mit Kindern über den Tod sprechen

21 Tipps – So kannst du mit Kindern über den Tod sprechen

Mit Kindern über den Tod zu sprechen ist immer wieder herausfordernd. Wenn Kinder Fragen zum Tod haben, sind Erwachsene oft schockiert.
Einerseits stellen Kinder ihre Fragen oft zu den unpassendsten Zeitpunkten. Andererseits sind sie oft schockierend sachlich und pragmatisch.

22 Tipps um mit Kindern über den Tod zu sprechen, Mutter mit Tocher auf dem Bett liegend im Gespräch

Über Grundsätzliches zum Thema Kindertrauer habe ich ja schon hier geschrieben.

Hier erfährst du mehr über das Todesverständnis von Kindern in verschiedenen Altersstufen.

Heute möchte ich dir kurz und knackig ein paar Richtlinien mitgeben, was du bei Gesprächen mit Kindern über den Tod und das Sterben beachten solltest.

  1. Sei offen für die Fragen deines Kindes! Weiche den Fragen nicht aus.
  2. Schau immer hinter die Aussage. Kinderfragen können verstörend auf Erwachsene wirken. Dahinter liegt oft tiefes Interesse.
  3. Beantworte die Fragen deines Kindes immer altersgemäß.
  4. Nütze kurze einfache Sätze.
  5. Rede nicht ums Thema herum. Nütze klare Aussagen.
  6. Benütze keine beschönigenden Formulierungen. Achtung: Vermeide Ausdrücke wie „sanft entschlafen“, „dahingegangen“, „das zeitliche gesegnet“.
  7. Vermeide auch flapsige Begriffe wie „den Löffel abgeben“, „die Radieschen von unten ansehen!“, „ins Gras beißen“. Das nimmt der Situation den Ernst und dem Sterben die Würde und Kraft.
    Meist sind solche Ausdrücke ein unzureichender Versuch das Thema leichter zu machen.
  8. Vorsicht bei Ausdrücken wie „Du machst mich krank!“ oder „Mein Chef bringt mich ins Grab!“. Kinder nehmen das wörtlich.
  9. Nütze unmissverständliche Aussagen. Erkläre dass ein Mensch gestorben ist und dass er nie wieder kommt.
  10. Frage dein Kind nach seinen Vorstellungen und eventuell auch Befürchtungen.
  11. Sei ehrlich und echt.
  12. Gib zu, dass du nicht alles weißt.
  13. Mach dich gemeinsam mit deinem Kind auf die Suche nach Antworten.
  14. Sei nicht verwundert, wenn dein Kind das Thema wechselt und erst viel später eine weitere Frage stellt. Kinder müssen die Antworten erst einmal verarbeiten. Dann tauchen neue Fragen auf.
  15. Nütze Alltagserlebnisse, um die Themen Tod und Sterben zu besprechen. Es kann sich dabei um welkes Laub handeln, um einen Hasen den ein Auto totgefahren hat, ein leeres Vogelnest auf dem Boden, ein Käfer der von Ameisen davongetragen wird.
  16. Lass dir bei Gesprächen rund um das Thema Tod und Sterben viel Zeit und gib deinem Kind Zeit die Informationen gut zu verarbeiten.
  17. Frag nach! Erstens willst du wissen, ob dein Kind deine Erklärungen verstanden hat. Zweitens hat dein Kind vielleicht schon eine eigene Vorstellung zum Thema und möchte eine Bestätigung.
  18. Sei nicht überrascht, wenn das Thema immer wieder aufkommt.
  19. Hab Geduld mit deinem Kind, aber auch mit dir selbst.
  20. Zeige deine Gefühle, wenn es dir aus irgendwelchen Gründen schwer fällt über das Thema zu sprechen und erkläre diese Gründe auch in kurzen Worten deinem Kind.
  21. Erfinde keine tröstlichen Geschichten. Mach deinem Kind klar, dass du auch kein gesichertes Wissen hast, was nach dem Tod passiert. Wir alle haben eigene Vorstellungen davon. Mach immer wieder klar, dass du viele Dinge nicht sicher weißt, sondern sie dir nur vorstellst, sie glaubst, oder sie vermutest.

Was du noch beachten solltest

Noch mehr zum Thema erfährst du im Online-Workshop Kindertrauer

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Wie du mit deinem Kind ins Gespräch kommst

Woran du erkennst, dass dein Kind genug Information hat

Warum es wichtig ist, deine eigene Trauer zu zeigen

Mit welchen Ritualen du dein Kind unterstützen kannst

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