Aus-gelassen leben

Papa-Interview mit Thomas Reich-Podcast

 

Papa-Interview mit Thomas Reich

Thomas Reich wird in diesem Interview ganz persönlich. Er erzählt über seine Frau, Henrik, den Sohn seiner Frau und die gemeinsame Tochter Lotta. Ganz offen schildert er auch sein Verhältnis zu seinem Vater, wofür er ihm dankbar ist und was er bei seinem Vater vermisst hat.  Weiter unten kannst du das Interview auch als Transkript lesen, wenn dir das lieber ist.

Hier kannst du dir die Folge anhören:

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Shownotes:

Papa-Interview mit Thomas Reich-Thomas Reich-Väter

Die Seite von Thomas findest du hier.

Und hier geht es zu seinem Podcast.

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Hier kannst du den Inhalt des Podcasts auch lesen, wenn dir das lieber ist.

Das ist ein wörtliches Transkript. Ich habe mir jedoch die Freiheit genommen, Wörter, die doppelt genannt wurden oder Satzanfänge, die dann in der Luft hängen geblieben sind zu streichen, damit die Lesbarkeit erhalten bleibt.

Transkript vom Papa-Interview mit Thomas Reich

Ilse:                       Hallo und herzlich willkommen bei Aus-gelassen leben! Heute interviewe ich Thomas Reich. Thomas Reich ist … man könnte sagen Verkaufstrainer und sorgt für mehr Umsatz, für Mehr-Wert und er sorgt auch dafür, dass du deine richtigen Kunden findest. Aber das kann er dir viel besser selbst erklären. Hallo Thomas!

Thomas:              Ja, Moin Ilse, hier ist der Thomas.

Ilse:                       Vielleicht magst du dich auch selber kurz präsentieren und vorstellen, damit die Hörer und Hörerinnen auch wissen, mit wem sie es zu tun haben.

Thomas:              Mit wem haben sie es zu tun? … Ja genau. Also ich bin tatsächlich auch Vater, sonst wäre ich wahrscheinlich auch gar nicht in deinem Podcast. Und ja – du hast es schon korrekt gesagt, ich bin auf der einen Seite auch Verkaufstrainer und bringe den Menschen bei, wie sie auch mehr Umsatz machen können. Auf welche Art und Weise sie neue Kunden gewinnen können und vor allen Dingen auch, dass sie lernen, erst einmal sich selbst zu verkaufen. Das ist für mich immer das A und O. Dann bin ich Podcaster, ich hab über 250 Podcast Sendungen selber schon gemacht. Ich arbeite mit meinen Kunden auch immer an ihrer persönlichen Business-Bestform. Also wie können sie in ihrer Persönlichkeit noch viel mehr wachsen, ihre Ziele erreichen und natürlich auch so ein Businessmodell für sich entwickeln, dass sie dann als Trainer, als Coach oder auch als Redner wirklich gut davon leben können. Ich sag mal, dass sie an ein Jahreseinkommen von mindestens 100.000,– Euro gelangen. Was die Mehrheit aller Trainer und Coaches in Deutschland nicht schafft.

Ilse:                       In Österreich auch nicht.

Thomas:              In Österreich auch nicht. Ich wollte nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen.

Ilse:                       Ja aber heute bist du ja da in deiner Rolle als Vater. Es geht darum, wie Männer eine andere Herangehensweise haben an die Erziehung, wie Männer Erziehung sehen und wie sich Väter auch in ihrer Rolle verstehen. Weil das ist nämlich schon grundsätzlich – glaube ich  – anders, als bei uns Frauen. Das ist auch wissenschaftlich erwiesen. Männer haben einfach eine andere Herangehensweise und das ist gut so. Sie schupsen zum Beispiel die Kinder früher in die Welt hinaus, sie trauen ihnen mehr zu ähmm … drängen auch mehr dazu, dass sie auch selber ausprobieren. Und die Mütter sind halt so die Beschützenden, die auch oft … ja … so ein bissel hinter den Kindern her sind und schauen, dass es ihnen gut geht.

Thomas:              Ja ich hab davon gehört, dass Frauen und Männer grundsätzlich verschieden sein sollen (lacht) also von daher wundert es ja nicht, dass es auch in der Kindererziehung auch andere Themen gibt.

Ilse:                       Was ja von der Natur aus auch eine gute Idee ist, nicht?

Thomas:              Ja richtig.

(Lachen)

Ilse:                       Ja, wie schaut das bei euch so aus. Erzähl einfach mal ein bissel.

Thomas:              Ja wie schaut es bei uns aus?

Ilse:                       Du hast ja eine Tochter, die heißt Lotta. Wie alt ist die Tochter?

Thomas:              Genau. Lotta ist jetzt grade elf geworden – letzte Woche – und ja wie schaut es aus?
Ich habe eine Frau geheiratet, die vor mir tatsächlich schon einmal verheiratet war und sie hatte auch damals schon ein Kind. Das wissen viele nicht. Das heißt, es gibt noch ein zweites Kind. Was heißt Kind. Er ist jetzt zwanzig, der kann mir auf den Kopf spucken. Und der Henrik hat auch viele Jahre bei uns gelebt. Dann gab´s so einen Wechsel, dass er zu seinem Vater gegangen ist. Von daher kenn ich mich auch so ‘n ein bisschen aus in der Erziehung von Jungs und Erziehung in Anführungsstrichen von Mädchen, was da so passiert. Und das sind ja auch grundsätzlich unterschiedlich Dinge, die man da feststellt. Und hier bei uns in Hamburg ist es so, dass wir … ja … dass wir ein Leben leben, das wir uns selber erschaffen haben, das wir auch alles, was in der Zukunft kommt uns selber erschaffen und dass wir uns das Leben auch leicht machen wollen.
Also wir haben hier keine strengsten Erziehungsmaßnahmen oder so was – das kann man nicht sagen. Es ist zwar sehr klar. Trotzdem ist es so – ich sag mal: es ist ´ne lange Leine. Und wir schauen halt immer, dass wir der Lotta so viel Selbstbewusstsein wie möglich mit auf den Weg geben, dass wir ihr immer wieder sagen, was kann sie alles gut, was funktioniert alles gut und sie soll auf ihre ganz persönlichen Stärken kucken. Sie soll das ausleben, was ihr Spaß macht. Also: sie tanzt zum Beispiel unheimlich gerne. Vor allem, wenn sie unbeobachtet ist, in ihrem Zimmer und dann läuft Musik und sie denkt: Ah jetzt kuckt bestimmt keiner irgendwie durchs Schlüsselloch. Dann tanzt sie und wenn natürlich die Eltern um die Ecke kommen … ssst … hört das abrupt auf.
Oder wenn ihre Freundinnen hier sind, dann ist immer Halli-Galli. Dann wird immer im Zimmer oben rumgetanzt und rumgealbert. Das soll sie auch machen. Sie soll auch wirklich so ein  – ich sag mal – ein Kinderleben tatsächlich leben. Und nicht dieses Leben, das man so in Großstädten, zumindest in Hamburg, in bestimmten Stadtteilen von Hamburg auch in Blankenese natürlich, wo wir leben, beobachten kann, dass die Kinder einen durchgetakteten Wochenplan haben. Am Montagnachmittag, nach der Schule ist dann Flöte, am Dienstagnachmittag ist reiten, Mittwochnachmittag ist Hockey, Donnerstagnachmittag ist Klavier und Freitagnachmittag ist … Nachhilfe sagt Maria grade. Da müssen sie dann zur Nachhilfe, weil die Eltern natürlich auch so einen Druck machen auf Schule. So unter dem Motto: „Ich hab mein Abitur früher nicht geschafft, deswegen musst du, als mein Kind, jetzt diesen Beweis antreten, dass du das kannst.

Und den Druck, den haben wir hier nicht. Den werden wir uns auch nie geben. Niemals!

Ilse:                       Ja. Das finde ich auch sehr schön. Und was ich auch sehr wichtig finde, in diesem Zusammenhang ist eben diese Freiheit und Freizeit, die die Kinder brauchen.

Thomas:              Genau.

Ilse:                       Es ist ja auch erwiesen, dass das Hirn Langeweile braucht, um wirklich gut und kreativ zu funktionieren.

Thomas:              mhm

Ilse:                       Das heißt, wenn wir immer getaktet sind, dann geht ja die Kreativität flöten …

Thomas:              absolut

Ilse:                       und man sieht das ja ganz schön an den Kindern, wenn sie … so … so einen getakteten Tagesablauf haben, dann beginnen sie – hoffentlich – sich zu wehren und sagen: „Es ist genug!“ und dann rebellieren sie und dann werden sie natürlich widerborstig und gegen den Strich gebürstet und die Eltern stehen dann oft daneben und sagen: „Was hat denn das Kind jetzt plötzlich?“

Thomas:              Ja, es wäre natürlich schön, wenn die Eltern das erkennen, dass irgendetwas nicht stimmt. Warum wird das Kind plötzlich laut? Oder warum wird das Kind ganz still? Warum zieht es sich zurück, was ist da los?

Und ich will natürlich den anderen Eltern nicht brutal vors Schienbein treten. Also die machen es so, wie sie es machen und sie glauben, dass sie es gut machen.

Ilse:                       Und jeder macht es, so gut er es kann. Davon gehen wir jetzt einmal auch aus.

Thomas:              Genau. Richtig. Und sie kennen es ja oft auch nicht anders, nicht. Was könnten die Zusammenhänge sein? Aber ich glaube eben schon, dass vieles auf die Kinder projiziert wird. Was ich ja sagte. Thema Schule.

Wir sind … oder die Lotta ist nach Hamburg gekommen, da hat sie die Klasse gewechselt. Von der dritten Schulklasse in die vierte. Eine neue Stadt. Also, sie kannte zwar Hamburg vorher schon, aber jetzt tatsächlich hier komplett wohnen. Die alte Heimat verlassen, in eine neue Schule, komplett neue Schüler um sie rum und sie war hier auf einer Schule – ich sag mal den Namen nicht – wo schon ein ziemlich strenges Regiment geführt wurde. Katholisch geprägt, das Ganze und die Kinder wurden schon – ich sag mal auf eine relativ liebevolle Art und Weise – aber sie wurden dahin gedrillt, dass alle aufs Gymnasium kommen.

Es gab für alle Eltern … also es gab überhaupt keine Alternative. Die Frage war immer nur „Hallo Maria, hallo Thomas, sagt mal auf welches Gymnasium kommt denn eure Lotta?“ Da haben wir die immer angekuckt und gesagt: „Du, ob die aufs Gymnasium kommt, das wissen wir überhaupt noch gar nicht.“
„Na, aber die muss doch aufs Gymnasium. Das ist doch klar! Die ist doch hier auf der Schule bei uns und dann muss sie doch aufs Gymnasium.“ Am besten noch auf das … ach ich weiß noch nicht mal wie das heißt … da mitten in der Innenstadt von Hamburg … ganz besonderer Name Trallala … da müssen sie alle hin.
Und wir haben gesehen, dass viele Eltern echt tierischen Stress damit hatten. Einmal in Bezug mit ihrem Kind und auch Stress mit sich selbst.

Und da haben wir gesagt: „Ne, dass entscheiden wir mit … die Lotta entscheidet das mit, wo sie hinkommt, das entscheiden nicht wir Eltern alleine.“

Ilse:                       Ja, ich kann das absolut nachvollziehen. Ich hab ja zwei Kinder, die ja mittlerweile beide schon maturiert haben und wir haben also in der näheren Stadt da mehrere Gymnasien – drei um genau zu sein. Es ist keine sehr große Stadt, aber es sind drei Gymnasien und der Sohn war auf einem mit naturwissenschaftlichen Schwerpunkt mit viel EDV und zusätzlichen Chemie-, Physik- und Biologiestunden und wie auch immer …
Und es gibt da wohl eine Regelung – das wusste ich gar nicht, weil um das habe ich mich nicht gekümmert – das Geschwisterkinder bevorzugt aufgenommen werden.

Thomas:              Ah kuck mal an.

Ilse:                       Und dann kamen also so die Freude auf mich zu: „Ach das ist doch so eine tolle Schule. Die Katharina geht doch da sicher auch hin.“  Und ich hab gesagt: „Weiß ich noch nicht. Warum?“ „Naja, aber das ist doch klar. Und Geschwisterkinder und die werden doch leichter aufgenommen. Mach das doch!“
Und ich hab gesagt, die soll das selber entscheiden und wir haben dann alle drei Schulen angesehen und sie hat sich prompt eine andere Schule ausgesucht.

Thomas:              mhmh

Ilse:                       Sie waren beide mit ihren Schulen glücklich. Der Nachteil für uns allerdings war: in Österreich gibt es schulautonome Tage. Das heißt es gibt Ferien und es gibt insgesamt so 4 bis 5 schulautonome Tage, die werden so zwischen die Feiertage hineingesetzt. Das heißt wenn Donnerstag Feiertag ist, dann ist der Freitag schulfrei.

Thomas:              Ah ok. So´n Brückentag.

Ilse:                       Ein Brückentag, genau. Und das kann die Schule autonom vergeben und das ist natürlich so, wenn es zwei Schulen sind, dann ist es nicht notwendigerweise immer der gleiche Tag.
Also es war für uns schon – wie soll ich sagen – etwas lebenskomplizierend, aber das haben wir gerne in Kauf genommen, dafür dass beide Kinder auf der Schule waren, wo sie hin wollten.

Thomas:              Mhm. Und das haben wir eben auch hier erlebt. Also wir kennen ja drei Jahre Grundschule wirklich auf einem Dorf. Wir haben ja in Niedersachsen auf einem Dorf gelebt. Und da war das so, da gab es ´ne Lehrerin … so: „Ich hab das seit 30 Jahren so unterrichtet und ich wird das auch die nächsten 30 Jahre so unterrichten.“
Naja und dann denk ich immer so „Mensch, kuck doch mal auf den Kalender. Wir haben das Jahr 2000 und x und da hat sich schon auch ein bissel was geändert auch an den Methoden, wie man mit Kindern umgeht und wie man Kindern Dinge beibringt. Aber da wollte die nix von wissen und die war sehr streng und da hatte Lotta gefühlt echten Stress mit Schule.

Ilse:                       Mhm.

Thomas:              Ja. Weil die Lehrerin natürlich auch über die Stimme – es ist ja auch so, dass bevor ein Kind auf die Welt kommt hört es ja immer die Stimme der Mutter, der Eltern – und plötzlich steht da ´ne Lehrerin die dann mit erhobenen Haupte und mit erhobener Stimme mit den Kindern redet. Das schüchtert dich natürlich ein. Das macht dich nicht zu ´nem lebensfrohen Menschen, sondern das schüchtert dich erst mal ein.
Vierte Klasse hat sie sich dann gut integriert. Da hat sie auch gleich eine neue Freundin gefunden die neben ihr saß, die Julia, ihre heute auch beste Freundin, echt so ein Traumpaar. Julia allerdings auch mehr dahin getriggert unbedingt aufs Gymnasium zu müssen und wir haben hier in Blankenese auch eine frei Schule, die Bugenhagen Schule und da ist sogar das coole, fünfte, sechste, siebte Klasse, gibt es gar keine Noten. Es gibt gar keine Noten. Es gibt ein Logbuch. Das wird jeden Tag geführt von den Lehrern, das bringen die Kinder dann auch mit nach Hause. Am Donnerstag, da lesen die Eltern das quer, können das auch abzeichnen und da steht auch drin, wie sich die Kinder in ihrer Persönlichkeit entwickeln.

Ilse:                       Das ist ja ungleich wichtiger. Genau.

Thomas:              Fachwissen ist ja wie verkaufen. Du brauchst kein riesengroßes Fachwissen, um gut zu verkaufen, du brauchst Persönlichkeit.

Ilse:                       Ja und das Thema ist, das Wissen, dass sie sich aneignen wollen, das eignen sie sich ohnehin an …

Thomas:              Das holen sie sich eh, genau. Das holen sie sich.

Ilse:                       … und wenn wie es später erst brauchen, dann werden sie es sich später holen und dann mit Freude.

Thomas:              Genau, und dieses Konzept, was die Schule hier hat – es ist eine Privatschule, wir bezahlen da natürlich Geld für jeden Monat. Es geht so um acht Uhr los und um kurz vor 16:00 Uhr ist die Lotta wieder zurück. Freitags so um kurz vor 14:00 Uhr. Die kriegen da Mittagessen, die haben ihren Freiraum, dass sie alles, was sie zu lernen haben – Ausnahmen bestätigen die Regel – in der Schule wirklich lernen. Die können sich aus dem Klassenraum entfernen, durch die ganze Schule wandern, sich irgendwo ´ne schöne Ecke suchen und können sich hinsetzen und ihre Lernaufgaben machen. Es gibt nur so Lernpakete, die dann zu erarbeiten sind. Und wir haben es noch nicht einen einzigen Tag erlebt, dass die Lotte, jetzt grade von der Bugenhagen Schule nach Hause kommt und schlecht drauf war, oder dass sie morgens keine Lust hatte dahin zu fahren. Nicht ein einziger Tag. Die fährt mir Freude hin, kommt mit Freude nach Hause und ist dann auch – ich sag jetzt mal so – im Feierabend. Ab und zu wird gesagt, pauk du noch ein bisschen, dann wird ein paar Vokabeln gelernt für Englisch oder so irgendetwas, aber es ist im Grunde alles erledigt zu 98 %. Und das ist so entspannt auch für uns als Eltern, ja, das ist genial. Ich versteh gar nicht, warum es so viel komplizierte Geschichten gibt.

Ilse:                       Ja das hängt unter anderem damit zusammen – also ich bin unter anderem auch Montessori-Pädagogin, allerdings fürs Kinderhaus – und das hängt schon unter anderem damit zusammen, dass diese Art des Unterrichts und auch der Fortschrittsbescheinigung für die Pädagogen natürlich ungleich aufwändiger ist. Die müssen ja jedes Kind sehr genau beobachten, die schauen dann also ganz unauffällig, was macht das Kind gerade, das wird alles dokumentiert, du wirst das selber wissen, da gibt es Dokumentationsbögen noch und nöcher …

Thomas:              Jaja

Ilse:                       … damit man das alles belegen kann und da ist der Aufwand ungleich höher, als an einer Regelschule.

Thomas:              Keine Frage, nur das Ergebnis ist natürlich auch ungleich besser.

Ilse:                       Das ist auch ein anderes, ja.

Thomas:              Und auch auf dieser Schule hier. Ich mach nochmal Werbung hier für die Bugenhagenschule in Blankenese, ist tatsächlich das … sie haben eine Klassenlehrerin oder einen Klassenlehrer und sie haben immer einen Pädagogen mit dabei. Das heißt, also jedes Kind hat im Grunde, ich glaube 1,75 Lehrer. (Gemeint ist natürlich jede Klasse ;-) )
Das ist einfach nur ´ne reine Freude. Ja!

Ilse:                       Ja, wobei ich breche jetzt auch eine Lanze für die Regelschulen. Es gibt sehr gute Regelschulen.

Thomas:              OK

Ilse:                       Also das muss man auch dazu sagen.

Thomas:              Ja, natürlich. Wir wollen auch nicht alle über einen Kamm scheren.

Ilse:                       Ich bin selber begeisterte Montessoripädagogin, aber da muss ich schon sagen, es gibt sehr gute Regelschulen und wenn man da zum Beispiel die Gelegenheit nicht hat irgend so eine tolle Schule in der Gegend zu haben, dann ist es auch gut, sich mal die Regelschulen genau anzuschauen, denn da gibt es große Unterschiede, und einfach zu schauen, wo ist mein Kind gut aufgehoben. Und zu schauen, wo fühlt sich das Kind wohl, weil die Kinder wissen meistens sehr genau, wo sie hinwollen.

Thomas:              Ja.

Ilse:                       Auch mit elf schon.

Thomas:              Ja und es macht natürlich auch Sinn, weißt du, das sag ich ja auch allen meinen Kunden im Coaching. Weißt du, wir überprüfen immer, ist das, was du da tust, ist das wirklich das, was du tun willst. Oder schlägt dein Herz für was ganz anderen und du traust dich nur … du traust dich nur nicht, einen neuen Schritt zu machen. Und bei Lehrern – ich will jetzt auch nicht alle Lehrer schlecht machen … also Gott bewahre – ich bin ja auch als Coach, als Trainer in gewisser Form Lehrer … doch bei manchen habe ich das Gefühl, die machen diesen Lehrerberuf nicht als Beruf, als Berufung, sondern nur als Job, um Geld zu verdienen und auch ein bissel frei zu haben. Ich glaub schon, dass einige sich in Frage stellen sollten, ob das was sie da tun, auch ihre Berufung ist. Auch dann würde es noch besser funktionieren.

Ilse:                       Absolut, aber das ist auch ein allgemeines Problem, das finden wir auch in jeder Berufsgruppe.

Thomas:              Absolut, genau.

Ilse:                       Ich würde gerne noch auf etwas anderes zurückkommen. Du hast ja eben erzählt deine Frau hat einen Sohn mitgebracht, den habt ihr quasi dann im gemeinsamen Haushalt … also der hat bei euch mitgelebt.

Thomas:              Ja.

Ilse:                       Und das ist ja auch eine Herausforderung, wenn man mit einem Kind konfrontiert ist, dass also … ich weiß ja nicht in welchem Alter er gekommen ist.

Thomas:              Ja das kann ich dir verraten. Ich bin da ganz offen in den Dingen, das kennst du auch aus meinem Podcast.

Ilse:                       Ja:

Thomas:              Ilse, Ilse ich war 11 Jahre der eingefleischteste Junggeselle, den es je in Deutschland gegeben hat.  Ja. Ich hatte alles. Ich hatte eine große Wohnung, ich hatte mein Rennrad im Schlafzimmer, ich hatte diesen Edelstahlkühlschrank in der Küche und so, weißt du, das war so eine richtige Junggesellenwohnung. Und ich hatte ein Motorrad, ich hatte ein Auto, ich hatte alles, was ich brauchte. Materiell, ja – damals hatte ich echt den Fokus drauf gehabt. Und ich hab auch immer gesagt: „Ich, Thomas Reich, werde nie, nie, nie heiraten. Niemals. Und ich werde auch keine eigenen Kinder haben, denn wir  sind in der Familie drei Kinder. Also ich hab einen Bruder und eine Schwester. Und mein Bruder ist mit 18 Jahren – wenn Kinder Kinder kriegen – ist der Vater geworden. Ging natürlich voll in die Hose die Nummer. Zweites Kind, irgendwie versucht die Ehe zu retten, hat auch nicht funktioniert. Und dann war mein Bruder aus meiner Sicht und Beobachtung immer pleite. Immer. Er hat immer bezahlt.

Ilse:                       Mhm, naja klar.

Thomas:              Der ist nicht wieder hochgekommen. Ist er wirklich nicht. Also ich will es nicht weiter vertiefen. Da kann man sich meinen Podcast anhören. Und meine Schwester klassisch so, verheiratet, zwei Kinder und damals noch ein Freund von mir, der auch mit Vornamen Thomas heißt, den hab ich in meiner Ausbildung kennen gelernt. Der ist auch mit 18 Vater geworden, hat drei Kinder gekriegt, hat versucht, die Ehe damit immer wieder zu retten, hat auch nicht funktioniert. Hat auch immer nur bezahlt und bezahlt und bezahlt und bezahlt. Und da hab ich gesagt: „Ich nie, nie, nie. Niemals!“

Doch wie ist es dann im Leben. Du triffst plötzlich ´ne Frau und denkst dir OK, die ist es.

Ilse:                       Die ist es wert.

Thomas:              Die ist es. Und dann kriegst du mit. Ja, da gibt es schon einen. Henrik war damals knapp 2 ein halb. Und dann dachte ich, naja gut, dann ist sie eben so. Dat ist jetzt so, Thomas, das ist jetzt deine Aufgabe damit klar zu kommen.  Und es war wirklich klasse. Dem Henrik hab ich das Schwimmen beigebracht, ich hab ihm natürlich den Hintern abgeputzt, weißt du aufm Klo, und diese ganzen Geschichten und man hat mit ihm gelesen, gerechnet, gemacht und gebaut und alle möglichen Dinge zusammengebaut. Das war schon alles neu. Ich hab das angenommen und ich hab mich damit auch wohl gefühlt, obwohl ich mich auch nie als Stiefvater bezeichnet habe und das auch mit ihm nie so hatte. Also wir haben so auf freundschaftlicher Basis miteinander auch … sind wir umgegangen. Er hat mich nicht Papa genannt, er hat Thomas zu mir gesagt und ich hab Henrik zu ihm gesagt. Mir war auch immer klar, ich bin nicht dein Vater, du hast einen Vater, bei dem er ja dann auch am Wochenende war. Und zu dem er ja dann auch als er elf Jahre alt geworden ist, dann eben auch komplett gegangen ist.

Ilse:                       Ja nichts destotrotz warst du zu dem Zeitpunkt ja die Bezugsperson, die männliche.

Thomas:              Natürlich. Ja und wir hatten viel Spaß miteinander. Damals hatte ich noch blonde Haare, heute bin ich schon ein bisschen ergraut und ich weiß noch, dass Maria irgendwann sagte: „Komm doch mit dem Henrik da und dahin, holt mich irgendwie ab oder so.“ Und dann bin ich mit Henrik hingefahren. Er hatte auch damals so längere, blonde Haare (lacht) wir hatten beide das gleiche Poloshirt an und es war auch damals bis obenhin zugeknöpft. Wir standen da bei Maria vor ihrem Geschäft. Sie hatte damals ein eigenes Blumengeschäft, und sie hat sich fast überschlagen vor Lachen, weil sie dachte, wer steht denn da vor mir. Die sehen beide gleich aus und dann auch noch mit der Klamotte, weißt du, gleiches Shirt an und auch noch bis oben zugeknöpft. (lacht) War ´ne tolle Zeit und Henrik, aus dem ist ein junger Mann geworden mit jetzt 20 Jahren. Und er hat auch in der Schule so ein paar Themen gehabt. Man hat ihm nachgesagt er hätte dieses – wie heißt das noch – ADHS-Syndrom. Auffälligkeits-schlag mich tot-Syndrom.

Ilse:                       Ja ich sag gern Abenteuer-Defizit-Syndrom.

Thomas:              Ja genau. Genau. Ey, das ist cool Abenteuer-Defizit-Syndrom. Der konnte in der Schule den Hintern nicht stillhalten. Dann hieß es, der kann sich nicht konzentrieren und dies und jenes und welches, nicht. Nur, die haben ihm nicht das gegeben, was er braucht.

Ilse:                       Genau.

Thomas:              Der hat auf dem Dorf gelebt. Henrik war immer ein Schrauber. Wenn du dem, ich weiß nicht wie oft der in unserem Schuppen da Unordnung geschaffen hat, die Nägel lagen da am Boden, dann der Schrauber, dann war der Hammer weg, dann war die Säge weg, dann lag´s im Garten, dann haben sie ein Haus gebaut. Und wenn das Haus fertig war, das Baumhaus, das Holzhaus, nö, dann gab es ´ne neue Baustelle.
Dann war die alte nicht mehr angesagt und Thomas durfte dann wieder aus dem Holz die Nägel alle rausziehen. Und da war klar, Henrik ist ein Praktiker. Der wird keinen Beruf ergreifen, wo er später am Schreibtisch sitzt.

Ilse:                       Ja, aber warum auch. Es ist ja nicht notwendig.

Thomas:              Eben.

Ilse:                       Wir brauchen ja all diese Berufe.

Thomas:              Genau. Das brauchen wir ja. Und das … er ist dann KFZ-Mechatroniker, so heißt das heute, ist er geworden, ist jetzt schon dabei, dass er sogar seine Meisterausbildung sogar startet. Und der ist der glücklichste 20-jährige oder einer der glücklichsten 20-jährigen, die ich kenne. Er hat mittlerweile das vierte oder fünfte Auto. Weil er sagt: „Hab ich günstig gekriegt.“ Dann frischt er das Ding wieder auf, verkauft es für einen höheren Wert und verdient letztendlich so auch noch wieder Geld.

Ilse:                       Ja.

Thomas:              Der ist total glücklich und happy damit, ja. Der hat Benzin im Blut.

Ilse:                       Ja! Ich hab einen guten Freund, den der Vater mit 13, nein mit 16 aus der HTL herausgenommen hat. Das ist eine technische Schule, die mit einer technischen Matura abschließt in Österreich. Der also auch nicht lernen wollte und der Vater hatte ein Autohaus und er hat gesagt: „Aus jetzt kommst du ins Autohaus und du fängst an als ganz normaler Lehrling, ganz unten.“ Und der war glücklich. Ab dem Zeitpunkt war er glücklich. Der hat sich wirklich toll entwickelt. Mittlerweile führt er dieses Autohaus und es hätte ihm nix Besseres passieren können und er sagt heute: „Ich bin meinem Vater so dankbar, dass er damals wirklich diese Konsequenz besessen hat und mich quasi so am Schlafittchen zu nehmen und zu sagen `So, raus aus der Schule!´.“

Thomas:              Mhm, das ist ja so ein Punkt. Du hast mir vorher auch so ein paar Stichpunkte zugeschickt, über die wir reden wollen. Einer davon ist ja: „Was hilft dir, mit deinem Kind in Beziehung zu treten?“

Ilse:                       Genau, ja.

Thomas:              Und das passt ja, wie die Faust auf das berühmte Auge. Wahrnehmen, was da wirklich ist. Ja? Wahrnehmen, was mit dem Kind ist. Sich Zeit nehmen, um mit dem Kind zu sprechen. Da zu sein, präsent zu sein. Das vermisse ich heute … also nicht nur in der Erziehung Eltern-Kind, sondern auch wenn sich Menschen so treffen, auf freundschaftlicher Basis. Man will abends essen gehen und alle taddeln dann noch mit ihrem Handy rum. Dann stehe ich auf und gehe. Da hab ich keinen Bock drauf. Und dieser Punkt, dass dieser Vater seinen Sohn natürlich wahrgenommen hat, beobachtet hat, mit ihm gesprochen hat und gesagt hat: „Hey, da verödet der. Ich hol ihn da raus und zeige ihm etwas anderes.“
Also mit dem Kind in Beziehung treten, ist der Punkt präsent zu sein. Alles fallen zu lassen und zu sagen, jetzt bin ich da. Das Handy ist weg, der E-Mail-Account ist geschlossen, ich bin jetzt NUR für das Kind da. 100 %!

Ilse:                       Genau. Und das beinhaltet aber manchmal auch oder UND das beinhaltet manchmal auch unangenehme Entscheidungen zu treffen, zu denen das Kind im Moment noch nicht in der Lage ist. Mit denen es momentan überfordert ist, weil es einfach die Tragweite nicht erkennen kann. Das wohl mit dem Kind abzusprechen, aber trotzdem … das kann durchaus einmal ein bissel unangenehm und nicht grad … ja Juhu hervorrufen.

Thomas:              Naja in dem Moment kann das … ja genau in dem Moment kann das schon ein bissel hakelig werden.

Ilse:                       Genau. Und welche Werte wollt ihr euren Kindern … oder habt ihr euren Kindern mitgegeben? Also ich merke da so Sachen wie Freiheit, wie Selbstbestimmtheit, gibt es da noch anderes, worauf ihr sehr viel Wert legt?

Thomas:              Ja, welche Werte haben wir ihnen mitgegeben? Einer ist der Punkt Ehrlichkeit, Offenheit und auch das … ja aus jeder Situation immer wieder das Positive zu sehen. Und auf sich selber zu hören, in sich selber reinzufühlen, um zu wissen tut mir das, was ich gerade tue, tut mir das wirklich gut. Wertschätzung, dass man auch wirklich andere Menschen wertschätzt. Dass man aufmerksam ist, dass man eben präsent ist, was ich gerade schon sagte. Das sind so die Dinge, die uns wichtig sind und ähm … ich denke, da haben wir eine ganz gute Portion dem Henrik auch mitgegeben. Ja das merken wir jetzt. Er war ja auch vor drei, vier Wochen … war er auch bei uns zu Besuch mit seiner Freundin. Und da merkt man das dann auch, dass da eine Menge hängen geblieben ist, dass er eine Menge übernommen hat. Und bei Lotta genau das gleiche, dass da einfach diese, diese … Aufmerksamkeit da ist, wenn andere Menschen mit ihr reden. Auch Dankbarkeit! Nicht dieses … nicht jetzt so … du musst jetzt artig „Danke“ sagen zu dem Onkel, ne, das nicht.

Ilse:                       Aber intrinsisch.

Thomas:              Intrinsisch, genau ja. Dass man das von innen heraus tut und äh … ja das funktioniert ganz gut.
Und eben diese Offenheit, also sich Dinge zuzutrauen, die man vorher noch nicht gemacht hat.

Ilse:                       Ja.

Thomas:              Und das ist … was man dann sieht …
Ich hab ein aktuelles Beispiel wir waren vor anderthalb Wochen, waren wir auf einem Sommerfest. Es war zwar kein Sommerwetter, aber es war ein Sommerfest. Und da hatte mein Freund hier, der Hans-Jürgen eingeladen und es gar so ein paar so … es gab so ein Rahmenprogramm. Man konnte Bogen schießen, alle möglichen Dinge und auch mit so ´nem Seg-way fahren. Kennst du die?

Ilse:                       Ja.

Thomas:              Woa, war natürlich der Knaller. Alle Väter sofort drauf auf die Geräte und die Kinder haben geweint, nicht. (lachen)
Und Lotta fand das natürlich auch hochspannend, denn sie kann mit diesen kleinen Boards fahren. Ich weiß nicht, wie die heißen, das vergesse ich immer. Seg-way ohne Stange, weißt du, nur für die Füße, wo man drauf fahren kann. Das kann die alles. Die kann Einrad fahren und all diese Dinge. Und dann hieß es: „Na komm, dann fahr doch auch. Es sind doch genug da. Nimm dir auch eines.“ „Nee, traue ich mich nicht.“
Ach komm. Und ihr dann Mut zuzusprechen, ihr wieder zu sagen, denk dran, was du alles schon kannst. Und es war so ‘n Glücksgefühl dann bei ihr, dass sie dann eben selber mit so einem riesen Seg-way dann gefahren ist, klasse. Also immer wieder Mut zusprechen, Dinge zu tun, die man noch nicht getan hat, um letztendlich auch wieder persönlich zu wachsen.

Ilse:                       Ja, wobei ich die Beobachtung mache, dass Kinder das in sich ja ohnehin tragen. Dass sie ja wollen. Ich meine kein Kind würde gehen lernen, wenn es sich vom ersten Mal auf den Windelpopo fallen behindern ließe. Das heißt in der Beziehung können ja oft wir Erwachsenen oft von den Kindern etwas lernen.

Thomas:              Ja uns wird … wir verlernen das ja, das wird …

Ilse:                       ja …

Thomas:              … das wird uns abgew… , wie heißt das so schön, das wird uns

Ilse:                       … abtrainiert …

Thomas:              genau abtrainiert. Setz dich hin, halt die Klappe und rede nur, wenn du gefragt wirst. Joa. Uohh. Schon mal blöd. Und wir kommen ja alle mit 100 % Selbstbewusstsein auf die Welt. Und die Welt draußen, alle die in unserem Umfeld sind, die sorgen dann dafür, dass dieses Selbstbewusstsein, dieser Selbstwert sinkt. Das ist einfach so.

Ilse:                       Ja, nicht die ganze Welt, aber doch oft.

Thomas:              Die ganze nicht, klar, du hast ja auch nicht mit der ganzen Welt zu tun, aber wir kennen das doch, man braucht doch nur …

Ilse:                       Ja natürlich.

Thomas:              … in ein Gespräch reinhöhren, dann heißt es nur „Oh, stell dir das nur mal nicht so einfach vor. Das wird schwer. Das würde ich mir noch einmal gut überlegen an deiner Stelle.“  Ja.
„Schuster bleib bei deinen Leisten. Du bist ein Mädchen, das kannst du nicht. Du bist ein Junge, das kannst du nicht.“
Also das ist ja schon das, was Kinder hören in ihrem Umfeld. Nicht zwingend von den eigenen Eltern. Dann kommen die Großeltern, oder die Tangen oder die Onkels oder die Familie der Freundin, wo man zu Besuch ist und, und, und ….

Ilse:                       Ja man muss ja schon zugeben, ehrlicherweise, auch wenn wir jetzt gut trainiert sind und uns überlegen, was wir sagen und was wir unseren Kindern weitergeben, manchmal – also zumindest geht es mir so, ich weiß nicht, ob es dir auch manchmal so geht – werden wir natürlich auch von unseren eigenen Erziehungsmustern eingeholt.

Thomas:              Keine Frage.

Ilse:                       … und ich beobachte mich dann selber. Das sag ich dann etwas und dann stehe ich da und dann denke ich mir „Stopp“ und fang noch mal von vorne an. So wie ich es gerne machen möchte und nicht wie es einfach in mir angelegt ist, weil ich so geprägt bin.

Thomas:              mhm. Na das ist schon klar. Also da bin ich auch voll bei dir. Ich bin kein Übervater, ich bin auch nicht perfekt und ich will auch nicht perfekt werden. Denn nach Perfektion kommt für mich nichts mehr. Da gibt es keine Steigerung mehr. Da bist du am Ende.

Und natürlich kommen manchmal Dinge aus der eigenen Vergangenheit, aus der eigenen Prägung heraus. Vielleicht bin ich so eine kleine Ausnahme, dass ich eben mit 17 Jahren die Entscheidung getroffen habe, ganz bewusst, ich werde nie, nie, nie so, wie meine Eltern. Meine Eltern waren klassische Arbeiter. Die haben wirklich körperlich immer hart gearbeitet, um Geld zu verdienen, um sich am Leben zu erhalten. Und wenn mein Vater dann abends nach Hause kam, gab es Abendessen, dann hat er sich aufs Sofa gelegt und dann ist er vor Erschöpfung auch eingeschlafen. Und das war mir ein Leben, wo ich wusste: Das willst du nicht. Ich wusste zwar nicht: Was will ich wirklich und wie funktioniert das, dass es anders geht. Ich kannte keine andere Welt. Ich kannte nur die Welt meiner Eltern. Und ich kannte, na gut, ich kannte die Welt meiner ersten Ausbildung. Ich hab in einem Sägewerk eine Ausbildung gemacht. Ich hab also Bäume klein gesägt und dieses Sägewerk gehörte einer Unternehmerfamilie, die auch noch Kalk-Sandsteinwerke haben, Spedition, Immobilien. Und der Juniorchef, der war damals, also gefühlt für mich, sechs, sieben Jahre älter, als ich und der fuhr schon ´nen Porsche. Und da dachte ich immer so … boahhh … wenn du auch mal ´nen Porsche haben willst, dann, ja dann musst du Unternehmersohn sein. Mit deinem Vater geht das nicht.

Also ich hab Vieles von dem, was meine Eltern mir mitgegeben habe, vieles auch wirklich abgelegt und fallen gelassen. Trotzdem kann ich heute sagen, ja, ich bin froh, dass ich die Eltern hatte. Denn die haben das aus mir gemacht, was heute aus mir geworden ist. Es hat ja damit zu tun.

Also ein letztes Beispiel: Mein Bruder, mein Bruder ist seit 16 Jahren Harz IV Empfänger. Ja, wir haben die gleichen Eltern. Er hat eine andere Entscheidung getroffen, als ich. Das meine ich auch nicht verwerflich. Er hat einfach andere Entscheidungen getroffen, in seinem Leben als ich.

Ilse:                       Ja natürlich, das ist auch so. Wir treffen alle andere Entscheidungen. Ich hab auch andere Entscheidungen getroffen, als mein Bruder. Und wenn wir unsere Lebenswege betrachten, dann ist er immer direkt auf seine Ziele zugegangen und ich hab mich in Spiralen angenähert.

Thomas:              hm

Ilse:                       Das hat beides seine Vorteile.

Thomas:              Ja, genau. Der Weg zum Ziel kann … es gibt Millionen von Wegen zu Ziel … linksrum, rechtsrum, vorwärts, rückwärts, das kannst du machen, wie du willst, es ist nur immer die Frage: „Wie schnell willst du dort ankommen?“ und „Mit welchem Weg fühlst du dich am wohlsten?“

Ilse:                       Ja und auch also den … Ich glaube, es geht auch darum den eigenen Weg schätzen zu lernen und zu respektieren, weil irgenwann hab ich dann erkannt: „Ja, ich bin zwar in Spiralen gegangen, aber ich hab wesentlich mehr gesehen.“

Thomas:              Auch das, genau. Das ist die Geschichte mit dem Lebenslauf. Das man sagt, ich bin mal links rum, mal rechts rum, dann wieder rückwärts, dann vorwärts, dann hoch und runter und das ist halt ein Lebenslauf, wo viel passiert ist. Und viele andere haben halt ´ne Lebenslinie: 30 Jahre Sparkasse und ansonsten nix gesehen.

Wenn die aber glücklich sind damit; alles im grünen Bereich. Aber ich glaube, wir kommen zwar ein bisschen weg, von der Vaterrolle da, aber ich glaube, dass die Mehrheit der Menschen nicht glücklich ist, dass denen allen was fehlt.

Ilse:                       Ja, wir kommen ein bisserl weg von der Vaterrolle. In Wirklichkeit glaube ich aber, dass wir es sehr gut mit Karl Valentin halten können: „Du kannst deine Kinder erziehen, so viel du möchtest, sie machen dir ohnehin alles nach.“

Thomas:              Mhm, richtig.

Ilse:                       Also ich glaube schon, dass eine gute Vorbildwirkung sehr viel bewirken kann. Und insofern, ist es glaube ich als Eltern immer wichtig, dass wir uns mit uns selbst auseinandersetzen und dass wir auch schauen, wie geht es mir in der Situation, was löst das in mir aus.

Thomas:              mhm

Ilse:                       … Und dass auch viele Konflikte nicht so eskalieren würden, oder nicht so eskalieren, wenn wir uns als Eltern einfach bewusst damit auseinander setzen und auch schauen, was macht es mit mir.

Also ich hab das ganz stark beobachtet, wie meine Tochter in der Pubertät war. Die hatte eine Freundin, die war also sehr … na also so typisch pubertär … mit knallenden Türen und „Boa, ich will das nicht“ und großem Geschrei und was weiß ich noch … und das spannende war: Ihre Mutter ist auf dieses Verhalten eingestiegen. Die ist auch hineingekippt. Und im nu waren da zwei pubertierende Mädels nebeneinander, die sich wirklich gefetzt und angeschrien haben. Und meine Tochter hat dann immer gesagt: „Ja und du bist nicht meine Freundin.“ Und ich „Nein, das ist nicht meine Aufgabe. Ich bin deine Mutter. Und als solche bleibe ich aber auch in meiner Mutterrolle und brauche mich nicht in dein Verhalten hineinziehen zu lassen.“

Thomas:              Mhm.

Ilse:                       Heute mit 18 kann sie das gut respektieren. Also heute ist es so, dass sie sagt: „Moa ich bin so froh, dass du bist, wie du bist.“ Aber mit 14 hat sie mir täglich um die Ohren geknallt: „Und die anderen Mamis, die sind viel freundschaftlicher. Boa, die machen jeden Blödsinn mit und du machst das nicht.“

Thomas:              Ich glaube, das ist auch, denke ich eine Altersgeschichte, eine Entwicklungsgeschichte. Wenn deine Tochter jetzt 18 ist, dann kann das eher das Gefühl sein, weißt du, wenn man dann mal unterwegs ist, in der Stadt, oder dann macht man ein Wochenende, das man nur zu zweit verbringt Mutter und Tochter. Da kommt glaube ich, auch dieses Ding, dass man das Gefühl bekommt: „Ja, jetzt ist meine Mutter auch meine Freundin.“

Ilse:                       Jetzt ist es auch so und jetzt passt es auch.

Thomas:              Ja, genau. Und das mit dem Vater und dem Sohn sicherlich ähnlich. Ja. Es ist ja immer so das Thema die Rolle des Vaters. Gibt es die Rolle schlechthin? Was ist die Vaterfigur?
Ähm, ich selber, hab das nicht so gehabt, wie ich es bei anderen gesehen habe. Also mein Vater hat die Dinge so gemacht, wie er sie gemacht hat. Ich hab heute mit 51 natürlich ein anderes Verständnis als ich das damals hatte, mit 20, mit 30 oder auch noch mit 40. Und ich hab auch Anfang diesen Jahres, hab ich tatsächlich auch eine Familienaufstellung gemacht für mich, und wollte mal wissen, was hängt da alles noch so an mir dran. Was klebt da noch so an mir? War sehr spannend. Denn ich hab diese Aufstellung auf so ´nem … auf so ´nem Teppich gemacht, ich hab da so Filzlappen verteilt und mein Vater war außerhalb von diesem Teppich. Alles andere lag auf dem Teppich, mein Vater war außerhalb. Das war sehr krass. Und dann haben wir die Dinge mal so angeschaut mit dem Tasso. Und als wir dann letztendlich damit fertig waren, stand mein Vater wirklich hinter mir. Also die neue Aufstellung dann danach war, dass mein Vater hinter mir stand und mir im Grunde so über die Schulter blicken konnte.

Ilse:                       Und auch den Rücken stärkt.

Thomas:              Den Rücken stärkt und der im Grunde immer sehr stolz auf viele Dinge war, die ich gemacht habe, es aber eben auch nicht zeigen konnte, nicht sagen konnte. Er hat es immer anderen Menschen erzählt: „Ja der Thomas jetzt ist er auf der Technikerschule und jetzt macht er dies und jenes und welches und der baut sich das Blockhaus, was er als Kind schon haben wollte. Das hat er anderen erzählt und mir konnte er das nicht sagen. Und mein Vater, ich sag immer so, mein Vater hat mir nie die Welt erklärt. Weißt du so, ich hab da immer dieses Bild davon, dass der Vater irgendwann zum Sohn sagt: „Komm mein Junge.“ Entweder man steigt mal auf den Berg und kuckt vom Berg runter ins Tal oder man sitzt am Meer und dann trinkt man vielleicht eine Flasche Bier oder so und dann oder einen Kaffee und dann sagt der Vater: „Ok, ich erzähl dir mal die wichtigsten Dinge des Lebens, ja. Wie das Leben so funktioniert, wie die Welt so funktioniert.“

Das hatte ich nie. Ich hab das auch damals nicht vermisst, weil ich kannte das ja einfach nicht. Und als ich 23 war, nach Hamburg gegangen bin und hier ein Studium gemacht habe, da hatte ich einen Freud, Michael Müller. Und der hatte diese Vaterfigur. Der hat immer ganz viel von seinem Vater erzählt. Und wenn wir auch irgendwelche Dinge lösen durften, da für das Studium, irgendwelche Themen, da wusste ich, da brauchst du, also ich Thomas brauche meinen Vater nicht fragen, weil der weiß da nichts von. Und der Michael immer so: „Ich frag meinen Vater, der weiß das.“

Und das fand ich immer … also ich fand das klasse. Ich dachte, Mensch das hab ich nicht. Da hab ich angefangen, das letztendlich irgendwo zu vermissen.

Ilse:                       Ja wobei ich glaube, dass uns das Leben ja auch beibringt unsere Eltern in ihrem Sein zu respektieren, weil wir, wenn wir selbst Eltern sind, dann merken, dass es nicht immer ganz so einfach ist und dass wir ja auch die Dinge nicht immer so machen, wie wir es uns wünschen. Wir bemühen uns, wir tun das Beste, das wir können. Aber machen Dinge würden wir mit Abstand und ich weiß nicht 10 Jahren Abstand, dann auch anders entscheiden. Und ich glaub, das macht auch so ein bisserl milde den eigenen Eltern gegenüber, festzustellen, ok, der konnte halt damals nicht anders. Und der war halt auch in einer Situation vielleicht, wo sein Hauptding war, genügend  Ressourcen heranzuschaffen, dass die Familie überleben kann, nicht.

Thomas:              Ja das war das. Also bei meinem Vater war das so. Der hat wirklich immer dafür gesorgt, dass die Familie genug zu essen im Kühlschrank hatte. Dass alle in Anführungsstrichen – das klingt vielleicht ein bisschen übertrieben – überleben. Dass alles da ist. Nicht im Überfluss, aber so, dass es ausreicht. Und äh, ja wenn man das nicht anders kennt, dann ist das so. Und ich hab´s auch leider – sag ich mal so – ein bisschen versäumt. Mein Vater ist mit 67 recht früh gestorben. Sein eigener Vater wurde 97. Der hat noch härter gearbeitet, als mein eigener Vater. Mein Großvater war Maurer. Und als mein Vater die Diagnose bekam im Jahr 2009 im Herbst, dass er Lungenkrebs hat, haben wir natürlich alle geglaubt, das kriegt man in den Griff. Er selber auch. Er hat uns auch immer nur die Hälfte erzählt, was die Ärzte ihm erzählt haben. Ne, da hat er immer so ein bisschen Tricky-mäßig gearbeitet. Und ich hatte dann auch damals so gesagt: „Mensch, was möchtest du noch alles erleben?“ Manchmal traut man sich das auch nicht auszusprechen. Manchmal denkt man, wenn ich dich jetzt frage, was möchtest du noch erleben, kurz bevor du in die Kiste springst, ist auch blöd. Aber er wollte, er wurde dann auch ruhig … er wollte dann auch gar nicht mehr so viel. Aber früher, wo er noch so im Saft war hat er schon mal gesagt, Mensch ich würd gern noch einmal nach Kanada in Urlaub fahren, ich würde gerne ein Beatle-Cabriolet haben. Also einen Beatle hatte er, aber nicht als Cabrio. Und all solche Geschichten. Oder ´nen Porsche, wo Männer von träumen.

Und ich weiß noch ich hatte es auch. Ich hab mir tatsächlich diesen Kindheitstraum. Ich hab ja vorher davon erzählt, der Juniorchef fuhr einen Porsche. Und ich hab mir tatsächlich im Jahr 2011 einen Porsche gekauft. Ein Porsche-Cabriolet. Mit ´nem Kumpel zusammen. Wir sind auch so ´ne Doppelnummer gefahren. Und die erste Tour, die ich mit diesem Porsche-Cabriolet gefahren bin, war mit meinem Vater, der allerdings 2011 schon verstorben war.

Das heißt, ich hab mich ins Auto reingesetzt, roamm, hab das Ding gestartet, das war immer schon ein geiles Feeling, da brummt es auch im Hintern und dann hatte ich meinen Vater auf dem Beifahrersitz. In Gedanken! Mit ihm habe ich eine Runde gedreht. Jaa.

Ilse:                       Das ist ein schönes Bild, ja.

Thomas:              Und ich hab so … hab einfach so gesagt … Mensch, schau mal, du wolltest immer so ein Ding haben, jetzt … ich hab das jetzt für dich übernommen … und hör mal, wie geil das Ding klingt und was der für ´nen Sound hat und welche Beschleunigung und wie wir durch die Kurve jagen können … und er saß im Grunde nebenbei. Nebenbei, nebenan … also naja, neben mir (lacht)

Ilse:                       Jaja, versteh schon. Ich versteh schon. Das ist ein wunderschönes Bild. Und mit dem würde ich auch gerne schließen, beziehungsweise hast du mir da jetzt quasi eine Frage in den Kopf eingepflanzt.

Thomas:              Ja.

Ilse:                       Was sollen deine Kinder einmal über dich sagen?

Thomas:              Haha, Ilse, das ist ja öffentlich hier! (lachen)

Ja, was sollen meine Kinder über mich sagen. Also, ich wünsche mir schon, dass der Henrik sagt, ich hab vom Thomas ´ne Menge gelernt und die meiste Zeit war es lustig mit ihm. Das war ein guter Typ.

Und bei Lotta, also da bin ich ja nun wirklich der leibliche Vater. Bei Lotta, ja was wünsche ich mir? Auch dass sie sagt, irgendwann, ja mein Vater hat mir alles ermöglicht im Leben, was ihm möglich war und er hat mich immer gestärkt, er hat mir immer Mut gemacht. Also das soll der Henrik natürlich genau so gerne sagen, wenn er mag. Er hat mir immer Mut gemacht, in meiner Persönlichkeit zu wachsen und das aus meinem Leben zu machen, was ich wirklich machen will. Also er hat mir geholfen, meine Stärken zu stärken und nicht meine Schwächen zu stärken. Das tue ich nämlich grundsätzlich nicht. Ich stärke gerne Stärken, aber nicht Schwächen. Das finde ich irrsinnig. Und dass im Grunde alle Leute sagen, das war ein guter Typ und das war immer inspirierend irgendwie mit ihm. Darüber würde ich mich freuen, wenn sie sagen, das war ein guter Typ. Es hat Spaß gemacht mit ihm.

Ilse:                       Oh, davon bin ich überzeugt, dass sie das sagen. Es hat riesig Spaß gemacht mit dir.

Thomas:              Ja, danke.

Ilse:                       Ja ich danke dir, dass du da warst, dass du so persönlich geworden bist, dass du uns wirklich so viel über dich erzählt hast. Und ich denk mir, war haben da auch wirklich viel herausgeholt, was so die Hörerinnen und Hörer zwischen den Zeilen lesen können. Wo wir gar nicht so mit Frage und Antwort gearbeitet haben, sondern einfach indem wir erwählt haben. Da steckt ganz, ganz viel drin.

Thomas:              Mhm. Und ich denke so als Schlusssatz kann man natürlich allen Eltern und allen Menschen mit auf den Weg geben: „Mhaaa, Holt mal tief Luft, nehmt euch mal einen ruhigen Moment und seid einfach, egal, ob es eure Kinder sind, ob es die Kinder von euren Freunden sind, ob es ein anderer Mensch ist, seid einfach wesentlich präsenter. Im Moment. Lebt mal den Moment, den ihr habt. Und da kann ich … darf ich noch ein tolles Bild dazu geben?

Ilse:                       Ja natürlich.

Thomas:              Wir haben ja grade die Fußball-Europameisterschaft und ich hab mir letzte Woche das Spiel England gegen Island … also ich liebe Skandinavien, ich war vor 6 Jahren auf Island … ich finde die so cool und die haben genau das gelebt. Die Isländer waren präsent. Die hatten keine Angst. Ich brauche keine Angst haben, vor Kindererziehung. Mach ich alles richtig? Mach ich alles falsch? Was mache ich falsch? Sondern präsent zu sein. Die Isländer haben total präsent auf dem Platz gestanden. Einer für alle, alle für einen.

Ilse:                       Die Isländer haben auch präsent eine Finanzkrise überlebt.

Thomas:              Auch das. Ja, auch das noch. Und die Engländer hatten die Hosen gestrichen voll. Die sind auf den Platz gegangen und hatten Schiss. Weil sie wussten, Scheiße, die Isländer, die haben noch nicht gespielt, die können wir nicht einschätzen. Die Engländer hatten die blanke Angst. Und das ist … das kann man so übertragen. Präsent sein, da sein. Das ist jetzt das wichtigste Spiel. Immer das nächste und dieser Moment, wenn ich den mit meinen Kindern … da kriege ich Gänsehaut, wenn ich das erzähle, Ilse … diesen Moment, den ich jetzt mit meinem Kind habe, mit meinen Kindern habe, mit meiner Frau habe, mit meinem Gegenüber habe, da sei präsent.

Ilse:                       Ja und auch den Spaß zu haben.

Thomas:              Ja, natürlich auch noch Spaß zu haben.

Ilse:                       … diese Freude da zu sein, und das zu erleben.

Thomas:              Wasserbomben werfen, Sandburgen zu bauen und allen möglichen Unsinn zu machen, Klingelstreich beim Nachbarn und sich nicht erwischen lassen.

Wir könnten noch Stunden weiter machen, wir beide glaube ich.

Ilse:                       Genau, ja. Ein wunderschöner Schlusssatz und ich glaube, wir machen jetzt wirklich Schluss, denn sonst wird das der längste Podcast, den ich ever hatte, aber es war so spannend. Herzlichen Dank.

Thomas:              Ja bitte, bitte gerne. Vielen Dank, dass du aufmerksam geworden bist auf mich und meinen Podcast und gehört hast, der Thomas hat ´ne Tochter und den will ich mal interviewen. Also herzlichen Dank auch an dich, liebe Ilse.

Ilse:                       Danke.

 

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