Angelikas Projekt

Angelika war gerade eine Woche auf Urlaub. Während dieser Woche hat sich einiges an Arbeit aufgestaut. Daher macht sie sich gleich am morgen des ersten Arbeitstages eine To-do Liste. Sie macht sich daran, diese Liste abzuarbeiten und es läuft gut.
In zwei Wochen ist die Präsentation eines wichtigen Projektes. Wenn diese Präsentation erfolgreich verläuft, dann wird Angelika einen großen Auftrag erhalten, der sie für einige Zeit beschäftigen wird. Natürlich setzt sie alles daran, so gut als möglich vorbereitet zu sein.

Von to-do zu done

Vielleicht kennst du ja solche Situationen ja aus deinem eigenen Leben.

Nur das Leben lässt sich nicht immer planen. Das erfährt auch Angelika. Ihre Tochter wird krank. Sie ist noch klein und Angelika muss zusätzliche Kinderbetreuung organiseren.
Dann geht auch noch die Heizung ein! Außerdem ist die kleine Firma, die sie immer die Materialien für die Präsentationsmodelle beliefert in Lieferverzug. Jetzt muss sie sich noch schleunigst um Ersatz bemühen.

All das führt dazu, dass sie den ganzen Tag arbeitet. Sie erledigt auch viele Dinge. Trotzdem hat sie am Abend ein schlechtes Gefühl, denn ihre To-do Liste wird nicht kürzer. Sie kann kaum Punkte streichen.

Von To-do

To-do-Listen sind eine großartige Sache. Sie unterstützen dich dabei, deine Termine einzuhalten. Sie helfen dir, dich zu strukturieren und an alles zu denken.

Es gibt Situationen, da machen To-do-Listen vor allem folgendes: Sie setzen unter Druck.
Nicht bei jedem. Das kommt immer auf deine Persönlichkeit an.
Bei Menschen wie Angelika ist es so, dass sie abends das Gefühl haben, sie hätten nichts geleistet. Gleichzeitig spüren sie aber sehr deutlich, dass sie den ganzen Tag geackert und organisert haben. Nur das Erfolgserlebnis bleibt aus. Die To-do-Liste wird nicht kürzer. Was bleibt ist Frust: Ich habe heute wieder nichts oder viel zu wenig geschafft. Dieser Frust hemmt dich. Er raubt dir nicht nur für diesen Tag die Energie, er gibt dir zusätzlich noch das Gefühl, dass du zu langsam bist und deinen Anforderungen ohnehin nicht nachkommen kannst. Wenn du den Frust in den nächsten Tag mitnimmst, dann kann es sein, dass du weniger schaffst, als üblich. Einfach, weil dein Energielevel dadurch beeinflusst wird.

zur Done-Liste

In solch stressigen Zeiten, die oft geprägt sind von unvorhergesehenen Ereignissen, hilft es abends Revue passieren zu lassen: „Was habe ich geschafft?“ und das dann auf eine Done-Liste zu setzen.
Auf dieser Liste ssteht dann auch:

  • Mutter, Schwiegermutter und Freundin angerufen, ob sie sich um das Kind kümmern können
  • Heizungstechniker angefordert
  • jemanden organisiert, der zu Hause ist, während der Heizungstechniker kommt
  • im Internet nach alternativen zum bisherigen Lieferanten recherchiert
  • Angebote eingeholt und Liefertermine erfragt
  • neue Firma gleich beauftragt

Wenn du dir dann alle diese Positionen  ansiehst und dann noch die dazu nimmst, die du an diesem Tag von deiner To-do-Liste streichen konntest, dann siehst du, dass du eine Menge erledigt hast. Der Frust wird dann gleich kleiner, denn du erkennst: Viel mehr wäre an diesem Tag nicht zu schaffen gewesen. Es versöhnt dich mit dir selbst und du gehst voll Energie in den nächsten Tag.

Traumberuf gesucht

Fazit

Ist es sinnvoll, in solch stressigen Zeiten auf To-do-Listen zu verzichten?

Das kommt auf deine Persönlichkeit an. Ich halte es gerade in stressigen Zeiten für extrem wertvoll To-do-Listen zu führen.
Ich halte mich allerdings an den Grundsatz: Dringendes und wichtiges zuerst! So kann ich gewährleisten, dass alle kurfristigen Arbeiten und Projekte erledigt sind.
Ich weiß allerdings auch, dass ich nichts vergessen kann. Es ist gesichert, dass mir in der Hektik nichts durchrutscht. Mein Zugeständnis an mich selbst ist es, dass ich nur einmal täglich auf die To-do-Liste schaue, um sicherzugehen, dass ich nichts wichtiges vergesse. Das Wichtige wird sofort erledigt. Am besten gleich in der Früh. Dann setze ich mich mit meiner Liste nicht mehr auseinander, da es mich zu sehr unter Druck setzt.
Allerdings plane ich auch immer Pufferzeiten ein, in denen es mir dann gelingt, meine Listen gut abzuarbeiten. Strengstenfalls opfere ich dafür auch mal eine Tag meines Wochenendes. Denn dann kann ich unbeschwert in die nächste Woche gehen :-)

Wie geht es dir mit To-do-Listen?
Hast du dich schon mal davon unter Druck gesetzt gefühlt?

Ich freue mich, wenn du deine Erfahrungen in den Kommentaren mitteilst.

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