeitet.

Was ist ein Mudra?

Selbstwert

Mudra für Selbstwert

Mudras sind bestimmte Fingerstellungen. Diesen Fingerstellungen können Grundinformationen zugeordnet werden. So gibt es z. B. ein Mudra für Flexibilität, eines für Reflexion usw. Mudras sind also eine Sprache des Körpers. Und mit dieser Sprache erhält man Zugang zu Ebenen, die dem Verstand verborgen bleiben. Es ist, als ob wir über diese Körpersprache direkt mit unserem Unbewussten kommunizieren können.

In der Literatur findet man oft den Hinweis, ein Mudra zu halten, um den gewünschten Zustand zu erreichen. So einfach ist es aber leider nicht. Ein Mudra wirkt nur dann, wenn unser System mit der Information des Mudras in Resonanz geht. Dann kann die Wirkung des Mudras auch klinisch nachgewiesen werden. In diesem Fall zeigen sich nämlich eindeutig Reaktionen am EEG (Elektro Enzephalogramm = Messung der Hirnströme).

Wie finde ich passende Mudras?

Mit Hilfe des kinesiologischen Muskeltests kann man einfache binäre Abfragen stellen. Das heißt, Fragen, die die Antworten „trifft zu/trifft nicht zu“ oder „ja/nein“ zulassen. Mit Hilfe dieses Test erkenne ich, ob ein Mudra für dich zutreffend ist. Dann kann ich nachsehen, welche Aussage hinter diesem Mudra steckt, die Abfrage verfeinern und die Aussage damit konkreter machen.  Der Kinesiologe spielt hier praktisch die Rolle des Übersetzers. So erhältst du im Laufe einer Kinesiologiesitzung eine ganze Geschichte, indem wir die Aussagen aller zutreffenden Mudras aneinanderreiht und verbindet.

Das könnte z. B. so aussehen:

integritaet

Mudra für Integrität

Frau F. kommt zu einer Kinesiologin, weil sie herausfinden möchte, was hinter ihren Kreuzschmerzen steckt. Die Kreuzschmerzen wurden untersucht und es wurde keine organische Ursache gefunden.
Im Laufe der Sitzung stellt sich heraus, dass Frau F. ein Thema mit Integrität hat. Integrität bedeutet sich selbst und anderen gegenüber wahrhaftig, ehrlich und standhaft zu sein. Wir testen weiter und stellen fest, dass es darum geht, fest zur eigenen Meinung zu stehen und nicht immer gleich die Meinung anderer zu übernehmen. Bis hierher lässt sich Frau F.s Geschichte etwa so erzählen: Meine Kreuzschmerzen haben mit dem Thema Integrität zu tun und machen mich darauf aufmerksam, wenn ich die Meinung anderer ungefragt übernehme, statt zu meiner Meinung zu stehen.

Muss ich dieses Mudra dann für eine gewisse Zeit halten?

Im Normalfall genügt es, wenn der Körper über die Mudras erkennt, dass du dich bemühst, seine Signale zu verstehen. (In unserem Fall die Kreuzschmerzen von Frau F.)

Das Gehirn reagiert sofort, wenn du ein Mudra in deine Hand eingibst, das für dich Relevanz hat.

Danach ist es oft sogar ganz gut, dem Gehirn Zeit für den Verarbeitungsprozess zu lassen. Dies ist auch ein Grund dafür, dass nach einer Kinesiologiesitzung lebhafte Träume auftreten können. Mit Hilfe der Mudras wurden bestimmte Informationen des Unbewussten angesprochen und nun kommt ein Verarbeitungsprozess in Gang.

Wenn du das Bedürfnis verspürst, ein Mudra für längere Zeit zu halten, dann kannst du das natürlich tun. Übrigens halten wir in vielen Situationen automatisch ein Mudra. Babys zum Beispiel halten die Hand oft zu einer Faust geschlossen. Dieses Mudra hilft ihnen, den Druck abzubauen, der während der Geburt auf ihren Kopf ausgeübt wurde. Das Mudra für Flexibilität hat mit der Zunge zu tun. Wenn Kinder Schreiben lernen, müssen sie oft ihre ganze Flexibilität zusammennehmen damit die Hand-Augen-Koordination klappt. Dann kreisen sie mit der Zunge mit.

Willst du jetzt wissen, was dein Körper zu erzählen hat? Hier kannst du eine Kinesiologiesitzung vereinbaren!

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1 Kommentar
  1. Elisabeth Schlesinger sagte:

    Sehr interessant, ich arbeite an mir schon 15 Jahre mit Mudras . Und tatsächlich manche habe ich total gespürt sowie Koliken und so weiter auflösen und vieles andere, und manche nicht . Finde das toll vorher austesten . Ganz liebe Grüße Elisabeth

    Antworten

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