7 Tipps, um leichter zu lernen, Glaubenssätze überprüfen
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Sorry jetzt reicht es mir echt

Das Thema gehört nicht auf diesen Blog, weil es ein Businessthema ist … und irgendwie auch schon, weil es ganz viel mit Gelassenheit zu tun hat. Mit meiner Gelassenheit! Doch du kannst dadurch auch Learnings für dich und deine Gelassenheit ziehen. Dazu mehr am Schluss dieses Artikels.

Weiterbildung ist Trumpf

Auch im Business und genau darum verfolge ich seit mehreren Jahren auf Facebook Menschen, die es geschafft haben und die gut unterwegs sind.

Einige davon schätze ich sehr. Manche von ihnen kenne ich vom Inspi-Camp persönlich, andere kenne ich nur durch ihre Artikel.

Schneller – weiter – höher

Eines ist mir aufgefallen. Alles dreht sich um schneller, weiter und höher. Es klingt nach: Schau Mal, ich hab es geschafft. Leise schwingt darin natürlich ein „du noch nicht“ mit. Schließlich wollen all diese Menschen ja ihre Leistungen verkaufen. Sie wollen dir zeigen, wie es geht.

Da gibt es viele seriöse Angebote, aber oft ist es schwer die Spreu vom Weizen zu trennen.

Start bevor you ready – Geh es an, bevor du wirklich dazu bereit bist

Ich kann diesen Satz nicht mehr hören. Er enthält ein Körnchen Wahrheit. Das weiß ich selbst als Perfektionistin am allerbesten. Jahrelang habe ich eine Ausbildung an die andere gereiht, weil ich das Gefühl hatte noch nicht gut genug zu sein. Ich wollte meinen zukünftigen Kunden 100 % bieten.

Ja, ich hätte viel früher anfangen können. Heute verfüge ich über ein enormes Fachwissen. Nachdem ich eine typische Scannerin bin stammt es auch aus verschiedenen Gebieten. Das kommt meinen Kunden zugute. Ich stelle Zusammenhänge her, die sie selbst nicht sehen! Einfach, weil ihnen das Wissen um diese Zusammenhänge fehlt.

Andererseits habe ich in meiner ganzen Offline-Zeit nicht so viele Kurse erlebt, die einen Tick zu früh an den Start gegangen sind, wie online. Die grundsätzliche Idee ist gut. Das Wissen ist vorhanden. Aber die Expertise fehlt. Frei nach dem Motto „gemma, gemma, gemma“ wird gestartet. (Los geht´s, los geht´s – für alle nicht Österreicher). Am Weg wird sich schon alles finden. Dabei leiden nicht nur dei Teilnehmer, sondern auch die Entwickler. Sie liefern sich einem unheimlichen Druck aus. Und wozu?

Mein Kinesiologie- und Cranio-Lehrer erzählte einmal folgendes: Am Abend vor einem Seminar, bevor ich die Unterlagen ausdrucken musste, installierte ich früher noch eine neue Druckersoftware o. Ä. Dann passierte immer das gleiche. Ich konnte die Unterlagen nicht ausdrucken und saß die letzte Nacht vor dem Seminar da, um alles auf die Reihe zu kriegen. Warum? Dann kann ich mir auf die Schulter klopfen und mir versichern: „Was bist du doch für ein toller Kerl. Du hast es wieder einmal fristgerecht geschafft.“ Er brachte es mit sehr viel Selbstironie auf den Punkt.

Für manche passt dieser Weg gut. Marit Alke ist für mich ein Erfolgsbeispiel. Sie geht allerdings aus konsequent ihren eigenen Weg und lässt sich nicht unter Druck setzen. Und sie entwickelt zwar auf dem Weg, aber mit sehr viel Kunden Feed-back und in ihrem Tempo. Dabei gibt sie eher mehr, als zu wenig.

Mir tut das nicht gut

Ich hab schon vor langer Zeit festgestellt, dass es mir nicht gut tut, mich mit anderen zu vergleichen. Privat mache ich das schon lange nicht mehr. Doch es fiel mir auf, dass ich auf den Social Media – vor allem was mein Business betrifft – sehr dafür anfällig bin.

Ich hab auch festgestellt, dass es mir nicht gut tut, zu starten bevor ich bereit bin. Das war schon bei meinem Start ins Leben so. Meine Geburt wurde eingeleitet. Ich war noch nicht bereit. Ich kann diesen Druck immer noch ganz schlecht aushalten.

Ich liefere gerne gute Arbeit und dazu brauche ich Zeit. Meine Zeit. All dieses Getue fühlt sich für mich nicht stimmig an. Mein Mastermind-Team kann ein Lied davon singen. Oft habe ich über mich, oder zu den anderen gesagt: „Hab Geduld, vergleiche dich nicht, gehe deinen Weg!“

Authentizität

Das ist auch so ein Schlagwort, das in diesem Zusammenhang gern verwendet wird. Sei authentisch. Finde deine Nische. Wenn du dann noch meinen Anweisungen folgst, dann wirst du erfolgreich sein.

Wenn ich einem fremden Kochrezept folge, dann bin das nicht mehr ich!

Ich war immer ich selbst. Für alles andere bin ich viel zu ehrlich. Wer mich schon einmal persönlich gesehen hat weiß, dass man mir die Stimmung aus dem Gesicht ablesen kann. Ich zeige auch deutlich, wenn mir etwas nicht passt. Das heißt jetzt nicht, dass ich in die Luft gehe und andere mit meinem Sein überfahre. Es heißt schlicht und einfach, dass ich bin, wie ich bin und das auch zulasse und zeige. Pokerface kann ich – es liegt aber nicht in meinem Wesen.

Meine Reaktion

Meine erste Reaktion war es, Menschen, die mein Selbstbewusstsein am meisten untergraben (ohne es zu wissen) und meine Eigenwahrnehmung verfälschen, auszublenden. Das geht auf den sozialen Medien ja wunderbar. Button verbergen oder deabonnieren gedrückt – fertig.

Was mir immer wichtig war und immer noch wichtig ist

Meine Familie

Meine Familie steht an erster Stelle. Egal, ob jemand krank ist, Liebeskummer hat oder übersiedelt. Ich bin zur Stelle. Auch wenn es mich nervt. Auch wenn es bedeutet, dass ich meine eigenen Vorhaben kurzfristig zurückschrauben muss.

Ich sehe es als Teil meiner Lebensaufgabe ein schönes Zuhause zu gestalten und zu erhalten. Unsere Familie ist Kraft-Ort für alle. Wir helfen zusammen.

Ich selbst und meine Bedürfnisse

Das Beachten meiner eigenen Bedürfnisse habe ich während der Babyzeit meiner Kinder aus den Augen verloren. Es hat mir nicht gut getan. Und ich habe – auf eine ziemlich harte Tour – gelernt mich selbst zu (be-)achten und genauso wichtig zu nehmen, wie alle anderen. Das möchte ich nie wieder verlieren.

Genau das gebe ich an andere Mamas weiter.

Gut leben können

Um gut zu leben, muss ich nicht monatlich einen 5-stelligen Gewinn machen. Natürlich ist es schön, wenn das auf einfache und leichte Weise passiert.

Ich bin ein bescheidener Mensch. Wenn ich also schön wohnen kann, in der Lage bin gesundes Essen auf den Tisch zu stellen und alle unsere Kosten abzudecken, bin ich zufrieden. Natürlich reise ich gerne. Aber mein Lebensglück hängt nicht davon ab.

Nachdem ich lange bei den Kindern zu Hause war, schaut es um meine eigene Altersversorgung eher mau aus. Zum Glück habe ich privat etwas vorgesorgt. Große Sprünge werde ich später nicht machen können.

Aber: Erstens gehe ich davon aus, dass ich meine Arbeit noch lange machen kann und werde. Denn sie erfüllt mich und macht Freude. Andererseits habe ich das (unter ganz anderen gesellschaftspolitischen Voraussetzungen) damals so beschlossen.

Würde ich das heute wieder so machen? Definitiv NEIN. Ich habe nur lange nicht durchschaut, dass viele Frauen im Alter nur knapp der Armutsfalle entgehen. Vielleicht wollte ich es damals auch nur nicht sehen.

Genau darum mache ich Frauen jetzt Mut, ihre Bedürfnisse und die der Familie unter einen Hut zu bringen. Dazu gehört auch ein erfülltes Berufsleben und ein Lebensverdienst, der es dir ermöglicht, auch im Alter gut zu leben.

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Du stehst im Umgang mit deinem Kind vor einer Wand?

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Sinn im Leben

Mir war es immer wichtig, dass mich meine Arbeit mit Sinn erfüllt. Ich mache das, was ich mache, um Familien zu helfen mit- und aneinander zu wachsen. Ich freue mich über das Strahlen in den Augen der Klienten, wenn sie eine passende Lösung gefunden haben. Ich freue mich über die Tränen, wenn Mutter und Kind erkennen, dass sie „eigentlich“ das gleiche wollen und dass sie sich lieben. Nur der Alltag hat diese Gefühle zugedeckt. Nein, ich bin keine Sadistin. Ich weiß, dass auf diese Tränen ein Lachen und ein Strahlen folgt, das durch fast nichts zu überbieten ist.

Ich mache das, was ich tue gern und mit Freude.

Gesundheit

Ja, du siehst, das ist keine Reihung. Im Vorjahr wurde mir wieder einmal gezeigt, dass es Zeiten gibt, wo es vordringlich ist, sich um sich selbst zu kümmern. Ich hatte einen Tumor in der Brust, der entfernt werden musste. Das hat mich sehr auf mich zurückgeworfen.

Daher war auch mein voriges Jahr geschäftsmäßig nicht wirklich gut. Ich habe mich auf mich und meine Heilung konzentriert. Mit Erfolg!

Der neue Trend in den Social Media

Tja und dann sehe ich seit Jahresbeginn, dass es einen neuen Trend auf den Social Media gibt. Plötzlich tönt alles „Mach weniger“ und „Streiche Dinge von deiner To-Do-Liste“.

Sichtbarkeitsexpertinnen rufen plötzlich dazu auf authentisch zu sein und nach dem eigenen Rezept zu kochen. Christina, ich schätze dich und deine Arbeit sehr. Ich bin mir nur nicht mehr sicher, ob du mir vorher die echte Christina gezeigt hast, oder ob jetzt die authentische Christina zum Vorschein kommt.

An allen Ecken und Enden lese ich Schlagworte wie „besinne dich auf dich selbst“ und „Lass dich nicht hetzen“ und das von Menschen, die vorher die größten Antreiber in der „Schneller – höher – weiter – stärker – Maschinerie“ waren.

Da leidet die Glaubwürdigkeit

Ja, was jetzt! Haben die jetzt alle eine Meinungsänderung um 180° durchgemacht?

Oder sind sie draufgekommen, dass ihre eigenen Rezepte nicht auf allen Ebenen funktionieren?
  • Dass sie an dem Geld, das sie verdienen, keine Freude haben, wenn sie nicht mal die Zeit haben es auszugeben!
  • Dass auf einmal alles unwichtig wird, wenn die Familie zu zerbrechen droht!
  • Dass alles andere nicht zählt, wenn die eigene Gesundheit in Gefahr ist!

Oder sollte das vielleicht nur ein neuer Marketing-Gag sein, mit dem sie auf neue Angebote vorbereiten wollen? Ich werde das beobachten. Ich merke aber, ich glaube all diese Aussagen nicht ganz. Durch diese 180° Wendung wurde mein Vertrauen erschüttert. In die Menschen, die diese Wendungen vollzogen haben.

Was du für die Familie daraus lernen kannst

Es gibt keine Patentrezepte

Wir alle wünschen uns einfache und schnelle Lösungen. Es gibt jedoch kein Patentrezept, das zu 100 % und für alle funktioniert. Ich kann dir als Coach Lösungen zeigen, die bei anderen funktioniert haben. Und ich helfe dir, deine eigenen Lösungen zu erarbeiten. Ja, richtig – da steckt Arbeit drin ;-)

Glaub nicht alles, was du liest

Es gibt unzählige Fachbücher, die sich mit Erziehung beschäftigen. Papier ist geduldig. Glaub nicht alles, was du dort liest. Wenn es deinem eigenen Bauchgefühl widerspricht, dann lass es sein.

Lass dich nicht verunsichern

Wenn du spürst, dass die superangesagte Methode bei dir nicht funktioniert, dann lass sie sein. Egal ob es sich um Baby-lead-weaning, das Konzept Unerzogen, die Montessorimethode, das Programm zum Schlafen lernen oder sonst etwas handelt. Wenn du ein blödes Gefühl hast, dann vertraue deinem Gefühl. Es passt dann einfach nicht für dich und deine Familie. Du musst nicht mit jeder Welle mitschwimmen.

Schon bald kommt die nächste und vielleicht bist du ja mit deiner Lösung der Zeit voraus.

Das war diesmal ein sehr langer Artikel. Danke, dass du bis zum Ende bei mir geblieben bist und bis hierher gelesen hast!

Bleib gelassen! Du wächst gemeinsam mit deinem Kind!

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3 Kommentare
  1. Dagmar sagte:

    Liebe Ilse,
    Dein toller Artikel hat mich sehr berührt. Ich denke auch seit einiger Zeit das nicht jeder der z.B. ein Buch geschrieben hat, es z.B. besser weiss wie der Leser selbst. Wir haben doch alle unsere eigene Wahrnehmung und jeder kennt schließlich sich selbst am besten. Mir gehen auch schon seit längerem die ganzen aus dem Boden gestampften Onlinekongresse auf den Geist! In allen Kongressen findest du die selben Experten, die die Werbetrommel für ihr eigenes Unternehmen rühren. Da folge ich doch viel lieber dir und deiner Seite (auch ohne Newsletterabo zur Erinnerung)! Einer sympathischen und authentischen Ilse, die bestimmt noch nicht einmal ein Mastermindteam bräuchte! Super, weiter so! Bleib wie du bist, du bist genau richtig so wie du bist!
    Von Herzen
    Deine treue Leserin
    Dagmar :-)

    Antworten
  2. Vera sagte:

    Liebe Ilse – du sprichst mir da mit vielem aus der Seele! In mir steigt da immer ein großes Misstrauen auf, sobald jemand – auf welchem Gebiet auch immer – meint ein Patentprogramm gefunden zu haben, das für alle so funktioniert .. ich bin fest überzeugt, dass wir Menschen viel zu individuell sein auf dass eine Lösung für alle geben könnte. Ich möchte niemandem absprechen, dass seine Vorgangsweise für ihn selbst so gepasst hat, aber daraus zu schließen, es muss für den Rest der Menschheit auch das richtige sein??? Alles Liebe, Vera

    Antworten
    • Ilse Maria Lechner sagte:

      Liebe Vera, danke für deine Worte. Ja, Patenlösungen gibt es keine, weder im Business, noch in der Erziehung und schon gar nicht in der Beziehung ;-) Das weiß jeder, der mit Eltern und Kind arbeitet.
      Liebe Grüße
      Ilse

      Antworten

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