Verantwortung abgeben und Erschöpfung vermeiden

Als Mutter Verantwortung abgeben ist nicht so leicht. Vor einiger Zeit wurde mir dankenswerter Weise von Michèle Liussi und Katharina Spangler das Buch „Die Klügere gibt ab“ zur Verfügung gestellt. Kleiner Spoiler: Dieses Buch bietet wirklich wertvolle Tipps, wie das mit der Mama-Fürsorge gelingen kann.

Ich hatte mir vorgenommen auf meinem Blog eine Rezension zu schreiben. Dazu habe ich das Buch wirklich ausführlich gelesen und es wie ein Arbeitsbuch gesehen.

Wenn ich Bücher für mich lese, dann bin ich meistens in ein paar Stunden durch.

Dieses Buch wollte ich lesen, wie eine Mama, die die Inhalte dringend braucht. Ich habe es als Arbeitsbuch benutzt und darin unterstrichen und Anmerkungen gemacht.

Als Mutter Verantwortung abgeben

Natürlich gelingt mir das nicht ganz, denn ich lese auch immer als Kollegin und Vortragende. In dieser Funktion bin ich nickend vor dem Buch gesessen. Viele Dinge, die ich immer wieder in meinen Kursen, Vorträgen und Webinaren betone, sind von den beiden Autorinnen zusammengefasst und auf den Punkt gebracht.

Allerdings konnte ich beim Lesen wirklich das erste Mal die Position der betroffenen Mama einnehmen und stellte fest: „Das liest sich alles so leicht, wie setze ich das bloß um?“

Nachdem ich als junge Mutter selbst erfahren habe, wie überfordernd die Welt mit Kind plötzlich ist, bekam ich ein neues Einsehen, wie überfordernd sich eine Mutter von guten Tipps fühlen kann.

Hier hilft der vielleicht wichtigste Satz in dem Buch:

„Du liest einen Ratgeber, der voll ist mit Tipps und Tricks, wie es besser gehen kann. Das hilft – macht aber vielleicht auch zusätzlichen Druck. Das ist nicht unsere Absicht. Denke an dieser Stelle daran, dass niemand alles perfekt und `richtig´ machen kann.“

Die Klügere gibt ab – Buchzitat

Dieser Satz steht auf Seite 79 und ich wünschte, er wäre schon auf den ersten Seiten zu finden.

Struktur und Aufbau des Buches

Format

Das Buch ist ein Paperback im Format ca. im Din A5 Format. Es 224 Seiten und ist 1,5 cm dick. Es hat also durchaus Handtaschenformat, wenn man wie ich größere Handtaschen bevorzugt.

Das finde ich sehr sympathisch, weil ich normalerweise immer ein Buch in meiner Handtasche habe um Wartezeiten zu überbrücken.

Das Papier ist angenehm dick und hochwertig. Ich mag die Haptik eines guten Buches.

Inhaltliche Gliederung

Gegliedert ist das Buch in 6 Kapitel mit einem Literaturverzeichnis mit weiteren Informationen im Anhang.

Das zweite Vorwort ist von Inke Hummel. Inke hat selbst mehrere Erziehungsratgeber geschrieben.

Grob kann man den Ablauf folgendermaßen beschreiben:

  • Erhebung des Ist-Zustandes
  • Werkzeugkoffer
  • Hilfe suchen und Verantwortung abgeben (Im Buch selbst wird von Verantwortung teilen gesprochen.)
  • Netzwerke bilden
  • Krisen im Familienalltag
  • Wenn es wieder besser geht

Die Tipps und Tricks sind praxisnah und viele davon habe ich selbst bereits seit Jahren immer wieder erprobt und empfohlen.

Optische Gestaltung

Beim Aufbau des Buches merkt man, dass der Humboldt Verlag viel Erfahrung mit Erziehungsratgebern und Büchern für Mütter hat.

Die Schrift ist angenehm zu lesen und nicht zu klein.

Die Einleitungen zu jedem Kapitel sind farblich abgesetzt und geben ein Gefühl, was die Lesenden erwartet.

Erfahrungsberichte sind extra mit einem großen Anführungszeichen am Seitenrand gekennzeichnet und ebenfalls farblich abgesetzt. Das macht es leicht, eine gesuchte Stelle wieder zu finden.

Wichtige Fakten finden sich in farblich abgesetzten Containern mit einem dicken lila Rand.

Formulierungshilfen sind mit einer Sprechblase am Seitenrand gekennzeichnet.

Übungssequenzen und Reflexionseinheiten haben einen Stift als Markierungszeichen.

Alles, was dabei helfen soll Netzwerke aufzubauen (dein Dorf) hat kleine Häuser als Marker.

All diese kleinen Maßnahmen unterstützen die Struktur und helfen rechtzeitig beim Lesen auch zu entscheiden: „Habe ich jetzt genug Zeit und Muße, dieses Kapitel anzugehen.“

Denn eine Übungssequenz erfordert nun einmal mehr Zeit als die reine Information.

Dieses Buch ist also gut gegliedert, klar verständlich und absolut alltagstauglich. Das ist etwas, worauf ich aus meiner Erfahrung Wert lege. Denn Erziehungsratgeber und Elternratgeber sollten sprachlich so geschrieben sein, dass du sie zwischendurch lesen und den Inhalt auch dann noch aufnehmen kannst, wenn du schon müde bist. Das ist bei diesem Buch absolut der Fall.


Die Familie als System

Mir ist immer wichtig, dass die ganze Familie gesehen wird. Obwohl sich dieses Buch hauptsächlich an Mütter richtet, hat es immer auch die Partnerperson im Blick.

Plant feste Dates ein und sprecht nicht über das Kind oder die Kinder.

Die Klügere gibt ab – Buchzitat

Diesen Ansatz halte ich für extrem wichtig, wenn die Eltern sich als Paar nicht verlieren wollen.

Gleichzeitig gehen die Autorinnen auch auf andere Familiensysteme ein und haben auch Alleinerziehende im Blick.

Viele alleinerziehende Frauen versuchen deshalb [weil sie kritisch beäugt und diskriminiert werden] unsichtbar zu sein und „sich zusammenzureißen“, bis sie nicht mehr können. Sie bitten nicht um Hilfe.

An dieser Stelle bitten wir dich: Tu es! Bitte um Hilfe! Du hast alles Recht der Welt genauso wie alle Mütter auf diesem Planeten, Hilfe zu bekommen.

Die Klügere gibt ab – Buchtzitat

Im Kapitel „Das ist alles zu viel“ gehen Michèle Liussi und Katharina Spangler auch auf Hilfsangebote in verschiedenen Lebenssituationen ein.

Ich kann dir dieses Buch wirklich empfehlen, wenn du als Mama mehr auf dich achten willst.

Meine Lieblingszitate

Natürlich kann ich inhaltlich nicht allzu viel verraten. Allerdings möchte ich ein paar meiner Lieblingssätze aus dem Buch zitieren, vielleicht wirst du dann neugierig genug, um es zu lesen.

Einige davon befinden sich so oder ähnlich in meinem eigenen Sprachgebrauch und die Mütter, in meinem Mitgliederbereich Mamas im Aufwind hören sie in Ähnlicher Form bei jedem Treffen von mir.

  • Die Geburt eines Kindes ist ein großer, für viele wahrscheinlich sogar der größte Umbruch im Leben.
  • Eltern sein bedeutet, im Spannungsfeld zu leben zwischen Kindeswohl, Eigenwohl und Partnerschaftswohl. Selten lässt sich alles vereinen.
  • Vergiss nicht einmal am Tag in Ruhe und im Sitzen zu essen.
  • Koche hin und wieder größere Mengen, damit du etwas einfrieren kannst und an hektischen Tagen etwas zum Auftauen parat hast.
  • Selbstfürsorge ist kein Projekt, sondern eine innere Haltung, eine Lebenseinstellung.
  • Für mehr Ehrlichkeit unter Eltern: Kommuniziere deine Normalität.
  • Wenn du jemand um Hilfe bittest, und diese abgelehnt wird, dann nimm das niemals persönlich.
  • Fehlt es dir an Möglichkeit oder bist du ein sehr schüchterner Mensch, dann schau dich nach offiziellen Elternnetzwerken in deiner Region um.
  • Sprich positiv über Kita, Krippe & Co. Gerne darf es auch etwas Vorfreude sein, mit der ihr gemeinsam einen Rucksack oder eine Brotdose für den Kita-Start kauft. Lass es für dein Kind kein notwendiges Übel, sondern ein spannendes Abenteuer werden.
  • Noch immer werden Frauen dafür verurteilt, das sie allein sind, sie werden kritisch beäugt, ob sie der Lage auch gewachsen sind – und gleichzeitig wegen der Folgen ihrer strukturellen Diskriminierung, nämlich ihrer finanziell angespannten Lage, ausgeschlossen.

Fazit

Ein Buch, das ich absolut empfehle.

Ich habe mir die Strategien und Methoden selbst im Laufe meiner vielen Ausbildungen erarbeitet. Als junge Mutter hätte ich mir ein Buch wie dieses gewünscht. Es hätte mir mein Leben leichter gemacht.

Ich freue mich schon auf das im September erscheinende Buch „Und täglich grüßt das Schuldgefühl“ von den beiden Autorinnen.

Zukünftig wird es hier wieder mehr Buchbesprechungen geben.

Bleib gesund und gelassen!

Deine Mütterversteherin

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Hast du dir schon einmal überlegt, dass dein Kind davon profitiert, wenn du dich selbst liebst und so richtig gut für dich sorgst?
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Dann solltest du weiterlesen. Ich gebe dir 7 gute Gründe für mehr Selbstliebe als Mutter und zeige dir die positiven Auswirkungen die das auf dein Kind hat.

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Gerade jetzt ist das Ersthelfer-Prinzip für dich als Mama besonders wichtig

Du gehst am Zahnfleisch, weil du aufgerieben wirst zwischen deinen Aufgaben als Mama, als Ersatzlehrerin und als Angestellte im Home-Office?

Dann zeige ich dir jetzt, warum du als Mutter das Ersthelfer-Prinzip beachten solltest, um mit deinen Kräften zu haushalten. So kannst du andere gut unterstützen.

Warum du als Mutter das Ersthelfer-Prinzip beachten solltest, Text und Bild mit Warndreieck

Das Ersthelfer-Prinzip

Hast du einen Führerschein? Dann hast du sicher auch irgendwann einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht. Ich habe nicht nur diesen Kurs, sondern auch einen Kurs für Erste-Hilfe an Kindern. Auch der ist schon eine Weile her und ich möchte ihn demnächst wieder einmal auffrischen.

Die Abfolge der Rettungskette ist folgende:

  1. Absichern und Eigenschutz/Selbstschutz
  2. Notruf und Sofortmaßnahmen
  3. Weitere Erste Hilfe Maßnahmen
  4. Rettungsdienst
  5. Im Bedarfsfall Krankenhaus

Absicherung und Eigenschutz/Selbstschutz

In allen Erste-Hilfe-Kursen, die ich bis jetzt gemacht habe, war das Ersthelfer-Prinzip ein TOP-Thema.

Es besagt, dass du als Helfende zuerst für deine eigene Absicherung und Sicherheit sorgst. Erst wenn das gewährleistet ist, leistest du Erste-Hilfe.

Das gilt übrigens nicht nur im Straßenverkehr!

Auch im Flugzeug werden die Passagiere jedes Mal darauf aufmerksam gemacht, dass sie im Falle eines Druckabfalls in der Kabine zuerst selbst eine Sauerstoffmaske aufsetzen sollen, bevor sie anderen Personen helfen.

Auch für die Feuerwehr gilt im Einsatzfall zuerst den Selbstschutz zu gewährleisten. Erst dann werden weitere Maßnahmen getroffen.

Ich habe im Rahmen meiner letzten Erste-Hilfe Ausbildung sogar ein Tuch erhalten, das im Falle einer Mund-zu-Mund Beatmung zwischen die Lippen des Unfallopfers und der helfenden Person gelegt werden soll. Damit soll das Risiko einer Ansteckung minimiert werden.

Es geht also in erster Linie um Selbstschutz. Denn nur wer selbst am Leben bleibt, kann anderen Hilfe leisten.

Was bedeutet das für dich?

Für dich bedeutet das, in Krisensituationen erst einmal für dich selbst zu sorgen. Sofern es keine Verletzten gibt (auch das kommt mit Kindern ja vor) kannst du erst einmal durchatmen, ein Glas Wasser trinken und dann bist du für die anderen da.

In Krisensituationen ist es deine Aufgabe als Mama erst einmal gut für dich selbst zu sorgen. Denn nur dann kannst du den anderen auch helfen. Besinne dich auf das Ersthelfer-Prinzip! Klick um zu Tweeten

Das klingt so simpel! Aber damit erreichst du, dass du wieder bei dir selbst ankommst. Im Stress verlieren viele Menschen den Bezug zu sich und ihrem eigenen Körpergefühl. Das führt dann dazu, dass sie noch leichter über ihre Grenzen gehen.

Gerade jetzt mit dieser Pandemie wäre das aber fatal. Denn deine Familie braucht dich noch länger.

Achte also auf deine Pausen. Die müssen nicht lang sein, aber du brauchst Zeiten, wo du nur für dich bist.

Hilfe holen

Gleich die nächste Maßnahme ist Hilfe holen. Also Rettung oder Feuerwehr rufen.

Wir wurden im Rahmen unseres Kurses gedrillt. Absichern, zur versorgenden Person gehen und rufen: „Hilfe! Können Sie bitte einen Krankenwagen rufen!“. Dieser Zuruf beschäftigt auch andere Menschen, die zusehen. Er gibt ihnen eine Aufgabe und das Gefühl auch etwas tun zu können.

Was bedeutet das für dich?

Wenn es keine Verletzten gibt, musst du natürlich auch keinen Krankenwagen rufen. Aber auch so gibt es immer wieder Situationen, wo Hilfe Not tut. Du kannst also deinen Partner oder deine Partnerin um Hilfe ersuchen. In manchen Situationen können auch deine Kinder helfen. Denk dran, dass Hilfeleistung auch das Gefühl gibt, etwas tun zu können. Es ermächtigt also und gibt Sinn.

Leider ist externe Hilfe wegen des Infektionsrisikos schlecht möglich.

Was du aber tun kannst, ist dir Hilfe für deine Seele zu suchen. Psychohygiene ist in Stresszeiten besonders wichtig. Dazu gibt es Menschen wie mich. Wir sind online für dich und dein Probleme da. Wir können zwar nicht aktiv – Hands-on – unterstützen, aber wir können zuhören, helfen Lösungen zu finden. Wege aufzeigen und helfen die Einstellung langfristig zu verändern.

Online-Programm Mama Miracle - Die Kunst alles unter einen Hut zu bringen

Kennst du schon mein Online-Programm „Mama Miracle – Die Kunst alles unter einen Hut zu bringen!“ ? Du lernst dort nicht nur Schwerpunkte zu setzen und Arbeiten aufzuteilen. Du bekommst auch das nötige Wissen über Kindesentwicklung. Denn damit fällt es dir leichter, deinem Kind etwas zuzutrauen.

Ich stärke dir auch ganz gezielt den Rücken und höre dir zu. Außerdem erhältst du Checklisten und Hilfsmittel für den Alltag. Schau dir das Programm doch gleich einmal an.

Sofortmaßnahmen einleiten und weitere erste Hilfe

Erst dann werden die Sofortmaßnahmen eingeleitet. Für diese Sofortmaßnahmen bist wieder du zuständig. Das DKR (deutsche Rote Kreuz) hat für diese Sofortmaßnahmen und weitere Erste Hilfe eine schöne Abkürzung gefunden: HELD

H – Hilfe rufen (das haben wir im letzten Punkt schon abgehandelt)

E- Ermutigen und trösten

Tatsächlich ist es in vielen Not- und Krisensituationen erst einmal nur erforderlich zuzuhören, zu ermutigen und zu trösten. In einer Krisenintervention werden im ersten Schritt noch keine Lösungen erarbeitet.

Was bedeutet das für dich?

Ich finde das sehr entlastend. Denn du musst keine Lösung parat haben. Du bist auch nicht für den guten Ausgang verantwortlich. Deine Aufgabe ist es nur da zu sein.

Übertragen auf deine jetzige Situation mit Home-Office und distance-learning bedeutet das, dass du weder für den Schulerfolg deines Kindes verantwortlich bist, noch dafür seine Probleme zu lösen. Deine Aufgabe ist es in erster Linie in Beziehung zu bleiben und deinem Kind das Gefühl zu geben: „Ich verstehe dich. Du bist in Ordnung so wie du bist.“ Und „Wir stehen das gemeinsam durch!“

L – lebenswichtige Funktionen überprüfen

Also bei einem Unfall wären das Kreislauf, Atmung und Herzschlag.

Was bedeutet das für dich?

Achte darauf, ob es deinem Kind gut geht. Zeigt es Anzeichen von Ängsten, Sorgen, Depressionen? Isst es weniger als sonst? Ist es traurig?
Wenn das der Fall ist, ist es an der Zeit zuerst mit deinem Kind drüber zu sprechen und dann Fachleute hinzuzuziehen.

D – Decke unterlegen und zudecken

Bei einem Unfallopfer ist der nächste Schritt für etwas Bequemlichkeit und Privatsphäre zu sorgen. Also den Unfallort vor Schaulustigen abzuschirmen und das Unfallopfer warm zu halten.

Was bedeutet das für dich?

  • Mach es deinem Kind und auch dir gemütlich. Sorgt für schöne Momente.
  • Bring Mal einen Kakao zum Schreibtisch.
  • Oder stell deinem Kind ein paar Kekse als Motivation beim Lernen hin.
  • Sorge mit einer Duftlampe für eine angenehme Atmosphäre.
  • Zündet abends eine Kerze an und lest zusammengekuschelt ein Buch.
  • Macht gemeinsam einen Spaziergang und redet euch alles von der Seele.
  • Macht einfach, was euch und eurer Beziehung gut tut.

Rettungsdienst

Erst jetzt kommt der Rettungsdienst. Er kümmert sich um alles, was du nicht leisten kannst. Bei einem Unfall hat der Notdienst auch Kreislaufstärkende Mittel, einen Defibrillator und eine Trage mit. Er versorgt jetzt den Patienten und du darfst ausruhen und ich vom Schock erholen.

Was bedeutet das für dich?

Es gibt Dinge, die kannst du als Eltern teil nicht lösen. Du kannst eine Pandemie nicht wegzaubern. Du kannst nicht machen, dass die Schule auf- oder zugesperrt wird. Dafür die die Politik verantwortlich.

Du kannst auch schwerwiegende psychische Probleme deines Kindes nicht lösen. Dafür gibt es Spezialisten.

So weit so klar, aber warum ist das für Eltern so schwer, das Ersthelfer-Prinzip einzuhalten?

Eltern sind mit ihren Kindern eng verbunden. Sie fühlen sich für ihre Kinder verantwortlich. Das ist auch gut so. Dabei kann es aber passieren, dass sie über das Ziel hinausschießen und kindliche Probleme mit eigenem Versagen gleichsetzen.

Leider liegen aber manche Dinge, die im Laufe eines Lebens so passieren, außerhalb deines Einflussbereiches als Eltern.

Daher brauchst du kein schlechtes Gewissen haben, wenn dein Kind heuer nicht die Schulleistungen bringt, die es normalerweise erbringen würde. Die Gründe dafür können mannigfaltig sein. Vielleicht ist dein Kind ohnehin in einem Alter, wo es einen Schulleistungsknick hätte (das ist in der Pubertät bei manchen Kindern so). Vielleicht ist dein Kind aber so mit der Bewältigung des Alltags beschäftigt, dass zu wenige Kapazitäten für die Schule bleiben.

Du brauchst dich auch nicht persönlich dafür verantwortlich fühlen, wenn dein Kind traurig ist, weil es seine Freunde nicht sehen kann. Klar, als Elternteil leidest du mit deinem Kind mit. Du würdest ihm diese Trauer am liebsten abnehmen. Aber das geht nicht! Du kannst an der Situation nichts ändern. Du kannst deinem Kind nur beistehen.

Reflexion ist ein Teil der Lösung

Ich habe auch keine Patentlösung für deine Gefühle. Ich kann dir aber versprechen, dass Reflexion ein Teil der Lösung ist. Außerdem hilft es, wenn du jemanden hast, der dir zuhört, der dich versteht und dir den Rücken stärkt.

Denn oft wirkt so ein „Freispruch“ von außen schon extrem erleichternd.

Fazit

  1. Sorge gut für dich!
  2. Bleib in Beziehung.
  3. Fühl dich nicht für alles verantwortlich.
  4. Lass das schlechte Gewissen los!

So bleibst du als Mama in deiner Kraft und sorgst dafür, dass deine Ressourcen noch lange reichen.

Bleib gesund und gelassen!

Deine Mütterversteherin

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Heute möchte ich dir 14 einfache Schritte aus dem Lagerkoller zeigen. Ich bin sicher, einige dieser Maßnahmen hast du bereits im Frühjahr gehört. Aber die Voraussetzungen sind jetzt einfach anders. Die Tage sind kürzer, es wird schneller dunkel, das Wetter ist trist und grau. All das trägt dazu bei, dass die Emotionswaage auf die Minusseite kippt.

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24 Ideen Zeit zu schenken

24 Wege Zeit zu schenken

(Dieser Artikel wurde erstmals im Dezember 2016 veröffentlicht und 2020 überarbeitet und angepasst.)

Anstelle eines Adventkalenders – 24 Ideen Zeit zu schenken

Jetzt schießen sie aus dem Boden, wie die Schwammerl – die Adventkalender. Nicht nur offline gefüllt mit Schoko oder Spielzeug, sondern auch online. Ich mache heuer keinen Adventkalender. Dieses spezielle Jahr hat uns allen so viel abverlangt, dass ich dich gerne ermutigen möchte ungewöhnliche Wege zu gehen und genau das zu tun, was für euch richtig ist.

Für dich habe ich mir trotzdem etwas ausgedacht. Der Advent sollte ja die stillste Zeit im Jahr sein. Eine Zeit der Besinnung und des Rückzugs. Zeit, um das Jahr abzuschließen und sich auf das Weihnachtsfest vorzubereiten. Leider sieht es oft ganz anders aus. Vor allem für Familien.

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