Werte bezüglich ErziehungWarum du deine Werte bezüglich Erziehung kennen solltest

Kinder zu haben ist eine tolle Sache. Manchmal ist es aber gar nicht so einfach. Du zweifelst an dir selbst, fragst dich, ob du alles richtig machst. Und du schaffst es nicht immer, das, was dir wichtig ist, zu vermitteln.

Was ist das aber – dieses: Das, was dir wichtig ist.

Werte

Meistens handelt es sich dabei um Werte. Im allgemeinen Sprachgebrauch sind Werte materielle und immaterielle Güter. Also auf der einen Seite das, was du besitzt. Und auf der anderen Seite das, was dir wichtig ist.

Diese immateriellen Werte sind also Meinungen oder Vorstellungen, die innerhalb einer bestimmten Gruppe als wichtig und richtig empfunden werden. Es sind aber auch Begriffe, die du mit einem bestimmten Lebensbereich verbindest und die dir dabei besonders wichtig sind.

Sie werden mit einem bestimmten Verhalten verbunden, bewegen Menschen in eine Richtung oder geben ihrem Leben einen Sinn. Werte können sich je nach Kultur, sozialer Gruppe oder Generation unterscheiden. Sie wandeln sich auch im Laufe deines Lebens.

Arten von immateriellen Werten

  • Geistige Werte
  • Religiöse Werte
  • Persönliche Werte
  • Sittliche oder ethische Werte

Unterschiedliche Werte in unterschiedlichen Lebensbereichen

Es gibt Grundwerte, die deine Persönlichkeit bestimmen. Von denen wirst du kaum abgehen. Andere Werte werden je nach Lebensbereich unterschiedlich sein.

Werte, die für die Erziehung wichtig sind

Nachdem Kinder in einem System leben, werden sie auch von verschiedenen Wertesystemen beeinflusst. Sie lernen nicht nur das Wertesystem der Eltern, sondern auch das der Großeltern, der Pädagogen und der Freunde kennen.

Damit wird klar, dass früher oder später die Wertesysteme aufeinanderprallen und auch Konflikte auftreten. Im Elternhaus war möglicherweise Sicherheit, Rücksichtnahme und gutes Benehmen ein großes Thema. Und dann kommt das Kind plötzlich in die Schule und muss lernen, sich in einer Gruppe gleichaltriger durchzusetzen. Das kann schon zu Verunsicherung und Verwirrung führen.

Auch für dich ist es wichtig, deine Werte in verschiedenen Lebensbereichen abzuklopfen.
Welche Bereiche sind für euch und eure Kinder wichtig.

Eure Werte bezüglich Erziehung

Was ist dir wichtig zu Erziehung? Das klingt nach einer einfachen Frage. Aber überleg einmal: Einigen Eltern ist gutes Benehmen sehr wichtig. Bei anderen steht die Selbständigkeit des Kindes im Vordergrund. Und bei einer dritten Gruppe punktet vor allem die persönliche Freiheit.
Da wird schnell klar, dass es gut ist, die eigenen Werte und die des Partners zu kennen.

Wie schnell kann es zu Konflikten zwischen den Eltern kommen, wenn die Mutter auf Sicherheit bedacht ist, und der Papa auf Selbständigkeit setzt.

Das muss nicht in ein Drama ausarten. Im Gegenteil: Bei den meisten Familien unterscheiden sich die Wertesysteme der Eltern. Wichtig ist, dass du deine Werte kennst.

Es kann durchaus positiv sein, wenn dein Partner andere Werte vertritt. Dein Kind hat damit ein natürliches Regulativ.

[ctt template=“11″ link=“M33b6″ via=“yes“ ]Es kann durchaus positiv sein, wenn dein Partner andere Werte vertritt. Dein Kind hat damit ein natürliches Regulativ.[/ctt]

Ein kleines Beispiel gefällig: Du schlägst die Hände zusammen, wenn dein Kind auf einen Baum klettern will. Am liebsten würdest du dein Kind, bei jedem Bewegungsablauf unterstützen. Und du stehst unter dem Baum, um notfalls einen Sturz abzufangen.
Dein Partner hingegen ermuntert das Kind, es zu versuchen, gibt konstruktive Anweisungen wie: „Jetzt greif mit der linken Hand auf den nächsten Ast. Ja, streck dich noch ein wenig. Du schaffst das!“

So erlebt euer Kind, dass es zwar beschützt ist, aber auch, dass ihr ihm etwas zutraut.

Eure Werte bezüglich Partnerschaft

Das betrifft euer Kind zwar nicht direkt, aber hier lernt es indirekt und nonverbal sehr viel über Partnerschaft, die Haltung zwischen den Geschlechtern, den privaten Umgang, die Aufteilung von Aufgaben usw.

Gerade hier werdet ihr durch euer Verhalten stark auf das Wertesystem des Kindes Einfluss nehmen, ohne dass ihr darüber sprechen müsst. Einfach durch euer Beispiel.

Eure Werte bezüglich Familie

Auch hier wird sehr viel ohne Sprache vermittelt. Euer Kind sieht, wie ihr euch gegenüber euren eigenen Eltern verhaltet, wie wichtig die Großfamilie ist. Es merkt aber auch schnell, ob auch die jungen Familienmitglieder gehört werden und ihre Meinung zählt.

Welchen Vorteil hat es, die eigenen Werte zu kennen

Wenn du deine Werte kennst, dann kannst du sie gut vertreten. Sie sind dir Richtlinie und Leitschnur. Du musst dich nicht bei jeder Frage neu entscheiden.

Du kannst deinen Standpunkt vertreten

Wenn du dir klar bist, dass dir gesunde Ernährung wichtig ist, wird es dir viel leichter fallen, das auch nach außen zu vertreten. Du wirst kein schlechtes Gewissen habe, weil dein Kind weniger Naschkram bekommt, als andere.

Sport ist bei euch Teil des Lebens? Dann wirst du nicht nach Argumenten suchen müssen, um deinem Kind Bewegung schmackhaft zu machen. Ihr werdet mit gutem Beispiel vorangehen. Wenn dein Kind bei Spaziergängen zu motzen beginnt, wirst du nicht ungeduldig werden, sondern versuchen, ihm die Freude an der Bewegung zu vermitteln. Es wird dir gelingen, die Bewegungseinheiten mit spannenden Ausflügen zu verbinden. Dann kommt jeder auf seine Kosten.

Du weißt, was du deinem Kind vermitteln willst

Damit sind wir schon beim nächsten Punkt. Wenn du deine Werte kennst, dann bist du dir auch klar, was du gerne weitergeben möchtest.

[ctt template=“11″ link=“M7iz0″ via=“no“ ]Wenn du deine Werte kennst, dann bist du dir auch klar, was du gerne weitergeben möchtest.[/ctt]

Du liebst die Musik und spielst selbst mehrere Instrumente? Dann stehen die Chancen gut, dass du dein Kind für Musik begeistern kannst. Das heißt jetzt nicht, dass dein Kind unbedingt besonders musikalisch sein muss. Es wird dir aber sicher gelingen, ihm eine musikalisches Basiswissen und ein Grundinteresse zu vermitteln.

Gutes Benehmen ist euch wichtig? Dann werdet ihr eurem Kind sicher die grundlegenden Anstandsregeln beibringen. Dass muss nicht mit Zwang geschehen.

Das ist das Schöne an der Werteklarheit. Du wirst durch dein Beispiel lehren!

[ctt template=“11″ link=“30K06″ via=“no“ ]Das ist das Schöne an der Werteklarheit. Du wirst durch dein Beispiel lehren![/ctt]

Heißt das, dass dein Kind sicher dieselben Werte vertreten wird, wie du? Nein. Das ist schon allein deswegen nicht möglich, weil dein Kind im Laufe seines Lebens mit den Wertesystemen verschiedener Menschen konfrontiert ist. Es wird sich das aussuchen, was passt.

Du weißt um die Unterschiede

Wenn du deine Werte kennst, dann wirst du auch schnell die Werteunterschiede zu anderen Personen herausfinden. Meistens umgeben wir uns mit Menschen, die mehr oder weniger in unser eigenes System passen.

Es wird aber immer auch Situationen geben, in denen du mit Menschen mit anderen Werten zusammenkommst.

Du kannst diesen Personen dann offen begegnen, ohne dich gleich angegriffen zu fühlen oder dich als Person in Frage zu stellen.

Du bist toleranter und hast Verständnis

Du verstehst, dass Werte immer auch mit der Kultur zusammenhängen, in der wir aufgewachsen sind. Das wird in der Zeit der zunehmenden Globalisierung immer wichtiger. Denn du weißt, dass Menschen mit einem anderen kulturellen Hintergrund, andere Werte vertreten.

Aus diesem Grund kannst du ihnen auch Verständnis entgegenbringen, ohne ihre Werte in Frage zu stellen, oder sie für dich übernehmen zu müssen. Du weißt einfach, dass jeder von seiner Herkunft geprägt ist.

Das kannst du auch deinem Kind vermitteln.

Bleib gelassen!

 

 

 

 

 

 

 

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