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In Stille und Ruhe zur Gelassenheit finden

In Ruhe und Stille zu Gelassenheit finden

 

Ich weiß ja nicht, wie es dir geht, aber wenn ich so richtig Feuer und Flamme für eine Sache bin, dann ist Stille für mich kaum zu ertragen. Ich bin so begeistert von meinem Projekt, dass ich (fast) jede Minute des Tages daran denke. Diese und jene Idee kommt mir in den Sinn und alles will sofort umgesetzt werden. Ich kann lange Zeit sehr strukturiert vor mich hinarbeiten.

Mittlerweile habe ich auch gelernt meine Ruhepausen fix einzuplanen, damit ich nicht ausbrenne. Aber mit totaler Stille tue ich mir in solchen Phasen schwer. Auch meine Ruhepausen sind dann eher aktiv: Ich mache Sport, gehe spazieren und widme mich meinen Hobbys.

Wirklich still sitzen und einfach nur in die Luft schauen? Pustekuchen! Das brauche ich nicht. Weiterlesen

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3 Wege um Prioritäten zu setzen

3 Wege um Prioritäten zu setzen

3 WEge um Prioritäten zu setzen, Prioritäten setzen

Manchmal schlagen die Wogen buchstäblich über dir zusammen? Du weißt dann gar nicht, wo du anfangen sollst?

  • Eine Präsentation soll fertig gemacht werden – morgen steht der Kunde vor der Tür.
  • Dein Kind kommt früher von der Schule nach Hause, weil eine Stunde ausfällt.
  • Das Auto streikt und muss zum Service.
  • Du brauchst aber morgen dein Auto, um zum Kundentermin zu fahren.
  • Die Werkstatt hat heute noch einen Termin, aber da sollst du mit dem Kind zum Zahnarzt.
  • Und die Wäsche gehört auch noch gewaschen.

Wenn genau das die Situation ist, wo du deine Ruhe verlierst, dann hilft dir vielleicht mein heutiger Impuls.

  1. Steig einen Schritt zurück
  2. Setze Prioritäten
  3. Setze Handungen

Steig einen Schritt zurück

Das hört sich zunächst simpel an. In der Hitze des Gefechtes ist das gar nicht immer einfach. Schließlich hast du viel zu tun und keine Zeit. Wie sollst du da Prioritäten setzen können. Du bist froh, wenn du alles, was zu erledigen ist irgendwie unterbringen kannst.

Wenn es dir so geht, wie mir früher, dann fängst du einfach mit irgendetwas an und hoffst, dass sich alles ausgeht. Möglicherweise merkst du mitten in der ersten Tätigkeit, dass das alles nicht zusammenpasst und wirfst deine Planung wieder um.

Ich empfehle dir: Steig einen Schritt zurück. Koch dir eine Tasse Tee oder Kaffee und setz dich in Ruhe hin.

Und jetzt überlege:

  • Was musst du selbst erledigen?
  • Was kannst du auslagern?
  • Was kannst du verschieben?
  • Was darf (für heute) ganz entfallen?

Damit setzt du Prioritäten

Im obigen Beispiel stellt sich für mich die Sache so dar:

  • Die Präsentation ist wichtig und die musst du auch selbst machen.
  • Für dein Kind kannst du notfalls eine andere Betreuung organisieren. Vielleicht kannst du es ja bei Freunden unterbringen.
  • Den Zahnarzttermin mit deinem Kind kannst du notfalls verschieben oder delegieren. Möglicherweise kannst du Oma oder Opa ersuchen, das zu übernehmen. (Ich weiß nicht jeder hat Großeltern verfügbar!) Oder dein Partner übernimmt das.
  • Beim Auto wird die Sache schon kniffliger. Ist es ein Schaden, der das Fahrzeug fahruntüchtig macht, oder kannst du noch damit fahren?
    Im ersten Fall wirst du den Termin in der Werkstatt wohl wahrnehmen, damit du dein Fahrzeug morgen zur Verfügung hast.
    Im zweiten Fall kannst du versuchen einen anderen Termin mit der Werkstatt zu vereinbaren.
  • Das Wäsche waschen kann nötigenfalls für die nächsten beiden Tage komplett entfallen. Die wenigsten Menschen leben so minimalistisch, dass sie nicht noch zwei Tage länger ohne die Klamotten in der Wäsche auskommen.

Prioritäten setzen entzerrt

Du siehst, jetzt ist alles schon klarer und du kannst etwas gelassener an die Sache herangehen.
Wirklich wichtig ist, dass dein Kind gut versorgt und untergebracht ist.
Danach kommt die Präsentation, da sie deinem Lebensunterhalt dient und Geld bringt.
Dann ist das Auto an der Reihe.
Arzttermine kannst du verschieben. Es sei denn es handelt sich um einen Schmerztermin.
Und die Alltagstätigkeiten wie Wäsche waschen dürfen getrost liegen bleiben. Die erledigst du, wenn zwischendurch noch Zeit bleibt.

3 Wege um Prioritäten zu setzen

Eisenhower Matrix

Hier teilst du die Tätigkeiten ein in dringend und nicht dringend, sowie wichtig und nicht wichtig.

Prioritäten setzen mit der Eisenhower Matrix
  1. Dinge, die wichtig und dringend sind, also im roten Bereich, erledigst du selbst und möglichst schnell.
  2. Alles, was dringend, aber weniger wichtig, also im orangen Bereich ist, kannst du delegieren.
  3. Dinge die sehr wichtig, aber weniger dringend, also im grünen Bereich sind, kannst du für später planen.
  4. Dinge die weder wichtig, noch dringend sind, kannst du meistens ausfallen lassen.

ALPEN Methode

ALPEN heißt soviel wie

Aufgaben notieren
Länge (Zeitaufwand schätzen)
Pufferzeiten einplanen (nur 60 % der täglichen Arbeitszeit verplanen, der Rest bleibt für Unvorhergesehenes frei)
Entscheidungen treffen
Nachkontrolle

ABC Analyse

A wichtige Aufgaben, die viel Umsatz bringen

B mittelwichtige Aufgaben, durchschnittliche Umsatzstärke und nicht sehr dringend

C weniger wichtig und Umsatzschwach

Setze Handlungen

Jetzt kannst du in Aktion treten und jetzt ist die Reihenfolge der Punkte auch klar. Du kannst ruhig und besonnen handeln.

Die Ruhe macht´s

Du siehst also, mit ein wenig Ruhe und Gelassenheit ist auch besonnenes Handeln möglich. Dann kommst du gut zum angestrebten Ziel, auch wenn unvorhergesehene Ereignisse deinen Tagesablauf durchkreuzen.

Und deine Situation?

Setz dich doch mal hin und probiere das gleich für eine Situation aus, die für dich ein Hindernis darstellt und dich belastet.

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Wie geht es dir jetzt?

Spürst du, wie sich die Unruhe ein wenig legt, du wieder Klarheit bekommst und dass du eine Strategie hast, wie du mit dieser Herausforderung umgehen kannst. Und deine aufgewühlten Gefühle? Haben sie sich auch beruhigt?

Vielleicht möchtest du ja im Anschluss an diese Übung noch eine kleine Atemübung oder eine kurze Meditation machen. Vielleicht wünscht du dir auch ein wenig Unterstützung auf deinem Weg zur Gelassenheit. Dann schreib mir doch einfach.

Lass uns gemeinsam gelassen werden!

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Entspannung, Ruhe

Zeit für dich?

Mal ehrlich: Wie oft nimmst du dir Zeit nur für dich?

Ich meine damit nicht Zeit, die du gemeinsam mit deiner Familie verbringst und auch nicht die einzelnen Minuten, die du dir abzwackst, um dir mal die Nägel oder Haare zu machen.
Ich meine so richtig Zeit für dich selbst. Ohne Mann, ohne Kinder, ohne Verpflichtungen?

Als meine Kinder noch klein waren, habe ich immer halb neidisch bewundernd halb geringschätzig auf eine Freundin geschaut, die ihre Kinder einmal pro Woche eine Stunde länger bei der Tagesmutter ließ. Sie machte das nicht, um mal schnell in Ruhe einzukaufen, oder einen Arzttermin unterzubringen. Sie hat in dieser Zeit einfach etwas für sich getan. Entweder setzte sie sich in ihr Lieblingscafé und trank dort genüsslich einen Cappuccino, oder sie ging im Park spazieren und setzte sich an einem schönen Tag auf der Parkbank in die Sonne, oder sie ging einfach einmal bummeln.

Ehrlich: Ich hab das nie gemacht, denn ich hatte meinen Kindern gegenüber stets ein schlechtes Gewissen. Ich habe daher diese Zeit mit ihnen verbracht. Wir haben diese Zeit genossen und haben viele schöne Dinge gemacht: Wir waren im Zoo, haben Freunde besucht, haben gebastelt …

Du siehst aber, dass es Qualitätszeit für die Kinder war und nicht für mich.

Was ich damals nicht verstanden habe: Ich bin als Frau und Mutter genau so wichtig, wie alle anderen Familienmitglieder und nur wenn es mir gut geht, kann ich auch dafür sorgen, dass es auch den anderen gut geht. Nur wenn meine Tanks gefüllt sind, habe ich die Energie, die ich brauche.

Ich war in dieser Zeit oft erschöpft, nervlich dünnhäutig und oft kam es vor, dass eine Kleinigkeit mein überreiztes Nervenkostüm zum Bersten brachte. Dann saß ich abends da wie ein Häufchen Elend, habe manchmal auch geweint und jammerte meinem Mann vor, dass ich nicht genügend Unterstützung bekäme.

Ich bin heute noch dankbar, dass er meine Ausbrüche mit stoischer Ruhe ertragen hat.

Was kannst du aus meinem Verhalten lernen?

1. Du bist genau so wichtig, wie alle anderen

Du bist ein Mensch mit Hoffnungen, Träumen, Wünschen und Bedürfnissen. Du bist genau so wichtig, wie alle anderen. Es steht dir nicht nur zu, für dich zu sorgen, es sollte deine wichtigste Aufgabe sein.

Du bist in erster Linie für dich selbst verantwortlich. Ja, ich weiß, als Mutter stellt man die Kinder oft an die erste Stelle. Sei dir aber bewusst, dass du nur dann gut für deine Kinder sorgen kannst, wenn du gesund und fit bist.

2. Du bist diejenige, die für deine Energie verantwortlich ist

Wenn du ein Auto hast, dann ist es für dich selbstverständlich regelmäßig auf die Tankanzeige zu schauen, damit du genug Sprit hast. Du fährst auch regelmäßig zum Service, damit du dich auf dein Fahrzeug verlassen kannst und es gut in Schuss ist.

Genau so bist du für deinen Körper und deinen Energiehaushalt verantwortlich. Du merkst zuerst, wenn dir etwas zu viel wird. Du kannst und sollst daher aktiv werden.

Erwarte nicht, dass die anderen um dich herum die Warnsignale erkennen, wenn du sie selbst missachtest. Du bist sozusagen die Tankanzeige. Wenn dein Energiehaushalt auf Reserve ist, dann sag es deinen Mitmenschen.

3. Kommunikation ist der Schlüssel

Da du kein Schild auf der Stirn hast und auch keine Anzeige auf deiner Brust aufleuchtet, ist es an dir zu sagen, was du dir wünschst und was du brauchst.

Du wirst sehen, wenn du klar und bestimmt deine Bedürfnisse äußerst, dann geht dein Umfeld auch darauf ein.

Du könntest z. B. deinen Mann ersuchen die Kinder von der Kinderbetreuung oder Schule abzuholen, damit du einmal einen ruhigen Nachmittag hast. Vielleicht kann auch eine Oma einspringen, oder die Kinder können einen Nachmittag bei Freunden verbringen. Das nächste Mal könntest du die Freunde deiner Kinder zu dir einladen, damit deren Eltern mal freigespielt sind.
Schon klar: Im Familienverband braucht das manchmal ein wenig Organisation, aber es lässt sich regeln.

4. Kein schlechtes Gewissen

Nimm dich wichtig und genieße die Zeit, die dir zur Verfügung steht.

Du nimmst dir bloß einige Stunden für dich Zeit. Mach das Beste draus und genieße jede Sekunde.

Wenn du ein schlechtes Gewissen hast, ist keinem geholfen. Deine Kinder genießen die Zeit mit Papa/Oma/Freunden genau so und denken wahrscheinlich keine Sekunde an dich. Danach werden sie dir wahrscheinlich ganz begeistert erzählen, was sie während dieser Zeit erlebt haben.

Vielleicht magst du ihnen ja auch erzählen, wie es dir ergangen ist und ihnen dadurch vermitteln, dass es durchaus in Ordnung ist, an sich selbst zu denken und etwas für sich zu tun ;)

Mein Umdenken fand erst statt, als meine Tochter bereits 8 Jahre alt war. Es war gerade noch rechtzeitig. Sie hat durch mein Beispiel gelernt, dass auch ihre Bedürfnisse wichtig sind. Sie ist sehr sozial veranlagt und achtet dabei sehr genau auf ihre eigenen Grenzen.

5. Geht es der Frau und Mutter gut, geht es auch der Familie gut

Dieser alte Hebammenspruch beinhaltet eine tiefe Weisheit. Jede Spannung, die du empfindest überträgt sich automatisch auf deine Kinder. Oft werden Kinder genau dann besonders wild und lebhaft, wenn die Mütter schon am Zahnfleisch gehen. Es ist, als ob sie durch dieses Verhalten drauf aufmerksam machen wollen: „Schau her, du brauchst genau wie ich Ruhe und Gelassenheit!“ Diesen Fall halte ich persönlich für den leichter bemerkbaren.

Andere Kinder werden wieder besonders still und angepasst, wenn sie spüren, dass es der Mutter nicht gut geht. Sie beherrschen die Kunst, sich beinahe unsichtbar zu machen. Das erscheint im ersten Moment angenehm. Viel später fällt dann auf, dass diese Kinder ihre eigenen Bedürfnisse nicht wahren. Sie stellen sich selbst zurück und führen so das Muster weiter fort.

Auch die Partner sind oft von der Situation belastet und es wäre oft viel einfacher für sie irgendwelche Pflichten zu übernehmen, als zu sehen, wie sich die geliebte Frau mit sich selbst und ihrer Überforderung herumquält.

6. Stärke bedeutet auch einmal Grenzen zu setzen

Meiner Erfahrung nach sind es oft die starken Frauen, die sich zu viel auflasten. Sie sind es gewohnt viel zu leisten und es ist für sie selbstverständlich Verantwortung zu übernehmen. Wenn etwas getan werden muss, reden sie nicht lange, sondern sie greifen an und werden aktiv.

Diese Frauen empfinden es oft als Schwäche einzugestehen, dass sie am Limit sind und schon fast nicht mehr weiterkönnen. Statt Hilfe einzufordern nehmen sie also ihr letztes bisschen Energie zusammen und machen weiter.

Wenn du zu dieser Gruppe Frauen gehörst, dann glaub mir: „Es gehört viel Mut und Stärke dazu, Hilfe und Unterstützung einzufordern und Grenzen zu setzen.“

Ich weiß, du machst dich dadurch verletzlich. Du gibst zu, dass du nicht mehr kannst.

Und du machst dadurch auch eine Türe auf. Du signalisierst den anderen: „Deine Hilfe ist genau so wichtig, wie meine. Deine Arbeitskraft ist genauso wertvoll, wie meine. Auch wenn du die Dinge anders machst, als ich, so machst du sie gut.“

7. Regelmäßigkeit spart Zeit

Klingt das komisch?
Wenn du dir regelmäßig Zeit für dich selbst nimmst, dann sorgst du dafür, dass deine Energietanks immer gut gefüllt sind. Es ist wie beim Auto. Wenn du regelmäßig nachtankst, dann kommst du nie in den Reservebereich. Du brauchst also nur kurze Erholungszeiten. Du lernst, diese Erholungszeiten zu genießen und schnell abzuschalten.

Wartest du allerdings, bis du (fast) nicht mehr kannst, dann brauchst du lange, um dich wieder zu erholen und deine Batterien aufzuladen.

Zeit für dich!

Ich hoffe, mein Blogartikel konnte dich darin bestärken, dir regelmäßig Zeit für dich selbst zu nehmen.

Wenn es dir schwer fällt, dir Zeit für dich selbst zu nehmen, dann nimm gerne mit mir Kontakt auf und wir klären in einem 20-minütigen Gespräch, wie du gut für dich sorgen kannst, um deinen Alltag gelassen und ausgeglichen zu meistern.

Deine

Ilse Maria_Signatur

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Entspannung, Ruhe

Entspannung

Entspannung, Stille, Meditation

Im Urlaub

Vorige Woche um diese Zeit saß ich ganz entspannt beim Frühstück in Tunis. Ich saß auf dem Balkon und genoss das Sonnenlicht. Die zweite Tasse Kaffee in der Hand saß ich einfach nur da und ließ den Blick und die Gedanken schweifen. Ich war ganz im Augenblick. In völliger Entspannung. Weiterlesen

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