Du willst deinen Kindern Aufgaben übertragen? Dein Kind macht nichts im Haushalt? Es will einfach nicht klappen, wenn du Aufgaben auslagern oder delegieren willst?

Dann hast du vielleicht diese 5 Prinzipien nicht berücksichtigt, die ich dir jetzt vorstelle.

Dein Kind hilft nicht im Haushalt? Diese 5 Tipps helfen!

Hilfe, mein Kind hilft nicht im Haushalt

Oft erwarten Erwachsene, dass Kinder Aufgaben von selbst übernehmen. Oder auch, dass sie ganz genau wissen, was sie tun sollen, wenn sie eine Aufgabe übertragen bekommen.

Schließlich haben die Kinder ja oft genug zugesehen, wenn die Aufgabe erledigt wurde. Sie sollten also wissen, was zu tun ist.

Nichts davon ist der Fall. Bei den meisten Kindern gilt: Solange die Eltern im Haus sind, fühlen sie sich nicht dafür zuständig Aufgaben von sich aus zu übernehmen. Das bedeutet nicht, dass sie dazu nicht in der Lage wären.

Es sind ganz einfach Kinder. Sie verlassen sich auf ihre Eltern. Sie fühlen sich geborgen und getragen. Das ist gut so.

Kinder verlassen sich auf ihre Eltern und fühlen sich oft nicht für eine Aufgabe verantwortlich! Klick um zu Tweeten

Aber oft weiß dein Kind auch nicht, was du von ihm erwartest und wie es die Hausarbeit machen soll. Daher macht dein Kind vorsichtshalber gar nichts im Haushalt.

Diese 5 Prinzipien helfen, damit dein Kind im Haushalt mithilft

Übertrage die Aufgaben klar und deutlich

Erwarte nicht, dass dein Kind von sich aus sieht, dass der Tisch abgewischt werden sollte, oder der Mistkübel voll ist. Übertrage die Hausarbeit klar und deutlich.

Dabei darf dein Kind durchaus mitreden. Wir haben das immer so gemacht, dass wir die wichtigsten Aufgaben auf kleine Kärtchen geschrieben haben und jeder durfte sich 3 Aufgaben aussuchen. So war sicher gestellt, dass die Kinder auch Aufgaben übernahmen, die sie halbwegs mochten. Das finde ich nur fair.

Mache die Aufgaben und die Durchführung sichtbar

Das ist eine ganz wichtige Regel. Denn sie erspart dir Diskussionen und erleichtert dir auch die Kontrolle, ob die Aufgabe schon erledigt wurde.

Dieses Sichtbarmachen kann in Form einer Aufgabenliste oder eines Wochenplans mit Pins oder Post-its passieren. Wichtig ist nur, dass vermerkt ist WER, WAS bis WANN zu erledigen hat.
Wenn die Aufgabe erledigt ist, wird sie gestrichen, der Pin vom Board genommen oder das Post-it entfernt.

So siehst du auf einen Blick, ob eine Aufgabe erledigt ist und braucht nicht lästig sein und nachfragen. Dein Kind fühlt sich nicht ständig kontrolliert und du mäkelst nicht dauernd rum.

Du hast den Überblick!

Jeder übernimmt eine Aufgabe

Das ist ein Punkt der oft unterschätzt wird. Kinder sind sich gar nicht bewusst, was ihre Eltern alles erledigen. Vieles passiert im Hintergrund und unbemerkt.

Manche Arbeiten sind den Kindern auch gar nicht bewusst. Sie wissen einfach noch nicht, dass Überweisungen zu machen sind. Wenn sie dich dann am PC sehen, dann verbinden sie das nicht mir Arbeit sondern mit Spiel.

Daher hören Eltern auch oft den Aufschrei: „Immer muss ich alles machen!“

Mach auch einige der Aufgaben von euch Eltern sichtbar. Das zeigt deinem Kind, dass es mit den Pflichten nicht allein ist und es fällt ihm leichter bei der Hausarbeit mitzuhelfen.

Die Eltern gehen genau so vor, wie die Kinder und streichen die Aufgaben von der Liste oder entfernen Pins und Post-it.

Arbeitsbeschreibungen anfertigen

Solange sich Kinder nicht für eine Aufgabe zuständig führen, achten sie auch nicht darauf, wie andere sie durchführen. Daher solltest du eine Arbeitsbeschreibung anfertigen und die Aufgabe mit deinem Kind durchgehen, wenn es eine neue Aufgabe übernimmt. Dabei kannst du gleich darauf hinweisen, worauf du besonders wert legst.

Ich kenne viele Frauen, die sich wundern, wie viele Brösel noch herumliegen wenn die Kinder behaupten, sie haben Staub gesaugt oder wenn der Mann den Tisch gewischt hat.

Das liegt an den unterschiedlichen Ordnungsstandards. Daher ist es wichtig, dass du den anderen sagst, wie du es willst.

Meckern vermeiden

Wie würdest du dich fühlen, wenn du eine Aufgabe machst, die du ohnehin nur widerwillig übernommen hast und dann meckert jemand an dir rum? Genau! Wahrscheinlich wäre deine Reaktion: „Dann mach es doch selbst, wenn es dir nicht gut genug ist.“

Genau so geht es deinen Kindern – und manchmal auch deinem Partner.

Lass das rummäkeln bleiben und mach dir lieber ein Memo an dich selbst. Beim nächsten Mal weist du vor der Arbeit noch einmal drauf hin, was dir wichtig ist. Bei jüngeren Kindern zeigst du es auch noch einmal vor.

Wenn du diese Tipps beherzigst, dann machen deine Kinder gleich viel besser mit und werden auch selbständiger. Denn Mithilfe im Haushalt ist eine gute Übung, um Verantwortung zu übernehmen.

Du hast ein spezielles Problem?

Du hast ein spezielles Problem, das klar umrissen ist. Im Prinzip kommt ihr gut zurecht, aber zu einer Sache hättest du ein paar Fragen?
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Diese Prinzipien gelten auch für ältere Kinder

Teenager sind sogar zur Mithilfe im Haushalt verpflichtet.

Allerdings fühlen sie sich auch oft nicht verantwortlich, wissen nicht genau wie es geht oder freuen sich, wenn sie locker lassen können. Daher gelten die Tipps auch für Teenager und junge Erwachsene.

Ich merke genau, wie unsere Kinder locker lassen, wenn wir zu Hause in Österreich sind. Sie geben dann mit Freuden die Verantwortung für Haus und Garten ab. Sind wir allerdings im Ausland, dann übernehmen sie voll und ganz. Sie kümmern sich sogar um anfallende Reparaturen.

Das war auch im Teenageralter so. Ging es mir gut, musste ich oft erinnern, nachfragen, motivieren. Wenn die Kinder aber gemerkt haben, dass ich krank war, dann sprangen sie von sich aus ein. Versorgten mich mit Tee, gingen einkaufen und kochten. Kaum war ich gesund, musste ich um all diese Hilfsleistungen wieder bitten.

Wenn du bisher Schwierigkeiten hattest, Aufgaben an deine Kinder zu übertragen, dann probiere diese Tipps einmal aus.

Bleib gesund und gelassen,

Deine Mütterversteherin

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Speiseplan

„Na geh, schon wieder Spaghetti!“ tönt es am Tisch.

Jetzt bist du platt. Spaghetti gehören doch zu den Lieblingsspeisen deiner Kinder. Du hast sie gemacht, um ihnen eine Freude zu machen und Streitereien ums Essen aus dem Weg zu gehen. Da hast du dich wohl verkalkuliert.

Ein Speiseplan verhindert Streit am Familientisch! Ich verrate dir warum und was deine Kinder dabei lernen.

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Mütter-Gruppen auf Facebook

Warum ich zu Müttergruppen auf Facebook ein gespaltenes Verhältnis habe? Viele Mamas halten sie für die Rettung – Facebook Gruppen! Doch ich habe ein gespaltenes Verhältnis dazu. Denn oft schaffen diese Gruppen mehr Schaden, als sie Nutzen stiften

Warum ich Müttergruppen auf Facebook kritisch sehe

Warum ich Mama-Gruppen auf Facebook kritisch sehe

Es gibt kaum etwas, das mich so sehr an die Arena der Gladiatoren erinnert, wie die Mama-Gruppen auf Facebook. Da wird um die Vorherrschaft gekämpft. Die Teilnehmerinnen messen sich aneinander und versuchen zu beweisen, dass sie am besten sind. Vermeintliche Schwachstellen werden ausgenutzt.

Klar, du kannst jederzeit und unverbindlich dein Problem schildern und auf Hilfe hoffen.
Wenn du Glück hast, dann bekommst du sogar eine Auskunft, die dir weiter hilft.
Wenn du aber Pech hast, dann wirst du in der Luft zerrissen, bekommst 10 verschiedene Auskünfte, wirst als unfähige Mama beschimpft und bist danach noch verunsicherter, als du zuvor schon warst.

Damit wir uns jetzt nicht falsch verstehen, es gibt Gruppen, die gut administriert sind und von Fachleuten begleitet werden. Diese Gruppen meine ich nicht.

Gut gemeint, ist noch nicht gut gemacht

Ich spreche von den offenen Zusammenschlüssen der Mütter. Meist sind sie aus der eigenen Not geboren. Eine Mama merkt, dass sie allein nicht weiterkommt und sucht gleichgesinnte für ihr Problem.

Wie es in den Gruppen zugeht

Das ist oft auch schon die Wurzel des Problems

Ein Zusammenschluss von Müttern mit demselben Problem führt meist nicht zur Lösung des Problems. Es mündet in einem sich endlos drehenden Kreis von Diskussionen um das Problem.

Nachdem alle dasselbe Problem haben und niemand die Lösung, gibt es auch keine Hilfe. Der Effekt ist ein gemeinschaftliches Auskotzen über nicht schlafende Kinder, pubertierende Jugendliche, Kinder die in ihrem Verhalten auffällig sind.

Versteh mich richtig. Das kann kurzfristig Erleichterung bieten, denn du siehst, dass du nicht allein bist.

Verbreitung von Halbwahrheiten

Nachdem in diesen Gruppen betroffene Laien unterwegs sind, wimmelt es oft nur so von Erfahrungsberichten und Halbwahrheiten. Ungefiltert wird weiter gegeben, was dem eigenen Kind geholfen hat. Das kann zutreffen. Wird es aber in der Mehrheit der Fälle nicht, weil die betreffenden Tipp-Geberinnen den Sachverhalt gar nicht genau kennen. Sprache ist eine Quelle von Missverständnissen und schriftliche Kommunikation ganz besonders.

Vorverurteilungen aus Informationsmangel

Genau aus diesem Grund kommt es auch immer wieder zu Vorverurteilungen. Wenn eine Mama beispielsweise ganz interessiert und unbedarft nachfragt, wie andere das mit der Beikost gemacht haben, dann kann es sein, dass sie einem Sturm der Entrüstung ausgesetzt ist, dass sie nicht stillen will. Dabei war das gar nicht die Frage. Diese Mutter wollte sich nur informieren.

Mission für die eigene Sichtweise

Jede noch so unschuldige Frage bietet anderen Mamas eine Bühne ihre eigene Sicht darzulegen.

  • Impfen – geht gar nicht!
    Oder Impfen ist absolute Pflicht.
  • Familienbett ist das einzig Wahre.
  • Nur keine Trage, denn da leidet die Wirbelsäule.
    Oder eben: Trage ist das einzig Wahre, aber bitte nur ja eine, wo das Kind zum Körper der Mama schaut.
  • Pubertiere sind grässlich und stinken.
  • Mit bockigen Teenagern kann man ohnehin nicht reden.

Beispiele für derlei Meinungen gibt es viele. Sie alle spiegeln aber immer nur die Sichtweise der Verfasserin des Posts wider und sind keinesfalls differenziert.

Der Konkurrenzkampf bricht aus

Wenn es um Babys und Kleinkinder geht, herrscht die Meinung vor, dass das Kind keinesfalls zu viel Liebe und Zuneigung bekommen kann. Mütter reiben sich gegenseitig auf, weil sie noch aufopferungsvoller sein wollen. Da wird diskutiert, ob eine Mama mal in Ruhe auf die Toilette gehen darf, obwohl ihr Kind vor der Türe heult.

In Gruppen wo es um Teenager und Pubertierende geht, dreht sich das Rad. Da wetteifern dann die Mütter, wer das größere Kreuz zu tragen hat. Die Kinder sind laut, frech, stinken, räumen nie auf … und scheinen gar nichts richtig zu machen.

Die Welt ist nicht nur schwarz und weiß

Egal welches Alter dein Kind hat, die Welt ist nicht nur schwarz und weiß. Phasen höchster Zufriedenheit und liebevoller Fürsorge werden sich mit Phasen der Verzweiflung und dem Gefühl nichts richtig machen zu können abwechseln.

Das liegt aber nicht an dir, sondern an den Umständen. Entwicklung ist nun einmal kein leichter Prozess. Weder für Kinder noch für die Eltern. Es ist also ganz normal, wenn es Phasen gibt, wo scheinbar so gar nichts klappt.

All das bringt dich der Lösung deiner Fragen selten näher

In den meisten Fällen bringt dich das, was in den Gruppen abgeht selten der Lösung deiner Fragen näher. Die Vielzahl der Informationen und Meinungen wirft oft nur neue Fragen auf und verunsichert dich noch mehr.

Wenn du an eine Problemgruppe gelangst, dann zementiert das möglicherweise noch deine eigene Meinung, weil alle anderen dasselbe Problem haben wie du.

Die Kosten einer Information in diesen Gruppen sind oft hoch

Es dich sehr viel Zeit, in so einer Gruppe nach einer guten und für dich passenden Lösung zu suchen. Denn wenn du dir ein genaues Bild machen willst, musst du dich durch viele lange Threads durchwühlen. So bekommst du einen Eindruck davon wie die verschiedenen Gruppenmitglieder ticken und von wem du am ehesten Hilfe erwarten kannst.

Es kostet dich Nerven, denn du wirst Anschuldigen ausgesetzt sein, die wahrscheinlich vollkommen unbegründet sind. Natürlich kannst du die ausblenden, aber jeder Angriff tut weh.

Meckern ist einfach, aber wie geht es besser

Etwas zu kritisieren ist bekanntlich einfach. Ich möchte dir auch zeigen, wie es besser geht. Daher habe ich mich nicht nur selbst umgesehen, sondern auch in meinem Netzwerk umgehört.

Gibt es gar keine guten Facebookgruppen? – Empfehlenswerte Facebookgruppen

Oh doch! Wie in jedem Bereich gibt es auch sehr gute FB-Gruppen für Eltern. Meistens sind sie von Fachleuten administriert, die ihr Wissen kostenlos in diesen Gruppen zur Verfügung stellen.

Diese Administratoren achten auch darauf, dass die Kommunikation in der Gruppe nicht abschweift, dass nicht gebasht und missioniert wird. Sie moderieren die Gespräche und geben selbst immer wieder Input und Hilfestellung.

Ich bin nicht nur selbst in einigen dieser Gruppen, ich kenne auch viele der Administratoren persönlich. Allerdings habe ich auch in meinem Netzwerk rumgefragt, welche Gruppen empfohlen werden. Damit du gleich weißt, welche Gruppen mir bloß empfohlen wurden findest du dahinter ein (E). Denn diese Gruppen sind fachlich so spezifisch, dass ich nicht drin bin. Ich wollte sie dir trotzdem nicht vorenthalten. Schließlich kann es ja sein, dass du von dem Problem betroffen bist.

Hier findest du meine Empfehlung für ein paar gute Mama-Gruppen:

Interessierst du dich für Fragen des Stillens, Abstillens und Zufüttern bist du bei Tabea Laue richtig.

Wenn dein Kind Lernschwierigkeiten hat, dann bist du in der Gruppe von Dina Beneken gut aufgehoben.

Wenn du meinst, dass dein Kind hochbegabt ist, dann kann ich dir die Gruppe von Daniela Heiser empfehlen.

Wenn du an Montessori-Pädagogik interessiert bist, dann schau doch mal in die Gruppe Montessori für alle.

Dein Kind Pubertiert, dann bist du bei Kira Liebmann gut unterwegs.

Wenn es um Kindertrauer geht, lege ich dir meine Gruppe ans Herz.

Geht es dir um einen entspannten und gelassenen Familienalltag mit einer respektvollen Begegnung auf Augenhöhe, dann komm in meine Gruppe.

Hat dein Kind eine Nussallergie, dann ist Kristina Schmidt deine Ansprechpartnerin.

Ist dein Kind verträumt und vergesslich, dann ist die Gruppe von Fabian Grolimund richtig.

Wenn es um Autismus geht, dann empfehle ich Silke Bauerfeind und Ellas Blog. Das ist zwar keine FB Gruppe, aber Silke hat ein geschlossenes Forum für Mitglieder. Silke ist mit Abstand die Ansprechpartnerin, wenn es um Autismus geht.

Für Hochsensibilität und Hochbegabung wurde mir folgende Gruppe empfohlen. (E).

Für Betroffene mit Kindern mit Down Syndrom wurde mit die Gruppe Down Syndrom Deutschland ans Herz gelegt. (E).

Schneckenkinderverein ist eine Gruppe für Eltern von schwer betroffenen Kindern mit Down Syndrom. (E).

Tourette-Syndrom ist in deiner Familie ein Thema, dann geht es hier lang. (E)

Ich hoffe diese Liste hilft dir weiter. Solltest du gute Ergänzungen haben, so verlinke die Gruppe doch in den Kon#mmentaren oder schreib mir ein Mail. Ich werde dann sie dann zu der Liste emfpehlenswerter Gruppen hinzufügen.

Bleib gesund und gelassen!

Deine Mütterversteherin,

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Hausaufgabe ohne Stress

Schluss mit dem Ärger rund um Hausaufgaben und Lernen

Die Kinder haben die Ferien genossen und Hausaufgaben waren kein Thema.

Doch mittlerweile hat die Schule überall begonnen und damit gibt es auch wieder Ärger rund um die Themen Hausübungen und Lernen.

Hausaufgaben ohne stress, Kind sitzt beim Tisch und schreibt Hausübung

Hausaufgaben ohne Stress; das können sich viele Familien nicht vorstellen. Für sie gehören diese Themen fast zusammen. Der tägliche Kampf um die Hausaufgaben wird als integraler Bestandteil akzeptiert.

Das muss aber nicht so sein. Es gibt ein paar Tricks, mit denen du gemeinsam mit deinem Kind Stress um Hausübung und Lernen vermeiden könnt.

Stressfaktoren bei der Hausübung

Die Stressfaktoren rund um das Thema Hausübung lassen sich grob in 5 Gruppen einteilen:

  • Dein Kind weiß nicht was es als Hausaufgabe hat.
  • Deinem Kind fehlen Unterlagen, um die Hausaufgabe zu erledigen.
  • Dein Kind weiß nicht, wo es anfangen soll.
  • Dein Kind ist unwillig.
  • Dein Kind trödelt herum.

Hausaufgaben beginnen bereits in der Schule

Es ist wichtig, dass dein Kind das versteht. Denn das ist der Teil, bei dem du nicht unterstützen kannst. Du bist nicht dabei.

Dennoch kannst du dazu beitragen, dass dein Kind gut vorbereitet ist.

Hausaufgaben beginnen in der Schule. Obwohl du da nicht dabei bist, kannst du dazu beitragen, dass dein Kind gut vorbereitet ist. Klick um zu Tweeten

Hausaufgabenheft

Besorge gemeinsam mit deinem Kind ein Hausaufgabenheft, in dem es notieren kann, was bis wann in welchem Gegenstand auf ist. So gehören Bemerkungen „ich weiß nicht, was ich aufhabe!“ der Vergangenheit an.

 Im Wesentlichen ist das ein Heft mit 4 Spalten. In die erste Spalte kommt das Tagesdatum des Tages an dem die Aufgabe aufgegeben wurde. In die zweite Spalte das Fach; also Deutsch, Mathe, Englisch usw. In die dritte Spalte ein Vermerk was Aufgabe ist. Z. B.: Aufsatz mit dem Thema „Mein schönstes Ferienerlebnis“ oder Mathebuch S.21 Beispiele 10a-13. In die letzte Spalte schreibt das Kind das Fälligkeitsdatum der Aufgabe.

Hausaufgaben-Mappe

In diese Mappe packt dein Kind alle Unterlagen, Bücher, Hefte und Arbeitsblätter, die es für die Erledigung seiner Hausarbeiten braucht. So kommt es nicht zur plötzlichen Erkenntnis: „Ich hab das Mathebuch in der Schule vergessen. Ich kann die Hausi nicht machen.“ Fehlende Unterlagen gehören mit dieser Mappe der Vergangenheit an. Aber: Es braucht eine Zeit, bis sich dein Kind an diese Mappe gewöhnt. Hab also Geduld!

Zu Hause geht es weiter

Hausaufgabenplan

Bei der Erstellung des Hausaufgabenplans kannst du dein Kind unterstützen. Ein Hausaufgabenplan schaut in etwa so aus wie ein Stundenplan für die Schule. Ihr legt gemeinsam fest, was an den jeweiligen Tagen erledigt werden muss.

Vergesst aber nicht bereits vorab Fixtermine wie Klavierstunden, Fußballverein, Selbstverteidigungskurse und Ähnliches einzutragen. Die restlichen Stunden stehen dann zum Lernen und Hausaufgabe machen zur Verfügung. Somit ist die Dringlichkeit der Aufgaben festgelegt und es steht fest, womit begonnen werden muss.

Für die richtige Stimmung sorgen

Zeige Interesse am Schulalltag deines Kindes

Je mehr Interesse du im Allgemeinen am Schulalltag deines Kindes zeigst, desto eher wirst du sehen, ob dein Kind alleine zurechtkommt, oder Unterstützung braucht.

Grundsätzlich sollten Kinder langfristig lernen ihre Sachen alleine zu machen. Auf dem Weg dorthin brauchen sie aber Begleitung. Darum brauchst du kein schlechtes Gewissen haben, wenn dein Kind Hilfe braucht. Du bist die bestmögliche Begleitung auf dem Weg zur selbständigen Erledigung der Hausaufgaben.

Grundsätzlich sollten Kinder langfristig lernen ihre Sachen alleine zu machen. Auf dem Weg dorthin brauchen sie aber Begleitung. Klick um zu Tweeten

Störungsfreier Raum

Dein Kind sollte für Hausaufgaben wenn möglich einen störungsfreien Raum zur Verfügung haben. Durchgangszimmer sind nicht ideal, da die Ablenkungen meistens groß sind.

Dein Kind muss aber nicht in seinem Zimmer arbeiten. Für manche Kinder hat es sich sogar bewährt nicht im eigenen Zimmer zu arbeiten. Dort verlocken Spiele, Stofftiere und andere Dinge dazu die Aufgaben zu unterbrechen und sich mit etwas Anderem zu beschäftigen.
Andere Kinder arbeiten gerne in Räumen, wo sie die anderen Familienmitglieder im Hintergrund haben. Sie wissen dann: Ich bin nicht allein. Das schafft eine gewisse Geborgenheit. Allerdings sollten die Hintergrundgeräusche nicht zu laut und ablenkend sein.

Eine nette Atmosphäre

Schaffe gemeinsam mit deinem Kind eine Wohlfühlatmosphäre. Kerzen oder Stimmungslichter können da einen guten Beitrag leisten. Manche Kinder lieben auch Duftlampen oder Räucherstäbchen. Probiert einfach aus, ob das für euch passt.

Achte auch darauf, dass es vor den Hausaufgaben keine Konflikte gibt. Denn einige Kinder reagieren sehr empfindlich auf diese emotionalen Störungen.

Ein leerer Arbeitsplatz

Dein Kind muss nicht unbedingt am eigenen Schreibtisch arbeiten. Manche Kinder arbeiten lieber am Wohnzimmertisch oder am Küchentisch. Ich kenne auch Kinder, die gut an der Werkbank des Vaters arbeiten können. Eurer Phantasie ist da keine Grenze gesetzt. Einfach ausprobieren, wo es am besten klappt.

Auf dem Tisch sollten aber nur die Dinge liegen, die dein Kind für die Hausübung braucht. Also Bücher, Hefte, Schreibzeug, Lineal. Spielzeug hat hier nichts verloren.

Beim Einrichten des Arbeitsplatzes kannst du dein Kind gut unterstützen. Das hat den Vorteil, dass du gleich merkst, was es aufhat und was am jeweiligen Tag erledigt werden sollte. Du kannst auch Hilfestellung geben mit welcher Aufgabe es beginnen sollte.

Der richtige Zeitpunkt

Der beste Zeitpunkt für die Hausaufgabe ist sehr individuell und hängt von der Chronobiologie und dem Biorhythmus deines Kindes ab. Manche Kinder machen die Hausübung lieber gleich nach dem Mittagessen, andere brauchen eine Pause. Wieder andere laufen erst am Abend zu Hochtouren auf.

Der Zeitplan

Überlege gemeinsam mit deinem Kind, wie lange es für eine bestimmte Aufgabe brauchen wird. Dann teilt ihr diese Aufgabe in passende Häppchen ein. Spätestens nach 40 – 50 Minuten sollte dein Kind eine kurze Pause machen. Diese Pause sollte es möglichst aktiv gestalten.

Die Länge der Pause richtet sich danach, ob der Arbeitsfluss gerade passt, wie lange die derzeitige Aufgabe noch dauert oder ob gerade eine Aufgabe abgeschlossen wurde und die nächste ansteht.

Tricks gegen das Verzetteln

Wenn dein Kind dazu neigt sich zu verzetteln oder herumzubrodeln dann ist die Küchenwecker-Methode einen Versuch wert.

Wenn dein Kind dazu neigt sich zu verzetteln oder herumzubrodeln dann ist die Küchenwecker-Methode einen Versuch wert. Dadurch lernt dein Kind den Zeitaufwand für Aufgaben besser einzuschätzen. Klick um zu Tweeten

Macht einen Zeitraum aus für den sich dein Kind konzentriert dieser Aufgabe widmen wird. Das können 10, 15 oder 20 Minuten sein. Nicht länger. Dein Kind soll das Gefühl haben, die Zeit ist machbar. Lass dein Kind abschätzen, wie weit es in dieser Zeit kommen wird.
Stellt einen Kurzzeitmesser. Während dieser Zeit arbeitet dein Kind ganz konzentriert. Überprüft nach Ablauf der Zeit, wie viel schon geschafft wurde.

Wenn dein Kind es geschafft hat, sich wirklich zu konzentrieren, dann ist das meist mehr, als es vorher gedacht hat. Hat es das vorher geschätzte Pensum nicht geschafft, dann ermutige dein Kind. Das ist nämlich nicht schlimm. Dein Kind lernt durch diese Methode mit der Zeit immer besser sich selbst einzuschätzen.

Wie dein Kind zum Lernprofi wird – Der Ferienkurs Vor-Sprung macht fit!

Im Ferienkurs Vor-Sprung finden Dina Beneken und ich gemeinsam mit deinem Kind heraus, welcher Lerntyp es ist und mit welchem Sinneskanal es Lernstoff besonders leicht und schnell aufnimmt. Natürlich lernt dein Kind auch, welche Methoden genau für seinen Lerntyp besonders geeignet sind.


Dein Kind erfährt wie es sich selbst struktureren und organsieren kann. Wir zeigen wie s mit einfachen Tricks seine Leistung optimiert. Nebenbei schulen wir spielerisch Arbeitsgedächtnis, Konzentration und Merktechniken. So wird dein Kind fit für das selbständige Arbeiten, das für die weiterführende Schule erforderlich ist.


Ausnahmesituationen

Manchmal kommt es trotz guter Planung einfach zu Engpässen, weil z. B. ein dringender Arztbesuch zu viel Zeit eingenommen hat. Was dann?
Dann schreibst du deinem Kind entweder eine Entschuldigung, warum es die Hausaufgabe nicht fristgerecht erledigen konnte, oder du hilfst ausnahmsweise tatkräftig mit.

Deine eigene Einstellung

Der vielleicht wichtigste Punkt zum Schluss. Du selbst kannst durch deine eigene Einstellung viel zum reibungslosen Ablauf der Hausaufgaben und zum stressfreien Lernen beitragen.

  • Wie wichtig sind dir die Hausaufgaben?
  • Wie sehr nervt dich dieses Thema?
  • Hast du selbst als Kind deine Hausübungen leicht gemacht oder war es anstrengend?
  • Hältst du Hausaufgaben für sinnvoll?

Das waren nur ein paar Reflexionsfragen, denn dieses Thema möchte ich demnächst in einem eigenen Blogartikel beleuchten.

Vielleicht magst du mir ja in die Kommentare schreiben, welcher dieser Tipps bei euch am besten geklappt hat.

Bleib gesund und gelassen!

Deine

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Rückzugsorte schaffen

Rückzugsorte schaffen

Die einen freuen sich, weil sie endlich zur Ruhe kommen. Die anderen leiden darunter 24/7 zusammenzupicken und haben schon Lagerkoller.

Dieses #socialdistancing birgt auch Chancen – es bringt Familien dichter zusammen.

Rückzugsorte schaffen

Es ist leicht, die Zeit zu genießen, wenn die Wohnung oder das Haus groß genug ist, dass jeder einen Rückzugsort hat.
Für manche Familien wird es allerdings dichter, als sie ertrgen können. Wenn nämlich der Wohnraum nicht groß ist, dann wird es jetzt wirklich schwierig.

Schwierig, aber schaffbar.

Schaffe Nischen

Ja, mit ist klar, im Moment weißt du nicht wo dir der Kopf steht. Aber wenn du jetzt ein wenig Zeit investierst, dann wird es euch langfristig mit den angeordneten Maßnahmen besser gehen.

Setz dich also einen Moment in Ruhe hin und überlege, ob du Nischen schaffen kannst, wenn ihr die Möbel etwas umstellt. Beziehe dazu ruhig deine Familie mit ein.

Mit Bücherregalen

Oft hilft es, wenn du ein Bücherregal ans Kopf- oder Fußende eines Bettes stellst, das bereits an der Wand steht. So entsteht eine Art Betthöhle, die ihr gemütlich einrichten könnt. Eine nette Tagesdecke und ein paar Polster dazu und schon ergibt sich ein schöner Rückzugort.

Stockbetten

Stockbetten sind klasse. Sie schaffen Raum. Auch hier kann mit ein paar einfachen Handgriffen und ein wenig technischem Geschick Privatsphäre geschaffen werden. Hängt dazu einfach Vorhänge auf. Ist der Vorhang zugezogen, dann will die betreffende Person Ruhe, wenn nicht, dann ist sie gesprächsbereit.

Hochbetten

Der Raum unter Hochbetten bietet unendliche Gestaltungsmöglichkeiten. Hier kann ein schöner Arbeitsplatz untergebracht werden. Achtet dann aber auf eine wirklich gute Beleuchtung.
Oder auch Raum zum Spielen. Auch hier können Vorhänge Rückzugsräume schaffen.

Rückzugssessel

Rückzugssessel gibt es in allen Preisklassen. Vom Designer aber auch vom schwedischen Möbelhaus.
Vor allem Kinder schätzen den Sessel, wo sie einfach die Jalousie runterlassen können. Sie können dort alleine sein und hören trotzdem, was rundherum passiert. Sie sind also allein, ohne einsam zu sein.

Vorhandene Nischen nutzen

In Altbauwohnungen gibt es oft tiefe Fensternischen, die gut für einen Leseplatz genutzt werden können.
Bei Neubauten kannst du solche Nischen bewusst schaffen, indem du links und rechts vom Fenster ein Regal aufstellst und den Platz dazwischen mit einer einfach Bank ohne Rückenlehne füllst.

Gemütliche Sessel, Sofas und Ähnliches

Hochlehner laden zum Verweilen, Lesen und Entspannen ein.
Es müssen aber nicht unbedingt immer Möbelstücke sein. Als unsere Kinder klein waren war der liebste Kuschelplatz eine Kindermatratze, die mit einem lustigen, selbstgenähten Bezug versehen war und auf dem Boden lag. Hier konnten sie knotzen, aber auch toben. Die Matratze diente als Rückzugsort und Basis für die selbstgebauten Höhlen. So war auch der Boden kuschelig.

Bettzelte

Es gibt auch lustige Bettzelte, mit denen ein Teil des Bettes abgedeckt wird. Dadurch entsteht eine gemütliche Kuschelhöhle.

Hängezelte und Vorhanghängezelte

Du könntest auch ein Hängezelt an der Decke anbringen. Das bietet neben der Rückzugsmöglichkeit auch noch einen beruhigenden Schaukeleffekt.

Es gibt auch diese Vorhanghängezelte die an einem Ring angebracht sind und an der Decke über dem Bett befestigt werden. Viele Kinder lieben es, diesen Vorhang um ihr Bett zu drapieren. Es ist ein abgeschlossener Raum und sie sehen durch den dünnen Stoff trotzdem durch.

All diese Dinge sind nicht sehr teuer und lassen sich schnell umsetzen. Vieles davon erreichst du schon, wenn du die vorhandenen Möbel etwas umstellst.
Warum nicht einmal einen Kasten mitten in den Raum stellen oder ein Regal als Raumteiler nützen?

Vielleicht hast du ja auch alte Vorhangstoffe oder eine Matratze, die ohnehin nur zur Reserve ist. Dann ist das jetzt die richtige Zeit, sie gut einzusetzen.

Bleib also trotz allem gelassen und behalte die Nerven

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