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4 Grundlagen für das Delegieren in der Familie

Delegieren

Jedes Haus braucht ein Fundament und auch beim Delegieren gibt es ein paar Parameter, die das Fundament zum erfolgreichen Delegieren bilden ;-)

1. Vertrauen

Vertrauen ist auf beiden Seiten nötig.
Du musst Vertrauen in die Fähigkeiten deiner Familienmitglieder haben, dass die die übertragenen Aufgaben auch wirklich erledigen können. Delegieren heißt ein Stück der Verantwortung abzugeben. Das heißt auch, dass die betreffende Person ihren eigenen Weg zum Ergebnis finden darf.
Du hast dann die letzte Kontrolle. Dies gilt besonders dann, wenn du die Verantwortung für eine Aufgabe hast.

Vertrauen deiner Familienmitglieder in dich ist notwendig, dass sie sich trauen, sich jederzeit an dich zu wenden, wenn sie etwas nicht verstanden haben, oder wenn sie mit der Situation überfordert sind. Das gibt dir auch die Möglichkeit schnell einzugreifen.

2. Transparenz

Wenn du eine Aufgabe überträgst, dann ist es wichtig, dass dein Gegenüber erkennt, worauf die Aufgabe abzielt und wo die kritischen Punkte sind. So kann der andere innerhalb seines Rahmens selbständig handeln und auch Entscheidungen fällen. Er weiß allerdings auch ganz genau, wann er zu dir kommen muss, weil deine Entscheidung gefragt ist.

Das gelingt, wenn du alle notwendigen Informationen weitergibst und klare Anweisungen gibst, in Bezug auf Handlungsspielraum, Ergebnis und auch deine Erwartungen.

Diese Informationen sind es, die den Unterschied zwischen delegieren und befehlen ausmachen.

3. Kommunikation

Stelle sicher, dass alle Informationen dort ankommen, wo sie gebraucht werden und dass alle Informationen wirklich verstanden werden. Je nach Situation werden die Informationsflüsse unterschiedlich aussehen. Im Familienbereich werden es persönliche Gespräche und ev. Checklisten sein.

Auch solche Checklisten gibt es in meinem Online-Programm „Eltern-Support mit Ilse“.

Gerade beim Thema Kommunikation tun sich manche Familien oft schwer. Sei es, weil die Teenager gerade mitten in der Pubertät stecken, oder weil die Eltern durch ihre vielen Aufgaben und Herausforderungen nicht ganz so entspannt reagieren, wie sie gerne möchten. Auch dieses Thema wird im Online-Programm besprochen.

4. Kontrolle und Feed-back

Wenn du eine Aufgabe übertragen hast, ist es auch für dich wichtig, dass du die Ausführung kontrollierst. Du willst ja sicher sein, dass die Aufgabe auch ordnungsgemäß erledigt wurde. Das gibt dir Sicherheit und Feed-back, ob deine Delegationsstrategie nützlich und sinnvoll war. Gleichzeitig erkennst du, ob du dein Gegenüber im richtigen Ausmaß gefordert hast.

Verbunden mit dieser Kontrolle ist das wertschätzende Feed-back und Anerkennung.

Der Nutzen vom Delegieren in der Familie

Dein persönlicher Nutzen

  • Du gewinnst Zeit für die Kernaufgaben
  • Du kannst dich besser auf deine Aufgaben konzentrieren und hast eine höhere Produktivität
  • Du gewinnst Zeit für dich

Der Nutzen für die Familienmitglieder

  • Die Familienmitglieder werden gefordert
  • Sie erreichen Kompetenz in verschiedenen Lebensbereichen
  • Sie gewinnen Selbstvertrauen
  • Sie entwickeln Eigeninitiative

Der Nutzen für die gesamte Familie

  • Die Aufgaben werden auf mehrere Personen verteilt, so haben alle nur einen Teil zu erledigen
  • Ihr gewinnt Zeit als Familie
  • Ihr wisst, dass ihr euch aufeinander verlassen könnt
  • Gemeinsam macht es mehr Spaß

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3 Kommentare
  1. Claudia sagte:

    Ich finde es auch sehr wichtig, die Aufgaben im Haushalt auf alle Familienmitglieder aufzuteilen. Dabei können Kinder schon ganz früh miteinbezogen werden. Im Kleinkindalter soll das Mithelfen hauptsächlich Spaß machen. In der Volkschule können Kinder aber auch schon ohne weiteres kleine, einfache Aufgaben übernehmen. Dies fördert das Selbstwertgefühl und Verantwortungsbewusstsein. Bei einer guten Haushaltsplanung helfen alle zusammen, die Verantwortung liegt nicht bei der Mutter alleine wie es im klassischen Familienmodell üblich ist.

    Antworten
    • Ilse Maria Lechner sagte:

      Hallo Claudia!
      Genau so sehe ich das auch – und selbstbewusste und verantwortungsvolle Kinder wollen wir doch alle ;-)
      Außerdem kann ich als Montessoripädagogin jeder Mutter versichern, dass die Kinder neben den Haushaltstätigkeiten noch andere Dinge lernen, die ihnen später das Leben erleichtern. Z. B. wird bei allen runden Bewegungen wie Spiegel putzen oder Teller polieren die Verschränkung der Gehirnhälften gefördert und so später das Schreibenlernen erleichtert. Dieses Wissen entlastet Mütter oft.

      Antworten

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] du solche Situationen? Wie wäre es mit delegieren? Das kann deinen Alltag wirklich entlasten und zu deiner Gelassenheit […]

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