Aus-gelassen leben

Hinderliche Glaubenssätze in der Erziehung

Die meisten Eltern wünschen sich selbstsichere, eigenständige Kinder, die in der Lage sind ein eigenverantwortliches, erfolgreiches Leben zu führen. Und doch vermitteln sie ihnen unbewusst und nonverbal ganz andere Dinge. Die Ursache dafür sind die eigenen Glaubenssätze, die sie im Umgang mit ihren Kindern beeinflussen.

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Wie unsere Glaubenssätze unser eigenes Erziehungsverhalten beeinflussen

Manchmal bremsen wir uns in der Kindererziehung selbst aus

Wenn dich jemand fragt, ob du dein Kind zu einem eigenverantwortlichen, selbständigen Menschen erziehen willst, dann wird deine Antwort ziemlich sicher „Ja!“ lauten.

Die meisten Eltern wünschen sich für ihr Kind Selbstvertrauen und ein selbstsicheres Verhalten.

Klar ist auch, dass sich Kinder ihren Begabungen gemäß entwickeln sollen, oder?

Das sind die Wünsche.

Wunsch und Wirklichkeit liegen oft weit auseinander

Die Wirklichkeit sieht aber oft anders aus.

Eltern schränken Kinder ein, ohne es zu wollen.

Sie geben Kindern das Gefühl, nicht genug zu leisten.

Sie vermitteln ihren Kindern den Eindruck, nur geliebt zu werden, wenn sie etwas leisten.

[ctt template=“11″ link=“pev6P“ via=“no“ ]Eltern schränken Kinder ein, ohne es zu wollen. Der Grund dafür liegt oft in ihren eigenen Glaubenssätzen.[/ctt]

Warum ist das so?

Sind diese Eltern alle Unmenschen? Nein, sie sind schlicht und einfach von ihren eigenen Glaubenssätzen und Prägungen beeinflusst. Vieles übernehmen wir ungefragt von unseren eigenen Eltern. Oder wir wollen es besser machen, aber die Meinungen haben sich so tief in unser Bewusstsein eingegraben, dass sie uns selbst vollkommen unbewusst sind. Sie sind Teil unserer Persönlichkeit. Es sind sogenannte Glaubenssätze.

Die zweischneidigen Glaubenssätze in der Erziehung

Mein Kind soll es besser haben, als ich

Grundsätzlich klingt das ja super und ist auch wünschenswert.

Das blöde dran ist, dass wir nicht wissen, was in 10 bis 20 Jahren „besser“ bedeutet. Wir treffen unsere Entscheidungen vor unserem Erfahrungshintergrund. Die Entwicklung verläuft aber rasant. Sowohl in technischer Hinsicht, als auch was die wirtschaftliche Entwicklung betrifft. Länder zerfallen, wirtschaftliche Verhältnisse verschieben sich. Wir wissen also nicht, ob es für unser Kind besser ist Russisch oder Chinesisch zu lernen. Wir können nicht wirklich abschätzen, ob eine Berufssparte zukünftig zu den Mangelberufen gehören wird, oder eben nicht.

Ich selbst habe als Kind immer davon geträumt Kindergärtnerin zu werden. Meine Eltern haben mir das mit dem Argument ausgeredet: „In der Sparte bekommst du nie einen Job!“ Wohlmeinend, aber vom heutigen Standpunkt aus vollkommen falsch. Kleinkindpädagoginnen werden händeringend gesucht.

In der zweiten Variante passiert hier folgendes. Die Eltern haben al Kinder das Gefühl gehabt zu viel zu Hause arbeiten zu müssen und vermeiden es bei ihren Kindern gänzlich. So wächst eine Generation von Kindern heran, da wenig Selbständigkeit entwickelt und sehr von anderen abhängig ist.

Mein Kind soll eine unbeschwerte Kindheit genießen

Was ist das, eine unbeschwerte Kindheit? Je nach Charakter wird es eine Kindheit mit viel Bewegung im Freien und einem großen Freiheitsgefühl oder aber auch eine Kindheit ohne Geldsorgen sein.

[ctt template=“11″ link=“15vQW“ via=“no“ ]Wir können als Eltern leider nicht alle Probleme von unseren Kindern fernhalten und das ist auch gut so.[/ctt]

Auch dieser Glaubenssatz hindert Eltern daran, ihr Kind in die Hausarbeit einzubinden und zu fordern. Schließlich soll es sich ja nicht überanstrengen. Außerdem ist der Versuch groß das Kind „klein“ zu halten und möglichst lang Kind sein zu lassen. So wird oft übersehen, dass das Kind von sich aus schön längst für den nächsten Entwicklungsschritt bereit wäre.

Mein Kind muss auch einmal Akademiker werden
versus Ich bin auch mit einem Hauptschulabschluss glücklich geworden

Zwei Seiten einer Medaille. In einem Fall kann es sein, dass ein handwerklich begabtes Kind in ein Studium gedrängt wird, mit dem es nicht glücklich wird. Im anderen Fall wird das Kind in seiner Entwicklung gebremst. Beides ist gleich gefährlich. Das dumme ist, dass genau diese Meinungen ja nicht wortwörtlich kommuniziert werden, sondern non-verbal vermittelt werden. Beziehungsweise fallen oft Bemerkungen in Nebensätzen, die die Kinder immer wieder aufnehmen.

Wohlstand muss man sich hart erarbeiten

Das ist ein Glaubenssatz, den Eltern oft dann vermitteln, wenn sie sich selbst „nach oben“ arbeiten. Er wird oft über Generationen weitergegeben und wird zwar schwächer, verschwindet aber nicht ganz.

Wir geben ihn unbemerkt weiter, wenn wir z. B. glauben eine ungeliebte Arbeit machen zu müssen, um unsere Familie durchzubringen. Damit wird aber gleichzeitig vermittelt: Arbeit macht keinen Spaß.

Wer viel Geld hat, ist unehrlich

Dieser Glaubenssatz kommt in verschiedenen Verkleidungen daher. Er trifft meistens die Selbständigen oder „die oben“. Es fallen z. B. Bemerkungen wie „Die Selbständigen können es sich ja richten.“ oder „Der kann es sich ja leisten.“ Möglich ist auch die Variante „Wie soll der so viel Geld auf ehrliche Art verdient haben.“ Oder „Der macht ohnehin ganz viel schwarz.“

Unterschwellig wird vermittelt, dass ein guter Verdienst zu einem schlechten Menschen macht.

Das ist doch kein anständiger Beruf

Das betrifft oft Kinder, die kreative Berufe anstreben. Die Eltern befürchten, dass sie mit diesen Berufen nicht ihren Lebensunterhalt finanzieren können und bieten Alternativen in einer ihrer Meinung nach ähnlichen Sparte an.

Das betraf einen jungen Mann in unserem Bekanntenkreis. Er war an einer Schule, an der er Filmtechnik und Filmschnitt lernte. Die Schule war auf den kreativen Bereich ausgelegt. Von den Eltern bekam er immer wieder zu hören: „In der Werbung kannst du damit immer Geld verdienen.“ Das war jedoch nie seine Absicht.

Wir haben das auch nicht gebraucht

Ein Satz den viele Kinder hören, wenn es um die Technik geht: Handy, Laptop, Computerspiele.

Was Kinder lernen sollten, ist der richtige Umgang mit diesen Errungenschaften. Den können wir als Eltern aber nicht vermitteln, wenn wir innerlich blockieren. Der Satz: „Wir haben das auch nicht gebraucht.“ beinhaltet eine Ablehnung. Es kann sein, dass wir mit dieser Ablehnung genau das erreichen, was wir vermeiden wollen – ein zu viel an Technik.

Das Leben ist viel gefährlicher als früher

Es stimmt grundsätzlich dass Kinder anderen Gefahren ausgesetzt sind, als die Generation ihrer Eltern. Wir sollten uns aber bewusst sein, dass diese Gefahren nur anders sind und nicht unbedingt mehr oder gefährlicher. Viele Gefahren scheinen uns nur häufiger, weil wir durch Radio, Fernsehen und Printmedien, aber auch Social Media viel schneller und umfassender informiert werden.

Natürlich haben Kinder z. B. nicht mehr so viele Möglichkeiten im Freien zu spielen. Einfach deshalb, weil die Freiflächen abgenommen haben, der Verkehr wurde mehr. Auf der anderen Seite wurden in den letzten Jahren viele Sicherheitsmaßnahmen eingeführt. Kindersitze, Sturzhelme u. Ä. sind eine Errungenschaft der letzten Jahrzehnte.

Ich möchte meinem Kind das ermöglichen, was ich nicht haben durfte

Uiuiui, das ist ein ganz fieser, der in einem rosaroten Mäntelchen daherkommt. Eltern schaffen ihren Kindern Möglichkeiten, die sie selbst nicht hatten. Sie gehen davon aus, dass ihr Kind dieselben Wünsche hat, wie sie damals. Damit einher geht auch oft die Forderung nach Dankbarkeit. Schließlich darf das Kind ja machen, was man selbst nicht durfte. Vergessen wird dabei aber, dass das Kind möglicherweise etwas ganz anderes will.

Natürlich spüren Kinder, wie glücklich ihre Eltern sind, wenn sie stellvertretend ihre Träume erfüllen. Oft nehmen sie also unbewusst diese Verpflichtung an – und kommen erst Jahre später dahinter, dass sie den Träumen anderer hinterhergejagt sind.

Ich habe z. B. stellvertretend für meinen Vater ein Wirtschaftsstudium begonnen. Nach einigen Semestern bin ich draufgekommen, dass das nicht meine Studienrichtung ist. Spannenderweise wollte mein Vater später auch Coach und Trainer werden und hat es sich aufgrund der damals schon vorhandenen Kinder versagt. So gesehen, bin ich ihm also treu geblieben. Der Unterschied: Diesmal folgte ich auch meinem Herzen und meinen Wünschen.

Fazit

Du siehst also, es erfordert eine Menge Achtsamkeit und Selbstkritik seinen eigenen Glaubenssätzen auf die Spur zu kommen. Und es erfordert noch mehr Aufmerksamkeit, diese Glaubenssätze nicht unbewusst weiterzugeben.

Welche Glaubenssätze deiner Eltern haben dich beeinflusst?

Welche Glaubenssätze willst du auf keinen Fall an dein Kind weitergeben?

[ctt template=“11″ link=“zcufN“ via=“no“ ]Welche Glaubenssätze willst du auf keinen Fall an dein Kind weitergeben?[/ctt]

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