Reisevorbereitungen

Ich habe Packfrust. Ja, du liest richtig. Kofferpackfrust! Es nervt mich tierisch einzupacken, um in den Urlaub zu fahren. Ich freue mich auf den Urlaub. Ehrlich! Aber diese Packerei …

Reisevorbereitungen

Das war nicht immer so.

Als Jugendliche hatte ich meine Checklisten (die ich mit Begeisterung schrieb) und hab dann ohne draufzusehen ein paar Sachen in meinen Koffer gepackt. Ich wusste genau, was ich brauche. Meistens stand ohnehin zu viel auf der Liste. Ich wollte für alle Eventualitäten gerüstet sein. Wir fahren auf Urlaub? Hurra! Kurzfristig?

Kein Problem, in 10 Minuten bin ich fertig.

Warum der Packfrust bei den Reisevorbereitungen?

Nun in der Zwischenzeit wurde ich Mutter von 2 Kindern und bin auch mit den Kleinkindern ziemlich viel herumgereist. Nie zu weit weg. Dazu hatte ich viel zu viele Bedenken. Was ist, wenn so ein Würmchen mal erkrankt? Dann hätte ich schon gerne die österreichische medizinische Versorgung in der Nähe.

Unsere Reisen gingen zu den Großeltern, zu Freunden im Inland, zu meiner Schwägerin nach Norddeutschland. Fast immer mit dem Auto und fast immer mit „everything but the kitchen sink“, wie die Engländer zu sagen pflegen. Also mit Sack und Pack, mit Kind und Kegel und allem drum und dran.

Packen für alle

Mein Mann war damals, wie auch jetzt wieder, viel unterwegs und so hatte ich statt für eine Person für 4 Personen zu packen. Meine Packlisten waren buchstäblich eeeeeendlooos. Es war nicht so, dass mein Mann von mir verlangt hätte, dass ich auch seinen Koffer packe. Ich wollte oft einfach Zeit sparen und abfahrbereit sein, wenn er nach Hause kommt.

Genau da hab ich meine Freude am Kofferpacken verloren!

Nur nichts vergessen

Das schlimmste, wenn du mit kleinen Kindern unterwegs bist, sind die vergessenen Kleinigkeiten. Es gibt so vieles, an das du denken musst: Windeln, Feuchttücher, Lieblingsspielzeug, Babykleidung, …

Meistens ist es dann so, dass Mütter als erstes die Gepäckstücke der Kinder packen. Zumindest war das bei mir so. Und wenn sie dann bei den eigenen Sachen ankommen, dann sind sie schon so erschöpft, dass die Freude über die bevorstehende Reise immer kleiner wird. Genau diesen Fehler habe ich gemacht. Meine Erschöpfung beim Kofferpacken habe ich auf das Packen meines Koffers geankert. Lange Zeit war es so, dass ich meine Koffer nur zu sehen brauchte und schon rann mir die Energie aus.

Meine Tipps für dich

1. Pack deinen Koffer zuerst

Das ist ein einfacher Tipp. Wenn du zu packen beginnst, bist du noch voller Vorfreude. Dieses Gefühl wird sich mit dem Packen deiner Sachen verknüpfen.

2. Checklisten

Leg dir für wiederkehrende Packtätigkeiten Checklisten zu. Dazu zählen z. B. Reisen zu Großeltern, wenn diese entfernt wohnen. Du wirst immer ähnliche Sachen brauchen, wenn du dorthin fährst.
Wenn du es dir besonders leicht machen willst, dann kannst du verschiedene Checklisten nach Jahreszeiten schreiben. So gehst du sicher, dass im Sommer die Badesachen und im Herbst die Gummistiefel und im Winter Schal und Handschuhe mit sind.

3. Nütze vorhandene Ressourcen

Für deine Checklisten brauchst du das Rad nicht neu zu erfinden. Im Internet gibt es eine Reihe von guten Checklisten, die du nur abzuwandeln oder zu ergänzen brauchst. Eine sehr spezialisierte findest du hier als Bonus. Sie gilt für Reisen mit Baby und Kleinkind im Inland.

4. Kümmere dich nur um das, was deine Aufmerksamkeit braucht

Ich z. B. hätte leicht meinen Mann seine eigenen Sachen packen lassen können. Er macht das gut, ist geübt und schnell. Das hätte ihn höchstens 15 – 20 Minuten gekostet. Dadurch hätte ich mir Zeit und Nerven erspart und hätte vielleicht sogar noch einige Minuten Ruhe gehabt, während er gepackt hätte.
Du siehst, was ich meine?

5. Lass die Kinder altersgemäß mithelfen

Bezüglich Packen ist am anstrengendsten die Babyzeit. Danach wird es meiner Erfahrung nach immer leichter. Wie du deine Kinder einbinden kannst, beschreibe ich hier.

6. Doppelanschaffungen

Das klingt verschwenderisch, aber bei manchen Dingen lohnt es sich. Es spart Nerven und bringt Familienfrieden.
Mein Sohn hatte z. B. ein Lieblingsstofftier. Einen kleinen Hund mit einer Hütte aus Stoff. Er sah genau so aus, wie der Hund in seinem Lieblingsbilderbuch. Wir haben einmal den Fehler gemacht, diesen Hund zu vergessen. Danach hab ich sofort einen zweiten besorgt, damit der erste auch mal in Ruhe gewaschen werden konnte ;-)

7. Grundausstattung für Kurzausflüge

Pack in deine Wickeltasche eine Grundausstattung für Kurzausflüge. Damit bist du für einen Tagesausflug gerüstet. Wenn du diese Grundausstattung mithast, dann ist es auch an einem Urlaubsort nicht so schlimm, wenn du mal etwas vergessen hast. Du hast dann einen Tag Zeit, um die vergessenen Sachen vor Ort zu besorgen.

Entspannt in den Urlaub

Weitere gute Tipps, wie du die Vorbereitungen für deine Urlaubsreise entspannt gestalten kannst und eine gute Checkliste, was du im Vorfeld bedenken musst, findest du bei Entspannt-wohnen.

Ich wünsche dir und deiner Familie einen wunderschönen, erholsamen Urlaub!

Ilse Maria_Signatur

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3 Kommentare
  1. Ilse Maria Lechner sagte:

    Hallo Angelina,

    danke für diesen wertvollen Beitrag. Das ist die andere, minimalistische Sicht der Dinge, der ich durchaus auch etwas abgewinnen kann. Weniger ist oft mehr ;-)

    Alles Liebe
    Ilse

    Antworten

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