Folge deinem inneren Kompass
Folge deinem inneren Kompass

Folge deinem inneren Kompass

Hast du einen Kompass? Sicher hast du einen! Nein keine Bussole, wie auf dem Titelbild.

Du hast einen inneren Kompass. Dieser zeigt immer in die Richtung, die für dich passt. Vielleicht würde er so aussehen, wie der sagenhafte Kompass von Captain Jack Sparrow in „Fluch der Karibik“.

Sein Kompass zeigt nicht nach Norden, sondern dorthin, wo er wirklich hin will. Dorthin, wo sein Herz ihn zieht. Aber auch Jack Sparrow verliert diesen Kompass und kämpft dafür ihn wieder zu erhalten.

Anzeichen, dass du deinen inneren Kompass verloren hast

1. Du erkennst die Hinweisschilder nicht

Das Leben bietet keine Hinweisschilder?

Falsch! Du erkennst sie oft nicht als solche, denn sie tarnen sich. Sie kommen in unbekannter Verkleidung daher. Manchmal ist es ein unverhoffter Mentor, dann wieder ein verpasster Zug und ein anderes Mal ein schmerzender Zahn.

All diese Ereignisse können Hinweisschilder sein, wenn du aufmerksam bist.

Vielleicht ist diese Mentorin eine andere Mutter, die du kennen lernst und die dir neue Berufschancen eröffnet.

Möglicherweise verpasst du zwar den Zug, aber vielleicht entgehst du genau dadurch dem Blitz-Eis, das sich zu dieser Zeit auf den Straßen bildet und dem du auf der Fahrt vom Bahnhof nach Hause ausgesetzt gewesen wärst. (Kein Scherz, das ist einer Freundin von mir passiert und als sie dann tatsächlich endlich heimfahren konnte, war schon der Straßendienst unterwegs und hatte das Glatteis beseitigt.)

Oder du hast Zahnschmerzen und sitzt missvergnügt beim Zahnarzt und dort sitzt du neben einer anderen Mutter, die mit ihren Kindern genau vor denselben Herausforderungen steht wie du und ihr werdet Freundinnen.

Das klingt für deine Ohren unwahrscheinlich? Mag sein! Und doch kommen die besten Ereignisse unseres Lebens oft durch solche Zufälle zustande.

Silvia Streifel beschrieb in einem ihrer letzten Newsletter so eine ganze Straße von Hinweisschildern. Erst schnitt sie sich in den Finger, dann passierte noch etwas anderes (ich hab es mir leider nicht gemerkt) und dann hat sie sich auch noch den Rücken verrissen. Dann erst hat sie wirklich verstanden, dass sie sich etwas schonen soll.

2. Du kannst meins und deins nicht mehr unterscheiden

Ich meine damit nicht Besitztümer sondern Ansichten und Meinungen.

  • Du weißt ganz genau, was die anderen für richtig halten?
  • Du hast ständig im Ohr, was MAN tun SOLLTE?
  • Du schaust immer zuerst, was die anderen machen.
  • Du vergleichst dich ständig mit anderen Menschen.
  • Du weißt nicht mehr, was du wirklich willst.
  • Du bist verwirrt aufgrund der vielen Informationen.

Dann wird es wirklich Zeit, dass du deinen inneren Kompass auspackst und schaust, in welche Richtung er weist und wohin er dich führt.

3. Du kommst leicht vom Kurs ab

Da draußen passiert so Vieles und es ist leicht vom Kurs abzukommen. „Folge deinem inneren Kompass“ – das klingt so leicht und ist in den Gewittern und Stürmen des Lebens oft sehr anstrengend.

Das Leben bietet so viele Ablenkungen und Verlockungen. Manchmal kommen sie in Form einer Freundin daher, die mit dir einen Kaffeeklatsch halten will, obwohl du doch endlich wieder einmal einen ruhigen Nachmittag mit deinen Kindern verbringen wolltest.

Dann ist es der ultimative Erziehungstipp, den du in einem Buch gelesen hast und den du gleich bei deinem Kind anwendest, ohne überhaupt nachzudenken, ob er für dich und dein Kind passend ist.

Ein anderes Mal kommt die Ablenkung in Form einer überaus wohlmeinenden Nachbarin daher, die dir erklärt: „Also meine Kinder, hätten das in diesem Alter nicht dürfen!“

Du kennst sicher auch solche Ablenkungen und manchmal auch Verunsicherungen.

4. Du stellst dir die Frage: Handle ich wirklich richtig?

Bin ich mir sicher, dass das, was ich tue, das Beste für mich und meine Familie ist? Vielleicht fühlst du dich verunsichert und fängst an zu grübeln und zu zweifeln. Du drehst und wendest die Argumente. Findest hier einen richtigen Ansatz, dort eine stichhaltige Entkräftung … und bist verwirrt.

Du weiß überhaupt nichts mehr

Wenn Frauen in dieser Situation in ein Coaching kommen und ich frage sie: „Was möchtest du gerne tun?“ Dann bekomme ich zur Antwort: „Ich weiß es nicht.“

Diese Verwirrung wird so stark, dass diese Frauen den Bezug zu ihrem eigenen Kompass total verlieren. Sie haben plötzlich den Eindruck gar nichts mehr zu wissen. Egal ob die Frage lautet:

  • Was ist dein Lieblingsessen?
  • Was würdest du in der Situation tun?
  • Was machst du wirklich gerne?

Kennst du das? Weißt auch du manchmal überhaupt nicht mehr, wer du bist?

Dann wird es allerhöchste Zeit, deinen inneren Kompass wieder zu finden. Er bietet dir die Orientierung, die du so dingend brauchst.

5. Du funktionierst nur noch

In dieser Krise ziehen sich viele Frauen und Mütter darauf zurück, was notwendig ist. Sie funktionieren einfach, spulen ihren Tagesablauf ab und werden zunehmend unzufriedener und unsicherer. Sie haben das drängende Gefühl, dass das, was sie tun nicht stimmig ist und nicht alles sein kann. Auf der anderen Seite fehlt ihnen der Mut sich mit sich selbst zu beschäftigen und dem inneren Kompass auf die Spur zu kommen.

Wer weiß, was ich da entdecke

Kennst du diesen Gedanken? Dein Ganzes Wesen schreit danach, dass sich etwas verändern muss und du hältst stoisch an deinem Tagesablauf fest. Schließlich brauchen dich die anderen doch. Du kannst dich nicht einfach zurückziehen und dich nur mit dir selbst beschäftigen. Was geschähe denn dann mit deiner Familie. Du musst dich doch um die Kinder, den Haushalt, den Partner kümmern.

Dahinter steht die Angst

Denn in dir schlummert die Angst, davon, was du entdecken könntest, wenn du dir endlich Zeit und Raum gibst, dich und deine Bedürfnisse zu entdecken.

Du hast Angst zu entdecken, dass das Leben, das du jetzt lebst, nicht das richtige ist.

Du hast Angst, auf deinen Kompass zu sehen, weil du nicht weißt, ob dir die Richtung, in die er zeigt gefällt. Ob diese Richtung deine Mauern aus Verpflichtungen, anderen genügen und scheinbarer Selbstlosigkeit einreißt.

Du hast Angst zu dir selbst zu stehen.

Es ist die Angst vor einer Zukunft, wie sie vielleicht sein könnte. Es sind deine Gedanken.

Du denkst vielleicht, du müsstest dich von deinem Partner trennen um dich zu verwirklichen.

Du denkst vielleicht, dass deine Kinder auf die schiefe Bahn geraten, wenn du dich um dich selbst kümmerst.

Du denkst vielleicht, dass du keine Zeit für die Kinder hast, wenn du die Hausarbeit machst.

Du denkst vielleicht, dass du dein Geld besser für deine Kinder ausgeben sollest, statt eine Fortbildung zu machen.

Du denkst vielleicht, dass in deinem Haushalt Chaos herrscht, wenn du dir jetzt neben, Familie und Beruf auch noch Zeit für Sport nimmst.

Aber ist das alles wahr? Nein, es sind nur deine Gedanken. Und aus lauter Angst vor diesen ersten Dingen, die dir einfallen, beschäftigst du dich gar nicht weiter damit.

Du bist die wichtigste Person in deinem Leben

Du hast ein Recht nach deine Vorstellungen und Bedürfnissen zu leben. Du darfst dafür auch etwas tun.

Über diese Punkte schreibe ich demnächst auf meinem Blog

Um deinem inneren Kompass folgen zu können, musst du dir zuerst einmal bewusst werden, was du wirklich willst. Damit du das einfach und leicht herausfinden kannst, habe ich ein kleines Mini-e-Book verfasst, das auch eine Reihe von Arbeitsblättern enthält. Du findest es im Downloadbereich.

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11 Kommentare
  1. Birgit Geistbeck sagte:

    Dieser wunderbare Artikel ist mir im Mai irgendwie durchgerutscht ;-) Aber jetzt habe ich ihn ja auf FB entdeckt. Das hast du wirklich mal wieder wunderbar geschrieben und auf den Punkt gebracht. Und manchmal braucht es wirklich eine Menge Hinweisschilder (kann ich aus eigener Erfahrung sagen)…

    Antworten
    • Ilse Maria Lechner sagte:

      Ja, das mit den Hinweisschildern … ich glaub, manchmal sind sie da und wir können sie einfach nicht lesen. Die Hinweisschilder des Lebens sind halt nicht so deutlich erkennbar, wie Straßenschilder.

      Antworten
  2. Christine sagte:

    Liebe Ilse, toller Artikel und viele nützliche Tipps und Hinweise! Davon kann man nicht genug haben… Vor allem wir Frauen vergessen allzu oft auf uns selber. Dabei ist es doch sooo wichtig, sich selber die allerbeste Freundin zu sein!
    Liebe Grüße
    christine

    Antworten
    • Ilse Maria Lechner sagte:

      Liebe Christine,
      sich selbst die allerbeste Freundin zu sein, ist superwichtig. Vielleicht ist es auch eine gute Idee, die wirkliche beste Freundin zu ersuchen, an diese Tatsache immer wieder zu erinnern. Also sozusagen eine Warnerin zu sein, falls Frau sich selbst im Stich lässt.

      Lieben Gruß
      Ilse

      Antworten
  3. Stefanie Marquetant sagte:

    Liebe Ilse,

    danke für die wertvollen Tipps, den eigenen Kompass wiederzufinden! Zwar habe ich gelernt immer besser auf mein Herz zu hören, aber hin und wieder gerate ich doch in rauhe See und fühle mich verwirrt. Da ist es ganz wichtig für mich mir Auszeiten zu gönnen und mich mit guten Freunden auszutauschen, zu meditieren und meine Engel um Führung / Zeichen zu bitten. Und dann glätten sich die (vermeintlich) hohen Wogen und die Sonne scheint wieder :)

    Alles Liebe, Stefanie

    Antworten
  4. Gabriele Valerius-Szöke sagte:

    Liebe Ilse,
    mal wieder ein großartiger Artikel. Ja, wir Frauen sind in sowas groß. Immer zwitschern irgendwelche Gedanken in unserem Oberstübchen, die uns von uns selbst und unseren eigenen Wünschen ablenken. Das kenne ich auch zur genüge. Bis diese dann irgendwann mal so laut werden, dass man sie nicht mehr überhören kann (in welcher Form auch immer).
    Danke fürs Erinnern!
    Alles Liebe
    Gabi

    Antworten
    • Ilse Maria Lechner sagte:

      Liebe Gabi,
      ich kann mich dunkel an eine Geschichte erinnern, wo die Gedanken mit frechen Affen verglichen werden, denen man einfach Einhalt gebieten muss – aber zwitschernde Gedanken finde ich auch klasse … ein tolles Hörbild! Danke dafür!

      Antworten
  5. Barbara J. Schoenfeld sagte:

    Liebe Ilse,

    wow, was für ein Artikel. Und ja, ich kenne das alles aus eigener Erfahrung. Es ist so schwer, wirklich auf sich selbst und seine eigenen Bedürfnisse zu hören. Du hast wunderbar alle Ausreden aufgeschrieben.

    Ganz besonders toll finde ich dein Mini-Ebook. Das öffnet wirklich die Augen, was für mich wichtig ist.

    Dankeschön dafür und alles Liebe für dich

    Barbara

    Antworten

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