Emotionen

7 Möglichkeiten Wut abzubauen, wenn dein Kind dich in den Wahnsinn treibt

Die meisten Mütter kennen die Situation: Das Kind fordert Aufmerksamkeit und dabei wäre so viel zu erledigen.

7 Möglichkeiten Wut abzubauen für Mütter, Wut abbauen, wenn dein Kind dich nervt

Wie reagierst du als Mama?

Lässt du alles liegen und stehen und kümmerst dich um dein Kind?
Falls du das machst: Gelingt es dir zu 100 % bei der Sache zu sein oder schiebst du verträumt Autos hin und her und gehst dabei im Geiste die Einkaufsliste durch?

Oder ersuchst du dein Kind um etwas Geduld?
Oft verhallt diese Bitte irgendwo im Raum. Das Kind ist im ersten Ansatz einverstanden, aber bereits nach einer Minute fragt es, ob du denn schon Zeit hättest.

Ich möchte heute nicht auf die Ursachen dieser Probleme eingehen, sondern dir ein paar Ideen liefern, was du tun kannst, wenn dich das Verhalten deines Kindes so nervt, dass du in Wut gerätst. Da du hier liest, gehe ich davon aus, dass du deine Wut nicht an deinem Kind auslassen willst. Aber irgendwo musst du mit dieser Wut doch hin. Die Wut will abgebaut werden.

Meistens ist es ja doofer Weise ja auch noch so, dass du in solchen Situationen mit deinem Kind oder deinen Kindern allein bist. Du kannst also die Kinder nicht an eine andere Bezugsperson übergeben und einfach mal raus. Die Wut muss aber weg! Was also tun?

Außerdem ist es für viele Frauen schwer, sich die eigene Wut einzugestehen. Schließlich entspricht sie nicht der gesellschaftlichen Erwartungshaltung.

7 Möglichkeiten Wut abzubauen und dein Kind nicht damit zu belasten

1. Kurz aus der Situation gehen

Wann immer es geht, gehe für einen Moment aus der Situation. Das geht auch ganz gut, wenn du mit deinem Kind allein bist. Im Notfall gehe für 2 Minuten auf die Toilette.
Atme tief durch und spüre nach, was du jetzt brauchst und warum die Situation für dich so anstrengend ist.

Oft sind die tiefen Bedürfnisse hinter mütterlicher Wut Ruhe, Schlaf oder Hunger.

2. Der Wut körperlich Raum geben

Du kannst auch auf dem Boden aufstampfen oder auf einen Polster einschlagen. Vielleicht hast du ein altes Schweres Buch, das du mehrmals auf den Boden wirfst.

Meine Großmutter hat wenn sie wütend war einen Strudel mit ausgezogenem Strudelteig gemacht. Dieser Teig muss mehrmals mit voller Wucht auf die Arbeitsplatte geworfen werden, damit sich diese kleinen Luftblasen bilden, die den Teig beim Backen so knusprig machen.

3. Mit jemandem Kontakt aufnehmen

Nimm mit einer nahe stehenden Person Kontakt auf. Ruf sie an, oder schicke eine Nachricht. Erzähle von deinen Gefühlen und auch davon wie hilflos dich deine Wut macht.

Besser ist ein Telefonat, weil du direktes Feed-back von der anderen Person bekommst. Du erhältst auch Zuspruch und fühlst dich selbst verstanden und angenommen. Das ist möglicherweise genau das was du brauchst.

4. Atemübungen

Ich betone es in meinen Vorträgen und in der Zusammenarbeit mit meinen Klientinnen immer wieder: Atmen hilft! – Immer!
Atmung passiert automatisch, ohne dass wir uns darauf konzentrieren müssen. Im Stress wir die Atmung jedoch flacher und schneller. Der Körper wird mit weniger Sauerstoff versorgt.

Bewusstes Atmen verlangsamt die Atmung und sie wird automatisch tiefer. Das bringt Ruhe ins System. Wenn du dich dann noch zusätzlich darauf konzentrierst wirklich ganz auszuatmen, wird dem Körper mehr Sauerstoff zugeführt.

Nebenbei lenkt diese Konzentration auf die Atmung dich von deinen Gedanken ab bringen das Gedankenkarussell in deinem Gehirn für einen Moment zum Stillstand.

5. Körperkontakt kann Spannung lösen

Manchmal hilft es, das Kind zu umarmen und einzugestehen, dass es dir selbst im Moment nicht so gut geht. Mach das aber bitte nur, wenn deine Wut nicht zu groß ist und wenn es deinem Kind auch angenehm ist. Sonst wäre das ein psychischer Missbrauch deines Kindes.

Vorsicht: Manche Kinder halten in diesen Momenten Umarmungen auch gar nicht aus und beginnen um sich zu schlagen, dann besteht die Gefahr, dass deine eigene Wut angestachelt wird.

6. Bewegung im Freien

Wenn es geht, dann schnapp dein Kind und macht einen Spaziergang. Das lüftet das Hirn aus, ihr entspannt und kommt beide auf andere Gedanken. Außerdem schafft ihr auf diese Weise auch ein gemeinsames Erlebnis.

Vielleicht ist das Nähe-Bedürfnis deines Kindes danach gestillt und du kannst in Ruhe weiter arbeiten.

7. Humor

Humor ist ein tolles Werkzeug im Umgang mit Wut. Im besten Fall gelingt es dir über dich selbst zu lachen.

Dann wird dein Kind sicher glücklich miteinstimmen.

Einige der vorher genannten Wege lassen sich ganz trefflich mit Humor verbinden.

  • Aus einem Boxen in ein Kissen kann eine Kissenschlacht werden.
  • Aus dem Stampfen auf den Boden ein Tanz.
  • Aus der Bewegung im Freien ein Wettlauf, in dem ihr euch beide auspowert.

Was dein Kind dabei lernt

Wenn du so mit deiner eigenen Wut umgehen kannst, dann verhinderst du nicht nur auszurasten oder handgreiflich zu werden. Du zeigst deinem Kind auch, dass es in Ordnung ist, wütend zu sein.

Gleichzeitig vermittelst du ihm, dass es Wege gibt die Wut zu kanalisieren und abzubauen. Dein Kind lernt immer auch an deinem Verhalten.

Zusatztipp

Solltest du dein Kind angeschrien haben, dann bitte es um Verzeihung. Erkläre ihm die Situation altersgerecht.

So sieht dein Kind auch gleich, dass man um Verzeihung bittet, wenn man mal nicht ganz richtig reagiert hat.

Im Übrigen ist es auch für deine Gelassenheit mal ganz gut, wenn du deine Wut kanalisiert herauslässt.

Danach fällt es gleich wieder viel leichter gelassen zu reagieren.

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