8 Gründe, warum du das Ausmisten aufschiebst

Munter geht es weiter zu Tag zwei vom Blog Momentum Pro Edition von Markus Cerenak. Die Aufgabe des Tages ist es herauszufinden, welche Blogartikel die beste Resonanz bei meinen Leserinnen finden und einen weiteren Artikel dieser Art zu schreiben.

Ich hab also über Statistiken gebrütet und festgestellt: Das sind zwei Arten von Artikeln. Einerseits jene, die mir leicht von der Hand gehen und die mich auch selbst berühren und andererseits Artikel mit einer bestimmten Anzahl von ganz konkreten Tipps für eine Herausforderung meiner Leserinnen.

Nachdem ich gerne effizient arbeite werde ich meine Freitags-Artikel mit der Aufgabe verbinden.

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Rückzug

Ich bin im Moment auf Rückzug und nehme mir Zeit für mich.

Das heißt auch, dass ich (für mich) wichtige Dinge anpacke, die bisher liegengeblieben sind. Im Alltagsstress und –trubel fallen sie durch das Filter der Eisenhower-Matrix. Sie sind nicht aktuell wichtig und dringend.

Einzig – ich brauche sie für mein Wohlbefinden. Wie sehr, das bemerke ich jetzt, wo ich mir die Zeit nehme.

Ausmisten – loslassen – Altes verabschieden

Ich hab ein ziemlich herausforderndes Jahr hinter mir. Mein Mann ist schon das zweite Jahr im Ausland. Die Fernbeziehung war am Anfang prickelnd – jetzt ist es nur noch doof. Meine Tochter hat maturiert und zur gleichen Zeit musste ich mich einer OP unterziehen (alles gut gegangen). Und nun haben meine Eltern eine Wohnung gekauft und wollen sie behindertengerecht als Alterswohnsitz herrichten. – Der ganz normale Alltagswahnsinn eben. Du als Mutter kennst das ja. Du bist mit deiner Aufmerksamkeit an allen Ecken. Daneben noch Beruf, Garten, Haus … jammern auf hohem Niveau, denn ich bin sehr, sehr dankbar, dass ich mich um das alles kümmern darf.

Geschafft habe ich das heuer alles nur, indem ich Prioritäten gesetzt habe und immer präsent bei der gerade aktuellen Aufgabe war. (Darüber werde ich sicher demnächst einen Artikel schreiben.)

Jetzt sind drei Dinge dran:

  • Ausmisten
  • Loslassen
  • Altes verabschieden

Und es tut unendlich gut. Es gibt mir Kraft und setzt ungeahnte Energien frei. Daher beschäftigt mich seit ein paar Tagen die Frage:

Warum verschiebst du Aufgaben, die dir persönlich wichtig sind?

Geht es dir auch manchmal so? Du möchtest etwas machen und tust es als unwichtig ab. Schiebst es vor dir her. Gönnst dir also quasi das erhebende Gefühl nicht. Warum ist das gerade beim Ausmisten und loslassen so?

Was mich wirklich überrascht hat, war die Tatsache, dass mir dieses Ausmisten und loslassen so wichtig ist. Ich achte sehr genau auf mich und meine Bedürfnisse. Hier habe ich es einfach nicht erkannt. *kopfschüttel*

Und jetzt freue ich mich: Juhuu, ich habe einen blinden Fleck meiner Persönlichkeit aufgedeckt ;-)

Was also sind die Gründe für diese ständigen Verschiebungen

 

1. Es ist nicht wichtig

Die Sache hat keine hohe Priorität. Du kannst auch ganz gut so leben, ohne dich beeinträchtigt zu fühlen.

2. Es ist nicht dringend

Ob die Kommode aussortiert ist, oder nicht, ich finde alles, was ich brauche. Es hängt weder die Gesundheit meiner Kinder noch mein nächster Auftrag davon ab.

3. Du glaubst, es kostet viel Zeit

Vielleicht glaubst du, es kostet viel Zeit diese Aufgabe in Angriff zu nehmen und findest keinen passenden Time-slot. Es ist dir aber auch nicht wichtig genug, einen Termin in deinem Kalender einzutragen.

4. Du möchtest diese Aufgabe in Ruhe erledigen

Eventuell gehst du davon aus, dass du für diese Aufgabe Ruhe brauchst. Du möchtest dich konzentrieren und Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen. (Das könnte beim Aussortieren alter Dateien der Fall sein.)

5. Du wartest auf eine bestimmte Stimmung

Es gibt Tage, da fallen gewisse Aufgaben leicht. Wenn es nicht so ist, was hindert dich daran anzufangen und in die richtige Stimmung zu kommen?

6. Das könnte ich noch einmal brauchen

Ein Argument, das vor allem beim Ausmisten immer wieder vorgebracht wird. Es ist meistens – verzeih die Ausdrucksweise – bullshit. Fast alles kannst du dir wieder beschaffen, wenn du es brauchst. Egal, ob es sich um Gegenstände, Informationen oder Daten handelt. Wenn du sie innerhalb des letzten Jahres nicht gebraucht hast, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass du sie nicht mehr brauchst sehr hoch. Und wenn du sie wider Erwarten doch brauchst, sind die Informationen und Daten ohnehin nicht mehr aktuell.

7. Das kann ich reparieren

Stimmt! Aber bist du bereit dir die Zeit zu nehmen, oder Geld in die Hand zu nehmen? Wenn ja, dann mach es gleich. Wenn nicht, vergiss es.

8. Du weißt nicht, wie sehr du die Leichtigkeit brauchst

Das war diesmal mein Hauptgrund. Ich war mir einfach nicht bewusst, wie sehr ich die Leichtigkeit brauche. Ich habe nicht erkannt, wie viel Energie mich dieser ganze alte Krempel kostet.

Go for it

Wenn du das unbestimmte Gefühl hast, dass du gerne Ballast loswerden willst, dann miste dein Leben aus!

Teil mir doch mit, was dich daran hindert aktiv zu werden.

Und nicht vergessen: Bleib gelassen!

Ilse Maria_Signatur

 

 

 

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4 Kommentare
  1. Christine Novotny sagte:

    Liebe Ilse, danke für diesen großartigen Blogbeitrag. Er trifft bei mir grade genau den richtigen Punkt!! In meinem Geist schwirrt schon seit Monaten der Gedanke herum, endlich mit dem Schreiben meines Romanes zu beginnen. Ich hab die Personen vor mit, die Geschichte ist in groben Zügen in meinem Kopf, aber….
    Ja, dieses aber hindert mich bisher daran, einfach drauf los zu schreiben.
    Da gibt es doch sooo viel wichtigere Dinge, die zuerst getan werden sollten… wirklich? Oder nur Vorwand… Deine 8 Punkte sind sehr hilfreich, um endlich die Hindernisse aus dem Weg zu räumen und loszulegen.

    Danke für diese so wichtigen Tipps!
    liebe Grüße

    Christine

    Antworten
  2. Dagmar sagte:

    Liebe Ilse,
    als ich vor ungefähr 2 Jahren mit dem Ausmisten angefangen habe,
    war ich zuerst noch etwas beim Ausmisten gehemmt. Aber je länger man es macht merkt man wie gut einem das loslassen tut.
    Besonders Sachen zu verabschieden, die eigentlich nicht mehr zu einem gehören oder mit negativen Erinnerungen behaftet sind. Ich habe gemerkt wie wichtig das für mich geworden ist um wieder neuen Wind in mein Leben zu lassen.
    Wie oft habe ich schon gedacht jetzt bin ich aber mit allem durch, um kurze Zeit später wieder mit einem neuen Bereich zu beginnen. Momentan würde ich sagen ich habe wahrscheinlich nur noch einen Schwerpunkt der ansteht: meine Bücher.
    Aber im Moment sage ich mir, genieße die Fülle und den Schatz aus dem ich hier noch schöpfen darf.
    Liebe Grüße
    und noch viel Freude bei der neuen Freiheit die du hier entdecken darfst
    von Herzen
    Dagmar

    Antworten
    • Ilse Maria Lechner sagte:

      Liebe Dagmar,
      meine Bücher dürfen immer ein neues Zuhause finden. Mir fällt es auch ganz schwer, mich von ihnen zu trennen. So bringe ich sie entweder in Bibliotheken oder verkaufe sie bei Momox. Vielleicht ist das auch etwas für dich.
      Alles Liebe,
      Ilse

      Antworten
      • Dagmar sagte:

        Hallo Ilse,
        Ja so mache ich es auch immer.
        Aber die Büchermasse der ich mich zu stellen hatte war enorm. Heute habe ich mich dem gestellt und fühle mich total erleichtert. Morgen noch ein kleines Regal dann bin ich durch. Juhu!!!
        Danke dir für deine Ermunterung!
        Liebe Grüße
        Dagmar :-)

        Antworten

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