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8 Tipps für eine lebendige Partnerschaft

 

Meine 8 besten Tipps, wie du deine Beziehung lebendig hältst

(Dieser Blogartikel ist gleichzeitig Begleitartikel zum Podcast Beziehung ganz persönlich)

Mein Mann und ich kennen uns mittlerweile schon 34 Jahre und sind beinahe 25 Jahre verheiratet. Natürlich gab es in unserer Partnerschaft Höhen und Tiefen. Wir haben sie gemeinsam alle gemeistert und sind gestärkt daraus hervorgegangen. Heute können wir von uns sagen: Es geht uns so richtig gut miteinander! Wir lieben uns immer noch und unsere Partnerschaft ist von gegenseitiger Wertschätzung und Respekt geprägt.

Gerade wenn ihr Kinder habt, steht eure Partnerschaft auf dem Prüfstand. Kinder verändern eine Beziehung und die Zeit für sich selbst und die Partnerschaft wird knapp. Grund genug, einmal die Beziehung in den Brennpunkt zu stellen. Denn auch das gehört zum Wachsen mit Kind.

Folgende Punkte haben uns geholfen, dahin zu kommen, wo wir jetzt sind.

  1. Sich seiner selbst bewusst werden und Selbstbewusstsein entwickeln

Am Anfang unserer Partnerschaft konnte ich oft nicht verstehen, warum mich mein Mann liebt. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass unsere Beziehung ein Leben lang Bestand haben könnte.

Ich war unsicher und habe mich selbst sehr kritisch betrachtet. Ich konnte mich selbst nicht lieben. Daher konnte ich mir auch nicht vorstellen, warum mich ein anderer Mensch bedingungslos so annehmen und lieben konnte, wie ich nun einmal bin.

Im Laufe der Jahre habe ich an Selbstbewusstsein gewonnen und habe mich selbst liebevoller betrachtet. Mein Fokus lag nicht mehr auf: Was kann ich nicht?, oder „Was gefällt mir an mir selbst nicht? Er verschob sich hin zu: Was kann ich gut? und Was mag ich an mir?

Dabei hat mir der orientalische Tanz sehr geholfen. Ich lernte durchs Tanzen, mich selbst anzunehmen. Sich selbst 90 Minuten lang im Spiegel zu betrachten und sich dabei auch noch zuzulächeln hat einen unschätzbaren therapeutischen Wert ;-)

  1. Du bist für dein Glück verantwortlich und niemand sonst

In unserem Podcast erzähle ich auch, dass ich vor allem am Anfang unserer Partnerschaft eine sehr romantische, rosarote Vorstellung hatte. Kein Wunder, ich war auch noch sehr jung. Ich ging davon aus, dass mein Partner dafür verantwortlich ist, mich glücklich zu machen.

Das war natürlich ein Irrtum und zum Scheitern verurteilt. Solange ich an dieser Ansicht festhielt war ich in unserer Partnerschaft unzufrieden.

Als ich erkannt hatte, dass ich selbst für mein Glück verantwortlich bin, habe ich mich nicht immer nach allen anderen gerichtet. Ich habe begonnen vermehrt auf meine Bedürfnisse zu achten und wurde dadurch zufriedener. Gleichzeitig hat sich das Verhalten meines Partners geändert. Klar, er sah sich jetzt nicht mehr meinem Anspruch ausgesetzt und war nicht unter Druck.

  1. Schaffe bzw. behalte dir deine Freiräume

Freiräume sind wichtig. Du bleibst dadurch mit dir selbst in Kontakt. Du kannst deinen Interessen und Bedürfnissen nachgehen. Sie haben jedoch auch einen Nebeneffekt. Du hast Dinge, die nur die gehören. Deine ganz privaten Zeiten und Zonen. Nur du entscheidest, ob du sie mit deinem Partner teilen willst. Sie schaffen aber auch anregende Gesprächsthemen. Du kannst deinen Partner ein Stück weit in deine Lebenswelt einladen. Du hast etwas zu erzählen und bleibst dadurch interessant.

Gerade wenn ihr Kinder habt, kann es sein, dass einmal der eine und ein anderes Mal der andere mehr Freiräume hat. Achtet dabei halbwegs auf Ausgeglichenheit. Du kannst aber darauf vertrauen, dass sich langfristig Ausgeglichenheit herstellen wird, ohne dass ihr die Minuten oder Tage zählt.

  1. Kommunikation

Ein weiterer Fehler, den ich am Anfang gemacht habe: Wenn er mich wirklich liebt, dann spürt er, was ich brauche und will. Das ist natürlich Bullshit. Dein Partner ist kein Magier und er beherrscht nicht die Kunst des Gedankenlesens. Wie soll er also wissen, was du möchtest.

Die einfachste Art, deine Wünsche erfüllt zu bekommen, ist immer noch, sie auszusprechen. Sag einfach, was du dir wünschst. Dabei ist es egal, ob es darum geht, dass dein Partner mehr im Haushalt mithelfen soll. Oder ob du geheime Sehnsüchte beim Sex hast. Erst wenn du dir deine Wünsche eingestehst und dazu stehst können sie Wirklichkeit werden.

  1. Nicht rumnörgeln und Vergangenes aufwärmen

Im Laufe jeder Partnerschaft kommt es irgendwann zu Konflikten und auch zu kleineren und größeren Verletzungen. Oft sind es achtlos dahingesagte Worte, denen wir selbst keine große Bedeutung beimessen, die den anderen verletzen.

Wenn dich dein Partner verletzt hat, dann sprich es an und gib ihm so die Gelegenheit die Sache zu klären. Dann liegt es an dir zu verzeihen, oder eben nicht.

Wichtig ist, dass du eine Verletzung nicht immer wieder aufwärmst. Damit tust du dir selbst keinen Gefallen. Denn du hängst damit in der Vergangenheit fest und nimmst eurer Liebe die Chance zu wachsen.

  1. Wenn dein Partner etwas erledigt, dann lass auch die Verantwortung bei ihm

In diesem Punkt war meine Mutter eine Meisterin im umgekehrten Sinne. Wann immer wir Kinder oder mein Vater etwas erledigt hatte, machte sie sich hinterher daran unsere „Fehler“ auszumerzen. Das passierte wortlos und traf dadurch umso mehr.

Wischten wir Kinder den Tisch ab, dann ging sie hinterher zum Tisch und wischte die letzten Krümel weg. Machten wir unsere Betten, dann musste sie noch einmal darüber streichen, um die letzten Falten zu glätten.

Sie erreichte damit nur eines. Wir alle halfen zwar regelmäßig, aber ungern. Wir hatten einfach das Gefühl ihren Ansprüchen ohnehin nicht zu genügen. Sie selbst war sich dieses Verhaltens lange Zeit gar nicht bewusst.

  1. Was fasziniert dich an deinem Partner/an deiner Partnerin?

Stell dir immer wieder diese Frage. Du wirst merken, dass dich heute andere Dinge beeindrucken, als zu der Zeit, wo ihr euch kennen gelernt habt. Dadurch erkennst du, dass ihr euch beide entwickelt. Außerdem bleibst du so neugierig auf deinen Partner/deine Partnerin.

Du machst dir bewusst, dass es immer noch Neues zu entdecken gibt und das gibt dir die Möglichkeit, dich jeden Tag neu zu verlieben.

  1. Kleine Aufmerksamkeiten

Zeige deinem Partner immer wieder, wie wichtig er für dich ist.

Mein Mann und ich zeigen uns unsere Zuneigung nicht nur durch Zärtlichkeiten, sondern auch durch kleine Aufmerksamkeiten. Das kann ein Blumenstrauß sein, den er beim Heimgehen kauft. Ich schummle manchmal kleine Zettelchen mit einer lieben Botschaft in seine Arbeitstasche.

Unlängst hat mir mein Mann ein herzförmiges Kärtchen mit einem netten Spruch in meine Wäschekommode gelegt.

Dabei kommt es auch manchmal zu lustigen Begebenheiten. Einmal landete eine dieser Botschaften in meinem Sportschuh. Ich habe sie beim Anziehen der Schuhe nicht bemerkt und mich beim Laufen gewundert, warum der Schuh sich komisch anfühlt. Als ich die Schuhe auszog kam ein vollkommen zerknittertes Zettelchen zum Vorschein, das kaum mehr lesbar war. Fazit: Sportschuhe sind als Versteck für diesen Zweck ungeeignet :-D

Beziehungen verändern sich im Laufe der Jahre

Beziehungen haben verschiedene Phasen. Jede davon ist wertvoll und nicht jede wird als gleich angenehm empfunden. Das große Geheimnis langjähriger Partnerschaften ist sicher die Bereitschaft an sich selbst und an der Beziehung zu arbeiten.

Bleib gelassen!

 

 

 

 

 

 

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Aus-gelassen leben

Beziehung ganz persönlich

Beziehung – ganz persönlich

Diesmal habe ich einen ganz besonderen Gesprächsgast. Mein medienscheuer Mann hat sich der Herausforderung gestellt mit mir gemeinsam einen Podcast aufzunehmen. Ganz nach unserem Motto: Sei neugierig auf die Welt des anderen, von dem er in diesem Gespräch auch erzählt.

Wir dachten uns, nachdem wir uns schon so lange kennen und auch schon fast ein viertel Jahrhundert verheiratet sind, kannst du vielleicht aus unseren Erfahrungen lernen. Auch wir hatten Höhen und Tiefen. Wir haben sie jedoch alle gemeistert und heute geht es uns sehr gut miteinander. Wir stehen – nach Jahren der Familienzeit – wieder vor einer Zeit, wo wir als Paar ganz wichtig sind. Das genießen wir sehr und entdecken uns gerade neu ;-)

Hier kannst du dir die Folge anhören:

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Shownotes

gibt es diesmal keine. Dafür aber einen passenden Blogartikel zum Thema.

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Phasen einer Beziehung - Beziehungsphasen - Phasen der Beziehung

Phasen einer Beziehung – Gelassenschaft in der Partnerschaft finden

Was, das ist schon wieder 27 Jahre her?

Meine Eltern haben 2016 ihr Haus aufgegeben und übersiedelten in eine Wohnung.

Natürlich muss dieses Haus ausgeräumt werden und da wir (mein Bruder und ich) dort noch ein Zimmer haben, haben wir uns darangemacht unsere Zimmer auszuräumen. In meinem Kasten hing auch noch mein Hochzeitskleid. Eine Weile saß ich nachdenklich davor. Sollte ich es wegwerfen oder mit zu mir nach Hause nehmen und dann hatte ich einen Entschluss gefasst. Ich habe das Kleid mit nach Hause genommen und habe es noch ein Jahr aufgehoben (bis zu unserem 25. Hochzeitstag). Danach stellte ich das Kleid meinen Kindern zur Verfügung und sie können es für ein Cosplay umarbeiten. Ich denke nicht, dass es sonst noch zu gebrauchen ist.

Trotz allem war das natürlich auch eine Auseinandersetzung mit unserer Partnerschaft und der erfolgreichen Beziehungsarbeit und so kam ich auf die Idee über Gelassenheit in Beziehungen zu sprechen. Immerhin gehören wir zu den wenigen Paaren in unserem Freundeskreis, die nach fast 27 Jahren immer noch verheiratet sind und das obwohl, oder vielleicht gerade, weil wir schon 9 Jahre zusammen waren, bevor wir heirateten.

Ich bin überzeugt, wir wären nicht da, wo wir heute sind, wenn wir nicht eine gehörige Portion Gelassenheit zusammen mit der Bereitschaft ständig an unserer Beziehung zu arbeiten mitgebracht hätten.

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Familienzeit

Familienzeit

Wochenende

Heute ist Freitag. Heute Abend geht es ins Wochenende.
Es gibt da eine Firma, die hat als Telefonansage „Sonntag ist Familientag!“. Wenn du Kinder hast, weißt du vielleicht, von wem ich spreche. Spannenderweise habe ich bei meinen Recherchen zu diesem Artikel entdeckt, dass diverse Freizeiteinrichtugen diesen Spruch für sich entdeckt haben und damit besondere Angebote verbinden.

In meinem Artikel soll es nicht um diese Firma gehen, sondern um diese wunderbare Idee Familienzeiten genauso ernst zu nehmen, wie berufliche Termine.

Na mach ich doch, denkst du jetzt vielleicht. Ist das wirklich so? Bist du zu Familienzeiten nur für deine Familie da? Oder bist du immer im Multitastking unterwegs. Ich meine damit nicht die täglich anfallenden Hausarbeiten oder die Gartenarbeiten, für die nur am Wochenende Zeit ist. Ich meine damit auch nicht Besuche von Freunden und Verwandten.
Was ich meine, ist deine Einstellung.

  • Erlaubst du dir am Wochenende (oder wann immer deine persönlichen Familienzeiten sind) in slow motion unterwegs zu sein?
  • Nimmst du dir mehr Zeit für die Bedürfnisse deiner Kinder?
  • Unternehmt ihr etwas gemeinsam?
  • Gibt es wirklich Familienzeit in Form von Erlebnissen?

In Frankreich z. B. hatten sehr viele Schulen am Mittwoch schon mittags Schluss beziehungsweise hatten die Grundschulden diesen Tag ganz frei. Mittlerweile ist es so, dass an allen Schulen Mittwoch vormittags untterrichtet wiird. Auch die Wirtschaft hat sich auf diese Tatsache eingestellt. Es ist der Tag, an dem französische Familien Zeit für Erledigungen haben, der Tag, an dem viele Kinder ihre Freizeitangebote einplanen. Es ist aber auch der Tag, an dem man nachmittags besonders viele Familien auf dem Spielplatz oder durch die Parks streifen sieht. Es ist der Tag, wo Außenstehende den Eindruck haben, dass sich alles nach den Kindern richtet.

Das ist leider nicht so. Dadurch, dass so viele an diesem Nachmittag frei haben, wird der Tag genützt für Arztbesuche, notwendige Einkäufe, etc.

Familientag

Mir gefällt die Idee eines Familientages. Es muss ja nicht der Sonntag sein. Bei vielen Familien ist das aus beruflichen Gründen schon nicht möglich. Ärzte und Krankenschwestern haben einen Dienstplan, der sich nicht nach Arbeitstag und Wochenende richtet.

Welchen Tag du mit deiner Familie zum Familientag machst, hängt ganz von euch und euren Lebensumständen ab.

Ich finde es auch gar nicht so wichtig, was ihr macht, sondern wie ihr es macht.

Gemeinsame Erlebnisse schaffen Bindung

Jedes gemeinsame Erlebnis schafft Bindung und eine gemeinsame Erinnerung. An schöne Tage denken wir gerne zurück. Die kann uns niemand wegnehmen.

Genau daran solltest du im Umgang mit deinem Kind denken. Natürlich sollten die Grundbedürfnisse deines Kindes gedeckt sein. Trotzdem sollte es lernen, dass materieller Besitz vergänglich ist. Ein iPhone oder das siebente PC-Spiel geht irgendwann kaputt oder verliert seinen Reiz.

Wenn es dir gelingt, gemeinsame Erlebnisse zu schaffen, dann werden sie deinem Kind lebenslang in Erinnerung bleiben.

Worauf ich hinaus will, ist die Tatsache, dass so ein gemeinsames Erlebnis nichts Großartiges sein muss. Es sind oft die kleinen Dinge, die Kindern im Gedächtnis bleiben und sie beeindrucken.

Du kochst für deine Familie ein schmackhaftes Essen. Wie wäre es, wenn du dir Zeit nimmst und deine Kinder in die Zubereitung miteinbeziehst?
Ich weiß, dass das für dich vielleicht ein wenig anstrengend sein wird. Die Kinder werden aber sicher einen riesen Spaß dabei haben. Sie werden vieles lernen und sie werden dich mit dem Schwung dieser Begeisterung auch zukünftig unterstützen.

Als mein Bruder und ich Kinder waren, haben wir unsere Mutter immer beim Kochen unterstützt. Über die Hilfstätigkeiten sind wir lange nicht hinausgekommen. Da meine Mutter berufstätig war, haben wir die gemeinsame Zeit geliebt. Hier hatten wir Gelegenheit über all das zu plaudern, was uns beschäftigt hat und unsere Mutter nahm sich auch die Zeit uns zuzuhören. Wir verbanden einfach das Notwendige mit dem Angenehmen.

Ihr wollt im Garten die Sträucher schneiden. Dann mach deine Kinder zu Verbündeten. Lass sie mithelfen. Vor allem kleine Kinder lieben es, die Dinge zu machen, die die bewunderten Eltern auch machen.
Bei dieser Gelegenheit kannst du deinen Kindern gleich die verschiedenen Pflanzen im Garten zeigen, ihre Namen nennen und ihnen erklären, von welchen Pflanzen die Früchte essbar sind und welche sie lieber gar nicht angreifen.

Mein Vater war ein leidenschaftlicher Gärtner. Ich habe ganze Vormittage mit ihm im Garten verbracht. Pflanzen umgetopft, Sträucher geschnitten, Bäume gesetzt. Ich habe dabei unheimlich viel gelernt. Das Spannende ist, dass vieles davon Passivwissen ist. Ich kenne ganz viele Pflanzen, dann wenn ich sie sehe, könnte sie aber nicht aktiv aus dem Gedächtnis beschreiben.
Natürlich ist auch Wissen aktiv da und auch ich liebe meinen Garten.

Konzentration und Aufmerksamkeit

Die oben genannten Beispiele haben eines gemeinsam. Unsere Eltern waren in diesen Augenblicken mit ihrer Aufmerksamkeit ganz bei uns. Meine Mutter ist eine ausgezeichnete Köchin und vieles ging daher automatisch. Mein Vater wuchs schon in einer Gärtnerei auf und daher war dieses Hobby für ihn stets eine Gelegenheit das „Hirn auszulüften“.

Du siehst also, das Geheimnis liegt darin, dass du deine Aufmerksamkeit deinem Kind widmest.

Das kannst du natürlich genauso gut bei einem Museumsbesuch tun. Ich kann mich gut daran erinnern, als ich mit meinem Sohn das erste Mal in Wien im Naturhistorischen Museum war. Ich dachte, er würde sich für Dinosaurier interessieren.
Nein, er hat mich zwei Stunden lang von einer Vitrine zur nächsten geschleppt. In jeder dieser Vitrinen waren 20 – 30 verschiedene Vogeleier. Ich musste ihm bei jedem Ei vorlesen, von welchem Vogel es stammte. – Ein Albtraum für mich! Er hat es so genossen, dass er sich heute mit 21 Jahren noch freudig daran erinnert.
Ich habe mich einfach auf ihn eingelassen und mitgemacht. Ich habe also alle meine Aufmerksamkeit auf ihn gerichtet.

Familienzeit schafft Gemeinsame Erinnerungen

Zeit ist das schönste und wertvollste Gut, das wir verschenken können.

Ja, du hast Recht: Zeit ist flüchtig. Gemeinsam verbrachte Stunden schaffen gemeinsame Erinnerungen und bieten damit auch nach Jahren noch guten Gesprächsstoff.

Diese Erinnerungen bleiben auch dann noch, wenn ein materielles Gut schon lange kaputt ist.

Das erste Fahrrad bleibt uns meistens in Erinnerung. Es ist jedoch nicht nur das erste Fahrrad, das sich in unserem Gehirn einen festen Platz erobert, sondern auch diese Einzigartigkeit. Das erste Stück ist immer etwas Besonderes. Das erste Fahrrad ist aber auch mit dem Prozess des Fahrrad fahren Lernens verknüpft. Mit den Erinnerungen an die Hand von Papa oder Mama im Rücken, als sie hinterhergelaufen sind. An all die Anfeuerungsrufe bei den erzielten Erfolgen.

Mein Bruder hat einen schönen Grundsatz. Er ist der Meinung das schönste Geschenk an Kinder sind gemeinsame Erinnerungen und Erlebnisse.

Er verdient gut und er und seine Frau wollen die Kinder nicht über die Maßen verwöhnen. So haben die Kinder eher weniger Spielsachen, als andere gleichen Alters. Was die beiden aber mit den Kindern machen ist reisen. Langsam und auf kindgerechte Art. Bei diesen Reisen nehmen sie sich sehr viel für die Familie Zeit und nehmen immer auf die Bedürfnisse der Kinder Rücksicht.
So haben mein Neffe und meine Nichte schon mehr von der Welt gesehen, als ich.

Gesprächsstoff und Kitt in schwierigen Zeiten

Gemeinsam verbrachte Zeit schafft somit auch Gesprächsstoff und die gemeinsamen Erinnerungen können wertvoller Beziehungskitt in schwierigen Zeiten sein.

Es gibt einfach Situationen im Laufe des Lebens, die machen uns sprachlos. Wir sitzen vor dem geliebten Menschen und finden einfach keinen Anknüpfungspunkt. Das kann sein, wenn die Kinder pubertieren, aber auch, wenn die Eltern alt werden. Dann empfinde ich es wirklich als wertvoll auf gemeinsame und positive Erinnerungen zurückgreifen zu können.
Es ist wie eine Brücke, über die du ins Jetzt gehst und auf einmal kommt ein richtiges Gespräch in Gang, von dem alle profitieren.

Zeit für die Familie ist gut eingesetzt

Ich weiß nicht, wie es dir geht. Bei uns ist es schon oft so, dass Zeit mit der Familie besondere Planung braucht. Jedes Familienmitglied hat eigene Pläne und so müssen wir uns gut koordinieren, um gemeinsam Zeit zu verbringen. Es lohnt sich jedem Mal! Wir genießen diese wertvollen Stunden alle.

Mein Mann und ich sorgen aber auch nach wie vor dafür, dass wir mit jeden einzelnen Familienmitglied einzeln Zeit verbringen und Erlebnisse schaffen, die Exklusivität haben. Das fördert die Beziehung zu unseren Kindern, auch wenn sie schon junge Erwachsene sind.

Wie hältst du es mit der Familienzeit?

  • Planst du diese Zeit?
  • Ergibt es sich einfach?
  • Verbringt ihr regelmäßig Zeit miteinander und schafft gemeinsame Erinnerungen?

Ich bin ganz gespannt auf deine Antworten.

Bleib gelassen!

Ilse Maria_Signatur

 

 

 

 

 

 

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Beziehung

Vor einiger Zeit hab ich den Artikel von Mara Stix „Sieben wichtige Lektionen, die du aus meinen größten Mißerfolgen lernen kannst“ gelesen.
Mara beschreibt darin, dass sie beruflich immer erfolgreich ist und privat ihr Glück bis jetzt noch nicht gefunden hat.

Warum du deine Beziehung nie vergleichen solltestSofort fiel mir auf: Bei mir ist es umgekehrt. Privat lief es immer so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich war auch immer in der Lage, die gesteckten Ziele zu verwirklichen. Egal, ob es sich um Partner, Kinder oder Haus handelte. Beruflich verlief mein Weg lange Zeit eher holprig. Weiterlesen

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