Traumberuf gesucht?Letzte Woche haben wir uns mit dem ersten Schritt zu deiner individuellen Vereinbarkeitslösung beschäfigt.
Dabei habe ich dir eine Frage gestellt: Willst du in deinen alten Beruf zurückkehren?
Sollte die Antwort „Nein“ gewesen sein, so habe ich dich auf diese Woche vertröstet.

Traumberuf gesucht!

Traumberuf gesuchtDu willst also etwas ganz Neues machen. Hast du schon eine Idee, in welche Richtung es gehen soll? Wenn nicht, kannst du folgendermaßen vorgehen:

1. Fähigkeiten und Erfahrungen sammeln

Setz dich hin und schreibe erstmal alles auf, was du schon gemacht hast und worin du Erfahrung hast. Begrenze dich nicht auf berufliche Erfahrungen und Ausbildungen. Nimm unbedingt auch Fähigkeiten und Erfahrungen dazu, die du dir bei Hobbys oder in Vereinen angeeignet hast.

2. Stärkenliste – Selbstbild

Erstelle eine Liste deiner persönlichen Stärken. Beachte: Die Sache mit den Stärken ist relativ. Nimm also im Zweifelsfall jede Eigenschaft als Stärke an. Bei vielen Eigenschaften hängt es nämlich vom Einsatzgebiet an, ob sie als Stärken oder als Schwächen angesehen werden. Bist du zum Beispiel besonders genau, dann ist das eine tolle Eigenschaft für eine Buchhalterin und auch für eine Möbeltischlerin. In anderen Fällen wird dir diese Eingenschaft vielleicht als Pingeligkeit ausgelegt.

3. Stärkenliste – Fremdbild

Frage mindestens 7 Personen, die dich gut kennen, was sie für deine 5 größten Stärken halten. Diese Personen können Freunde sein oder jetzige oder ehemalige Kollegen, Bekannte aus Vereinen …

4. Abgleich

Suche nun nach Übereinstimmungen der Stärkelisten der befragten Personen und deiner persönlichen Stärkeliste.

5. Wunschliste

Jetzt darfst du träumen. Schreib dir alle Berufe vor, die du dir vorstellen kannst. Wofür brennt dein Herz? Was machst du besonders gerne? Was interessiert dich brennend?
Du bist ganz frei und kannst alles aufschreiben, was dir in den Sinn kommt.

Diese Liste gleichst du mit den Fähigkeiten und Talenten ab. Bei welchem Beruf kannst du deine Stärken besonders gut einsetzen?

Im Idealfall näherst du dich jetzt schon einem Berufswunsch. Vielleicht gibt es einen Beruf, für den du schon über alle Qualifikationen verfügst. Glückwunsch! Dann kannst du gleich mit dem Artikel der Vorwoche weitermachen: (D)eine individuelle Vereinbarkeitslösung.

6. Entscheidungshilfe Zürcher Ressourcen Modell

Wenn nicht, dann hast du jetzt wahrscheinlich mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Bei der Entscheidung, welche Lösung für dich die Richtige ist, können dir meine Artikel über das Zürcher Ressourcen Modell weiterhelfen. Ich habe dieses Modell anhand des Beispiels Traumweihnachten erklärt.

7. Entscheidungshilfe Körpertest

Bildquelle: www.pixabay.com, Geralt

Oder du benützt einen ganz simplen Körpertest. Dazu solltest du zuerst einmal herausfinden, wie dein Körpergefühl für angenehme und unangenehme Situationen anfühlt.
Du kannst diesen Körpertest in vielen Fällen als Entscheidungshilfe nützen. Er beruht auf den sogenannten somatischen Markern nach António Damásio.

Denk an eine Situation, in der es dir besonders gut ging. Nimm zum Beispiel den letzten Urlaub, oder ein schönes Fest, oder auch eine tolle Liebesnacht ;-)
Schließe die Augen und stell dir diese Situation intensiv vor. Mach dir ein Bild. Vielleicht kannst du auch die Gerüche wahrnehmen, die du damals wahrnehmen konntest. Welche Geräusche haben dich damals umgeben?
Wie fühlt sich dein Körper jetzt an? Wie ist die Temperatur? Wo wird es angenehm weit? usw.
Merk dir dieses Körpergefühl! Vielleicht ist es nicht nur ein Gefühl. Vielleicht kannst du auch Farben wahrnehmen.

Anschließend denkst du an eine unangenehme Situation. Du kannst eine anstrengende, besonders stressige Arbeitswoche nehmen, einen Konflikt mit einem anderen Menschen.
Schließe die Augen und stell dir diese Situation wieder vor. Mach dir ein Bild. Nimm die Geräusche und Gerüche wahr.
Wie fühlt sich dein Körper jetzt an? Fühlst du den Unterschied?
Merk dir auch dieses Körpergefühl! Auch hier gilt: Vielleicht kannst du Farben wahrnehmen.

Nun geh deine Varianten durch und spüre nach, welches Körpergefühl sich einstellt. Gleicht es eher dem ersten; dem Körpergefühl für Freude und angenehme Situationen. Oder gleicht es dem zweiten; dem Körpergefühl für unangenehme Situationen. Alles, was unangenehm ist, kannst du ausscheiden.

Das tolle an diesem simplen Test. Er geht ganz schnell, denn dein Körper gibt dir blitzartig Feed-back. Diese schnelle Reaktion stammt aus der Urzeit. Wenn Gefahr droht, dürfen wir nicht lange überlegen. So zeigt der Teil des Gehirns, der für das Überleben ausgelegt ist, sofort ob wir eine Situation als unangenehm und gefährlich einstufen.

Hat dir dieser Artikel bei deiner Entscheidungsfindung geholfen? Ich freue mich, wenn du mich daran teilhaben lässt.
Hast du noch Fragen? Dann stell sie doch unten in den Kommentaren. Ich beantworte sie gerne. Wenn sie sehr umfangreich sind, dann vielleicht sogar in einem meiner nächsten Blogartikel.

 

 

 

 

 

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