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Effizienz bis zur Selbstaufgabe?

Heute stelle ich dir Petra vor. Petra ist das berühmt-berüchtigte Beispiel, in dem wir uns alle manchmal wieder erkennen.

Sie hat zwei Kinder. Sie liebt es Mutter zu sein. Sie liebt auch ihren Mann, ihr Haus, ihren Beruf.

Petras Tag

Schon morgens um 05:00 Uhr steht sie vor den anderen auf.
Um 05:15 wirft eine Maschine Wäsche in die Waschmaschine und geht mit dem Hund spazieren.
Circa um 06:00 Uhr ist sie zurück, putzt das Bad, macht die Betten und räumt im Schlafzimmer auf.
Um 06:20 macht sie Frühstück und weckt die Kinder.
Während die Kinder aufstehen, wirft sie noch schnell eine weitere Maschine Wäsche in die Waschmaschine und hängt die Wäsche auf.
Da alle sportbegeistert sind und sie einen Mann hat, der stets adrett gekleidet sein muss, fällt jede Menge Wäsche an.
Auch Petra hat jede Menge Berufswäsche. Sie ist Masseurin. Weiterlesen

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Wie du den Weihnachtsstreit vermeidest

Wie du den Weihnachtsstreit vermeidest

Weihnachten ist das Fest der Liebe … und doch ist es in vielen Familien auch Anlass zu Streit. Doch es muss gar nicht so weit kommen, wenn du jetzt schon ein wenig vorbaust.

Die Streitereien liegen ja nicht daran, dass sich die Familienmitglieder nicht mögen. Es liegt eher am hausgemachten Stress und den hohen – und oft unterschiedlichen – Erwartungen.

Weihnachten sollte die stillste Zeit im Jahr sein. Weiterlesen

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Von der hektischen Betriebsamkeit und inneren Unzufriedenheit zur Ausgeglichenheit

Wie du aus der Unzufriedenheit zu Ausgeglichenheit kommst

Heute stelle ich dir Petra vor. Petra ist frei erfunden und doch wieder nicht.
Petra hat Eigenschaften von meinen verschiedenen Lieblingskunden übernommen.
Nachdem du meinen Blog liest, erkennst du dich und deine Situation vielleicht ein klein wenig wieder.

Petra ist 35 Jahre und eine bodenständige, aktive Person.
Ein Typ auf den man sich verlassen kann – sagen ihre Freunde.
Eine Frau, die nichts aus der Bahn wirft – sagt ihre Kollegen.
Eine liebevolle Ehefrau und Mutter, die alles im Griff hat – sagt ihr Mann.
Jemand, der immer Rat weiß – sagen ihre Bekannten.
Diejenige, die immer da ist – sagen die Mitglieder des Elternvereins.
Meine Mama! – sagen ihre Kinder.

Du siehst schon, Petra trägt viel Verantwortung.
Sie übernimmt gerne Aufgaben für die Allgemeinheit und sorgt für ihr Umfeld.

Petra ist ganz schön tough. Sie ist gut organisiert, leistungsbereit und sozial engagiert. Es liegt ihr einfach am Herzen, dass alles gut läuft und es ist ihr wichtig, dass sich ihre Familie wohl fühlt. Sie schupft einen 5 Personen-Haushalt und arbeitet in Teilzeit als Krankenschwester. Sie hat extra die Station gewechselt, um ihren Kindern einen geregelten Tagesablauf bieten zu können.
Früher hat sie auf der Intensivstation gearbeitet. Das war mit Wechseldiensten verbunden. Sie hat diese Arbeit geliebt. Aber Wechseldienste lassen sich schlecht mit dem Familienleben vereinbaren.

Ihre Kinder liegen ihr sehr am Herzen und sie will ihnen nicht nur eine gute Erziehung und Bildung ermöglichen, sondern ihnen auch eine wirklich gute Mutter sein, die immer für sie da ist.

Das ist manchmal ganz schön herausfordernd und bringt ihren Tagesablauf gehörig durcheinander.
Schließlich ist ihr Alltag straff organisiert.

Sie steht um 05:30 auf, geht ins Bad und richtet sich für den Tag her.
Sie selbst würde sagen sich macht sich für den Tag fertig.
Ich verwende diesen Ausdruck nicht so gerne. Er ist so doppeldeutig ;-)

Danach huscht sie in die Küche und macht Frühstück, deckt den Tisch und weckt ihre Kinder.
In der Zwischenzeit ist ihr Mann aufgestanden und im Bad. Er ist kein Morgenmensch
und daher morgens nicht besonders gut gelaunt. Also übernimmt Petra die Aufgabe,
die Kinder anzutreiben und dafür zu sorgen, dass alle gewaschen und angezogen beim Frühstückstisch sitzen. Das Frühstück ist die einzige Mahlzeit des Tages, die alle gemeinsam einnehmen. Deshalb ist sie für die ganze Familie wertvoll. Wenn alles gut geht, sitzt die Familie um 06:15 am Frühstückstisch.

Petras Mann Dieter ist der erste der aus dem Haus muss, da er mit dem Zug zur Arbeit fährt und eine längere Anfahrtszeit hat. Er verlässt das Haus um 06:45.

Er verabschiedet sich liebevoll von Frau und Kindern und los geht es.
Für Petra! Denn jetzt ist es an der Zeit, dafür zu sorgen, dass der Tisch abgeräumt wird.
An guten Tagen helfen die Kinder mit, an schlechten sind sie nach dem Frühstück plötzlich verschwunden, wie der blaue Rauch. Es ist ja auch kein Wunder. Schließlich sind sie erst 4, 8 und 11 Jahre.

Die Kleinste geht noch in den Kindergarten. Der mittlere besucht die Volksschule (Grundschule) und die Älteste geht bereits aufs Gymnasium. Petra hat jetzt genau eine halbe Stunde Zeit, um die Küche wieder in Ordnung zu bringen, die Betten zu machen und im Bad noch einmal kurz über die Waschbecken zu huschen. Sie sorgt dafür, dass die Kinder sich anziehen, ihr Jause einpacken,
die sie schon vorbereitet hat und um spätestens 07:20 Uhr verlassen alle das Haus.

Pia, die kleinste nimmt Petra im Auto mit zum Kindergarten und auch Lara, die Älteste fährt mit ihr mit. Sie besucht die Schule in derselben Stadt, in der Petra arbeitet. Alexander, der Mittlere geht selbst zur Schule. Sie befindet sich im Wohnort. Genau darüber gibt es morgens oft noch Diskussionen. „Immer muss ich allein zur Schule gehen. Pia und Petra nimmst du mit dem Auto mit. Das ist unfair.“

Natürlich weiß Alexander, dass er nur 3 Minuten zu Fuß gehen muss und dass Pia noch zu klein ist, um selbst zu gehen. Diese morgendlichen Diskussionen kosten Petra Kraft.

Wenn Petra schließlich um 07:30 an ihrer Dienststelle ankommt, hat sie gerade noch Zeit sich umzuziehen und kurz auf der  Schwesternbasis während der Dienstübergabe einen Kaffee zu trinken. Dann beginnt ihr Dienst. Petra sehnt sich zu diesem  Zeitpunkt schon nach der ersten Pause, doch die muss noch Stunden warten. Dabei fühlt sie sich jetzt schon leer und ausgepowert.

Sie wünscht sich sehnlichst Ausgeglichenheit und Gelassenheit.
Sie ist innerlich unzufrieden und will mehr vom Leben.

Geht es dir auch manchmal wie Petra?

Hetzt du durch deinen Tag, ohne Zeit für dich?
Besteht dein Leben nur aus Verpflichtungen?

Dann ist dein Leben ganz schön herausfordernd und du hast echt viel zu stemmen.

Vielleicht sehnst du dich nach geregelten Pausen und auch etwas Zeit für dich selbst.
Aber egal, wie du es anstellst, immer kommt etwas dazwischen, was wichtiger ist.

Genau hier liegt der Schlüssel versteckt. Du hast noch nicht erkannt, dass du es bist, die an dieser Situation etwas ändern kann. Du kannst etwas tun, um Ausgeglichenheit und Gelassenheit zu erlangen.
Du bist die Person, die sich Pausen ermöglicht und Rückzugsmöglichkeiten schaffen kann. Dazu ist es wichtig, dass du deine eigenen Bedürfnisse genau so wichtig nimmst, wie die Bedürfnisse der anderen.

Erst wenn du für deine Zufriedenheit sorgst, wirst du ausgeglichen und gelassen werden.

Wie wichtig nimmst du dich selbst?
Stellst du die Bedürfnisse der anderen vor deine eigenen?

Petra verzettelt sich

Da Petra so wenig Zeit für sich hat, weiß sie aber im Moment gar nicht ganz genau, was gut für sie ist. Sie sehnt sich nach mehr Schlaf, einem gemütlichen Kaffeeklatsch mit ihrer besten Freundin, einem Theaterbesuch mit ihrer Mutter, einem prickelnden Abend zu zweit mit ihrem Mann, einem gemütlichen Leseabend auf der Couch … So viele Wünsche und wenn sie tatsächlich mal etwas Zeit hat, dann scheint ihr die Zeit zwischen den Fingern zu zerrinnen. Sie trödelt herum, fängt dieses und jenes an, lässt es wieder liegen und ist am Ende frustriert, dass sie keinen ihrer Wünsche verwirklichen konnte.

Was also kann sie tun?
Wie kannst du dieses Dilemma lösen, wenn es dir genau so geht?

Dein Weg zur Ausgeglichenheit

Innehalten

Petra ist auf einem so hohen Aktivitätslevel, dass es ihr bereits schwer fällt abzuschalten.

Der erste Schritt ist es also, mehr Entspannung in ihr Leben zu bringen. Öfter mal kurz inne zu halten, abzuschalten und in sich hineinzuhorchen: „Wie geht es mir jetzt?“

Genau davor hat Petra aber auch ein wenig Angst.
Wer weiß schon, was aus den Tiefen ihrer Seele auftaucht, wenn sie ihre hektische Betriebsamkeit für einen Augenblick sein lässt?

Es wird nur eines passieren. Petra wird sich selbst und ihren eigenen Bedürfnissen begegnen. Sie wird sich selbst auf die Spur kommen und sie wird erkennen, was sie im Moment braucht.

Um dahin zu kommen, stehen Petra verschiedene Möglichkeiten offen.

  • Sie kann einen Yogakurs besuchen
  • Sie kann zu Hause kurze Entspannungsübungen durchführen
  • Sie kann beginnen zu meditieren
  • Sie kann einen Entspannungskurs machen
  • Sie kann Entspannung in ihren Alltag integrieren

Selbstbesinnung

Genau dieses Innehalten wird Petra das erste mal die Möglichkeit geben, sich auf sich selbst zu besinnen, nachzuspüren, was sie wirklich will. Sie kann dann ein Bild davon entwickeln, was sie wirklich will und wie sie es umsetzen kann. Dazu braucht sie Zeit und Stille, um auf sich selbst zu hören.

Wie das aussehen kann, darauf gehe ich in einem der nächsten Blogartikel ein.

Schriftlich festhalten

Das, was Petra erkennt, wird sie am besten schriftlich festhalten. Sie hat dann ihre eigenes Bedürfnis-Chart :-)

Damit kann sie sicher gehen, dass sie im hektischen alltag nicht wieder vergisst, was sie herausgefunden hat.  Wie schnell entschwindet eine gute Idee, weil sie nirgends festgehalten wird!

Kleine Schritte machen

Nachdem sie ihre Bedürfnisse erkannt und aufgeschrieben hat, kann  und wird sie sich auf den Weg machen, um sie zu verwirklichen.

Wann immer sie Zeit hat, kann sie dieses Chart zur Hand nehmen und nachsehen, was sich leicht und schnell verwirklichen lässt. So vergisst sie nichts und kann auch immer wieder überprüfen, ob jeder der Wünsche noch gilt.

Konsequenz

Bei größeren Vorhaben kann Petra drangehen sie in kleine Schritte zu unterteilen und jeden Tag einen dieser kleinen Schritte zu machen. So wird sie auch die großen Ziele erreichen.

In meinem nächsten Artikel geht es nur um dich! Ich zeige dir, wie du deinen Wünschen und Bedürfnissen auf die Spur kommst. Dazu gibt es ein Audio und auch Arbeitsblätter.

Ilse Maria_Signatur

 

 

 

Dies ist der erste Artikel einer ganze Serie.
Zu dieser Artikelserie gehören auch folgende Artikel:

2 – Durch die eigenen Bedürfnisse zu Gelassenheit finden

3 – Mit kleine Schritten große Bedürfnisse erreichen

 

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Von To-Do zu Done

Dieser ARtikel stammt aus dem jahr 2014 und ich habe lange überlegt, ob ich ihn löschen soll. Mein Schreibstil hat sich in den letzten Jahren verändert und auch meine Coaching-Kompetenz hat sich weiter entwickelt. Aber dann ist mir aufgefallen, dass dieser Artikel für etwas steht. Er zeigt, wie viele Jahre ich mich schon mit dem Thema mental-load befasse. Er zeigt, wie sehr ich damals schon bemüht war, Frauen einen Weg aus dieser Falle heraus zu zeigen.

Angelikas Projekt

Angelika war gerade eine Woche auf Urlaub. Während dieser Woche hat sich einiges an Arbeit aufgestaut. Daher macht sie sich gleich am morgen des ersten Arbeitstages eine To-do Liste. Sie macht sich daran, diese Liste abzuarbeiten und es läuft gut.

Von to-do zu done


In zwei Wochen ist die Präsentation eines wichtigen Projektes. Wenn diese Präsentation erfolgreich verläuft, dann wird Angelika einen großen Auftrag erhalten, der sie für einige Zeit beschäftigen wird. Natürlich setzt sie alles daran, so gut als möglich vorbereitet zu sein.

Vielleicht kennst du ja solche Situationen ja aus deinem eigenen Leben.

Nur das Leben lässt sich nicht immer planen. Das erfährt auch Angelika. Ihre Tochter wird krank. Sie ist noch klein und Angelika muss zusätzliche Kinderbetreuung organiseren.
Dann geht auch noch die Heizung ein! Außerdem ist die kleine Firma, die sie immer die Materialien für die Präsentationsmodelle beliefert in Lieferverzug. Jetzt muss sie sich noch schleunigst um Ersatz bemühen.

All das führt dazu, dass sie den ganzen Tag arbeitet. Sie erledigt auch viele Dinge. Trotzdem hat sie am Abend ein schlechtes Gefühl, denn ihre To-do Liste wird nicht kürzer. Sie kann kaum Punkte streichen.

Von To-Do

To-do-Listen sind eine großartige Sache. Sie unterstützen dich dabei, deine Termine einzuhalten. Sie helfen dir, dich zu strukturieren und an alles zu denken.

Es gibt Situationen, da machen To-do-Listen vor allem folgendes: Sie setzen unter Druck.
Nicht bei jedem. Das kommt immer auf deine Persönlichkeit an.
Bei Menschen wie Angelika ist es so, dass sie abends das Gefühl haben, sie hätten nichts geleistet. Gleichzeitig spüren sie aber sehr deutlich, dass sie den ganzen Tag geackert und organisert haben. Nur das Erfolgserlebnis bleibt aus. Die To-do-Liste wird nicht kürzer. Was bleibt ist Frust: Ich habe heute wieder nichts oder viel zu wenig geschafft. Dieser Frust hemmt dich. Er raubt dir nicht nur für diesen Tag die Energie, er gibt dir zusätzlich noch das Gefühl, dass du zu langsam bist und deinen Anforderungen ohnehin nicht nachkommen kannst. Wenn du den Frust in den nächsten Tag mitnimmst, dann kann es sein, dass du weniger schaffst, als üblich. Einfach, weil dein Energielevel dadurch beeinflusst wird.

zur Done-Liste

In solch stressigen Zeiten, die oft geprägt sind von unvorhergesehenen Ereignissen, hilft es abends Revue passieren zu lassen: „Was habe ich geschafft?“ und das dann auf eine Done-Liste zu setzen.
Auf dieser Liste ssteht dann auch:

  • Mutter, Schwiegermutter und Freundin angerufen, ob sie sich um das Kind kümmern können
  • Heizungstechniker angefordert
  • jemanden organisiert, der zu Hause ist, während der Heizungstechniker kommt
  • im Internet nach alternativen zum bisherigen Lieferanten recherchiert
  • Angebote eingeholt und Liefertermine erfragt
  • neue Firma gleich beauftragt

Wenn du dir dann alle diese Positionen ansiehst und dann noch die dazu nimmst, die du an diesem Tag von deiner To-do-Liste streichen konntest, dann siehst du, dass du eine Menge erledigt hast. Der Frust wird dann gleich kleiner, denn du erkennst: Viel mehr wäre an diesem Tag nicht zu schaffen gewesen. Es versöhnt dich mit dir selbst und du gehst voll Energie in den nächsten Tag.

Fazit

Traumberuf gesucht

Ist es sinnvoll, in solch stressigen Zeiten auf To-do-Listen zu verzichten?

Das kommt auf deine Persönlichkeit an. Ich halte es gerade in stressigen Zeiten für extrem wertvoll To-do-Listen zu führen.
Ich halte mich allerdings an den Grundsatz: Dringendes und wichtiges zuerst! So kann ich gewährleisten, dass alle kurfristigen Arbeiten und Projekte erledigt sind.
Ich weiß allerdings auch, dass ich nichts vergessen kann. Es ist gesichert, dass mir in der Hektik nichts durchrutscht. Mein Zugeständnis an mich selbst ist es, dass ich nur einmal täglich auf die To-do-Liste schaue, um sicherzugehen, dass ich nichts wichtiges vergesse. Das Wichtige wird sofort erledigt. Am besten gleich in der Früh. Dann setze ich mich mit meiner Liste nicht mehr auseinander, da es mich zu sehr unter Druck setzt.
Allerdings plane ich auch immer Pufferzeiten ein, in denen es mir dann gelingt, meine Listen gut abzuarbeiten. Strengstenfalls opfere ich dafür auch mal eine Tag meines Wochenendes. Denn dann kann ich unbeschwert in die nächste Woche gehen :-)

Wie geht es dir mit To-do-Listen?
Hast du dich schon mal davon unter Druck gesetzt gefühlt?

Ich freue mich, wenn du deine Erfahrungen in den Kommentaren mitteilst.

Bleib gesund und gelassen!

Deine

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