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25 Mut-mach-Tricks für Kinder

Die meisten Eltern wollen ihr Kind unterstützen stark und selbstbewusst zu werden. Sie wollen, dass sich ihr Kind mehr zutraut und sich der eigenen Fähigkeiten und Stärken bewusst ist. Das Kind soll offen sein für Neues und unbefangen auf andere zugehen.

25 Mut-mach-Tricks für Kinder

Ziel ist es also das Selbstvertrauen deines Kindes zu stärken.

Damit dein Kind ermutigt ist, sollten die positiven und verstärkenden Botschaften deutlich überwiegen. Es sollte zumindest 3 Mal so häufig bestärkt werden, wie es kritisiert oder ausgebessert wird.

Denn die meisten Menschen sind mit Kritik schneller bei der Hand, als mit Ermutigung. Ich spreche hier absichtlich nicht von Lob. Den Unterschied zwischen Lob und Ermutigung habe ich hier schon erklärt.
Um also dein Kind drei Mal so häufig zu ermutigen, wie du es ausbesserst oder kritisierst, musst du sehr bewusst und manchmal auch geplant vorgehen.
Mit den 25 Mut-mach-Tricks für Kinder schaffst du es spielend die Anzahl der ermutigenden Interventionen zu erhöhen.

Was ist Selbstvertrauen

Selbstvertrauen ist das sichere Gefühl über ein wirksames und angemessenes Verhaltensrepertoire zu verfügen.

Kinder mit einem guten Selbstvertrauen können gut auf andere zugehen, Freunde finden, sich offen neuen Situationen stellen und Krisen bestehen. Das macht sie insgesamt zufriedener und stabiler.

Gerade Kinder, die sich in gewissen Bereichen schwer tun, sind oft viel Kritik ausgesetzt. Dabei ist es ganz egal, ob dieses „schwer tun“ eine Teilleistungsstörung ist, eine normale Schwäche (wir alle haben Begabungen und Schwächen) oder ob es mit einer Diagnose wie ADHS verbunden ist.

Aber auch wenn Kinder vor neuen Situationen wie z. B. einem Schulwechsel stehen, brauchen sie oft eine Extraportion Zuversicht.
Im Sommer Ferien-Kurs VOR-Sprung – Fit für den Schulübertritt mache ich gemeinsam mit Dina Beneken Mut für die neue Herausforderung. Neben einem Boost für das Selbstvertrauen versorgen wir dein Kind auch noch mit verschiedenen Lerntechniken und zeigen ihm, wie es sich selbst motivieren kann.
Andere Kindern und ihren Eltern wird erst im Laufe des ersten oder zweiten Schuljahres des Kindes bewusst, dass dem Kind noch organisatorische Fähigkeiten fehlen. Auch sie sind natürlich in diesem Kurs herzlich willkommen.

Kritik lässt das Selbstvertrauen schrumpfen

Werden Kinder in bestimmten Bereichen immer wieder Kritik ausgesetzt, so schrumpft das Selbstvertrauen. Sie glauben nicht mehr an sich und trauen sich insgesamt weniger zu. Klick um zu Tweeten

Werden Kinder in bestimmten Bereichen immer wieder Kritik ausgesetzt, so schrumpft das Selbstvertrauen. Sie glauben nicht mehr an sich und trauen sich insgesamt weniger zu. Schnell sind sie dann mit Aussagen wie „das schaffe ich ja doch nicht“ oder „ich bin zu dumm dafür“ bei der Hand. Diese Aussagen sind für mich bereits ein Anzeichen dafür, dass das Kind zu resignieren begonnen hat. Es hat bereits ein bestimmtes (negatives) Bild von sich selbst. Das drückt sich in einer zurückgezogenen Grundhaltung aus. Die Anstrengungsbereitschaft sinkt, weil das Kind das Gefühl hat: „Auch wenn ich mich noch so sehr anstrenge, ich habe ja doch keinen Erfolg. Warum soll ich die Mühe dann auf mich nehmen?“. Die 25 Mut-mach-Tricks für Kinder sind Anregungen, wie du dein Kind unterstützen kannst.

Diese Kinder brauchen Mut

Diese Kinder brauchen Mut. Da sie bereits den Glauben an sich selbst verloren haben, brauchen sie die Bestätigung, die Ermutigung und den festen Glauben von außen. Daher spielen Eltern und Pädagog*innen gerade bei diesen Kindern eine große Rolle. Wenn es ihnen gelingt auf der Beziehungsebene einen guten Kontakt herzustellen und zu pflegen, dann können sie das Kind aus seiner mutlosen Haltung herausholen.

25 Mut-mach-Tricks für Kinder

  1. Gib deinem Kind Liebe und Geborgenheit und das Gefühl unabhängig von seiner Leistung geliebt zu werden.
  2. Zeige deinem Kind, dass es dir wichtig ist.
  3. Zeige Interesse für die Probleme, Sorgen, Nöte und auch Freuden deines Kindes.
  4. Wenn du einen Kosenamen benutzt, dann überlege dir sehr genau, wie er auf dein Kind wirken könnte. Sag niemals etwas wie „mein kleiner Angsthase“. Auch wenn du es nicht böse meinst. Dein Kind versucht unbewusst immer deine Erwartungen zu erfüllen.
  5. Sage deinem Kind ganz konkret, was du an ihm magst und schätzt oder vielleicht sogar bewunderst.
  6. Mache dein Kind immer wieder auf seine Stärken aufmerksam.
  7. Ermutige dein Kind immer wieder.
  8. Mach dein Kind aufmerksam, was gut geklappt hat.
  9. Freu dich mit deinem Kind auch über kleine Erfolge.
  10. Zeige Anerkennung, wenn dein Kind sich besonders engagiert oder angestrengt hat.
  11. Gehe bei Herausforderungen deines Kindes immer vom besten Ausgang aus. Zeig ihm, dass du an dein Kind glaubst. „Du schaffst das!“
    Eine schöne Anregung dafür ist das Buch von Margit Wickhoff.
  12. Übertrage deinem Kind immer wieder kleine Aufgaben von denen du weißt, dass es sie bewältigen kann. So sorgst du für Erfolgserlebnisse.
  13. Hab Geduld und mach dir und deinem Kind immer wieder klar, dass auch die kleinen Schritte zählen.
  14. Vergleiche dein Kind niemals mit anderen.
  15. Wenn du vergleichst, dann mit seinem jüngeren ich. Das ist eine wunderbare Gelegenheit, um auf die Fortschritte hinzuweisen.
  16. Fördere die Begabungen und Interessen deines Kindes. Auch dann, wenn sie sich aus heutiger Sicht nicht „beruflich verwerten lassen“. Wir wissen nicht, welche Berufe in 10 – 15 Jahren gefragt sind.
  17. Relativiere, wenn etwas schief gegangen ist und betone das, was schon jetzt gut geklappt hat.
  18. Kritisiere so wenig wie möglich. Sei lieber Vorbild und zeige, wie es besser geht.
  19. Gib klare Handlungsanweisungen oder Verbesserungsvorschläge. Aber achte dabei auf deinen Ton.
  20. Vermeide verletzende Bemerkungen.
  21. Frage, ob deine Kritik und Hilfe erwünscht sind. „Soll ich dir zeigen, wie ich das mache?“ „Ich hätte da eine Idee, kann ich die mal ausprobieren?“
  22. Wenn unbedingt nötig kritisiere die Handlungen, aber niemals die Person. „Da hast du aber unüberlegt gehandelt!“ und nicht „Nie denkst du nach!“
  23. Achte bei Konfliktsituationen darauf mit einer positiven Botschaft zu enden.
  24. Sammelt gemeinsam Erfolgserlebnisse.
  25. Unterstütze dein Kind mit Fragen eigene Lösungsansätze zu finden.

Viel Spaß beim Ausprobieren dieser Tipps.
Bleib gesund und gelassen!

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Wie du mit dem kleinen Wort noch dein Kind ermutigst

Peter

Peter (6 J.) sitzt vor seinem Aufgabenheft. Angestrengt malt er die ersten Buchstaben in sein Heft. Den Stift hält er schon richtig, aber mit solcher Kraft, dass Petra – seine Mutter – Angst hat, er könne zerbrechen. Während Peter versucht seine Buchstaben auf die Zeile zu setzen wandert seine Zunge im halboffenen Mund von einem Mundwinkel zum andern. Ein Ausdruck höchster Konzentration!

Plötzlich ziehen sich seine Augen zusammen und er runzelt die Stirn. Der Buchstabe, den er gerade geschrieben hat, befindet sich nicht auf, sondern leicht unter der Zeile. Er setzt für den nächsten Buchstaben an und drückt dabei so fest mit seinem Bleistift aufs Papier, dass fast ein Loch entsteht. Er runzelt die Stirn. Auch der nächste Buchstabe hält Peters Ansprüchen nicht stand. Er schwebt hoch über der Zeile.

Jetzt reicht es ihm. Er wirft den Bleistift hin, springt erbost vom Sessel und schreit: „Ich kann das nicht. Die blöden Buchstaben machen nie, was sie sollen. Ich lerne das nie.“

Petra versucht ihn zu beruhigen: „Aber ja, das schaffst du schon.“ Im Wunsch ihn zu ermutigen, zeigt sie auf die vereinzelten Buchstaben, die schon ganz gut gelungen sind. „Die sind doch sehr schön!“

Doch Peters Ansprüche sind andere. „Die sind gar nicht schön. Bei dem hab ich zu fest aufgedrückt. Bei diesem ist der Strich nicht gerade.“ Er fühlt sich unverstanden und beginnt zu weinen.

Peter kann seine eigene Leistung gut einschätzen. Das ist gut. Er ist ehrgeizig. Das hilft ihm voran zu kommen. Leider steht er sich mit diesem Ehrgeiz oft im Weg.
Wenn etwas nicht gleich klappt, verliert er den Mut und gibt ganz auf. Ganz oder gar nicht ist seine Devise.

Pia

Pia (5 J.) steht das erste Mal auf Eislaufschuhen. Ihr Wunsch ist es genauso gut auf dem Eis tanzen zu können, wie Miriam Ziegler. Lange hat sie die Mama gelöchert, dass sie Eislaufunterricht möchte. Diese hat das eine Zeit lang als Spleen abgetan. Ein Wunsch, der schnell wieder vergehen wird. Wie so viele andere auch. Doch die Sehnsucht und der Wunsch blieben. Also gab die Mama endlich nach.

Natürlich laufen die ersten Versuche am Eis nicht ohne Unfall ab. Pia stellt sich grundsätzlich geschickt an, doch sie erwartet zu viel von sich selbst.

Der Spruch: „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.“, wurde für sie erfunden.

Am Ende der ersten Stunde mit der Eislauflehrerin wirft Pia ihre Eislaufschuhe ins Eck. Die mag ich nicht, die sind nicht so toll, wie die Schuhe von der Miriam Ziegler.

„Ja“, lacht die Mutter, „wenn der Bauer nicht schwimmen kann, ist die Badehose schuld!“

Pia findet das gar nicht lustig. „Ich werde nie so gut eislaufen wie Miriam Ziegler!“

Auch Kinder, die weniger ehrgeizig sind, als Peter und Pia machen sich oft mit Selbstzweifeln das Leben schwer.

[ctt template=“11″ link=“0Ibfh“ via=“no“ ]Kinder machen sich oft mit Selbstzweifeln das Leben schwer.[/ctt]

 

Schnell folgen dann Sprüche wie:

  • Das kann ich nicht.
  • Das lerne ich nie.
  • Das gelingt mir nie.

Oder gar:

  • Ich bin zu ungeschickt dafür.
  • Ich bin zu dumm dafür.

 

Wie kannst du als Elternteil da helfen?

  1. Nimm die Bedenken deines Kindes ernst

Meist können sich gerade diese Kinder selbst sehr gut einschätzen. Auf vorschnell ausgesprochenes Lob oder platte Tröstungen reagieren sie unwirsch bis trotzig.

Sei also ehrlich. Schau genau, was wirklich gut gelungen ist. Oft sind es nur kleine Details. Die kannst du herausstreichen, damit dein Kind auch die kleinen Fortschritte sieht.

Petra könnte z. B. nachsehen, wo der Druck mit dem Bleistift genau richtig war. Oder auch, welche Buchstaben genau auf der Linie stehen.

Pias Mama könnte darauf hinweisen, dass Pia in ihrer ersten Eislaufstunde kaum hingefallen ist und über ein hervorragendes Gleichgewichtsgefühl verfügt. Ein paar Mal hat sie zwar gezappelt. Sie konnte aber mit Bewegungen der Hände so gut ausgleichen, dass sie sich im letzten Moment abfangen konnte.

  1. Das kleine Wörtchen „noch“

Wiederhole die Sätze wie „Das kann ich nicht.“ Und füge das kleine Wort noch ein.

„Das kannst du noch nicht.“

Was drückst du mit dem Wort noch aus?

Damit drückst du auf eine elegante Art und Weise aus, dass du auch siehst, dass noch Luft nach oben besteht. Du signalisierst, dass es mit Übung und Ausdauer schließlich klappen wird.

Noch schenkt Hoffnung

Dieses kleine Wort ist in der Lage Hoffnung und Zuversicht zu schenken. Jetzt kann ich es noch nicht. Aber bald schon werde ich es können.

Noch motiviert

Das Wort noch macht aber auch klar, dass für den Erfolg etwas getan werden muss. Es motiviert also dran zu bleiben und weiter zu üben.

Noch eröffnet Möglichkeiten

Ich kann etwas noch nicht. Das lässt das Tor für Entwicklung offen.

Und dabei ist es egal, ob mir diese Fähigkeit wichtig ist, oder nicht. Natürlich ist die Wirkung von noch ungleich stärker, wenn auch eine Lernabsicht dahinter steht.

Ist es nicht schön, was ein einzelnes kleines Wort bewirken kann?

Eine kleine Warnung gebe ich dir noch mit: Benütze das Wort nicht allzu oft. Denn bei übermäßigem Gebrauch verliert es seine Wirkung.

Bleib gelassen!

 

 

 

 

 

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