Wie du Resilienz entwickelst

Kennst du Stehaufmännchen?

Diese kleinen Püppchen, die den Schwerpunkt sehr tief unten haben und daher nicht umzuschmeißen sind? – Die versinnbildlichen für mich am besten die Fähigkeit der Resilienz.

In der Literatur wird Resilienz als die Fähigkeit bezeichnet, Krisen im Lebenszyklus unter Rückgriff auf persönliche und soziale Ressourcen zu meistern und als Anlass für Entwicklung zu benutzen. Das klingt doch gut, oder?
Diese Menschen sind also buchstäblich Stehaufmännchen, die nichts so leicht umwirft und die aus den Krisen auch noch die Lernerfahrungen mitnehmen.

Die Fundament für Resilienz wird schon früh gelegt

Grundsätzlich entwickelt sich dieses Fundament in der Kindheit. Die tolle Nachricht dabei: Auch – oder gerade – Kinder, die schon früh Konflikten und Herausforderungen ausgesetzt waren entwickeln Resilienz. Es ist also nicht nötig eine Kindheit wie aus dem Bilderbuch durchlebt zu haben, um resilient zu werden.

Entscheidend sind folgende Faktoren:

  • eine stabile Bezugsperson, die dem Kind ihre Liebe und Zuneigung zeigt
  • die frühe Erfahrung von Selbstwirksamkeit
  • Frustrationstoleranz
  • Durchhaltevermögen

Kannst du auch später noch Resilienz entwickeln?

Ja natürlich, genau daran arbeite ich mit meinen Klienten im Coaching. Zuerst einmal ist es wichtig, dass du dich selbst als wirkend wahrnimmst.
Du selbst bist verantwortlich für das Leben, das du jetzt führst!

Du findest es im Moment nicht so toll? OK. die Gründe zu finden, warum du dich in deiner Lage befindest, hilft dir nicht weiter. Es zieht dich nur immer tiefer in diesen Strudel. Du bekommst das Gefühl, dass dir jeder Einfluss entzogen wird. Du verspürst ein Gefühl der Hilflosigkeit.

Komm also wieder auf die andere Seite. Übernimmm die Verantwortung. Du gestaltest dein Leben!
Dein Job ist öde? – Such dir einen anderen.
Um deine Partnerschaft ist es nicht so gut bestellt? – Ändere es, oder finde dich damit ab. Aber raunz nicht (österreichisch für jammere nicht rum).
Halte dich an den Grundsatz: Love it, change it, or leave it. – Wobei change it und leave it im letzeren Fall nicht unbedingt mit einem Wechsel des Partners oder der Partnerin verbunden sein muss. Vielleicht gelingt es dir ja mit dem jetzigen Partner die Situation gemeinsam zu verändern.

Falls du jetzt sagst: „Alles schön und gut, aber ich hab in meiner Vergangenheit so schlimme Sachen erlebt, dass ich noch immer daran knabbere.“, dann hol dir Unterstützung. Es gibt wunderbare Methoden alte Emtionen zu bearbeiten. Time-Line-Therapy® ist eine davon. Sie erlaubt es an die Emotionen zu arbeiten und die Lernerfahrungen mitzunehmen. Wie du in der Definition oben lesen kannst, ist das ein wichtiger Faktor für Resilienz: Aus dem erlebten zu lernen und es als Chance zur Weiterentwicklung wahrzunehmen.

Jede schwierige Situation, die du erfolgreich überstanden hast und aus der du lernst, stärkt deine Resilienz.
Mit jedem dieser Erfolge steigt dein Selbstbewusstsein. Du erfährst, dass dein Handeln einen Unterschied macht und du etwas bewirken kannst.

Was macht stark und resilient?

Hier findest du eine Liste von Eigenschaften, die sich tendentiell eher positiv  auf die persönliche Widerstandskraft auswirken.

Temperament

Kognitive Kompetenzen

Selbsterleben

Umgang mit Herausforderungen

  • aktive Problemlösung
  • Fähigkeit sich zu distanzieren

Soziale Beziehungen

  • Bezugspersonen außerhalb der Kernfamilie
  • Unterstützung der Geschwister
  • gute Beziehungen in der Schule
  • Erfahrung von Sinn und Struktur im Leben
  • Spiritualität
  • positives Sozialverhalten

Erziehung

Dieser Artikel soll dir einen überblick über das Thema Resilienz geben. Tiefergehende Informationen zu den einzelnen Teilbereichen findest du in den verlinkten Artikeln.
Du siehst Resilienz ist eine Fähigkeit, die für unser Leben wirklich wünschenswert ist. Du kannst jetzt schon darauf schauen, dass dein Kind diese Fähigkeit entwickelt, indem du ihm nicht jede Herausforderung aus dem Weg räumst.
Du selbst profitierst jeden Tag von Resilienz, denn jede Mutter entwickelt sie ganz automatisch im Laufe ihres Mutter-Seins. Aber du weißt ja: Mit jeder Herausforderung, die du annimmst und meisterst, wächst auch deine Resilienz und damit auch die Chance, die nächste Herausforderung gut zu überstehen ;-)

Hältst du dich für resilient?
Ich freue mich über deine Kommentare und wünsche dir, dass du deine Herausforderungen annehmen und meistern kannst.

Bleib gelassen,

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