Aus-gelassen leben

Liebevoll nein sagen

Liebevoll nein sagen

Diesmal dreht sich alles darum, wie du liebevoll nein sagen kannst. Ich zeige dir, wie du die richtigen Worte findest, damit du dein Gegenüber beim Nein-Sagen nicht verletzt.

Diesmal gibt es eine Neuerung. Wenn du lieber liest, als hörst, so findest du den Text des Podcasts – leicht verändert und gut lesbar – weiter unten.

Hier kannst du dir das Interview anhören:

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Shownotes:

Die Fähigkeit liebevoll nein zu sagen, brauchst du in vielen Situationen:

  • wenn du nach deinen Regeln leben willst
  • wenn du Kindern Grenzen setzt
  • wenn du deine Gelassenheit wahrst

Wenn du Schwierigkeiten beim Nein-Sagen hast, dann unterstütze ich dich gerne. Vereinbare doch einfach ein kostenfreies Kennenlerngespräch. Du hast hier Zugriff auf meinen Online-Kalender und kannst dir einen Termin aussuchen, der für dich passt.

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So, nun aber zu meinem Versuch! Hier kannst du den Inhalt des Podcasts auch lesen, wenn dir das lieber ist.


 

Liebevoll Nein sagen

Viele Frauen und Mütter haben ein Problem damit Nein zu sagen. Sie sind ständig für die anderen da. Das ist ihnen zur lieben Gewohnheit geworden. Sie stellen sich selbst zurück, ohne es wirklich zu beabsichtigen. Sie bemerken es nicht einmal.

Und plötzlich kommt der Punkt, wo sie merken: Jetzt geht nichts mehr. Dann macht sich die unbewusst aufgestaute Energie Luft und dann reagieren sie leidenschaftlicher und ungestümer, als sie es beabsichtigen. Vor allem ist es diese eine Sache dann oft gar nicht wert. Die Umwelt kann es nicht nachvollziehen. Es ist der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Damit dir das nicht passiert, solltest du dringend die Kunst lernen, liebevoll Nein zu sagen.

Voraussetzungen

1. Grenzen

Die eigenen Grenzen kennen

Damit du liebevoll Nein sagen kannst, ist es wichtig, dass du deine eigenen Grenzen kennst. Du solltest wissen, was du willst, was dir gut tut, was dich freut und was dich stärkt. – Und eben auch, was nicht.

Die eigenen Grenzen wahren

Du bist verantwortlich für deinen Bereich und für deine Grenzen. Nur du kannst darauf achten. Jedes Nein zu einer anderen Person, ist daher ein Ja zu dir selbst.

2. Ja und Nein wahrnehmen

Wie fühlt sich ein klares Ja an? Wo spürst du es im Körper? Was nimmst du wahr?

Wie fühlt sich ein klares Nein an? Wo spürst du es im Körper? Was nimmst du wahr?

3. Die Gefühle wahrnehmen

Wenn du ein Nein fühlst und trotzdem ja sagst, dann fühle in dich hinein und nimm deine Gefühle war. Was bewegt dich dazu, dich selbst zurückzustellen und deine Grenzen zu überschreiten.

4. Authentizität

Sei dir bewusst, dass jedes Ja, das du sagst, obwohl du Nein meinst, nicht authentisch ist. Es ist nur dir selbst, sondern auch dem anderen gegenüber unfair. Du zeigst dich anders, als du bist und nimmst dem anderen die Chance auf dich einzugehen.

Begegnung auf Augenhöhe

Jedes Nein ermöglicht auch eine Begegnung auf Augenhöhe. Du zeigst dich, wie du bist, achtest auf deine wahren Bedürfnisse und bist authentisch.

5. Was steckt dahinter

Wenn du Ja sagst, obwohl du Nein meinst, dann steckt etwas dahinter. Oft ist es die Angst, den anderen zu verletzen, oder seinen Ansprüchen nicht zu genügen.

6. Ein Nein drückt auch Liebe und Wertschätzung aus

Echt jetzt? Ja! Denn jedes Nein, heißt, dass ich dem anderen zutraue, mit meinem Nein umgehen zu können und damit fertig zu werden. Ich mute mich ihm so zu, wie ich bin. Mit allen Ecken und Kanten. Ich vertraue darauf, dass er mich mit meinen Grenzen respektiert.

Es signalisiert dem anderen auch, dass jedes Ja von Herzen kommt und wirklich so gemeint ist.

Ehrlichkeit macht das Leben leichter

Davon bin ich zu 100 % überzeugt. Ehrlichkeit macht das Leben leichter. Wenn wir von hinten herum etwas erreichen wollen, so merken das die anderen und fühlen sich manipuliert.

Sage ich Ja zu etwas, von dem ich nicht überzeugt bin, so werden die anderen auch spüren, dass da irgendetwas komisch ist. Sie werden es vielleicht nicht benennen können. Aber sie werden es wahrnehmen und irritiert sein.

7. Was kostet dein Ja

Jedes Ja, das eigentlich ein Nein ist, kostet dich etwas. Du stehst nicht zu dir selbst, du achtest deine Grenzen nicht.

Es kostet dich Zeit und Energie. Vielleicht verursacht es dir Stress und bringt deinen Tagesablauf durcheinander.

Möglicherweise fühlst du dich ausgenutzt. Das hat Auswirkungen auf dein Selbstbewusstsein.

8. Vom Umgang mit Widerstand

Was tun, wenn du bei einem Nein auf Widerstand stößt? Dieser Widerstand ist meistens in der Reaktion des Gegenübers erkennbar. Das hört sich dann etwa so an:

  • Was hast du denn auf einmal?
  • Na komm, jetzt sei nicht so!
  • Ich habe so auf dich gezählt …
  • Du zickst doch sonst nicht so rum.
  • Die anderen Mütter erlauben das auch.

Das kann schon unter Druck setzen. Muss es aber nicht! Sei dir bewusst, dass dein Gegenüber einfach nur mit allen Mitteln darum kämpft, sein Ziel zu erreichen und sie es als eine Art Test für deine Grenzen.

Geh einfach nicht darauf ein. Du musst für ein Nein keine Begründung liefern. Du bist auch keine Rechenschaft schuldig, wenn du etwas nicht tun magst, was du normalerweise gerne tust.

Wie sage ich liebevoll und wirksam Nein?

9. Sei klar in deiner Ausdrucksweise

Kommuniziere klar und deutlich. Drücke dich präzise aus, verwende kurze Sätze.

Keep it short, smart and simple.

Füge keine Entschuldigung und keine Begründung oder Erklärung hinzu. NEIN ist ein vollständiger Satz.

Halte Blickkontakt und sage etwas wie:

  • Nein, das mache ich nicht.
  • Nein, dazu habe ich heute keine Zeit.
  • Nein, das geht sich nicht aus.
  • Nein, ich kann nicht.

Auch die Variante: „Nein, das will ich nicht machen.“, ist erlaubt, aber eher für fortgeschrittene Nein-Sager geeignet ;-)

10. Abmildern und Beziehung stärken

Willst du deine Beziehung zum Gegenüber nicht in Gefahr bringen, dann kannst du noch Sätze wie:

  • Vielleicht ein anderes Mal.
  • Frag mich das nächste Mal früher, damit ich es mir einteilen kann.
  • Heute geht es sich nicht aus, aber vielleicht nächsten Dienstag?

Achtung: Diese Anhänge sind nur geeignet, wenn du sie auch so meinst. Sonst ist es besser, du bleibst beim einfachen NEIN!

11. Zeig Verständnis für den anderen

Du kannst dein Verständnis für das Gegenüber ausdrücken:

  • Mir ist klar, dass das für dich unangenehm ist.
  • Es tut mir leid, dass du solche Unannehmlichkeiten hast.
  • Ich kann wirklich verstehen, dass die Situation an deinen Nerven zerrt.

12. Zeige deine Wertschätzung

Auch hier gilt: Mach das nur, wenn es wirklich so gemeint ist. Du kannst etwas sagen wie:

  • Ich fühle mich geehrt, dass du mir diese Aufgabe anvertrauen wolltest.
  • Schön, dass du mir das zutraust.
  • Ich finde es toll, dass du dabei an mich gedacht hast …

14. Bleib konsequent

Manchmal will der Fragende auf keinen Fall ein Nein akzeptieren und bedrängt dich immer weiter. Dann solltest du erst recht konsequent bleiben. Sonst vermittelst du, dass jedes Nein verhandelbar ist.

Du kannst das durchaus thematisieren:

  • Ich merke du willst mich unbedingt überreden, aber ich habe wirklich keine Zeit.
  • Ich merke, dir ist wichtig, dass ich diese Aufgaben übernehme und setzt alles daran mich zu überzeugen, aber ich kann diesmal wirklich nicht.
  • Es scheint dir wichtig zu sein, mich umzustimmen, aber ich habe etwas anderes vor.

Somit wird klar, dass du das Spiel durchschaust und nicht bereit bist, mitzuspielen.

Das Nein-Sagen üben

15. Die Vertagungsmethode

Du hörst dir den Wunsch an. Atmest für dich still ein und aus und sagst: „Das kann ich im Moment nicht entscheiden, ich muss erst in meinem Terminkalender nachsehen. Kannst du mich später nochmal drauf ansprechen?“

Das gibt dir die Möglichkeit ruhig zu überlegen, ob du gerne ja oder nein sagen willst. Du vermeidest damit ein voreiliges Ja und hast Zeit gewonnen. Du gewinnst Klarheit über dein eigenes Gefühl und kannst dir Argumente überlegen und dich auf das nächste Gespräch vorbereiten.

Wie reagierst du selbst?

Eines solltest du dir auch noch überlegen. Wie reagierst du selbst, wenn jemand Nein zu einem Anliegen von dir sagt? Erwartest du von den anderen uneingeschränkte Unterstützung?

Vielleicht spiegelt ihr euch gegenseitig etwas. Es lohnt sich auf alle Fälle auch diesen Aspekt zu betrachen.

Schließlich solltest du von niemand anderem etwas erwarten, was du selbst nicht zu leisten bereit bist.

Du hast Schwierigkeiten beim Nein-Sagen?

Dann lass uns reden. Hier kannst du ein kostenfreies 30 Minuten Kennenlerngespräch vereinbaren. Du hast Zugriff auf meinen Online-Kalender und kannst dir einen Termin aussuchen. Wir plaudern dann entweder am Telefon oder über Skype oder wir treffen uns in meinem virtuellen, privaten Meeting-Raum.

 

Bleib gelassen!

Ilse Maria_Signatur

 

 

 

 

 

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2 Kommentare
  1. Alex Broll sagte:

    Liebe Ilse,

    du hast soooooo Recht! Erst gestern habe ich wieder feststellen dürfen, dass Nein sagen WICHTIG und richtig ist im Leben! In einem ganz anderen Zusammenhang (nämlich in der Prävention von sexuellen Übergriffen auf Kinder) hat die Referentin die Wichtigkeit des Nein-Sagens bei Kindern hervorgehoben. Kinder, die Nein sagen können, sind stark und selbstsicher. Das kann schützen. Von wem, wenn nicht von den Eltern und vor allem den Müttern lernen die Kinder, das Nein sagen und sich stärken! Ja, es darf liebevoll sein, ja, es kann auch schwierig sein, aber es ist immer ein Ja zu uns selbst! Und das wollen wir doch auf jeden Fall! Wer stark ist, der darf Nein sagen und hilft damit sich selbst und damit natürlich seiner gesamten Umgebung, denn ich bin, wie du eben auch bestätigst, authentisch! Danke für diese so tolle und mit vielen wunderbaren Tipps gespickte Folge!
    Deine Alex

    Antworten
    • Ilse Maria Lechner sagte:

      Das ist so ein tolles Beispiel, liebe Alex!
      Und ein weiterer Grund als Mutter nein zu sagen. Schließlich lernen, die Kinder dadurch, dass es in Ordnung ist sich abzugrenzen und nein zu sagen, wenn sie ein komisches Gefühl haben.

      Antworten

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